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  1. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es bedeutet aber eben auch nicht, dass sich jeder überhaupt damit beschäftigt, und auch nicht, dass jeder aus der Beschäftigung heraus die gleiche Haltung dazu entwickelt.
    ach, dann sind wir ja einer meinung.

    du kannst dich mit diesem thema beschäftigen und trotzdem - sobald es dich persönlich trifft - an deine grenzen geraten.
    mehr wollte und will ich dazu nicht sagen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Wenn der Tod da ist, ist alles ganz anders ...für den Sterbenden und für den/die Hinterbliebenen.
    Da nützen keine Vorbereitungen, wie "man" denn selig entschlummern würde oder angstvoll, weil "man" eben so und so gelebt hat.

    Ich wüsste es nicht, wenn ich es nicht selbst so erlebt hätte.
    Und was, wenn andere es anders erlebt haben? Das gilt dann nicht?

  3. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich bin erleichtert, dass der Strang,dh. dieses Thema aus dem Trauerforum verschwunden ist!

    Lieben Gruss

    Lyanna


    wäre dieses strangthema noch im trauerforum, hätte ICH mich nicht an der diskussion beteiligt.
    für trauernde ist es teilweise völlig unverständlich, wie der tod, oder gar das sterben sehr rational beschrieben werden. so einfach ist das nicht.

    da auch ich alles gesagt habe, was mir am herzen lag, bin auch ich raus aus dem thema.

  4. User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    du kannst dich mit diesem thema beschäftigen und trotzdem - sobald es dich persönlich trifft - an deine grenzen geraten.
    mehr wollte und will ich dazu nicht sagen.
    So ist es, genau so!

    Danke linedance

  5. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich bin erleichtert, dass der Strang,dh. dieses Thema aus dem Trauerforum verschwunden ist!

    Ich weiss, dass ich hier nicht lesen müsste ...aber ab und an überfliege ich doch so manches.
    Mir krampft sich meist der Magen zusamme, wenn ich so manche "Theorien" lese.

    Der zur Diskussion gestellte Titel ist ein übernommenes Glaubens- und Hoffnungsmuster,
    das über die Zeit weitergegeben wurde und niemals hinterfragt wurde.
    Insofern ist es ja gut, sich mal damit auseinanderzusetzen und zu hinterfragen.

    Der Mensch ist so gepolt, dass er meist das übernimmt, was andere hoffen und ihm sagen.
    Einem sehr unangenehmen Mensch wünsche viele eine "gerechte Strafe", und wenn er denn tatsächlich schwer gestorben ist, so ist der andere zufrieden: es gibt doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt!
    Hab ich schon des Öfteren so gehört ...

    Wenn der Tod da ist, ist alles ganz anders ...für den Sterbenden und für den/die Hinterbliebenen.
    Da nützen keine Vorbereitungen, wie "man" denn selig entschlummern würde oder angstvoll, weil "man" eben so und so gelebt hat.

    Ich wüsste es nicht, wenn ich es nicht selbst so erlebt hätte.

    Wie gesagt, es ist ganz gut, sich mit dem Tod auseinander zu setzen, doch jemandem die Schuld dafür zuzuweisen, wie er gestorben ist, weil er so und so gelebt hat ...och nö!

    Ich bin dann auch schon wieder weg ...

    Lieben Gruss

    Lyanna
    Bleib doch bitte.
    Ich finde das, was du schreibst, richtig und wichtig:
    der Tod ist oft ganz anders, als man ihn sich vorstellt.
    Meine Mutter starb an Krebs. Sie war noch jung und es war furchtbar...sie hat gehadert und gekämpft...sie war zeit ihres Lebens ein "guter", fröhlicher, witziger und toleranter Mensch...manchmal sehr emotional, manchmal jähzornig...aber diese Schmerzen, diese Angst - das hat sie nicht verdient (wer schon??? Meine Meinung: niemand). Sie kam in ein Gitterbett, weil sie so unruhig war..und wurde manchmal "fixiert"....natürlich zu ihrem eigenen SChutz :-/
    Sie war dafür bekannt, gut reden zu können.
    Sie starb sprachlos - zu schwach, um zu reden.
    Wie ein Mensch lebt, so stirbt er? Diesmal nicht...

