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  1. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    das Satz passt in aller Regel nicht.
    In manchen Fällen vielleicht schon, aber das ist dann eher Zufall oder Konstruktion.
    Ich weiß nicht, wieso hier permanent anderen ihre Erfahrungen und Überzeugungen abgesprochen werden.

    Wieso muss es so sein, dass es Zufall ist wenn sich der Satz bestätigt? Vielleicht ist es Zufall wenn er mal nicht zutrifft?

  2. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Ich habe Schwierigkeiten mit den Ausdrücken "Fegefeuer" und "Hölle". Sie sind in meinem Verständnis nicht wertfrei.
    In meinen Augen auch nicht, aber es gibt ja den Kontext in dem man sie lesen kann.
    Glauben ist für viele erst mal das Gegenteil von Nichtwissen.
    Für mich ist das Gegenteil von Nichtwissen Wissen. Glaube ist für mich etwas Religiöses. Oder im Sinne von Vermutung.

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Ich beobachte das ganz anders, als z. B. diejenigen, die hier meinen zu wissen, ob der Spruch zutraf jeweils oder nicht.

    Menschen, die nur gut waren? Das Leben geht aber anders! Nur gut geht nicht. Das Leben ist Kampf. Wir müssen uns dem stellen.

    Versicherung? Nein! Ich bin nicht pragmatisch, sondern sehr gefühlvoll. Ich möchte mein Leben wirklich sinnvoll gestalten, um irgendwann auch gerne gehen zu können.

    Ich habe noch nicht viel erlebt im Zusammenhang mit Tod. Aber das, was ich erlebt habe und derzeit erlebe, ist sehr, sehr intensiv und auch grausam für mich.

    Das ist aber nicht in Zusammenhang zu bringen mit dieser Diskussion. Ich empfinde das als anmaßend, so als ob der Erzähler das alles durchmachen musste. Man macht als Freund und Angehöriger natürlich viel durch, das gibt uns aber nicht das Recht, andere am Diskutieren über ein für sie ggf. sehr wichtiges Thema zu hindern bzw. das zu bewerten.

    Meine einzige Freundin, die mir nach all den Unwegbarkeiten in meinem Leben noch blieb, starb im Alter von 35 Jahren ganz plötzlich. Ich konnte das gar nicht fassen, gar nicht realisieren. Ich denke nicht im Zusammenhang mit dieser Aussage über ihren Tod nach. Absurd, einfach absurd wäre das!

    Mein Vater - ein herzensguter Mensch. Er leidet seit 10 Jahren, er führt kein Leben mehr. Warum lässt er nicht los? Ich denke darüber nach und ich habe Antworten. Die würden hier niemals auf Verständnis stoßen. Ihr kennt ihn nicht, ihr kennt mein Leben nicht, aber ich weiß so viel und es ist nicht in wenigen Sätzen zu beschreiben. Aber es gibt Gründe.

    Ich hoffe für meinen Vater, den ich über alles liebe und am liebsten niemals verlieren möchte, dass er bald loslassen kann!
    Geändert von animosa (13.11.2013 um 22:44 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Wie ein Mensch lebt, so stirbt er auch. Soso. Man verdient sich also sein Sterben. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten müssen leiden.

    So einfach ist es nicht.

    Es gibt sicher sehr viele alte Menschen, die ein gutes Leben gelebt haben, die ein heiteres, gelassenes Naturell hatten und im Alter durch die Umkehrung der Umstände ihren Lebensabend in Einsamkeit und Verzweiflung fristen. Denen es dennoch schwer fällt zu gehen. Oder gerade deswegen.

    Und es ist durchaus möglich, dass jemand, der zeitlebens panische Angst vor Tod und Sterben hatte im letzten Atemzug sein Sterben annehmen kann, seinen Frieden machen kann. Und umgekehrt.

