Da habe ich überhaupt noch nicht früber nachgedacht. Aber da ist wohl viel Wahres dran. Wenn man sich einzelne Suren herauspickt, ohne den Zusammenhang der restlichen, dann wird sicher ein anderes Bild entstehen.
Deshalb ist, wie du auch schon sagtest, es nicht mal eben damit getan, ein bisschen "rein zu lesen" und gut ist.
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Thema: Fragen zum Islam
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02.02.2015, 14:42
AW: Fragen zum Islam
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.02.2015, 14:49Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Warum sollte sie minderwertiger sein?
Aber was ist z.B. mit einer unverheirateten Frau? Ist sie gleichwertig mit einer verheirateten?
Es steht, dass sie unvernünftigen Anweisungen nicht gehorchen braucht. Aber wer entscheidet, was vernünftig oder unvernünftig ist?In welcher Sure steht, das sie unvernünftigen Anweisungen ihres Mannes zu gehorchen hat?
Und bedeutet es, dass sie vernünftigen Anweisungen immer gehorchen muss? Auch wenn sie es nicht möchte?
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02.02.2015, 15:02
AW: Fragen zum Islam
Und noch'n Gedanke:
Mir wird immer klarer, dass es tatsächlich so ist und man nicht von "dem" Islam sprechen kann. Es gibt so viele Strömungen, dass immer dazu gefragt werden muss: Welchen Islam meinst Du? Den Wahabitisch-Sunnitischen, den Alevitischen, den Schiitischen, den Islam der Sufis, etc. etc.?
Was ist also das Trennende und was das Gemeinsame an all diesen Strömungen (bzw. man sollte es umgekehrt formulieren: Was ist das Gemeinsame und was ist das Trennende?)?
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02.02.2015, 15:14
AW: Fragen zum Islam
Geändert von Analuisa (02.02.2015 um 16:22 Uhr) Grund: Zitat repariert
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.02.2015, 15:25Inaktiver User
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02.02.2015, 15:31
AW: Fragen zum Islam
Der Verstand und das Herz.
Ich kann die nur meine Sichtweise wiedergeben. Wenn die Ehe eine Firma wäre, die eine Buchaltung und einen Verkauf hat, die jeweils einen Chef haben, und diese Chefs von ihren Mitarbeitern unsinniges fordern, so würde die Firma nicht lange bestehen. Genau so wenig, wie wenn jeder in der Firma tut und lässt, was ihm gerade passt.
Wenn es also dauernd passiert, das einer unsinnige Anweisungen gibt, oder der andere macht, was ihm gefällt, sollte man die Firma besser auflösen, bevor es zur Insolvenz kommt.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.02.2015, 15:35Inaktiver User
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02.02.2015, 15:51
AW: Fragen zum Islam
Na ja, das ist ja allen Reigionen gleich, da sticht der Islam nun wirklich nicht heraus.
Puh, das ist nicht so einfach zu beantworten, ohne das es zu vielen weiteren Fragen kommt.
Ich versuche es mal
1. Verheiratet sein ist Schutz
Gegen Unzucht ( das allein bedarf schon weitreichende Erklärungen, ist nicht getan mit nicht wahllos Sex haben )
Vereinsamung (gerade im Alter und in Krankheit )
Gegen die Verarmung der Frau und Kinder
Da gibt es sicher noch viele Dinge, die mir gerade nicht einfallen.
Uneheliche Kinder haben auf wenig Anspruch, alles muss man festlegen und regeln. Das ist bei ehelichen nicht der Fall.
Und Homosexualität wird auch in keiner Religion so hingenommen. Warum? Kann ich nur spekulieren. Geht wahrscheinlich um den Fortbestand der Menschheit.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.02.2015, 16:01
AW: Fragen zum Islam
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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02.02.2015, 17:51
AW: Fragen zum Islam
Zu diesen Fragen könnte ich ein Buch schreiben, also muss ich hier probieren mich kurz und trotzdem verständlich auszudrücken.
Im Vergleich zum Christentum überzeugt der Islam mit seinem absoluten Monotheismus. Ich weiss, dass Christen sich oft auch als Monotheisten bezeichnen, aber sie haben die Dreieinigkeit -Vater , Sohn , Heiliger Geist-. Jesus (as) ist bei ihnen Gott oder Gottes Sohn , das "verwässert " den Monotheismus erheblich.
Auch hat mich immer das Erbsünde-Konzept gestört, dass alle Menschen sozusagen die Sünde des ersten Menschen (Adam) “geerbt” haben. Sowie das Gegenteil, dass durch den Opfer- bzw. Erlösungstod von Jesus (as) Gott den Menschen ihre Sünden vergeben würde. Ich denke (und das ist im Islam so), dass jeder nur für seine eigenen Sünden verantwortlich ist und Gott sie dem Sünder vergibt, wenn dieser bereut, ohne dass dafür ein “Dritter” sich kreuzigen lassen muss.
In diesem Kontext stört mich im Christentum auch die Mittler-Funktion der Kirchen. Am extremsten bei den Katholiken und Orthodoxen, wo ein Priester einem die Sünden vergeben kann. Eine absurde Vorstellung für einen Muslim, dass ein Mensch einem anderen Menschen Sünden vergeben kann.
Überhaupt gibt es im Islam keinen Klerus, niemand steht zwischen Gott und dem einzelnen. Man hat eine ganz direkte Gottesbeziehung, ist nicht abhängig von Priestern, Sakramenten u.ä..
Im Vergleich zum Judentum ist es z. B. , dass die Juden sich nicht nur als Religion , sondern auch als Volk sehen. D.h. es ist sehr schwer Jude zu werden, man muss jahrelang lernen und dann sowas wie eine Übertritts-Prüfung bestehen. Eigentlich möchten sie gar nicht, dass “Gojim” (Nichtjuden ) konvertieren.
Ich denke dagegen die wahre Religion muss für alle Menschen leicht zugänglich sein, das ist im Islam so , jeder kann ganz einfach Muslim werden. Es kann doch nicht sein , dass Gott seine Religion praktisch nur für ein kleines Volk zugänglich macht.
Weiterhin fand ich am Judentum schlecht, dass das Jenseits dort kaum eine Rolle spielt. Im Alten Testament gibt es praktisch kein Jenseits. Im Talmud ein wenig. Im Islam bzw. im Koran geht es dagegen dauernd um das Jenseits. Das ist für mich viel attraktiver.
Im Vergleich zu beiden ist es auch die Heilige Schrift, also die Bibel ist eigentlich eine Zusammenstellung aus 73 (katholisch) bzw. 66 (evangelisch) einzelnen Büchern. Diese widersprechen sich in sich und untereinander. So sehen z.B. die Christen im Alten Testament Jesus (as), die Juden sehen ihn da natürlich nicht.
Der Koran dagegen ist in sich total stimmig, ein Buch mit einer klaren Botschaft immer im selben Stil.
Und dann noch Jesus (as) – für die Christen Gott bzw. Gottes Sohn, für die Juden gar nichts. Aber im Islam ist er ein geehrter Prophet, das finde ich auch am besten.
So das wars fürs erste.
LG Jalila



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