    Mein Vater war ein hochintelligenter Mann, typ etwas alltagsuntauglicher Wissenschaftler. Nach 2 Hirnschlägen hatte er demenzielle Probleme, sein Verstand war völlig vernebelt. Den dritten Hirnschlag überlebte er nicht. Aus einem willensstarken, smarten (und manchmal rechthaberischem) Mann, der die schwierigsten Probleme lösen konnte, der international für seine Fähigkeiten angefragt wurde, wurde ein Häufchen Elend...:-(
    Wie ein Mensch lebt, so stirbt er? Auch hier eher nicht.
    Beide hatten absolut keinen friedlichen schönen Tod.

    Mein Schwiegervater: ein großer, attraktiver Mann mit einem goldenen Herzen..gerne bereit, sich zu versöhnen, mit niemand gram. War früher sehr sportlich...und man konnte mit ihm gut diskutieren. Er war gebildet, belesen, humorvoll und manchmal ein bisschen ein macho.
    Schauen wir mal, wie er gestorben ist: nach Hirnblutung abgemagert im Bettliegend, verbittert, traurig, ängstlich - hinterher ruhig gestellt, weil er so viel geweint hat oder unruhig und voller Angst war.
    Auch hier: wäre er gestorben, wie er gelebt hat, wäre er friedlich lächelnd auf seinem Sofa entschlafen..

    Wir wünschen uns das: böse Menschen sterben schlimm, gute sterben "gut".
    Ist aber leider so nicht immer...wer schon öfters dabei war, weiß das.
    Und was wäre dann mit den "Halbbösen?" Oder den Geläuterten?? Niemand ist nur gut oder nur böse..

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Liebe Ruby,

    deine Beispiele treffen genau das, was ich mir auch denke - das Satz passt in aller Regel nicht.
    In manchen Fällen vielleicht schon, aber das ist dann eher Zufall oder Konstruktion.

    Deine Beispiele illustrieren leider lebhaft, wie das Sterben ganz häufig abläuft und wie es sich niemand wünscht.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  7. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht erstrebenswert, dass der Satz passt. Er stellt nur eine weitere Gelegenheit für Selbstgerechtigkeit (die einen) und Ungerechtigkeitsempfinden (die anderen) dar. Ich mag Sätze nicht, die so platt und dogmatisch daherkommen.
    Du interpretierst den Satz so auf diese Weise, das sagt vor allem etwas über Deine Denkweise aus.
    Das sind Fähigkeiten, die nicht allen gegeben sind. Was ist mit denen, die sie nicht haben? Darf Sterben wenigstens nicht mal völlig wertfrei sein?
    Ich habe Dir lediglich meine Meinung zu dem Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern erklärt. Das hatte weder was mit dem Sterben, noch mit einer Wertung zu tun.
    Aber anscheinend muß es für Dich in jeder Aussage drinstecken.
    Das geht aber nicht nur "bösen" Menschen so, sondern ist auch eine Qual für die meisten, die sich selbst nicht mehr bewegen können. Auch für die "Guten" ist das oft Hölle.
    Du hast nicht im Ansatz verstanden, was ich sagen wollte.
    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Der zur Diskussion gestellte Titel ist ein übernommenes Glaubens- und Hoffnungsmuster,
    das über die Zeit weitergegeben wurde und niemals hinterfragt wurde.
    Das ist Unfug. Diese These hat weder mit Glauben noch mit Hoffnung zu tun. Er ist nicht christlichen Ursprungs.
    Der Mensch ist so gepolt, dass er meist das übernimmt, was andere hoffen und ihm sagen.
    Was Du alles weißt.
    Einem sehr unangenehmen Mensch wünsche viele eine "gerechte Strafe", und wenn er denn tatsächlich schwer gestorben ist, so ist der andere zufrieden: es gibt doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt!
    Hab ich schon des Öfteren so gehört ...
    Ich habe das noch nie gehört. Dass jemand zufrieden ist, wenn jemand schwer gestorben ist.
    Im Tod hört jede Feindschaft auf, das habe ich schon oft gehört. Oder andere versöhnliche Sprüche.
    Wie gesagt, es ist ganz gut, sich mit dem Tod auseinander zu setzen, doch jemandem die Schuld dafür zuzuweisen, wie er gestorben ist, weil er so und so gelebt hat ...och nö!
    Wer tut das denn?
    Wenn aber dieser Satz unbedingt so interpretiert werden muß, dann muß es wohl so sein.
    Für mich hat er eine andere Bedeutung, aber ich scheine dann ja jemand zu sein, der sich freut, wenn jemand einen schrecklichen Tod hat, der unbedingt Schuld, Sühne und Strafe verteilen möchte und der gerne anderen ins Gesicht schlägt.
    Gut, dass mir das mal einer sagt, sonst wüsste ich es nicht.
    Wir wünschen uns das: böse Menschen sterben schlimm, gute sterben "gut".
    Wer ist wir? Ich nicht.
    Geändert von Inaktiver User (13.11.2013 um 15:26 Uhr)

