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  1. User Info Menu

    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Adler2 Beitrag anzeigen
    Und ich bin davon überzeugt, dass man ein guter Mensch sein kann.

    Wer glaubt, dass man an Gott vorbei kommt ohne ein guter Mensch sein zu wollen, der irrt meines Erachtens.

    Mein Ansatz, vielleicht auch der von vielen anderen Menschen, geht von ganz anderen Voraussetzungen aus. Dann sind die Folgerungen von Dir alles andere als schlüssig.

    Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch ein "guter" Mensch ist. Ich bin weiter davon überzeugt, dass jeder geistig gesunde Mensch überzeugt ist, ein guter Mensch zu sein.
    Es ist nicht "heldenhaft" ein guter Mensch zu sein, sondern in unserer Natur so angelegt, Abweichungen wäre die Ausnahme, nicht die Regel.
    Welches Motiv, welchen Inhalt sollte Deine beschriebene Hoffnung (auf einen "gerechten" Gott) denn haben? Erlösung, Paradies, Himmel?-
    Geändert von ernesto_01 (04.01.2014 um 12:57 Uhr)
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Auf Dich, red_gillian, möchte ich auch noch eingehen. Bitte später !

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Mein Ansatz, vielleicht auch der von vielen anderen Menschen, geht von ganz anderen Voraussetzungen aus. Dann sind die Folgerungen von Dir alles andere als schlüssig
    Du wirst doch nicht erwarten, dass meine Folgerungen zu Deinen ganz anders gearteten Erwartungen passen !? Es genügt mir ganz, wenn meine Argumentation in sich schlüssig und konsistent sind. Und dazu genügt es, wenn meine Voraussetzungen zu meinen Folgerungen passen.

    Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch ein "guter" Mensch ist.
    Leute, die zB überzeugte und praktizierende Sadisten sind, psychisch ganz gesund etc - die sind einfach schlecht und übel.

    Ich bin weiter davon überzeugt, dass jeder geistig gesunde Mensch überzeugt ist, ein guter Mensch zu sein.
    Dann bin ich wohl öfters geistig krank .

    Es ist nicht "heldenhaft" ein guter Mensch zu sein, sondern in unserer Natur so angelegt, Abweichungen wäre die Ausnahme, nicht die Regel.
    Um ein guter Mensch zu sein, muss man schon manchmal ganz schön unangenehme Dinge tun. Der "bequeme Weg" geht leider nicht immer, wenn man ein guter Mensch sein will.

    Welches Motiv, welchen Inhalt sollte Deine beschriebene Hoffnung (auf einen "gerechten" Gott) denn haben? Erlösung, Paradies, Himmel?-
    Details kann ich Dir als "dummer" Mensch nicht sagen, aber einen irgendwie gearteten "Lohn" (der sich in Form von Glück manifestiert), dürfte es wohl sein, was man erwarten kann. Was will man denn sonst noch? Das höchste Gut besteht doch in einer Kombination aus Glück und Glückswürdigkeit. Glückswürdig bin ich als guter Mensch ja bereits. Fehlt also nur noch das Glück.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Adler2 Beitrag anzeigen
    Leute, die zB überzeugte und praktizierende Sadisten sind, psychisch ganz gesund etc - die sind einfach schlecht und übel.

    Um ein guter Mensch zu sein, muss man schon manchmal ganz schön unangenehme Dinge tun. Der "bequeme Weg" geht leider nicht immer, wenn man ein guter Mensch sein will.


    Details kann ich Dir als "dummer" Mensch nicht sagen, aber einen irgendwie gearteten "Lohn" (der sich in Form von Glück manifestiert), dürfte es wohl sein, was man erwarten kann. Was will man denn sonst noch? Das höchste Gut besteht doch in einer Kombination aus Glück und Glückswürdigkeit. Glückswürdig bin ich als guter Mensch ja bereits. Fehlt also nur noch das Glück.
    Geistig krank wäre an dieser Stelle wohl mal eine depressive Phase, sowas kennen wir wahrscheinlich alle.
    Ich tue selten "unangenehme" Dinge- und dann bringe ich sie höchstens und eher mit "ungutem" Verhalten in Verbindung, heldenhaft ist soziales Verhalten in den seltensten Fällen- und das wäre der Minimalanspruch an einen guten Menschen aus meiner Sicht.

    Tue ich etwas aus einer Erwartung heraus, eine Belohnung zu empfangen, und sei es auch nur die besagte Hoffnung, stellt das es "Gute" aus meiner Sicht eher wieder in Frage.
    Eine Gegenleistung für menschliches Verhalten zu erwarten oder zu erhoffen, noch dazu vielleicht in irgendeinem Jenseits,... ich weiß nicht recht.

