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04.05.2014, 12:03
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
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04.05.2014, 12:12Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Ja, Bae: Ich hab noch hinten angestellt, was mein Problem mit der Aussage ist.
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04.05.2014, 12:14
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Danke Barbara
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Ich denke, dass die menschliche Vernunft darauf angelegt ist, Einheit in die erlebte Erfahrung zu bringen.
Erlebte Erfahrung weist aber auch immer Lücken auf. Vieles kann sich der Mensch nicht erklären. ZB bleibt ihm der Bereich nach seinem Leben im Dunkel. Damit sind metaphysische Fragestellungen angeschnitten, die sich nicht mit wissenschaftlichen Mitteln erklären lassen. Die Vernunft schreitet zum Glauben, wenn Wissen nicht mehr ausreichend ist. Der Glaube an Gott rundet auf plausible Weise ein Weltbild ab, das sich keine Antworten mehr auf die berühmten letzten Fragen geben kann.
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04.05.2014, 12:18Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Ohne weitere Worte. Ich bin weg.Die Vernunft schreitet zum Glauben, wenn Wissen nicht mehr ausreichend ist.
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04.05.2014, 12:21Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Klare Handungsanweisungen bietet die Ethik mindestens ebenso wie die Religion.
Du stellst in diesem Thread die Frage "Was sind euere Werte" - seit vielen Seiten werden viele verschiedene Antworten gegeben. Hättest du im Titel nach einem "höchsten Gut" gefragt, hätte ich hier gar nicht mit geschrieben, denn ein solcher Begriff ist für mich irrelevant.
Die Gründe richten sich nach den Gegebenheiten: Gibt es eine Chance, dass der Komapatient noch einmal aufwacht oder tendiert diese Möglichkeit gegen null? Verlängere ich das Leiden eines Menschen, wenn ich ihn zwinge, weiter zu leben?
Was die Organspenden betrifft: In meinem Land ist jeder ein potentieller Organspender, wenn er das vorher nicht dezidiert abgelehnt hat. Ich habe kein Problem damit.
Für alle diese Fragen brauche ich doch keinen Gott und keine Religion.
Vielleicht solltest du das Leute fragen, die ihren Idolen (Popstars, Sportlern, Opernsängern, Mitgliedern von Königshäusern….) nachreisen, ihre Auftritte filmen oder mit schneiden, Autogramme sammeln, Fanclubs gründen….
mir ist das alles unverständlich, egal, in welchem Gewand dieser Verhaltensweisen daher kommen.
Dazu könnte man einen eigenen Thread aufmachen, in dem das menschliche Adorationsbedürfnis thematisiert wird. Wäre sicher spannend. Für mich ist das nicht nachvollziehbar - weder bei Popstars noch bei Heiligen.
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04.05.2014, 12:37Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Und je größer der eigene Horror vacui ist, desto mehr muss alles mit irgendwelchen Vorstellungen zugekleistert werden. Es ist evident, dass wir mit unserem menschlichen Gehirn nicht alles begreifen können (im Bereich der Naturwissenschaften wird das meist auch akzeptiert).
Um mit diesen Bereichen des Nicht-Wissen-Könnens umgehen zu können, haben Menschen Religionen, Erzählungen und Rituale geschaffen, die innerhalb ihrer eigenen Systeme so etwas wie eine "systemimmanente" Ordnung beinhalten. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.
Ein Problem wird es nur, wenn eines dieser Denksysteme die Definitionsmacht an sich reissen und die eigene "Wahrheit" anderen überstülpen will. Interessanterweise gibt es viele Religionen, die das NICHT tun: Antike Religionen, Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Naturreligionen….erst die Buchreligionen betreiben diese aggressive "Markenpolitik".
Interessant finde ich auch, dass die "Goldenen Regeln" des Verhaltens in allen Kulturen und Weltanschauungen ähnlich sind, während sich die religiösen Vorstellungen teilweise stark von einander unterscheiden. Wenn eine Religion die "richtige" sein sollte, wie kommt es dann, dass sie sich noch nicht weltweit durchgesetzt hat, obwohl heute das Wissen über alle Religionen weltweit zugänglich ist? Müsste der Inhalt einer solchen Religion nicht dermaßen evident sein, dass alle Menschen sagen: DAS ist es, das trifft es genau?
Gerade die Vielfalt der Religionen und weltanschaulichen "Erzählungen" deutet für mich darauf hin, dass es sich um einen Bereich handelt, der uns per se nicht zugänglich ist, mit dem wir uns aber in Form von vielfältigen Symbolen, Erzählungen und Ritualen beschäftigen können.
Deswegen steht bei mir die Religion der Kunst nahe. Auch in dieser Sparte gibt es keine fest stehenden "Wahrheiten" und keine "Missionierung".
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04.05.2014, 12:41
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04.05.2014, 12:43Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Ja, deswegen gehört die Ehrlichkeit auch zu den Werten der goldenen Regel. Dass Menschen sich nicht an ethische Vorgaben halten, kommt überall vor, auch bei streng gläubigen Menschen.
Ich weiss nicht, was dich so triggert, Adler2. Warum hast du ein Problem damit, dass andere Menschen andere Ansichten haben als du? Warum hast du das Bedürfnis, deinen Glauben, den dir niemand streitig macht, zu verabsolutieren?
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04.05.2014, 12:58Inaktiver User
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
An der Diskussion an sich möchte ich mich nicht beteiligen, da mir ja schon vorab Werte und Vernunft abgesprochen wurden. Das vorgebliche Interesse an atheistischen Wertevorstellungen scheint mir zudem im Kern der Abwertung aller Vorstellungen zu dienen, die sich nicht mit den eigenen decken. Aen hat ja schon schön aufgezeigt, mit welchen logischen Fehlschlüssen hier gerne hantiert wird.
Ich wollte nur mal einen Link hierlassen, um zu zeigen, dass auch Atheisten ihre Strategien haben, mit dem Tod umzugehen. Sie heulen sicher trotzdem Rotz und Wasser - aber bei einer christlichen Beerdigung wird ja auch eher selten ein Freudentanz aufgeführt.
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04.05.2014, 13:03
AW: Wie begründet ihr eure Werte?
Ich bin der Überzeugung, dass die religiöse Komponente eine heilsame Wirkung auf fast jeden Menschen hat. Oder umgekehrt formuliert: Das Fehlen einer metaphysischen Komponente kann ganz schnell zu therapiebedürftigen Situationen führen. Religiöse Menschen sind unter anderem resilienter.
Von einer "Absolutierung" meiner Ansichten oder Erkenntnisse würde ich also keinesfalls sprechen. Es sind Argumente, die ich in die Diskussion einbringen möchte. Um anderen zu helfen. Das tut die Verzweiflung des Atheismus nicht, die den Menschen in einem wüsten Universum zurück läßt.



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