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03.01.2014, 18:32
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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03.01.2014, 18:35
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Sicher kannst Du mir aber nicht erklären, warum meine Sätze naiv sein sollen, nicht wahr? Reine Polemik also, denke ich, wahrscheinlich auf dem Boden dogmatischen Denkens geboren.
Ich find's etwas dünn, wenn man sagt, dies oder das sei blöd oder naiv und man dann überhaupt nichts Argumentatives einbringen kann.
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03.01.2014, 18:38
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Religion besteht nicht wesentlich drin, dass man ein positives Feedback eines übernatürlichen Wesens erwartet. (aber man erzählt das manchmal als "Lügen für Kinder", als façon de parler, so wie man kleinen Kindern auch mal erzählt "5 - 12 kann man nicht rechnen" - und diese "Lüge" dann aufhebt, sobald die negativen Zahlen eingeführt werden)
Wenn du dem Thema auf die Spur kommen willst, denk mal über die Eymologie des Wortes religio nach, dann dürftest du der Sache schon näher kommen.
Vermutungen über den Geisteszustand von Mitdiskutanten lass bitte bleiben. danke.
gruss, barbara
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03.01.2014, 18:41Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Möglich, aber nicht zwingend notwendig.
Ich z.B. - und ich weiß, dass ich bei weitem nicht die Einzige bin - sehe es genau umgekehrt. Weil ich mich - nennen wir es mal "in Kontakt" mit einem "vollkommenen Wesen" befinde, bin ich in der Lage, ein besseres moralisches Verhalten an den Tag zu legen, als ich ohne diesen Kontakt könnte.
Wobei "vollkommenes Wesen" meinen Vorstellungen nicht entspricht.
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03.01.2014, 18:41
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03.01.2014, 18:47
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Weil es das nicht ist.
Es geht um religio - um "zurück-verbindung" - mit der Quelle das Seins. Moral hat damit nicht das Geringste zu tun. Belohnungen und Hoffnung auf Belohnung auhc nicht.
Die Sache mit dem Handel von gutem Benehmen gegen spirituelle Bonbons ist die Ebene von, was weiss ich, Siebenjährigen. In dem Alter versteht man's wohl nicht anders und es ist die bestmögliche Annäherung in dem Alter. Aber so viel ich weiss sind wir hier alle schon ein bisschen älter, das sollte sich auch auf die Sprache und die Tiefe der Analyse auswirken.
gruss, barbara
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03.01.2014, 18:47Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Nicht "Lüge". "Lüge für Kinder".
Ich finde Barbaras Beispiel mit der 5 - 12 -Rechnung gut - man muss halt negative Zahlen kennen und das kennen Kinder, die im Rechenanfangsalter sind, nicht.
Insofern ist die Definition, die du für "Religion" gibst, eine, hm, vereinfachte. Die sicherlich millionenfach funktioniert, je mehr zu befolgende Regeln für das vermutete Wohlwollen, desto besser.
Hier ist die Geschichte aber nicht zu Ende.
P.S.: Ziemlich offtopic mittlerweile. Es sei denn, jetzt kommt die Kurve vom Religionsbegriff wieder zurück zum guten Christen. Wäre ja so weit weg nicht.
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03.01.2014, 19:03
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Geändert von ernesto_01 (03.01.2014 um 19:07 Uhr) Grund: es war schlimmer
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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03.01.2014, 19:04
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Man kann sich bei der Erklärung von Wörtern doch nicht alleine auf ihre ethymologische Herkunft beschränken. Die unterscheidet sich nämlich manchmal erheblich von der eigentlichen Bedeutung der Sache, um die es geht.
Ich denke zunächst einmal, dass Kinder nicht so recht die richtige "Zielgruppe" für eine vernunftorientierte Religion sind. Weil Kindern eben die Vernunft weitestgehend noch fehlt. Ist aber jetzt nicht so wichtig.Die Sache mit dem Handel von gutem Benehmen gegen spirituelle Bonbons ist die Ebene von, was weiss ich, Siebenjährigen. In dem Alter versteht man's wohl nicht anders und es ist die bestmögliche Annäherung in dem Alter. Aber so viel ich weiss sind wir hier alle schon ein bisschen älter, das sollte sich auch auf die Sprache und die Tiefe der Analyse auswirken.
Wichtig ist aber, dass Religion nicht darin besteht, dass man Gutes tut, um Wohltaten zu erhalten. Das wäre berechnend und so eine Moral würde ihren Namen nicht verdienen. Wer dagegen das Gute um des Guten willen tut, der handelt wirklich moralisch und nicht berechnend. Und wer wirklich ein guter Mensch ist, darf sich aufgrund dessen durchaus Hoffnungen machen. Das ist quasi eine Forderung der Vernunft.
Nicht die Kirche bestimmt die Moral, der sich fremdbestimmt die Menschen unterwerfen sollen. Sondern der vernunftbestimmte Mensch handelt frei und autonom moralisch, woraus sich eine Hoffnung entwickelt, die man Religion nennen kann.
Noch kürzer:
nicht Kirche ->Moral sondern Moral -> Religion
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03.01.2014, 19:08
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Hallo red,
soweit weg ist das nicht vom Thema, sondern mittendrin. Denn wenn sich ein Christ meilenweit von einer vernunftorientierten Religion bewegt, möchte ich das nicht mehr als "guten Christen" bezeichen. Wer z. B. dogmatisch auf irgendwelchen Bibelstellen beharrt und gleichzeitig seine Vernunft brach liegen läßt, dem kann ich nicht das Prädikat "gut" geben.




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