    Um Loslassen zu können, braucht es für mich keine Aussicht auf ein jenseitiges Leben. Loslassen ist Loslassen. Zumal man einfach keine Wahl hat.

    Und darin liegt wohl - zumindest in meinem Fall - der Schlüssel. Ich habe keine Wahl. Ich habe Krebs, in absehbarer Zeit werde ich daran sterben.

    Aber ich habe eine Wahl, wie ich mein Leben lebe. Jeder hat diese Wahl.

    Dabei bin ich mit manchen Aspekten meines Lebens keinesfalls im Reinen. So gerne würde ich vieles wiedergutmachen. Auch hier habe ich keine Wahl, es geht nicht. Somit gehe ich nicht mit einem reinen Gewissen, aber dennoch mit Gelassenheit.

    Wenn ich keine Wahl habe, bleibt mir nur, es zu akzeptieren.

    Jeder Mensch befindet sich immer im Zustand des Sterbens. Im Unterschied zu mir zB wissen aber die allermeisten nicht, wann (ungefähr) das sein wird. Aber gerade diesen Umstand sehe ich positiv.

    Weiter vorne sagte jemand, auf den Tod kann man sich vorbereiten. Auf das Sterben dagegen wohl nicht. Das sehe ich umgekehrt. Auf den Tod kann ich mich nicht vorbereiten. Der Tod ist kein Prozess (mehr), sondern allenfalls ein Zustand. Das Ende einer Linie oder so.

    Vorbereitung auf das Sterben ist aber möglich. Ich hatte das große Glück, vor Jahrzehnten Bekanntschaft mit dem Thema Gelassenheit zu machen. Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

    Dass ich lernen durfte, danach zu leben und zu handeln, war das der größte Glücksumstand meines Lebens.

    Ich bn nicht glücklich, dass ich sterbe, aber ich sterbe als glücklicher Mensch.
    - Nie rechtfertigen -

  5. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Wie ein Mensch lebt, so stirbt er auch. Soso. Man verdient sich also sein Sterben. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten müssen leiden.

    So einfach ist es nicht.

    Es gibt sicher sehr viele alte Menschen, die ein gutes Leben gelebt haben, die ein heiteres, gelassenes Naturell hatten und im Alter durch die Umkehrung der Umstände ihren Lebensabend in Einsamkeit und Verzweiflung fristen. Denen es dennoch schwer fällt zu gehen. Oder gerade deswegen.

    Und es ist durchaus möglich, dass jemand, der zeitlebens panische Angst vor Tod und Sterben hatte im letzten Atemzug sein Sterben annehmen kann, seinen Frieden machen kann. Und umgekehrt.

    Um Loslassen zu können, braucht es für mich keine Aussicht auf ein jenseitiges Leben. Loslassen ist Loslassen. Zumal man einfach keine Wahl hat.

    Und darin liegt wohl - zumindest in meinem Fall - der Schlüssel. Ich habe keine Wahl. Ich habe Krebs, in absehbarer Zeit werde ich daran sterben.

    Aber ich habe eine Wahl, wie ich mein Leben lebe. Jeder hat diese Wahl.

    Dabei bin ich mit manchen Aspekten meines Lebens keinesfalls im Reinen. So gerne würde ich vieles wiedergutmachen. Auch hier habe ich keine Wahl, es geht nicht. Somit gehe ich nicht mit einem reinen Gewissen, aber dennoch mit Gelassenheit.

    Wenn ich keine Wahl habe, bleibt mir nur, es zu akzeptieren.

    Jeder Mensch befindet sich immer im Zustand des Sterbens. Im Unterschied zu mir zB wissen aber die allermeisten nicht, wann (ungefähr) das sein wird. Aber gerade diesen Umstand sehe ich positiv.

    Weiter vorne sagte jemand, auf den Tod kann man sich vorbereiten. Auf das Sterben dagegen wohl nicht. Das sehe ich umgekehrt. Auf den Tod kann ich mich nicht vorbereiten. Der Tod ist kein Prozess (mehr), sondern allenfalls ein Zustand. Das Ende einer Linie oder so.

