Antworten
Ergebnis 161 bis 170 von 350
-
10.11.2013, 15:32Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
-
10.11.2013, 15:47Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Natürlich gehe ich davon aus, dass jemand innerlich damit zufrieden ist, ein Misanthrop zu sein, sonst würde er es ja nicht sein.
Wenn aber jemand andere Menschen nicht leiden kann und sich möglichst fern von ihnen hält, dann wird es für ihn nicht angenehm sein, die letzte Zeit seines Lebens, deren Freundlichkeit und Zuwendung zu ertragen.
Er ist von ihnen abhängig und muß sich nach ihnen richten, das ist für einen Misanthropen nicht das, was er sich wünscht. Er lebt und stirbt nicht im Einklang mit seiner Person.
Ebenso wie ein Mensch, der gern gesellig ist, unglücklich wird, wenn er im Alter allein ist.
Insofern meine ich: memento mori!
Was findest Du ganz schräg? Dass ich eine andere Meinung habe und anders lebe als Du?
-
10.11.2013, 16:01
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Ganz neutral: Dass die Seniorenheime voller alter Eltern sind, die selten Besuch bekommen, am wenigsten von ihren Kindern...
Zur Themenfrage:
Wie soll ich mir das vorstellen? Bei Bergsteigern oder Extremseglern geht's noch in etwa.
Aber bei sonstigen Leuten? Langweilig im Krankenhaus, brav im eigenen Bett, mit sich im Unreinen auf der Couch, dauerstreitend am Schlaganfall...
Wär schön und einfach, wenn das zuträfe. Wir könnten dann besser vorsorgen.
*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
-
10.11.2013, 18:54Inaktiver User
-
10.11.2013, 20:11Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Dazu haben ja nun genug Leute was geschrieben, mit dem man was anfangen könnte.
Man kann natürlich den Tod an sich als Unrecht sehen, noch dazu wenn er junge Leute trifft, man kann es auf die Todesursache beziehen und einen Herztod im Schlaf schöner finden als unter Schmerzen zu sterben - man kann sich aber auch einfach einlassen auf das was viele geschrieben haben und versuchen das zu verstehen.
Das "wie" meint eben nicht das: "woran", sondern geht schon ein bisschen tiefer.
-
11.11.2013, 11:37Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Das ist für viele sehr schwer vorstellbar.
Ich denke, dass hat einerseits mit der Verdrängung der eigenen Sterblichkeit zu tun und andererseits mit der Beschäftigung mit sich selbst.
Über sich selbst nachzudenken ist fast noch schwieriger als über andere Menschen.
Gute Literatur handelt eigentlich um nichts anderes als um das Wesen des Menschen. Warum sind Menschen so wie sie sind.
Weshalb denken und handeln Menschen auf diese oder jene Weise.
Was resultiert aus Erziehung, was ist angeboren? Wie selbst- oder fremdbestimmt ist der Mensch?
Das sind Fragen, die den Menschen seit jeher beschäftigen. Religionen machen es den Menschen einfacher und beantworten diese Fragen für sie.
Wir können uns dem christlichen Einfluß nicht entziehen (unsere Kultur ist davon fast 2000 Jahre geprägt), auch wenn wir uns für aufgeklärt und freidenkend halten. Deshalb auch immer wieder der Hinweis auf "Schuld und Sühne".
Der Spruch "wen Gott liebt, den holt er früh zu sich" (oder so ähnlich), der hier so auf Ablehnung stößt, der war als Trost für diejenigen gedacht, deren Kinder gestorben waren, denn die Kinder konnten noch kein "gottgefälliges" Leben leben, um dann in "den Himmel zukommen".
Das heute als Zynismus zu verstehen, zeigt, wie sehr wir einerseits noch vom strafenden Gott der Christen geprägt sind, aber andererseits nicht mehr wissen, wie tröstend der Glaube in früheren Zeiten gewirkt hat.
Das hat die Trauer nicht kleiner gemacht, aber der Gedanke, dass das unschuldige Kind von Gott geliebt wird und dort gut aufgehoben ist, hat den Eltern die Sorge genommen, es im Fegefeuer oder wo auch immer zu wissen.
-
11.11.2013, 13:15
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Das verstehe ich eigentlich nicht, entspricht aber durchaus meiner Beobachtung. Bin selbst halt ein Mensch, der eher viel über sich nachdenkt.
Zitat von Inaktiver User
Stimmt. Einerseits ist es wohl gut, daß Religionen quasi Antworten auf Fragen geben, die viele Menschen gar nicht gestellt hätten. Andererseits halte ich den Wahrheitsanspruch insbesondere der monotheistischen Religionen für gefährlich und/oder ärgerlich
Zitat von Inaktiver User
.
Dazu hatte ich allerdings schon Vorstellungen entwickelt, bevor mir unser Thema zu Ohren kam. Nicht ganz im Ernst zwar, quasi mit einem lächelnden Auge. Passen würde zu mir, wenn ich meditierend auf meiner Yogamatte stürbe
Zitat von Inaktiver User
. Darauf werde ich es natürlich nicht anlegen. Ein friedlicher Tod auf einer Intensivstation, ohne Schmerzen, ohne traurige Menschen an meinem Bett, der wäre auch ok.
-
11.11.2013, 13:22Inaktiver User
-
11.11.2013, 17:57Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
Ich glaube nicht, das alle Menschen, die anderen Unrecht getan haben (wie im Fall Metzler) Unrecht wegschieben müssen. Sie empfinden einfach keine Schuld - weil sie anders als der Durchschnittsmensch ticken. Es gibt Menschen ohne GEwissen. Es gibt bitterböse Menschen - die nicht krank sind oder eine schlimme Kindheit hatten - die schlicht und ergreifend nur böse sind.
Damit werden wir leben müssen.
Apropos Fall Metzler..."wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch..." passt hier schon mal gar nicht.
Hier wurde ein kleiner Junge aus purer Geld- und Geltungsgier erstickt/ertränkt...von einem sehr bösen Menschen.
Das Beispiel zeigt, wie zynisch dieser Spruch ist.
-
11.11.2013, 18:17Inaktiver User
AW: Wie ein Mensch gelebt hat, so stirbt er auch…
.
Geändert von Inaktiver User (11.11.2013 um 18:28 Uhr) Grund: sinnlos



Zitieren