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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Ich war vor einiger Zeit bei einer katholischen Trauung zugegen- mein lieber Schwan, Magenta: das wäre was für Dich gewesen! Und das auch noch in einer großen Metropole. Da wurde uns erst richtig klar, wie denn die Rolle einer Frau in einer Ehe und Familie tatsächlich auszusehen hat! (Ich dachte schon beinah, wir wären bei den Taliban)
    Na hoffentlich hat nimmt sich die Dame das auch zu Herzen und ist eine gute(!) Christin: sie bestand ja schließlich auch selber auf den Segen!
    Ich weiß nicht, wo du warst, aber das katholische Eheversprechen ist in keinster Weise frauenfeindlich. Ich kann es dir gern zitieren.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor allem ist mir das alles etwas "glatt".

    Bitte folgendes nicht als Angriff verstehen, ich will niemandem wehtun, aber es stellt meine Meinung dar:

    Ich hadere böse mit "Glauben" und "Nichtglauben", dies vorweg. Aber wenn ich höre, "es sei für eineN gesorgt" oder von diesen ich-fühl-mich-so-geborgen-Aussagen, da frag ich mich:

    Warum wird nicht für die SyrerInnen gesorgt, die genau jetzt ihr Leben qualvoll verlieren? Warum nicht für die Juden und Jüdinnen, die in Deutschland qualvoll ermordet wurden? Inwiefern wird für die vergewaltigte Christin gesorgt, die ihr Leben wieder zusammenflicken muss?

    Will heißen: warum sorgt dieseR Eine für die eine, für die andere nicht? Für mich wäre das furchtbar, so glauben zu sollen - es hat für mich was von Erwähltsein.

    Was verstehe ich gerade nicht? Könnt ihr mir diesbezüglich vom Schlauche helfen?
    Es ist für alle gesorgt.
    Allerdings neigen wir Menschen ein wenig dazu, dieses "Genug für alle" etwas umzuverteilen.
    Das ist unser freier Wille.

    Die Theodizee als Solche werde ich dir aber auch nicht beantworten.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    sehe ich in weitenTeilen so oder ähnlich auch. Wenn jemand so eine "Kraftquelle" braucht und daraus schöpfen kann, warum auch nicht? Beneiden tue "letztere" eher nicht, denn wer Kraft und eine Qulle braucht, ist in Schwierigkeiten bzw. er gleicht ein Defizit aus.
    Die einzige Befürchtung aus meiner Sicht ist, dass Menschen, die so gestrickt sind, vielleicht eher Opfer von Manipulationen werden könnten.
    Alle Menschen haben Defizite, auch Atheisten.
    Und wie schnell man manipuliert wird, hängt mMn mehr von Charakter und Erziehung ab als davon. ob man sich als religiös bezeichnet. In der Bibel steht durchaus(es ist zumindest herauszulesen), dass wir selbst denken sollen und nachfragen sollen, unseerem Gewissen folgen sollen.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Dann würde ich es wahrscheinlich als eine Krankheit beschreiben, vielleicht eine Depression, Burnout... (?), und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
    Oh, sowas passiert auch gläubigen Menschen. Es ist Christen nicht verboten, zum Arzt zu gehen.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich. Kann aber auch sein, dass ich das Christentum falsch verstehe. Für mich ist niemand ein guter Mensch, weil er Freitags Fisch frisst. ;)
    Ebenso unverständlich ist mir dieses Beichten, das hab ich schon als Kind nicht verstanden. Wenn jemand gelogen oder geklaut hat - dann ist das wieder gut, wenn er drei Vater unser betet? Das ist doch Mumpitz. Ich wünsche mir Priester, die ihren Schäfchen in einem solchen Fall raten, zu ihrem Mist zu stehen, den Schaden wieder gut zu machen und sich zu entschuldigen. Aber beten und um Vergebung beten? Das ist doch wohl nicht wahr.
    Oder diese super Christen, die jeden Sonntag in die Kirche latschen, aber gleichzeitig gegen Flüchtlinge hetzen. Da denke ich mir jedes Mal "oh, es ist wohl immer noch kein Platz in der Herberge".
    Ich könnte noch unendlich weiter aufzählen.
    Diese Bigotterie finde ich nur schrecklich.
    Also
    A wirst du hoffentlich nie erfahren,was in Beichten egsagt wird, egal von wem. Es gibt nämlich ein Beichtgeheimnis.
    B Schließt beten das zu-seinem-Mist-stehen ausdrücklich NICHT aus

    Bigotterie gibt es leider überall, ist nichts typisch christliches.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    wer von den Christen hetzt gegen den Islam?



