Ich denke, die meisten haben die Frage so verstanden, was einen guten Christen für die Menschheit, die Mitmenschen, die Anderen ausmacht. Vielleicht ist es aber auch symptomatisch, dass fest im Christensattel Sitzende eine solche Frage auf die Kirche bezogen sehen, und bei anderen eher die Mitmenschen im Fokus sind.
Für mich beantwortest Du die Frage so, wie die Kirche sie wohlgefällig fände. Ob Du aber an Heilige glaubst (oder wie Pelzpfote korrekt schreibt, ist dies kein Glaube, sondern Verehrung), wird dem Menschen egal sein, der hungert und auf Hilfe wartet. Mit Deinem Glauben, dass da irgendwann ein Wunder geschieht, wird er nicht satt.
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30.11.2013, 17:09
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Geändert von Fourthhandaccount (01.12.2013 um 08:22 Uhr) Grund: Satz ergänzt
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01.12.2013, 08:31Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
komisch - und wo andere Menschen nichts als Häme übrig haben sehe ich dann Wunder.
Gerade für Obdachlose haben sich Menschen in letzter Zeit eingesetzt.
Wunder passieren in meinem Glauben durch Menschengestalt und nicht dass the holy Ghost vom Himmel steigt.
Du könntest auch anders denken.
Wie lebt und handelt ein guter Christ könntest du auch in den Mittelpunkt stellen.
Und nicht: was nützt ein guter Christ der Menschheit.
Dieser Glaube führt manchmal sogar zu Spontanheilungen wie Mediziner bestätigen.
Und zu vielem mehr.
Auf jeden Fall zu einer anderen Lebenshaltung als wenn man nicht so wie ich beschrieben habe glauben tut.Geändert von Inaktiver User (01.12.2013 um 08:43 Uhr)
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01.12.2013, 08:40Inaktiver User
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
im Glaubensbekenntnis was jeden Sonntag in meiner Gemeinde gesprochen wird werden die Heiligen erwähnt.
Natürlich muss man nicht.
Fakt ist, mit dem normalen Alltagsdenken kommt man dem Christentum nicht näher.
Ich persönlich finde schon das Beschäftigen mit Engeln und Heiligen und so sehr heilsam.
In meiner Kindheit hing ein großes schönes Bild mit Engeln über meinem Bett.
Und wenn es nur das Gefühl des Geschützt- und Beschütztwerdens und der Geborgenheit auslöst so macht das schon viel aus.
Außerdem finde ich fängt ja da der Glaube an.
Und spinnert wird man auch nicht. Ich habe schon oft Kerzen in der Kapelle angezündet und Segen für mich und die Kinder empfangen.
Nichts Anderes machen ja auch Nicht-Christen. Sie suchen für ihre Kinder auch Menschen mit guten Absichten aus. Auf dass es ihnen gut ergehe.
Türkische Eltern schenken ihren Kindern Schmuck der gegen den "bösen Blick" schützen soll.Geändert von Inaktiver User (01.12.2013 um 08:43 Uhr)
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01.12.2013, 09:50
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Eben. Wie lebt und handelt - nicht, glaubt ein guter Christ an Wunder und Heilige.
Mir ist es sowieso egal, was ein Mensch glaubt. Ich bewerte ihn tatsächlich nach seinen Taten.
Mediziner bestätigen dies nicht, sie können sich Spontanheilungen nicht erklären. Ob dies am Glauben oder einem starken Lebenswillen liegt, oder gar ein Zufall ist, ist nicht geklärt.
Was ist die andere Lebenshaltung, wenn man so wie Du beschrieben hast "glauben tut"?
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01.12.2013, 10:01
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Dem Christentum vermutlich schon, dem Glauben nicht. Dann stimmt es.
Dann passt es für Dich. Mir geht es nicht darum, Deinen Glauben an Heilige ins Lächerliche zu ziehen. Ich glaube ja auch daran, dass etwas nach dem Tod kommt, ohne an Gott zu glauben.
Ich glaube auch an das Gute und Böse und daran, dass es Menschen gibt, die beides personifizieren. Und ich glaube, dass davon etwas auf die Umwelt abstrahlt. Dass ein guter Mensch also in einem gewissen Maße heilsam sein kann, kann ich mir durchaus denken.
Ich denke aber nicht, dass einen "guten Christen" ausmacht, an Heilige und Wunderheilungen zu glauben. Und um "christlich" zu handeln, muss man bekanntermaßen noch lange kein Christ sein.
