Ich finde es auch ein bisschen, hm, putzig, sich in einen Strang zu Wort zu melden um zu schreiben, dass man mit der diskutierten Thematik gar nichts anfangen kann und dass ja eh alles Schmarrn ist. Wohlgemerkt, es geht hier ja in keinem Punkt um die Frage, ob eine Gottheit existiert oder nicht. Diese Frage stellt sich der TE nicht und gegenteilige Ansichten helfen ihr in ihrem Anliegen auch nicht weiter. Ich finde das vergleichbar mit dem Szenario, dass sich jemand, der (aus wie guten Gruenden auch immer) auf keinen Fall heiraten moechte, in einem Strang zur Frage nach angemessener Bekleidung auf der Hochzeitsfeier schreibt um kundzutun, dass die Ehe ja sowieso unnoetig ist. Der Sinn erschliesst sich mir nicht so recht.
Ich finde Malinas Post dazu sehr erhellend.
Naja, zum Thema:
Ich muss zugeben, dass ich solche Themen im Gebet auch irgendwie ausklammere, bzw. sie unter weniger schambesetzte Themen subsumiere. Ich bringe z.B. meine Beziehung vor Gott, Harmonie in der Partnerschaft usw., aber jetzt nicht wirklich Sex und dergleichen. Andererseits hatte ich bisher auch nicht das Beduerfnis. Deine Gedanken finde ich sehr interessant, Mademoiselle.Koennte ich auch mal drueber nachdenken.
Ich glaube, ich pflege schon das christliche Gottesbild eines "Vaters" oder generell eines Elternteils. Das hat sicher auch etwas mit meinen Hemmungen in diesem Bereich zu tun.
Antworten
Ergebnis 11 bis 15 von 15
Thema: Mit Gott über Intimes reden
-
24.07.2014, 19:01
AW: Mit Gott über Intimes reden
-
24.07.2014, 22:53Inaktiver User
-
25.07.2014, 08:12
AW: Mit Gott über Intimes reden
Naja, wenn ich meine Beziehung zu Gott als personale Beziehung sehe, dann bekommt Gott automatisch Eigenschaft einer solchen Person, denn mein Beziehungskonzept sieht vor, dass man Beziehungen zu anderen Personen hat. Und die Aufgabe besteht dann darin, gleichzeitig auch zu erkennen, dass Gott unser Personenkonzept tranzendiert. Er ist eben nicht nur "Vater" (sei es im strengen, konrollierenden oder auch im fürsorglichen, behütenden Sinne), sondern auch "Vater", aber auch der ganz andere, den wir nicht begreifen können.
Das macht es auch zur Herausforderung: einerseits findet man in diesen Bildern ja durchaus Halt und Orientierung, was ja durchaus auch ein Wert ist. Andererseits geht es eben auch darum, diese Bilder immer wieder zu hinterfragen, sie nicht als letzte und endgültige Erklärung stehen zu lassen, sondern nur als völlig unzureichende Annäherung zu sehen.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
25.07.2014, 08:30
AW: Mit Gott über Intimes reden
meine regelmässige Erfahrung ist: es gibt eine Antwort. Immer. Man muss "nur" bereit sein, sie zu hören, und darauf zu lauschen, denn sie gefällt nicht immer.
ja, das geht mir ähnlich. Oft ist nur schon die Tatsache, ein Problem oder Thema in Worte zu fassen und auszusprechen, ein wichtiger Schritt. Es geht nicht darum, Gott etwas mitzuteilen, sondern dafür zu sorgen, dass ich, Ego, fleischlicher Mensch, die Verbindung zum Göttlichen kriege und die darin vorhandenen Qualitäten wie Weisheit, Einsicht, Gelassenheit, Mut.Und vielleicht hilf es dem Betenden, sich selbst zu sortieren und sich selbst gegenüber auch mal absolut ehrlich zu sein, eben weil er weiß, dass Gott eh schon alles weiß.
Gott bietet sich als Gesprächspartner an gerade bei jenen Themen, die ich mit keinem Menschen besprechen würde.
gruss, barbara
-
24.08.2014, 13:40
AW: Mit Gott über Intimes reden
Wenn man "Gott" als Raum absoluter Wahrheit und Liebe versteht, ist das ein Raum , in den man sich wie von einem Sprungbrett hineinfallen lassen kann, mit dem Wissen, dass ich in diesem Raum aufgefangen werde, weil ich da so sein kann, wie ich tatsächlich bin, auch und gerade mit den Dingen, die ich an mir (und an anderen) ablehne.
Das bedeutet also, dass man gerade die Dinge, die man selbst mit Scham besetzt, ansprechen kann.
Eugen Drewermann gab mal den Tipp, während der intimen Zwiesprache mit Gott (die niemand anderen was angeht) - und nichts anderes ist das Gebet- das, was man selbst am liebsten sogar vor sich selbst verstecken würde, als allererstes ganz offen anzusprechen. "Das, wofür man sich am meisten schämt, zuerst!".Geändert von bruennette_2 (24.08.2014 um 13:43 Uhr) Grund: heute hab ic hs nicht so mit der Grammatik


Koennte ich auch mal drueber nachdenken.
Zitieren
