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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Und noch als Nachtrag: Erbschuld, nein auf keinen Fall. Kollektivschuld ist mir auch zu pauschal, denn es gab ja auch Helfer, Retter, Widerstandskämpfer.

    M.E. ist es eine Individualschuld, der sich aber Millionen zur gleichen Zeit schuldig gemacht haben.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Für mich ist die Schuldfrage nicht mehr relevant, die Täter von damals sind größtenteils tot, die wenigen, die noch leben, über 90 Jahre alt. Die letzten Prozesse gegen Täter laufen noch.

    Aber was uns verbleibt, dass der Makel an unserem Volk noch für mindestens zwei Generationen erhalten bleibt. Ich gehe davon aus, dass hier in der Bricom kein ehemaliger Täter mehr unterwegs ist. Wir sind die die Kinder, wenn man so alt ist wie ich, oder die Enkel, was für die meistens zutreffen durfte und inzwischen auch Urenkel. Nein Erbschuld oder Kollektivschuld gibt es für uns nicht, aber ein Erbe, an das wir uns erinnern müssen. Spätestens dann, wenn irgendwer wieder von den bösen Juden anfängt zu faseln. Oder wenn jemand versucht Kriegsschuld der Deutschen gegen die Kriegsschuld der Alliierten aufzurechnen.

    Ich fühle mich als glücklicher Mensch, dass ich nicht im Hitlerreich oder in der DDR sozialisiert wurde. Ich bin groß geworden in 68 Jahren Frieden und wachsendem Wohlstand, das war anderen Deutschen nicht vergönnt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Für mich ist die Schuldfrage nicht mehr relevant, die Täter von damals sind größtenteils tot, die wenigen, die noch leben, über 90 Jahre alt. Die letzten Prozesse gegen Täter laufen noch.

    Aber was uns verbleibt, dass der Makel an unserem Volk noch für mindestens zwei Generationen erhalten bleibt. Ich gehe davon aus, dass hier in der Bricom kein ehemaliger Täter mehr unterwegs ist. Wir sind die die Kinder, wenn man so alt ist wie ich, oder die Enkel, was für die meistens zutreffen durfte und inzwischen auch Urenkel. Nein Erbschuld oder Kollektivschuld gibt es für uns nicht, aber ein Erbe, an das wir uns erinnern müssen. Spätestens dann, wenn irgendwer wieder von den bösen Juden anfängt zu faseln. Oder wenn jemand versucht Kriegsschuld der Deutschen gegen die Kriegsschuld der Alliierten aufzurechnen.

    Ich fühle mich als glücklicher Mensch, dass ich nicht im Hitlerreich oder in der DDR sozialisiert wurde. Ich bin groß geworden in 68 Jahren Frieden und wachsendem Wohlstand, das war anderen Deutschen nicht vergönnt.
    Opelius,das hört sich sehr gut an,wie ein Epilog.

    Ist das Thema jetzt beendet?
    Ich bin ein Capulcu

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Vielleicht ist der Internetdiskutier-wir verbringen Zeit- Spassfaktor beendet. Das Thema als solches lässt sich durch noch so gute Formulierungen nie beenden. Die Diskussion und die Aufmerksamkeit muss und wird weitergehen, auch wenn es in der bri-com wie so viele Themen irgendwann einschläft.

    Wenn es nun einschläft, von mir herzlichen Dank für die vielen guten und interessanten Beiträge. Auch wenn ich mich gut auskenne, habe ich viel gelernt und erlebte ein sehr wertschätzendes Miteinander mit sehr guter ausgewogener Diskussion.
    Geändert von Lebensliebe (16.10.2013 um 00:00 Uhr)
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    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?

  5. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Das Thema als solches lässt sich durch noch so gute Formulierungen nie beenden. Die Diskussion und die Aufmerksamkeit muss und wird weitergehen, auch wenn es in der bri-com wie so viele Themen irgendwann einschläft.
    Das ist wahr, letzte Worte wird es nie geben.

    So moechte ich als Nicht-Mitdiskutant auch nicht das letzte Wort haben, hoffe aber, es ist trotzdem in Ordnung, wenn ich zwei Buchempfehlungen dalasse:

    Hans Keilson: Romane und Erzählungen - Der Tagesspiegel

    Philippe Claudel: Brodecks Bericht - CULTurMAG

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Seven Beitrag anzeigen

    Ist das Thema jetzt beendet?
    Das war von mir nicht beabsichtigt, es war nur meine Stellungnahme zu Erbschuld und Kollektivschuld.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    ich habe gerade Buch angefangen zu lesen: Die Elenden von Łódź von Steve Sem-Sandberg.

    Es beschreibt das System der Unterdrückung im Ghetto. Es gab in jedem Ghetto einen Judenrat, der Aufgaben einer inneren Verwaltung hatte.
    In seinem Roman über das jüdische Getto in Łódź stellt Steve Sem- Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung, dem Moment, in dem die Anpassung unerträglich wird. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski.

    »Die Elenden von Łódź« ist ein einzig artiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal.

    »Wie ein Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt.«
    Klappentext

    Ähnliches wird im Film "Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben", der jetzt zum Todestag von Marcel Reich-Ranicki wiederholt wurde, beschrieben. Reich-Ranicki war der Übersetzer der Anordnungen des Lagerkommandeurs Heinz Auerswald, da er fließend polnisch und deutsch konnte. Matthias Schweighöfer stellt den jungen Mann dar, seine beste Filmrolle bisher.

    Abtransporte, Organisation der Lebensmittelversorgung, Leichenbestattung und medizinische Versorgung ohne Medikamente waren die Aufgaben.
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  8. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    ich habe gerade Buch angefangen zu lesen: Die Elenden von Łódź von Steve Sem-Sandberg.
    Ich habe es vor 3 Jahren gelesen, ein sehr gutes, furchtbar beklemmendes Buch.

    Ich kann es auch empfehlen.

    Im Gegensatz zu Chaim Rumkowski, der vermutlich noch den letzten Ghetto-Bewohner zum Abtransport geopfert hätte, um "die Vielen zu retten", hat sich der Ghetto-Älteste des Warschauer Ghettos übrigens umgebracht, als er erkannte, das diese Strategie niemanden retten würde.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurde der Ghetto-Älteste aus Budapest übrigens später in Israel ermordet.
    Viele Leute haben eben nicht vergessen und erst recht nicht verziehen, wie diese Leben verschachert haben, um das eigene Leben und das anderer einflußreicher Ghettobewohner zu retten.

  9. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    .... und da der für tot erklärte Strang doch nicht tot zu sein scheint .......

    Da hier die vermeintliche Abgeschlossenheit des Judentums postuliert wurde, möchte ich Euch doch die folgende Geschichte nicht vorenthalten:

    Jüdische Allgemeine / UNSERE WOCHE / Porträt Der Woche - »Ich bin angekommen«

  10. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Hier ist auch nochmal ein interessanter, wenn auch kurzer Artikel über Sobibor.

    Jüdische Allgemeine / JÜDISCHE WELT / Polen - Erinnern nach 70 Jahren

    Das die holländischen Juden völlig unwissend und blauäugig da in den Tod gingen, habe ich schon öfter gehört.
    Die haben z.T. sogar applaudiert, als ihnen mitgeteilt wurde, gleich gäbe es eine Dusche und danach würden Arbeiten zugeteilt.

    Dabei waren die Gemeinden in Ungarn und Holland die letzten, die deportiert wurden - da sollte man doch meinen, es hätte sich schon irgendwie rumgesprochen, das dort Schlimmes passiert ?

    Wirklich gruselig.

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