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe das noch nie gehört. Dass jemand zufrieden ist, wenn jemand schwer gestorben ist.
    Im Tod hört jede Feindschaft auf, das habe ich schon oft gehört. Oder andere versöhnliche Sprüche.
    Wer tut das denn?
    Ich weiß nicht, ich denke schon, dass einige so denken und ich bin nicht sicher, ob ich mich davon frei machen kann/könnte.

    Ich bin aus verschiedenen Gründen gegen Todesstrafe, Folter und Selbstjustiz. Das ist für mich auch in keinem Fall verhandelbar.

    Trotzdem hätte ich jetzt kein emotionales Problem, wenn ich wüsste jemand wie Josef Mengele ist einen schrecklichen und schmerzhaften Tod gestorben (ich haben eben wie Wiki nachgelesen, er ist 1979 bei einem Herzinfakt in einem See ertrunken, vielleicht kein angenehmer, aber ein relativ rascher Tod).

    Nein ich habe niemanden in meinem Leben dem ich einen schrecklichen Tod gönnen würde - aber mir hat auch niemand etwas wirklich schreckliches angetan, es gibt keinen Menschen auf der Welt, den ich hasse. Aber ich wäre mir nicht sicher, ob jede Feindschaft mit dem Tod endet.

    Ich finde es richtig es so zu sehen und zu empfinden - so wie es zB der Bürgermeister von Stuttgart (Manfred Rommel) formuliert hat, als er die toten RAF-Terroristen auf einem Friedhof beerdigen ließ. „Irgendwo muß jede Feindschaft enden; und für mich endet sie in diesem Fall beim Tod“

    Aber ob ich es könnte, weiß ich nicht.

    Und ein Teil der Menschheit kann es definitiv nicht, sonst gäbe es keine Folter bis zum Tod und keine öffentliche Leichenschändung, um mal ein Extrem zu nennen.


    Aber ich glaube, ich entferne mich vom eigentlichen Thema.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. Inaktiver User

    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    für trauernde ist es teilweise völlig unverständlich, wie der tod, oder gar das sterben sehr rational beschrieben werden. so einfach ist das nicht.
    Ich hab nirgends was von einfach gelesen.

    Für manche Trauernde ist das sicher völlig unverständlich - für andere eben nicht.

    Wieso kann man das nicht einfach so stehen lassen anstatt hier einen Wettbewerb anzustrengen wer richtiger trauert?? Wer damit nicht rational umgehen kann oder will soll es halt lassen - aber bitte andere nicht dafür kritisieren. Das steht niemandem zu.

    Wer wie betroffen ist, das kann nämlich keiner wissen. Auf jeden Fall sind nicht die die am wenigsten damit umgehen können die einzigen die wissen von was sie reden.
    Geändert von Inaktiver User (13.11.2013 um 16:32 Uhr)

  10. Moderation

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    AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du interpretierst den Satz so auf diese Weise, das sagt vor allem etwas über Deine Denkweise aus.
    Natürlich. Ich verwende nicht anderleuts Gedanken.

    Du hast nicht im Ansatz verstanden, was ich sagen wollte.
    Möglich. Ich habe Schwierigkeiten mit den Ausdrücken "Fegefeuer" und "Hölle". Sie sind in meinem Verständnis nicht wertfrei.

    Das ist Unfug. Diese These hat weder mit Glauben noch mit Hoffnung zu tun. Er ist nicht christlichen Ursprungs.
    Glauben ist für viele erst mal das Gegenteil von Nichtwissen.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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