    Vorbereitung auf das Sterben ist aber möglich. Ich hatte das große Glück, vor Jahrzehnten Bekanntschaft mit dem Thema Gelassenheit zu machen. Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

    Dass ich lernen durfte, danach zu leben und zu handeln, war das der größte Glücksumstand meines Lebens.

    Ich bn nicht glücklich, dass ich sterbe, aber ich sterbe als glücklicher Mensch.

    Das geht mir zu Herzen...es erinnert mich an das, was meine Mutter übers Sterben sagte...
    Ich möchte dir ganz viel Kraft wünschen...und wünschte mir, ich hätte nur einen Bruchteil deiner Gelassenheit...

  6. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Niemand kann sich letztlich seinen Tod aussuchen...wir müssen das so nehmen, wie es kommt.
    Wer weiß: vielleicht haben wir einen Unfall. Oder werden krank...oder es geht uns so wie einem älteren Nachbarn (der zeitlebens ein lauter Wüterich war). Irgendwann kippte er (zu dick, zu hoher Blutdruck, eigentlich immer auf irgendwas wütend)um, Herztod, innerhalb von ...Sekunden war er einfach weg. Riesenschock für seine Angehörigen - aber für ihn? Ein Segen...

    In unserer Nachbarschaft hat sich vor 2 Wochen ein 16jähriger umgebracht.
    Er war hochintelligent, Außenseiter, wurde von Gleichalterigen nicht akzeptiert und gemobbt. Er war im wahrsten Sinne des Wortes todunglücklich...niemand hat ihm geholfen....und die Eltern haben nicht erfasst, wie schlimm es dem jungen Mann ging.
    ER starb unglücklich, er lebte unglücklich...aber hätte man ihm denn nicht irgendwie helfen können...

  7. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Ich habe eine Frage an Neurosia. Du weißt, dass du in absehbarer Zeit sterben wirst. Und du sagst, du würdest gerne vieles wiedergutmachen, aber das ginge nicht. Ich habe in einem alten Film gesehen, wie ein Arzt einem alten sterbenden Mann sagte, er solle seine Dinge regeln. Gäbe es für dich die Möglichkeit an die zu schreiben oder diejenigen anzusprechen, mit denen du nicht im reinen warst? Wäre das für dich ein besseres Gefühl, wenn du es tun würdest?

  8. User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Meine Abwägungen ergeben, dass ich es lasse wie es ist. Zum einen, weil einige Betroffene bereits tot sind, zum anderen habe ich gelernt - sinngemäß:

    Mach reinen Tisch, es sei denn, die Betroffenen oder andere würden dadurch verletzt.

    Auch mit unbereinigten Missetaten werde ich ruhig sterben, so wichtig finde ich es nicht, mit einem absolut reinen Gewissen den Zustand zu wechseln.
    - Nie rechtfertigen -

  9. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Ich denke, ich verstehe es ein bißchen, wie du es meinst.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Wie ein Mensch lebt, so stirbt er auch. Soso. Man verdient sich also sein Sterben. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten müssen leiden.
    Ist das Deine Ansicht?
    So verstehe ich diesen Spruch nicht.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ER starb unglücklich, er lebte unglücklich......
    Das verstehe ich unter dem Spruch. Das ohne eine Wertung so festzustellen.
    Was man hätte tun können und ob es gerecht oder schlecht oder gut war, steht auf einem anderen Blatt.
    Zitat Zitat von neurosia Beitrag anzeigen
    Auch mit unbereinigten Missetaten werde ich ruhig sterben, so wichtig finde ich es nicht, mit einem absolut reinen Gewissen den Zustand zu wechseln.
    Es geht vielleicht dabei nicht nur um Dich, sondern um Deine Mitmenschen, die Du im Unklaren oder mit Unverarbeitetem zurück lässt.

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