    Jesus von Nazareth war kein Christ, er war jüdischer Rabbi und Wanderprediger.
    Wohl wahr. Gleichzeitig ist er Christus (der Gesalbte), der Sohn Gottes.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ich erinner mich gern, wie einer meiner einstigen Professoren den Erstsemestern einige Kerngedanken bzgl. Unterschied Katholizismus und Evangelismus gewissermaßen auf populäre Weise erklärt hat:

    Als Katholik musst du es dir sozusagen erarbeiten im Laufe deines Lebens, um in den Himmel zu kommen. Das ist mitunter harte Arbeit und da ist es nur zu natürlich, dass du manchmal über die Stränge schlagen musst.
    Der Deal dafür: du gehst zur Beichte, berichtest alles, wirst also nicht 'allein' gelassen und dann isses gewissermaßen wieder in Ordnung.

    Da kommen wir nun zu den Evangelen: du musst für den Mist, den du verzapft hast, sozusagen alleine geradestehen, auch vor deinem Gewissen ... und kannst dich (in aller Regel) nicht 'erleichtern', in dem du zur Beichte gehst.
    Der Deal dafür: es wird nicht verlangt, dass du es dir von Geburt an erarbeiten musst, damit du in den Himmel kommst ... kommst du nämlich sowieso - denn jeder Mensch ist von sich aus gut und kommt in den Himmel.

    VanDyck
    Nett,aber viiiel zu kurz gegriffen.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber sozusagen als Vorankündigung dessen, was kommen wird - das Christentum musste ja erst noch "erfunden" werden.
    Insofern könnte man vermutlich trefflich darüber streiten, ob es sich um eine Reinigungsritual im jüdischen Sinne handelte oder doch um die "Urtaufe".

    (Ich will's aber gar nicht diskutieren. Mir ging es eher darum, dass Jesus nicht unbedingt als hundertprozentiger Jude zu verstehen ist)
    Und ob er Jude war, sogar ziemlich radikal, weil er das Gesetz bis auf das letzte Jota erfüllt sehen wollte. Das war ja wohl auch der Anlass, dass dieser radikale Prediger mit den Hohepriestern aneinander geriet und deshalb als Aufrührer zum Tode verurteilt wurde. Seine Bergpredigt enthält nur einen wirklich neuen Grundsatz, der bis dahin in der jüdischen Glaubenslehre so nicht anzutreffen war: Nächsten- und Feindesliebe als Auftrag aus der Liebe Gottes.
    Dieser Jesus wollte keine neue Kirche.

    Erst Paulus hat den Gekreuzigten und Auferstandenen zum Grund einer neuen Religion gemacht. Und hatte damit keinen Erfolg bei Juden, sondern bei Menschen, die keine waren. Paulus ist der Begründer der christlichen Religion und bezieht sich die Predigten des Jesus von Nazareth, seinem Tod, Auferstehung und Himmelfahrt. Und nennt ihn Christus.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Der Kern von Religion besteht darin, dass man aufgrund eines guten moralischen Verhaltens ein positives Feedback vonseiten eines vollkommenen Wesens erwartet. Alles andere ist entweder vergleichsweise irrelevant oder steht im Widerspruch dazu (unter anderem läßt sich so wohl auch der etwas merkwürdige aber durchaus sinnvolle Begriff des "schlechten Christen" erklären).

  10. gesperrt

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    AW: Was macht einen "guten Christen" aus?

    Zitat Zitat von Adler2 Beitrag anzeigen
    Der Kern von Religion besteht darin, dass man aufgrund eines guten moralischen Verhaltens ein positives Feedback vonseiten eines vollkommenen Wesens erwartet.
    DAs ist ein höchst naives und kindliches Verständnis von Religion, das du da hast.

    Religion ist viel mehr als das, was dir der Herr Pfarrer damals in der Grundschule im Katechismus erzählt hat.

    Religionskritik in Ehren, aber kompetent sollte sie schon sein.

    gruss, barbara

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