Religionen sind klassischerweise Systeme, die Werte sowohl theoretisch lehren und vermitteln, und die Interessieren dabei helfen, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Im Lauf der Menschheitsgeschichte sind auch immer die meisten Werte auf die eine oder andere Weise mit Verweis auf Göttlichkeit begründet worden. Atheismus/Agnostizismus ist die grosse Ausnahme.
Um ein Beispiel einer Weltanschauung zu zitieren, die auf breiter Basis abgelehnt und verpönt ist. Als Einwand auf das Argument, es gäbe keine besseren und schlechteren Werte, es gäbe nur unterschiedliche Werte. Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden - ein Wertesystem, das auf Nazi-Gedankengut basiert, halte ich für schlechter und minderwertiger als eins, das auf Menschenrechten basiert. Es gibt in der Tat bessere und schlechtere Werte, und es ist nicht gleichgültig, welche man hat.und ja, daraus resultiert meine frage, warum das wort NAZI-blut in diesem zusammenhang erwähnt wurde???
gruss, barbara
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09.05.2014, 06:22
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
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09.05.2014, 07:46Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
da siehste mal wieder wie wichtig das Umfeld ist.
Es prägt einen Menschen!
Würdest du dich innerlich ändern würdest du entweder selbst aktive dir andere Gesellschaft suchen oder einfach andere Menschen anziehen.
Weißt du was mich erschreckt?
Was wäre wenn ich nur an dieses eine Leben hier glauben würde?
Ich würde wie viele andere Menschen auch: nur raffen, nur zusehen dass ich ja gut wegkomme.
Kurzum, ich hätte eine ganz andere Perspektive.
An die Hölle glaub ich eher in dem Sinne dass sie sich viele Menschen schon auf Erden schaffen.
Oder - dass man in einem Leben leider in solch ein Umfeld geboren wird was der Hölle gleich kommt.
Aber noch nie dachte ich so bilderbuchhaft: da schlängeln Schlangen, ein stetes Feuer lodert da....
Außerdem ist meine Erfahrung: wie schon oben erwähnt.
Man schafft sich Himmel oder Hölle bereits auf Erden.
Es gibt in diesem Leben für mich schon zunehmend Momente die einfach himmlisch sind.
Eine Religion die mich entweder so lange warten lässt oder mir dieses Leben hier als Zucker-Brot-und-Peitsche verkauft wäre nie meins gewesen.
Es ist wirklich nicht das Schlechteste sich mal mit gewissen Tugenden oder Lastern zu befassen.
Einfach so aus Interesse.
Die Kirche zum Beispiel benennt die Dinge. Man will ja nicht alles neu erfinden.
Mich fasziniert zum Beispiel wie negativ Geiz bewertet wird - und wie es beschrieben wird.
Was der Geiz aus dem Menschen selbst macht. Die gesellschaftlichen Auswirkungen etc.....
Außerdem habe ich zum Beispiel gläubige Menschen stets als sehr lebensfroh erlebt.
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09.05.2014, 08:09
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Das liegt aber dann aber an einer ureigensten, wenig sympathischen Persönlichkeit. Nicht jeder, für den alles mit dem Tod zu Ende ist, entwickelt automatisch diese rein materialistische Sicht der Dinge.
Ja, und dann......führt das in deinem Sinne automatisch zur Offenbarung? Nach deiner Logik hat sich nur derjenige ernsthafte Gedanken über "Tugend und Laster" gemacht, der den rechten Weg zum Glauben dabei gefunden hat?Es ist wirklich nicht das Schlechteste sich mal mit gewissen Tugenden oder Lastern zu befassen.
Einfach so aus Interesse.
Und die negative Bewertung von Geiz bietet nur die Kirche? Und was ist daran "faszinierend"? Du übertreibst.Die Kirche zum Beispiel benennt die Dinge. Man will ja nicht alles neu erfinden.
Mich fasziniert zum Beispiel wie negativ Geiz bewertet wird - und wie es beschrieben wird.
