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01.12.2013, 15:55
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.12.2013, 16:28
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
An dem Satz stoße ich mich ein wenig, weil nach meiner Überzeugung Jesus für einen gläubigen Christen mehr ist als ein Lehrer, der die Liebe in den Fokus gestellt hat. Das könnte ich sogar als Atheist so stehenlassen. Da fehlt mir dann das Bekenntnishafte.
Wenn ich in Jesus nicht mehr sehe als einen spirituell begabten Lehrer und Wanderprediger, dann fehlt meines Erachtens das spezifisch Christliche, nämlich das Anerkennen der Gottessohnschaft. Ohne diesen Anspruch zu erheben, wäre er vermutlich nicht gekreuzigt worden, denn spinnerte Wanderprediger gab es zu seiner Zeit zuhauf. Aber zu sagen, ich bin der Messias auf dessen Ankunft Ihr gewartet habt, ist schon ein unerhörter Anspruch. Und das zu glauben ist auch heute noch ein Wagnis. Jesus für einen religiösen Lehrer zu halten, finde ich hingegen simpel. Das kostet nicht viel. Da kann man wenig falsch machen. Aber wirklich ohne wenn und aber zu sagen, ich glaube ihm seine Gottessohnschaft ohne wenn und aber, das ist ein Bekenntnisschritt, ein Schritt in die Welt des Glaubens hinein. Und das ist für mich das spezifisch Christliche.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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01.12.2013, 16:34
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
ich erkenne nicht an, was ich nicht verstehe, also lass ich es weg.
Bis heute hat mir noch niemand schlüssig und logisch erklären können, was genau es mit dieser "Gottessohnschaft" auf sich hat.
nein, er wurde gekreuzigt, weil die Römer befürchteten, er sei ein politischer Revolutionär - und weil Jesus es schaffte, eine offenbar bedrohlich grosse Gruppe von Leuten um sich zu versammeln. Die Anklagetafel lautete "Iesus Nazaraeus Rex Iudaeorum", also dass Jesus für sich in Anspruch nahm, König der Juden zu sein. Das ging für Rom natürlich nicht.Ohne diesen Anspruch zu erheben, wäre er vermutlich nicht gekreuzigt worden, denn spinnerte Wanderprediger gab es zu seiner Zeit zuhauf.
Ich halte nichts davon, Dinge unnötig zu komplizieren.Jesus für einen religiösen Lehrer zu halten, finde ich hingegen simpel. Das kostet nicht viel.
Die Liebe zu leben - täglich, immer, in jedem Moment - ist schwer genug, ohne dass ich das noch mit mir unverständlichem theologischen Ballast komplizieren müsste. Und sowieso, da ich mich genau an die Anweisung halte, die von Jesus überliefert ist: die tätige Liebe - und nicht etwa eine an die Person gebundene Guru-Verehrung.
Inwiefern hat das denn dein Leben verändert?Aber wirklich ohne wenn und aber zu sagen, ich glaube ihm seine Gottessohnschaft ohne wenn und aber, das ist ein Bekenntnisschritt, ein Schritt in die Welt des Glaubens hinein. Und das ist für mich das spezifisch Christliche.
Wenn ich sowas sagen würde, es würde nichts bedeuten. Ich krieg dieses Konzept nicht zu fassen.
grüsse, barbara
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01.12.2013, 16:43Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Nö. Es gelten in Deutschland nicht "für alle die gleichen Regeln". Wer kein deutscher Staatsbürger ist, muss in D keine Steuern zahlen und er darf nicht wählen. Nur so als Beispiel.
Im Übrigen finde ich den Vergleich, den Opelius gemacht hat, sinnvoll und genau passend. Aber wer nur stänkern will, der kann sich hier natürlich austoben.
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01.12.2013, 17:00Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
ach, du meinst das bestimmt in Anlehnung an die Erbsündengeschichte.
Heilen oder heilsam bezieht sich bei mir auf die Lebenshaltung. Gegen Negativität zum Beispiel.
Nicht umsonst werden wohl die Engel immer so überirdisch schön dargestellt.
Schönheit als solches gilt auch als was Heilsames.
Du kennst doch bestimmt in deinem Umkreis Menschen die du nur sarkastisch und negativ eingestellt findest und erlebst.
Weißt du, die schaden sich selber gar nicht mal - aber den Menschen die mit ihnen zu tun haben.
Ich laufe jetzt aber nicht mit der Wünschelrute durch die Welt.
Und last but not least: ein Christ kann ja kein reiner Pragmatiker sein.
Wie soll das denn gehen? Dann kann er auch als Geschichtslehrer fungieren oder so.
