Ist hier zwar OT:
Das kann ich verstehen, aber die meisten Menschen halten sich in irgendetwas für besser als andere Menschen.
Und vermutlich sind die meisten Menschen auch in irgendetwas besser als andere Menschen, das halte ich nicht für das Problem, das Problem ist eher, wie sie mit dieser Erkenntnis umgehen.
Ich weiß zB dass ich mit einem bestimmten Computerprogramm besser umgehe als andere - deswegen gebe ich entsprechende Schulungen. Ich weiß, dass meine Kollegin in einem bestimmten Gebiet unserer Arbeit besser ist als ich - deswegen bearbeitet sie dieses Gebiet.
Und das mir in meiner Jugend mehrere Katholiken gesagt haben, dass ich verdammt sei und in die Hölle komme, das war mir damals egal und ist es immer noch.
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Thema: Fragen zum Islam
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01.02.2015, 16:55
AW: Fragen zum Islam
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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01.02.2015, 17:01
AW: Fragen zum Islam
Ich glaube wir meinen beide nicht das Selbe.
Ich meinte "was Besseres" im Sinne von "als Mensch mehr wert als andere Menschen" oder auch "über anderen stehen" (z.B. weil ich adelig bin steh ich über einem einfachen Bauern, bin etwas "Besseres" als er).
Ich meinte das nicht in Bezug auf "etwas besser können".
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01.02.2015, 17:19
AW: Fragen zum Islam
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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01.02.2015, 17:34
AW: Fragen zum Islam
Doch wir meinen schon das selbe, nur in unterschiedlicher Ausprägung - vielleicht lohnt das eigenen eigenen Strang.
Und ja ich blicke gelegentlich schon auf andere herunter, die Dinge nicht können, die für mich völlig selbstverständlich sind. Und es gab durchaus Zeiten als ich als Atheistin ziemlich verächtlich auf die "armen Irren" herab geblickt habe, die an irgendeinen merkwürdigen Gott glaubten und sich von einen verknöcherten alten Mann aus Rom Vorschriften über ihr Leben machen ließen. Und völlig frei bin ich von dieser Attitüde auch heute nicht.
Und ich fühle mich auch den meisten Rechtsradikalen gegenüber überlegen und als etwas besseres, und habe das Gefühl ein bessere Mensch zu sein.
Aber wie gesagt, dass ist hier OT und gehört bei Interesse in einen eigenen Strang.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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01.02.2015, 17:54Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Ich bin 27 und trage seit über 1,5 Jahren Khimar Abaya und Niqab. Ich tue dies aus freiwillig aus Überzeugung.
Ich fühle mich auch wohl mit meiner Kleidung. Und dass man unter Tüchern so viel mehr schwitzt, wie wenn man seinen Körper der prallen Sonne ausliefert, halte ich für ein Vorurteil.
Der große Neid kommt bestimmt nicht auf, weil andere Frauen "freier" sind. Ich bin auch frei. Keiner zwingt mich dazu.
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01.02.2015, 18:26Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Es gibt nur eine Aufklärung. Das ist ein bestimmte geistige Haltung, die im 17.Jahrhundert in England ihren Ursprung hatte. Sie resultierte aus dem physikalischen Weltbild Newtons, dem englischen Empirismus Lockes und dem französischen Skeptizismus Montainges.
Es ist die Loslösung vom christlich-metaphysisch-theologischen Weltbildes zu Gunsten religiöser Toleranz und der Vorstellung einer natürlichen Religion. Also, Gott ist in den Menschen und der Mensch ist nicht in Gott, jeder glaubt und betet, so viel er will, es wird ihm nichts vorgeschrieben.
Dies setzt die Vernunft als Wesensmerkmal des Menschen voraus.
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01.02.2015, 18:29
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01.02.2015, 18:33
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01.02.2015, 20:06
AW: Fragen zum Islam
Im Koran steht "Es gibt keinen Zwang in der Religion"
Vernunftbegabte Menschen können also allein eintscheiden, ob und wie sie ihre Religion ausüben. Wenn sie sich an ein Buch halten, muss das nicht bedeuten, das sie unvernünftige Wesen sind, sondern nur, das sich bewusst dafür entschieden haben.
Deswegen habe ich das mt der Aufklärung in dem Zusammenhang nicht verstanden.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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01.02.2015, 20:31Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Natürlich.
Durch die Aufklärung wurde eigentlich nur jedem Menschen diese Vernunft zugebilligt. Die Kirche im Mittelalter bestand ja darauf, dass der Mensch ein Werkzeug Gottes war und zu keinen eigenen Gedanken fähig.
Die logische Folge der Aufklärung waren die Gedanken Rousseaus, der der Meinung war, dass eigentlich alle Menschen gleich seien und es kein von Gott festgelegtes Oben und Unten geben dürfe.
Das war natürlich nicht im Sinne der Kirche und der Obrigkeit, die wollte schon gern die feudale Ordnung beibehalten. Aber der plötzlich vernunftbegabte Bürger sah die Chance der hierarchischen Durchmischung und durch Tüchtigkeit auch zu Macht zu gelangen. Das waren die vorgeburtlichen Wehen der Französischen Revolution und am Ende kam es zur Geburtsstunde unserer Demokratien.



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