    Mir fehlt das Glück nicht.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Tue ich etwas aus einer Erwartung heraus, eine Belohnung zu empfangen, und sei es auch nur die besagte Hoffnung, stellt das es "Gute" aus meiner Sicht eher wieder in Frage.
    Ich meine eben, dass es kein Widerspruch ist, wenn man Gutes um des Guten getan hat und dann - im Rückblick quasi - sich dadurch etwas erhofft.

    Es ist ein Unterschied, ob ich das Gute nicht um des Guten willen ausführe oder um des Guten willen (aus Achtung vor ihm).

  5. Inaktiver User

    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Mein Ansatz, vielleicht auch der von vielen anderen Menschen, geht von ganz anderen Voraussetzungen aus. Dann sind die Folgerungen von Dir alles andere als schlüssig.

    Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch ein "guter" Mensch ist. Ich bin weiter davon überzeugt, dass jeder geistig gesunde Mensch überzeugt ist, ein guter Mensch zu sein.
    Es ist nicht "heldenhaft" ein guter Mensch zu sein, sondern in unserer Natur so angelegt, Abweichungen wäre die Ausnahme, nicht die Regel.
    Welches Motiv, welchen Inhalt sollte Deine beschriebene Hoffnung (auf einen "gerechten" Gott) denn haben? Erlösung, Paradies, Himmel?-
    Dein Schutzengel hat viel zu tun.
    Nämlich dich zu beschützen.
    Psychopathen, Egoisten sind keine Ausgeburten der Hölle oder sonstwie groß auffällig.

    Außerdem frag ich dich: findest du das Leben so leicht, bist du dir immer sicher wie du zu handeln hast?
    Ich gebe gern zu Richtlinien zu brauchen.
    Und stelle immer mehr fest: es fängt mit den kleinen Dingen an: nicht lügen, kein falsches Zeugnis wider deinen Nächsten....
    das ist das Fundament menschlichen Zusammenlebens.

    So entsteht Vertrauen - und Intimität.
    Und nur so kann Entwicklung entstehen.

    Man stelle sich vor, die Kirche wäre mit der Zeit gegangen.
    Wir würden so nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit leben. Wie bei der Justiz.

    Wer sich so weitesgehenst an geltende Gesetze hält ist noch lange kein guter Mensch.
    Das allein genügt nicht für ein Zusammenleben.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Hallo red_gillian,

    zunächst einmal meinte ich Dich nicht immer mit dem, was ich geschrieben habe. Und beleidigen wollte ich Dich auf keinen Fall. Mir gefällt sogar ein wenig Deine Selbstkritik, die gelegentlich durchscheint .

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Gottesvorstellung ist für mich zu menschengemacht.
    Für Menschen "zählt" irgendwas in irgendwelchen erstellten Wertesystemen wie "gut" oder "schlecht".
    Das, was so oft als "Gott" bezeichnet wird, ist in meiner Glaubensvorstellung zu groß, anders, und allumfassend, als dass es in solche menschlichen Systeme - in welches der vielen überhaupt? - passen könnte.
    Was ja auch überhaupt der Grund für Religionen ist, und der Grund, warum es so viele davon gibt - weil der Mensch neugierig ist und gerne eine Vorstellung von diesem "Gott-Wesen" haben will. Der Mensch erschafft sozusagen Gott nach seinem Bild, als einen idealen Menschen mit Superkräften.

    In meiner Glaubensvorstellung "zählt" für Gott nichts, was wir uns irgendwie vorstellen oder begreifen können. Ich glaube, wenn überhaupt, dann ist Gott fühlbar, nicht erklärbar oder gar irgendwo einzuordnen.
    Ich denke, Gott ist teilweise nicht erklärbar (natürlich auch nicht beweisbar), aber er würde keinen Sinn machen, wenn man ihn nicht auf eine bestimmte Weise verstehen könnte. Man kann ein paar recht wenige Dinge über ihn sagen, zB dass er vollkommen sein muss und nur ein einziger sein kann etc. Nur weniges ist relevant für uns. Und das können wir von ihm wissen. Es geht darum, welche Bedeutung so ein Wesen für uns Menschen hat und wie wir aufgrund dieser Bedeutung handeln sollten. Wäre uns Gott völlig unbekannt, so würde er keinen Sinn machen.

    Auch die Vorstellung "Gott ist nur für die Guten da" ist in meinem Denken fremd.
    Man muss leider befürchten, dass Gott auch für die "Schlechten" da ist, nur anders .

    Letzten Endes läuft es auf die altbekannte "Gibt es Gott?"-Frage hinaus und da scheitern alle Erklärungsversuche.
    Diese Frage ist in der Tat sinnlos, weil sie sich nicht beantworten läßt. Sinnvoll ist dagegen die Frage: was soll ich tun, wenn ich nicht genau weiß, ob es einen Gott gibt? Oder etwas weitergehend: was soll man tun angesichts der Möglchkeit eines existierenden Gottes?