Und noch was: in der Messe werd bei uns zur Wandlung die Worte gesprochen: Herr, ich bin nicht würdig dass du eingehst in mein Haus, aber sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund.
Das ist so richtig schön schwülstig. Das sprechen wir schon.
Und ein Artfremder - wie mein Gatte damals - der guckte immer irritiert.
Aber auch der kriegte den Weihrauch ab - und den Segen und ging glaubensgeschwängert aus der Kirche.
Er war aber nie zur Kommunion.
bin mal bisschen abgeschweift...sorrry
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01.12.2013, 17:17Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
weißt du, das Leben ist was Aktives.
Und das bezieht sich auch aufs Christsein. Nach meinen eigenen Erfahrungen.
Der Glaube, mein Glaube wurde mir nicht eingeimpft. Den muss ich nähren.
Und das tue ich mit dem Besuch der Messe, in der Gemeinschaft und auch ganz simpel mit den Ritualen.
Ganz allgemein staune ich immer: beim Sport wird üben, üben empfohlen.
Und bei allen geistigen Eigenschaften hält man sich zurück.
Ich bin gar nicht so ausgeprägt Engel-gläubig, mich ärgert es sogar wenn so viele Geschäfte da mitgemacht werden.
Aber, der Glaube - und das Christsein setzt wirklich erst mit Anerkennen bestimmter Werte ein.
Und das kommt nicht von heute auf morgen.
Bei manchen schon, die wurden in gläubige Familien geboren und verkehren auch immer in solcher Gesellschaft.
Genau wie dir sind mir auch die Taten wichtig.
Aber auch welche Rede ein Mensch führt und - welche nicht.
Unterschätze mal das Banale nicht.
Wie häßlich allein schon können intrigante und neidische Menschen ihre Umwelt vergiften.
Dagegen bei sich selber anzukämpfen halte ich sowieso für eine der größten Herausforderungen....
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01.12.2013, 18:31
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Das zu erklären, würde den Rahmen hier sprengen und ist mir auch zu persönlich. Aber Jesus ist für mich kein Guru, kein spiritueller Wanderprediger, sondern sehr sehr viel mehr. Und das prägt mein Leben, mein Bild von Gott, meinen Wertekanon.
Das ist für mich, und da bin ich bei Lucia, auch wenn ich es sonst nicht so mit Engeln und Heiligen habe und das auch nicht für essentiell für den christlichen Glauben halte (ohne das jemandem absprechen zu wollen), das Wunder von Weihnachten: Gott wird Mensch. Das kann man nicht rational fassen, das kann man nur glauben. Und da fängt das wahre Abenteuer erst an.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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01.12.2013, 21:06
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Das Wunder, das Gott Mensch wird, ist tatsächlich ein Wunder. In meinen Augen aber mit jedem einzelnen Kind, das geboren wird - jedem Samen, der zu einem Baum wächst - mit jeder Mücke, die aus dem Ei schlüpft. In der Tat, das ist gross und bewegend, die Tatsache, dass ein Lebewesen geboren wird. Allerdings: JEDES Lebewesen ist ein Wunder.
Warum Jesus da irgendwie speziell ausgezeichnet wird, oder was genau ich bei Jesus anerkennen sollte, was andere nicht haben - entgeht mir nach wie vor.
gruss, barbara
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01.12.2013, 22:27Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Habe ich das richtig verstanden: du meinst, dass Gott in Jesus Mensch wird betrifft Neugeborene, also dass man sagen kann, jedes Kind ist Gott. Die Auffassung ist mir fremd. Habe ich so noch nicht gehört. Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, das kann man sagen. Du gehst aber noch weiter, du sagst, dass alle Lebewesen, gleich ob Mücke oder Pflanze Gott sind. Da geh ich nun nicht mehr nur nicht mehr mit, da sehe ich einfach nur nichts, auf jeden Fall kein Christsein. Wie nennt sich deine Glaubensrichtung?
Du erkennst Jesus nicht an, dann bist du einfach nicht christlich. Wenn du dich mit Jesus und dem christlichen Glauben auseinandersetzen möchtest, wenn du darüber wirklich etwas erfahren willst, dann müßtest du dich noch mal auf eine andere Weise nähern. Das könntest du überlegen, ob du es wirklich möchtest oder jetzt grad nicht. Weil es ein offenes Herz dafür braucht, lohnt es sich darüber nachzudenken.
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01.12.2013, 23:49
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Ach, darüber haben sich schon die Arianer mit den Katholischen in Nicäa in den Kneipen geprügelt
Aber im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es, "Und an Jesus Christus, seinen [Gottes] eingeborenen Sohn". Die Annahme eines menschlichen Christus ist also aus christlicher Sicht heterodox.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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