Was der Geiz aus dem Menschen selbst macht. Die gesellschaftlichen Auswirkungen etc.....
Um gewisse Verhaltensweisen und Eigenschaften negativ zu bewerten, brauche ich keine Kirche, die mir das vorkaut. Das traue ich mir schon selbst zu.
Das mag ja sein, aber deswegen hängen alle anderen nicht automatisch depressiv und unzufrieden in irgendwelchen Ecken herum. Eine positive Lebenseinstellung ist kein Privileg gläubiger Christen.Außerdem habe ich zum Beispiel gläubige Menschen stets als sehr lebensfroh erlebt.Manches ist durchsichtiger als es scheint.
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09.05.2014, 08:36Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Von dieser Haltung gibt es viele Variationen, manche geschenen sogar in nationalem Konsens: Wenn zB. die eigenen Banken einen wichtigen Teil der Wirtschaft ausmachen und in großem Stil von hinterzogenem und kriminellem Geld profitieren und ein Großteil der Bevölkerung das gut findet, weil es dem eigenen Staatssäckel nützt.
Ich schrieb nicht "es ist", ich schrieb "Ich finde". Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied. Genau lesen hilft.
Das sehe ich auch so.
Mein Eindruck ist, dass die meisten hier bei der Beurteilung von Werten solche favorisieren, die sich positiv auf die Menschen und deren Zusammenleben auswirken und die mit den Menschenrechten kompatibel sind. Und zwar unabgängig von Wertesystemen.
Geht es dir um eine Hierarchie von Werten oder von Wertesystemen? Bei letzteren besteht die Gefahr, dass sie ihre Werte weniger an den positiven Wirkungen auf die Menschen ausrichten als am eigenen Machterhalt.
Das gilt auch für die Religionen. Wer Andersgläubige abwertet und zu deren Verfolgung aufruft (Altes Testament, Koran), verletzt damit die Menschenrechte. Und ob jemand einen Angriffskrieg führt, um die "richtige Lehre" zu verbreiten wie bei den Kreuzzügen oder um sein Territorium zu erweitern, kommt für die Opfer auf dasselbe raus.
Bei den Wertesystemen stellt sich vor allem die Frage, inwieweit ihre Ideologie dazu missbraucht werden kann, Andersdenkende zu verfolgen. Religionen mit "Wahrheitsanspruch" (wie die Buchreligionen) sind dafür sehr anfällig, wie die blutige Geschichte des Christenums zeigt.
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09.05.2014, 09:47
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Irgendwie schaffst du es eine Schachtel (Weltanschauung oder Religion) zu bauen und dadrin sind dann andere Werte als bei anderen Weltanschauungen.
Ich schau mir nur die Werte an die drin sind.
Unter der Weltanschauung Religion sind z.B. mehr Kriege geführt worden als unter irgendeinem anderen Grund. Andererseits führen sie die meisten Krankenhäuser. Hu Hott.
Die "Schachtel/Schublade" Weltananschauung hat für mich per se keinen Wert.
Nur die Werte die drin sind.
Und laut meiner Werte, können die Menschen die selbst solche Anschauungen haben nicht ihre Grundwerte und somit auch meinen Respekt verlieren. Also ja, ich würde wahrscheinlich keinen Nazi anspucken, ihm sein Menschsein absprechen indem ich ihn abwerte. Seine Handlungen gern.* Das selbe könnte ich allerdings auch gern mit einem Priester machen der die selben Handlungen durchführt.
Rassenideologie und Religion haben sich ja nicht immer ausgeschlossen, teils sogar unterstützt indem z.B. Klassen von Menschen aufgestellt wurden mit dem Ausschlussverfahren. Insbesondere da bieten die "Schachteln Weltanschauung" keine geeignete Unterscheidung. Nicht selten dient die Aussage "aber ich bin doch religiös/kommunist/Demokrat/links/rechts/Mitte/grüngestreift" aber gerne dazu abzulenken, dass die Werte die tatsächlich ausgelebt werden gänzlich andere sind, als die von denen man redet.
