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  1. Inaktiver User

    smile AW: Andächtig beten

    Danke erst einmal,für die vielen Antworten.

    Schönes Wochenende an alle.

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    AW: Andächtig beten

    Hier im Thread sogenannte Standardgebete haben bei mir Albträume beendet-ohne dass ich damit gerechnet habe.
    Dir auch ein schönes Wochenende.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


  3. gesperrt

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    AW: Andächtig beten

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Das sind für mich Stoßgebete, die nichts mit andächtigem Beten zu tun haben.
    mir scheint, gerade die Stossgebete sind jene, die mit maximaler Ehrlichkeit und maximaler Hingabe gesprochen werden. Nie meint man ein Gebet so sehr, als wenn es ein Stossgebet ist! - und mehr Andacht (="daran denken") als das kriegt man kaum hin.

    Ich mag an diesen Gebeten gerade, dass ich keine bestimmte Form erfüllen muss und keine bestimmte Haltung und schon gar keine gravitätische Würde ausstrahlen muss, sondern dass ich mich ohne die üblichen sozialen Masken gehen lassen kann und das Herz überquillt. Das ist auch gar nichts, was für mich Kraft benötigt - das ist das, was gar keine Kraft braucht. Es braucht "nur" zu fühlen, was ist - und alle meine Bedenken, Ängste, Zweifel, Vorurteile, Beschimpfungen etc rund um dieses Fühlen auszusprechen.

    gruss, barbara

  4. gesperrt

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    AW: Andächtig beten

    Zitat Zitat von Strunzhuhn Beitrag anzeigen
    Wie dominant die Anzahl der "Bitt"-Gebete ist, wurde mir auch erst vor ganz wenigen Jahren bewusst, als mir eingefallen ist, dass ich eigentlich überhaupt keine amerikanischen Gebete kenne und ich angefangen hatte, mich damit intensiver zu befassen.
    ich kenn überhaupt keine amerikanischen Gebete.

    Als ich mal "american prayer" googlete, kam als Erstes das:
    The Doors - An American Prayer (Full Album) HQ - YouTube


    dann das:
    Prayers of American Presidents - Beliefnet.com

    und dann noch das:
    Native American Poems and Prayers

    alles sehr interessante Gebete (vor allem Jim Morrison and the Doors, eine alte Liebe von mir ) aber vermutlich nichts von dem ist das, worauf du dich bezogst.

    gruss, barbara

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    AW: Andächtig beten

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mir scheint, gerade die Stossgebete sind jene, die mit maximaler Ehrlichkeit und maximaler Hingabe gesprochen werden. Nie meint man ein Gebet so sehr, als wenn es ein Stossgebet ist! - und mehr Andacht (="daran denken") als das kriegt man kaum hin.
    Für mich haben sie - gerade in der bittenden Form - eher was von magischem Denken.

    Für mich ist das tiefste Gebet eins, das ohne Worte auskommt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  6. Inaktiver User

    AW: Andächtig beten

    ich denke, andächtig beten kann man mit oder ohne Worte. Beides. Als Kind habe ich mich tief in unsere Gebete vor dem Schlafengehen oder bei den Mahlzeiten hinein versenken können, ich habe nie ohne Worte gebetet, aber durchaus andächtig. Mir war es dan oft zu schnell, wenn die anderen mitsprachen, weil ich es fühlen mußte, was da gesprochen wird und was ich selbst mitsage. Und heute sind die Gebete oft ohne Worte. Aber vor einigen Jahren gelang es mir noch nicht dies in einer Gemeinschaft zu tun. Wenn im Gottesdienst gesagt wurde, in aller Stille bringen wir das, was unser Herz bewegt vor Gott, dann wurde ich furchtbar nervös. Das hat sich irgendwann verändert. Und so denke ich, dass sich auch das Gebet und die Form, die wir am liebsten dafür anwenden sich verändern kann. Es gab und gibt bei mir auch eine dritte Form, nämlich, wenn ich weiß, es sind Menschen da, eine Gemeinschaft, die für mich bittet, dann kann das mein Herz beruhigen, wenn ich selbst es nicht schaffe Worte zu formulieren oder still zu werden. Diese heilende Erfahrung habe ich gemacht und sehe es als eine dritte Form des Gebets an, das Vertrauen zu Menschen zu spüren, die für mich um etwas bitten, für mich das Gute wünschen. Auch das wird zu einer Andacht, einer andächtigen Stille. Kennt ihr das auch?

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    AW: Andächtig beten

    Standardgebete.
    Dass viele damit Schwierigkeiten haben, kann ich verstehen. Aber wenn eine Gemeinde sich versammelt hat und gemeinsam beten möchte, z.B. Trauergottesdient, Hochzeit, Taufe, Schulgottesdient oder normaler Sonntagsgottesdienst, so sind nur Standardgebete wie das Vater unser und Glaubensbekenntnis geeignet, es gemeinsam laut zu beten. Jeder für sich beten innerhalb einer Gemeinschaft, bedarf es nur einer Gedenkminute, das schafft im nichtreligiösen Zusammenhang auch etwas Gemeinsames.

    In Sonntagsgottesdiensten sind auch die Fürbitten etwas Gemeinsames. Ein vortragender Beter (meistens Laien) bittet um Frieden in der Welt, Hilfe für Flüchtlinge, Trost für die Angehörigen eines Verstorbenen usw. und die Gemeinde antwortet mit : "Herr erhöre uns" und "Erbarme dich, Gott".
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. gesperrt

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    AW: Andächtig beten

    Stimmt, das ist etwas vom Schönsten an Gottesdiensten, besonders den Katholischen: man kann sich so richtig in diese vertraute, gewohnte, immer gleiche, immer schöne Struktur fallen lassen.Bequem wie ein Paar alter Pantoffeln und ebenso tröstlich.

    gruss, barbara

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    AW: Andächtig beten

    Für mich ist beten nichts anderes, als mich mit Gott zu unterhalten.

    So "erzähle" ich ihm von mir. Von meinen Sorgen, Ängsten und Wünschen. Aber auch von meiner Dankbarkeit für die vielen, vielen großen und kleinen Geschenke, die er mir und anderen so macht. Ja und für die wunderbare Natur, die uns umgibt. Da brauche ich auch keine "Andacht" für. Wenn ich sowas einer Freundin erzähle, dann brauche ich ja auch keine Andacht, weil ich mit den Gedanken dann eh bei der Sache bin.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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    AW: Andächtig beten

    Zitat Zitat von beklamo Beitrag anzeigen
    Für mich ist beten nichts anderes, als mich mit Gott zu unterhalten.
    Zur Unterhaltung gehört aber auch das Zuhören, das Stillwerden, das sich Einlassen. Gott nur zuzutexten ist mir persönlich zu wenig. Und wenn ich still werde, dann bin ich schon mitten in einem andächtigen Gebet, einem Gebet, das Aufmerksamkeit, Konzentration, Hingewandtheit fordert. Aber nur dann finde ich auch zu einer gewissen Tiefe, nur dann wird die Beziehung für mich lebendig, nur dann empfange ich auch etwas im Gebet.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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