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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ab einem bestimmten Alter ist klar (und wird immer klarer), wie relativ kurz die noch zu erwartende Lebenszeit notwendigerweise ist. Sterben bedeutet nun mal Trennung, und es ist vielleicht nicht falsch, das Trennen zu üben - nicht zuletzt deswegen, weil man dabei erlebt, dass das auch etwas sehr Befreiendes sein kann.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    loslassen kann man üben?!

    glaube ich nicht!
    Ja, kann man üben. Mit Erfogl sogar. Vielleicht nicht jeder, aber es ist möglich.

    Wie jofi sagt, ist das Resultat Freiheit, Befreiung.

    Für mich hat Loslassen und Gelassenheit den gleichen Wortstamm. Und auch Gelassenheit kann man üben, die fällt nicht wie Manna vom Himmel.
    - Nie rechtfertigen -

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Aber ob ich so auch mal mein Leben loslassen kann? Schön wäre es, weil es vielleicht das Sterben leichter macht, wenn man nicht mehr am Leben hängt. Aber ich bin noch lange nicht da, dass ich diese Frage für mich bejahe.
    Mein Leben lasse ich in Gelassenheit los, weil ich es muss. Mit Gleichmut und Gelassenheit. Obwohl (!) ich am Leben hänge.

    Man muss sich nicht freudig vom Leben trennen, Gelassenheit reicht da vollkommen aus.

    Weiter oben schrieb ich: ... Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
    - Nie rechtfertigen -

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ach...und weil man es ohnehin nicht behalten kann, sollte es doch einfach sein loszulassen?????

    echt, solche weisheiten gehen mir tierisch auf den geist.

    sagt man nicht auch, jeder jeck ist anders.
    DAS trifft es eher.

    der eine kann, der andere kann eben nicht.....loslassen!
    Glaub mir, wenn Du eine lebensbedrohliche Krankheit hast und weißt, dass Du das Leben über kurz oder lang wirst loslassen müssen, dann bleibt Dir nicht viel als das Loslassen entweder zu lernen und gelassen zu werden oder zu verbittern.

    Und manchmal muss man Dinge lernen, weil einem die Alternative noch weniger verlockend scheint.

    Neurosia weiß das, und ich weiß es auch...

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    ist es nicht auch ein Loslassen, wenn man sein Testament macht, also die eigenen Dinge regelt. Ich überlege z.B wer was bekommen soll, wenn ich mal nicht mehr bin. Das erleichtert auch, ich habe das Gefühl meine Sachen gut versorgt zu haben bzw ich weiß sie dann gut aufgehoben und geschätzt. Und klar, was ich nicht mehr brauche, was seinen Dienst für mich getan hat, aber noch etwas taugt, gebe ich jetzt schon weiter. Das macht man doch in jedem Lebensalter so ohne dabei an Tod oder Krankheit zu denken. Was mich aber auch ärgerlich macht ist diese Haltung sich von allen Dingen zu befreien quasi als Philosophie und Glaubensüberzeugung, die man sogar noch missionieren will. Da reagiere ich auch ablehnend.

  5. Moderation

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Ich hatte das große Glück, vor Jahrzehnten Bekanntschaft mit dem Thema Gelassenheit zu machen. Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

    Dass ich lernen durfte, danach zu leben und zu handeln, war das der größte Glücksumstand meines Lebens.
    Gelassenheit ist gelebte Weisheit. Der Weg dahin war und ist sicher nicht leicht.
    Dazu gehört auch Begabung, und es tut gut zu lesen, was du schon erreicht hast, neurosia. Ich wünsch dir noch soviel glücklichen Weg.

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Auch mit unbereinigten Missetaten werde ich ruhig sterben, so wichtig finde ich es nicht, mit einem absolut reinen Gewissen den Zustand zu wechseln.
    Wir müssen und können auch nicht ALLES lösen. Irgendwas bleibt immer, woran die Nachwelt hadert.^^ Meine Überzeugung.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ist es nicht auch ein Loslassen, wenn man sein Testament macht, also die eigenen Dinge regelt. Ich überlege z.B wer was bekommen soll, wenn ich mal nicht mehr bin. Das erleichtert auch, ich habe das Gefühl meine Sachen gut versorgt zu haben bzw ich weiß sie dann gut aufgehoben und geschätzt. Und klar, was ich nicht mehr brauche, was seinen Dienst für mich getan hat, aber noch etwas taugt, gebe ich jetzt schon weiter. Das macht man doch in jedem Lebensalter so ohne dabei an Tod oder Krankheit zu denken. Was mich aber auch ärgerlich macht ist diese Haltung sich von allen Dingen zu befreien quasi als Philosophie und Glaubensüberzeugung, die man sogar noch missionieren will. Da reagiere ich auch ablehnend.
    Was für den einen gut ist, gilt nicht automatisch für einen anderen.

    Öfter schon wurde ich gefragt, wie man Gelassenheit erlangt. Dann antworte ich mit einem Gleichnis, das ich von jemand anderem hörte.