Unter deinem Argument "die eine "Weltanschaung" sei mehr wert als andere lassen sich z.B. ganz hervorragend Hetzjagten veranstalten. Wie sich das von der Methode her von einer Rassenideologie "eine Rasse sei mehr wert als eine andere" unterscheidet erschließt sich mir nicht. **
* Klappt natürlich in der Anwendung nicht immer.
** ps: die Nazikeule ist nicht von mir
Aber weg von der Nazikeule.
Du sagst du seist religiös, welche Werte du damit verbindest weiß ich nicht automatisch, da schließe ich mich der Frage von Analusia gern an. Die Schachtel der Weltanschauung "Christlich" gibt mir keinen Aufschluss über deine Werte, gut Liebe hast du genannt…nicht Nächstenliebe, soweit ich mich erinnere und einige praktische Werte wie Konflikte ausräumen bevor man in die Kirche geht (ist mir zu einfach, man braucht nur nicht in die Kirche zu gehen, dann muss man die Konflikte auch nicht mehr lösen davor)….Geändert von _Farmelli (09.05.2014 um 09:58 Uhr)
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09.05.2014, 09:51Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
danke! nun verstehe ich zumindest, warum du das a u c h in diesem unterforum gepostet hast.
du erklärst das sehr anschaulich.Um ein Beispiel einer Weltanschauung zu zitieren, die auf breiter Basis abgelehnt und verpönt ist. Als Einwand auf das Argument, es gäbe keine besseren und schlechteren Werte, es gäbe nur unterschiedliche Werte. Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden - ein Wertesystem, das auf Nazi-Gedankengut basiert, halte ich für schlechter und minderwertiger als eins, das auf Menschenrechten basiert. Es gibt in der Tat bessere und schlechtere Werte, und es ist nicht gleichgültig, welche man hat.
du hast aber nicht gesagt, nazi-gedankengut, sondern nazi-blut, was für mich im klartext heisst, es wurde vererbt.
das ist meiner meinung nach an der grenze der geschmacklosigkeit.
trotzdem und ich möchte wirklich nicht länger auf diesem wort rumreiten, ist es MIR unerklärlich wie man gleich wieder diese keule rauskramen muss?
um mal mein denken zu verdeutlichen.
wenn ich über kleine jungs rede, kommt mir doch nicht automatisch der gedanke an pädophile.
man kann JEDES thema erschlagen durch extrembeispiele.
entweder man bagatellisiert oder verschlimmert.
beides gehört zu den rhetorischen gewaltanwendungen.
ich wüsste mal gerne ob die hier, also nicht nur du barbara, sondern auch stecher, die gleich diese keule schwingen, in der realität auch so argumentieren? also in einer neutralen diskussion!
ich kenne niemanden, der sich das ins gesicht sagen lassen würde, ohne heftig zu reagieren.
aber, nun lasse ich es gut sein.
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09.05.2014, 09:54Inaktiver User
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09.05.2014, 09:55Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
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09.05.2014, 10:07Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
weisst du stecher, wenn du mir was sachlich erklärst, bin ich die allerletzte, die nicht sachlich antwortet.
wenn mir aber gleich beim letzten absatz von dir unterstellt wird, dass ich sinngemäss lieber die augen verschliesse, habe ich echt keine lust mehr auf eine konstruktive diskussion.
und ja, ich fühle mich getroffen, durch solche unverschämten aussagen.
mit nazi-blut ist die nachkriegsgeneration, zu der ich gehöre gemeint.
jetzt ist es nicht mehr die generation meiner eltern, sondern auch ich und wiederum meine töchter und wiederum mein enkel?
und ja, das kotzt mich an.
ICH muss mich für nichts rechtfertigen.
aber solche aussagen werde ich nie und nimmer so stehen lassen.
das wäre auch eine form von wegschauen.
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09.05.2014, 10:09



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