  7. Inaktiver User

    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Tja, ich denke immer, weil es Gott gibt, ist man aufgerufen zu handeln, also etwas zu tun, von dem ich glaube, dass es das ist, was Gott möchte. Mit handeln meine ich auch sprechen, etwas sagen, was gesagt werden muß z.B.
    So bin ich z.B überzeugt davon, um noch mal auf das Thema weiter oben zurück zu kommen, dass in jedem Menschen ein guter Kern ist, etwas Göttliches, jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Und darum kann ich nicht glauben, dass Menschen von Grund auf schlecht oder böse sind. Es ist eine Krankheit, eine psychische Krankheit z.B., die ausbrechen kann. Oder eine ungünstige Biografie, die einen Menschen auf böse Wege bringt.

  8. Inaktiver User

    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Adler2 Beitrag anzeigen
    Es geht darum, welche Bedeutung so ein Wesen für uns Menschen hat und wie wir aufgrund dieser Bedeutung handeln sollten. Wäre uns Gott völlig unbekannt, so würde er keinen Sinn machen.
    Bzw. - in meiner Denke - welche Bedeutung wir ihm einräumen und wie wir aufgrund dieser Bedeutung handeln wollen.

    Sinnvoll ist dagegen die Frage: was soll ich tun, wenn ich nicht genau weiß, ob es einen Gott gibt? Oder etwas weitergehend: was soll man tun angesichts der Möglchkeit eines existierenden Gottes?
    Stimmt, die Frage ist sinnvoll und führt - sofern man nach dem Gottesverständnis der Christen fragt - auch wieder zum Topic zurück.

    Wobei ich für mich auch diese Frage wieder ein wenig abändern würde:
    Was will ich tun, wenn ich nicht genau weiß, ob es einen Gott gibt? Und: Was will ich angesichts der Möglichkeit eines existierenden Gottes tun?

    Ja, und jetzt?
    Ich könnte jetzt hier noch posten, welche Bedeutung Gott in meinem Leben hat und wie ich angesichts der Möglichkeit eines (vielleicht) vorhandenen Gottes handle. Aber ich weiß nicht, ob das von Interesse ist, und offtopic wäre es sowieso.





    Ich habe gestern abend noch ein bisschen über die Möglichkeit des Irrtums nachgedacht. Ich hatte letztens einen Text gelesen, den eine Userin verlinkt hatte und der eine christlich geprägte Vorstellung der Hölle schilderte. Keine hübsche Option für den Fall des Irrtums. Da fiel mir ein, dass Glaube eine ziemlich risikobehaftete Sache ist und einem außer "Augen zu und durch" nicht so wirklich andere Möglichkeiten bleiben. So ein "Ich hoffe mal, ich irre mich nicht, aber vielleicht irre ich mich ja doch" nennt man dann wohl Glaubenszweifel.
    Dass der Mensch dann angesichts solcher Zweifel Ängste entwickelt und eventuell fundamentalistisch wird, um nur ja den "Zug zum Himmel" nicht zu verpassen bzw. die Vorstellung eines "guten Glaubensangehörigen" zu erfüllen, finde ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar, wenn auch mit meiner Vorstellung nicht zu vereinen.

  9. Inaktiver User

    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So bin ich z.B überzeugt davon, um noch mal auf das Thema weiter oben zurück zu kommen, dass in jedem Menschen ein guter Kern ist, etwas Göttliches, jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Und darum kann ich nicht glauben, dass Menschen von Grund auf schlecht oder böse sind. Es ist eine Krankheit, eine psychische Krankheit z.B., die ausbrechen kann. Oder eine ungünstige Biografie, die einen Menschen auf böse Wege bringt.
    Nicht zu vergessen der freie Wille, der jedem Menschen gegeben ist. Man kann durchaus auch aus freiem Willen "böse Wege" gehen.
    Was für mich übrigens ein Indiz für die unfassbare und letzten Endes nicht verstehbare Größe Gottes ist. Er hat es einfach nicht nötig, eine möglichst große Schar Anhänger um sich zu scharen, er kann jeden das tun lassen, wozu er sich aus freiem Willen entscheidet.
    Weswegen in meinem Glauben übrigens auch kein "Gott möchte, dass ich soundso handle" vorkommt. Etwas zu wollen, ist mMn menschlich und wird häufig auf Gott projiziert.

  10. gesperrt

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen der freie Wille, der jedem Menschen gegeben ist. Man kann durchaus auch aus freiem Willen "böse Wege" gehen.
    Da bin ich mir nicht so sicher.

    Wenn es vorkommt, dann extrem selten.

    In der Regel, wenn Menschen andern Menschen Leid zufügen, so tun sie es nicht, weil sie es wollen und dabei alle Konsequenzen klar erkannt und durchdacht haben; sondern sie tun es, um sich selbst zu schützen, aus Angst, aus Kontrollsucht - und immer im Irrtum befangen. Ihr eigentlicher Wille ist dann "ich muss mir selbst helfen" und nicht "ich will jemandem Böses antun"

    gruss, barbara

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