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Thema: Jungschar?
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15.11.2014, 12:07
AW: Jungschar?
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16.11.2014, 09:23Inaktiver User
AW: Jungschar?
Gut gesagt, aber ich weiss nicht, ob du sog. Evangelikale persönlich kennst. Aus einem anderen Umfeld kenne ich solche Leute und da kannst du dir das "Kopf waschen" oder diskutieren schenken. Sie fühlen sich absolut auf der richtigen Seite ! Verboten ist es ja nicht, solche Schriften und Kalender zu verteilen.
Die einzige Reaktion ist, ausdrücklich auf Distanz zu gehen und Kinder solchen Veranstaltungen nicht auszusetzen. Deshalb ist genaue Information im Voraus bzw. laufendes Beobachten unabdingbar, wenn man Kinder in solche Gruppen schickt. Sind nämlich nicht alle Jungschar-Gruppen so, pauschalisieren möchte ich auf keinen Fall.
Gruß Elli
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16.11.2014, 09:28
AW: Jungschar?
hm. wenn mein Kind da hätte hingehen wollen, wg Freund/in oder warum auch immer, hätte ich es nicht ferngehalten, dadurch bleiben die ja immer irgendwie interessant. auch einfach schlecht machen, kann das Gegenteil bewirken, zumal das Kind ja in eine Art Loyalitätskonflikt kommt, wenn die Freundin da ganz begeistert ist/erzählt.
Also hingehen lassen, erzählen lassen und gezielt Fragen stellen. Auch kleine Kinder sind nicht blöd. Das hat den unschätzbaren Zusatzeffekt, dass das Kind schon früh lernt, Behauptungen, Forderungen und auch Nettigkeiten kritisch zu hinterfragen. was keineswegs Ablehnung bedeuten muss
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16.11.2014, 23:24
AW: Jungschar?
Wenn man seinem Kind die Sache mit dem Einreden von Sünde erklärt und man es bestärkt, dass es nicht klein ist, sondern der Einredende es klein zu machen versucht, dann weiß das Kind ganz genau, wer gut und wer böse ist. Das Kind will Schutz und Geborgenheit, und hier gibst Du ihm Schutz und Geborgenheit, Du zeigst, dass es sich auf Dich verlassen kann.
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16.11.2014, 23:26
AW: Jungschar?
Ha, ja, ich bin zwar fast mein ganzes Leben lang Atheist, aber aus irgendeinem sonderbaren Grund bin ich mein ganzes Leben lang den ganzen Ultrachristen ständig über den Weg gelaufen. Ich kenn die in allen Schattierungen, und vor allem die Ultras.
Meine Aussage war übrigens so zu verstehen, dass das mit dem göttlichen Arschtritt schon der zentrale Punkt ist. Wenn jemand meinem Kind einzureden versucht, dass es qua Existenz ein Sünder ist, dann diskutiere ich nicht rum. Nicht dass ich ihn trete, aber er wird mich nach meinem Besuch mehr fürchten als seinen Gott und seinen Teufel zusammen.
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17.11.2014, 08:39Inaktiver User
AW: Jungschar?
Nun ja, aber das mit der Sünde ist doch eine originäre christliche Idee.
Dass die Suende zum Menschen gehört findest Du in allen christlichen Kirchen.
Entscheidend ist doch ob man sagt, das ist schlimm oder es ist halt menschlich Fehler zu machen.
Und gleichzeitig zu vermitteln: Du bist ganz genau richtig so wie Du bist.
Sich selbst mal kritisch sehen zu können ist ja auch eine Stärke "Wer ohne Sünde sei werfe den ersten Stein."
- man urteilt vielleicht auch milder über andere.
Darum... Ich würde mein Kind nur in eine Gemeinschaft schicken, deren Werte ich irgendwie teilen und verstehen kann. Als Atheist (bin ich nicht) wuerde ich es daher nicht in eine christliche Jungschar schicken.
Bei Freikirchen würde mir die Gruppe sehr genau ansehen und wenn ich es gehen lasse auch wirklich für Fragen offen sein und auch selber Fragen stellen.
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17.11.2014, 08:41
AW: Jungschar?
Vielleicht haben wir ja Glück und die TE meldet sich nochmal, wie es denn dann wirklich war.
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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17.11.2014, 08:56
AW: Jungschar?
Gerade als Atheistin fand ich eine religiöse Grundunterweisung gar nicht so schlecht. Zum einen ist Reli ein wesentliche Bestandteil unserer kulturellen Basis, da kann man Vieles nur verstehen, wenn man es auch kennt. Darüberhinaus aber bin ich der Meinung, dass Seelenfänger generell einen Teil ihrer möglichen (späteren) Faszination verlieren, wenn das nicht mehr so aufregend neu ist. Und wenn dann schon im Verlauf der Entwicklung diese Inhalte daheim (gerne auch kontrovers) diskutiert werden, lernt das Kind den Umgang mit Ideologien. Letztlich kann ich immer nur versuchen, eigene Werte zu vermitteln
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17.11.2014, 09:56
AW: Jungschar?
Darum geht es ja aber nicht. Jeder Mensch macht Fehler, keiner ist nur gerecht und nur gut. Man muss die Menschen mit ihren Fehlern annehmen, solange sie es nicht übertreiben. Das halte ich für eine fundamentale menschliche Erkenntnis, die für mich geradezu schon einen Werte-Charakter hat.
Um was es in diesem speziellen Fall geht, ist die Sünde qua Existenz: Du bist Sünder, weil Du bist. Diese Ansicht halte ich für eine Sünde, für eine schwere Sünde. Eine Sünde entsteht niemals aus einer puren Existenz.
Manchmal ist das ja nicht so einfach, z. B. dann, wenn ein Paar unterschiedlichen Weltanschauungen angehört.
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17.11.2014, 10:06
AW: Jungschar?
Nochmal: ich bin Atheistin. Aber dieser Erbsünde-Gedanke hat (für mich) schon eine tiefe Wahrheit.
Weil Menschen sind wie sie sind, macht jeder Fehler, macht sich jeder irgendwann schuldig, auch absichtlich. wir sind nicht durch und durch und allezeit gut. Keiner. Sich das bewusst zu machen, lässt Selbstgerechtigkeit nicht in den HImmel wachsen, schafft die Basis für T.oleranz und Verzeihen können.
Im Alltag nehmen wir selbst uns zu oft als Maß aller Dinge, verlangen von Anderen etwas, weil "wir das ja schließlich auch machen".
Eltern mit eingeschlossen: jedes kindliche Vergehen wird groß thematisiert.
Die Terminologie kann man ja auch diskutieren



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