    Angenommen, mich hat die Erleuchtung/Gelassenheit beim Kartoffelschälen ereilt, dann kann ein anderer ganze Schiffsladungen Kartoffeln schälen und nichts bewegt sich in dieser Richtung. Diese Entwicklung ist nicht an eine Tätigkeit gebunden oder an Übungen, die dann zwangsläufig den Erfolg bringen. Ein Seminar "Gelassenheit in X Tagen" geht nicht. "Führerschein in drei Wochen - garantiert" dagegen ist durchaus machbar.
    - Nie rechtfertigen -

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist vielleicht nicht falsch, das Trennen zu üben - nicht zuletzt deswegen, weil man dabei erlebt, dass das auch etwas sehr Befreiendes sein kann.
    Das denke und erlebe ich auch, und nicht nur in Bezug aufs Sterben. Es lebt sich auch leichter.^^


    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    aber ich übe und übe
    Ich war lange eine Verfechterin des "leichten Gepäcks". Dann kam eine Zeit des großen Sammelns und Hortens.
    Darauf schaue ich und denke: Das ziehst du alles mit dir rum?
    Es gibt ein paar Dinge, von denen ich mit zeitlebens nicht trennen möchte. Die versuche ich nach und nach zu finden.
    Das andere kann andere glücklich machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    quasi als Philosophie und Glaubensüberzeugung, die man sogar noch missionieren will.
    Wo genau bitte?
    Ich lese nur Meinungen und persönliche Wege und Ansichten.
    Es ist doch hier wohl niemand dumm genug zu glauben, dass es ein Patentrezept für alle gibt.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


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  8. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Dass es einfach ist, steht hier aber nirgends. Für mich ist jedes loslassen schwer, aber ich übe und übe und trenne mich mittlerweile ab und zu leichter.

    Am Ende muss jeder alles loslassen, weil er nichts von dieser Welt, nicht mal seinen Körper mitnehmen kann. Ich kann mir vorstellen, dass wir das bis zu einem gewissen Punkt erlernen können und unseren Geist auf so ein Loslassen einstellen können.


    Es fängt doch schon damit an, sich mit dem Thema überhaupt auseinanderzusetzen. Wenn ich so gar keinen Sinn darin erkenne, dann werd ich mich sicher nicht weiter damit beschäftigen und es versuchen umzusetzen.

    Dass das nicht leicht ist weiß jeder. Aber für mich immer noch leichter als versuchen etwas festzuhalten was ich nicht festhalten kann, und wenn ich es noch so sehr will oder zu verdrängen dass etwas zwangsläufig auf mich zukommt um ihm dann völlig unvorbereitet zu begegnen. Das scheint mir noch schwieriger zu sein, deshalb probier ich es anders. Und Beispiele von Menschen die das ähnlich gehalten haben bestärken mich eher darin.

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Angenommen, mich hat die Erleuchtung/Gelassenheit beim Kartoffelschälen ereilt, dann kann ein anderer ganze Schiffsladungen Kartoffeln schälen und nichts bewegt sich in dieser Richtung. Diese Entwicklung ist nicht an eine Tätigkeit gebunden oder an Übungen, die dann zwangsläufig den Erfolg bringen. Ein Seminar "Gelassenheit in X Tagen" geht nicht. "Führerschein in drei Wochen - garantiert" dagegen ist durchaus machbar.
    Ja, das denke ich auch. Ich hab meinen Weg, mit meiner Krankheit und meinem Tod umzugehen. Aber der Weg lässt sich nicht so ohne weiteres an ander vermitteln. Er ist auch das Ergebnis eines jahrzehntelangen Prozesses, meiner ganz persönlichen Entwicklung. Das lässt sich nicht in einem Wochenendseminar vermitteln. Und es ist auch ein Zustand, der immer wieder neu "erarbeitet" werden muss, nichts, was ich einmal erkannt habe und dann als Zustand bei mir bleibt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ist es nicht auch ein Loslassen, wenn man sein Testament macht, also die eigenen Dinge regelt. Ich überlege z.B wer was bekommen soll, wenn ich mal nicht mehr bin. Das erleichtert auch, ich habe das Gefühl meine Sachen gut versorgt zu haben bzw ich weiß sie dann gut aufgehoben und geschätzt. Und klar, was ich nicht mehr brauche, was seinen Dienst für mich getan hat, aber noch etwas taugt, gebe ich jetzt schon weiter. Das macht man doch in jedem Lebensalter so ohne dabei an Tod oder Krankheit zu denken. Was mich aber auch ärgerlich macht ist diese Haltung sich von allen Dingen zu befreien quasi als Philosophie und Glaubensüberzeugung, die man sogar noch missionieren will. Da reagiere ich auch ablehnend.
    Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, was mit meinem Besitz passiert, wenn ich tot bin. Ein paar ganz wenige Sachen würde ich gerne in gute Hände abgeben, die sie zu schätzen wissen. Ansonsten darf gern alles entsorgt werden. Ein paar organisatorische Dinge möchte ich vorher auch noch regeln, aber das ist alles vergleichweise wenig.

    Die innere Auseinandersetzung mit dem Tod nimmt sehr viel mehr Raum ein. Es ist eine tiefe Erfahrung, für die ich durchaus auch dankbar bin, auch wenn das für Außenstehende sicher extrem schräg klingt. Aber ich wüsste nicht, warum ich jemanden missionieren sollte. Letztlich stirbt jeder seinen eigenen Tod.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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