Mir persönlich ist es sowieso lieber, jemand glaubt an Engel, als dass er mir erzählen will, die Frau ist dem Manne untertan und das Beten hilft gegen jedes Ungemach.
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01.12.2013, 11:36Inaktiver User
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01.12.2013, 11:56
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Da bin ich dabei. Ich mag den Franz aus Assisi; Anna, die Patronin der Mütter und vor allem Augustinus, auch ein Gewandelter wie Franz, dessen Einstellung mir immer am nächsten war.
Mit dem Glauben an Wunder sind wohl die gemeint, die Jesus lt. Neuem Testament vollbracht hat (Erweckung des Lazarus, Heilung des Blinden, Speisung der Fünftausend...). "Gute " KirchenchristInnen glauben sie vielleicht. Ich halte das nicht zwingend nötig, um überhaupt ChristIn zu sein.
Für mich steht sogar nur das im Vordergrund, Lucia. "Gut" kann man gern weglassen.
Bezeichnet sich ein Christ als gut, ist er oder sie es in meinen Augen schon nicht mehr.
Ach ja, das verbindende Zentralgebet, das "Vaterunser" sollten sie oder er schon auch beherrschen.
Doch, finde ich schon. Sonst wäre es einfach "ethisch".
Völlig gleichwertig für mich, nur ohne den Hintergrund des Glaubens.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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01.12.2013, 13:12
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
Es ist nach seinem grössten Lehrer benannt, der die Liebe ins Zentrum gestellt hat.
Und worum es geht im Christentum, ist, sich die Liebe als Leitstern zu nehmen. Aber nicht darum, den Guru anzuhimmeln. (obwohl, ich nehme an, hätte ich Jesus persönlich gekannt, ich hätte ihn vermutlich angehimmelt. Aber dabei wären eher die körperlichen Aspekte von Liebe im Vordergrund gestanden. Ich bin mir sicher, er war ein sehr schöner Mann)
ja, das ist auch gut und richtig so. Bei Paulus heisst es irgendwo: Gott hat das göttliche Gesetz auch den Heiden ins Herz geschrieben.Liebe und auch Nächstenliebe und Hilfe wird auch in allen anderen Religionen, in den esoterischen Richtungen und auch bei denen, die an keinen Gott und keine höhere Macht glauben, auf die Fahnen geschrieben,
Andere Lehren haben allerdings einen etwas andern Fokus. Beim Islam ist es der Friede (und in der Tat hat diese Religion aktuell ein riesiges Problem mit diesem Thema, denen steht wohl sowas wie die europäische Aufklärung bevor), im Buddhismus ist es die Achtsamkeit und Bewusstheit, in animistischen Traditionen ist es das Bewusstsein des Lebens in allen Erscheinungen der Welt...
Nein, aber wer Christ ist, sagt: die Liebe ist mein Orientierungspunkt, andere Qualitäten (Friede, Achtsamkeit, REspekt für Ahnen) kommt erst danach. Wo der Muslim vielleicht sagt: Friede und Hingabe an Gott ist das Höchste für mich.Man braucht nur mal fernzusehen, dann wird in der Reklame eindeutig gepredigt, dass du dies und das zu kaufen hast, weil du damit Liebe gibst usw. Lieben und Liebe geben kann also nicht allein Merkmal von Christsein sein.
Doch egal welchen Weg man wählt, das Ziel ist dasselbe für alle.
grüsse, barbara
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01.12.2013, 13:14
AW: Was macht einen "guten Christen" aus?
nein, das Gebot der Liebe (Gott, deinen Nächsten, dich selbst) ist eindeutig und nicht Auslegungssache. Jesus wurde gefragt "was ist das Wichtigste?", und seine Antwort war: die Liebe. Daran gibt es nichts zu deuteln.
Illustriert mit dem barmherzigen Samariter, und in Matthäus 25 mit den "Werken der Barmherzigkeit", die sind klare, eindeutige, unmissverständliche Aufforderungen zu handeln.
gruss, barbara
gruss, barbara
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01.12.2013, 13:19



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M. E. genügt es, anzuerkennen, dass es Menschen gegeben hat und gibt, die ein außergewöhnlich gutes Leben geführt haben. Und mit der Heiligsprechungswelle in letzter Zeit habe ich so meine Probleme. 

