Dazu nochmal kurz:
eines sollte man immer auch im Bewusstsein behalten ... niemals hatten die Nazis in freien Reichtstagswahlen eine Mehrheit!
Noch 1928 erhielt die NSPAP nur knapp 3% bei den Wahlen.
Bei den Reichtagswahlen 1930 erreichten sie ca. 18%. Bei den nächsten Reichstagswahlen im Juli 1932 kam der weitere dramatische Anstiieg auf 37%. Schon im November 1932 ging der Stimmanteil auf 33% zurück.
Das heißt: selbst auf dem 'höchsten Punkt' waren 63% der Deutschen nicht für die Nazis.
VanDyck
P.S.: also innerhalb von 4 Jahren spielte sich die verhängnisvolle Entwicklung ab, die dann im 30. Januar 1933 in der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gipfelte.
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14.09.2013, 11:23
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Geändert von VanDyck (14.09.2013 um 11:30 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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14.09.2013, 11:23Inaktiver User
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Das mag in der Theorie richtig sein - für eine normale Berichtserstattung mag das ausreichen.
Aber:
In der Praxis kann man da nur was machen, wenn genau weiß, wer da rumrandaliert. Wenn man also a)russisch spricht, b) verhindert, dass sie sich von anderen Jugendlichen isolieren, c) die (auch russischen) Familien von denen einbindet..da ist es schon wichtig, um was für Jugendliche es sich handelt. Es ist bekannt, dass sich einige davon hier bei uns schwer tun...warum sollte man nicht erwähnen, dass es russische Jugendliche sind...damit werte ich sie nicht ab - es ist einfach nur eine Tatsache...
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14.09.2013, 11:28
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Ich meinte im persönlichen Gespräch.
Wenn es dich persönlich stört, dass dich jemand falsch verstehen könnte, dann kann man Dinge wie Nationaliät z.B. im weiteren Gespräch z.B. bei der Diskussion über Lösungsansätze einbringen.
Wenn man einfach nur einen Satz: die russischen Jugendlichen randalieren in den Raum wirft, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich jemand an der Nationalität entweder stört, den Blickwinkel darauf wirft und dich gegeb. falsch versteht.
Dich stört es ja, dass du missverstanden werden könntest.
Da kann man allerdings auch aktiv dagegen ansteuern.
Man findet nämlich höchstwahrscheinlich genausoviele russische Jugendlichen die nicht randalieren. Das mit dem Pauschalisieren ist immer ein Problem.
Bei dem Rest insb. der Lösungsansätze gebe ich dir recht.
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14.09.2013, 11:30Inaktiver User
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Kleiner ist ja nun zum Glück nicht schlechter. Ich wurde nicht "gebaut" - sondern gezeugt - und sehe mich nicht als armseliges, zweitklassiges "Hilfsmittelchen" für irgendwelche Kerle. Heute kommt es nicht mehr auf pure Körperkraft/Größe an - sondern auf Hirn...
Du musst diese Schöpfungsgeschichte in ihrer Zeit sehen. Da war es selbstverständlich, dass Frauen zweite Wahl und nicht sonderlich viel wert waren.
Heute ist das zum Glück (in vielen modernen Ländern der Welt) anders... Heute gibts - welch ein Glück - viele Liliths!
Was Sonne und Mond angeht:
die Welt braucht beides. Es ist ja nun auch nicht so, dass der Mond der Sonne "gehorcht"...
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14.09.2013, 11:36Inaktiver User
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Auch Luthers Übersetzung der Bibel sehe ich als Interpretation seiner Zeit.
Mein Posting war lediglich als kleine Randnotiz zu verstehen.
Eine Diskussion zu diesem Thema war meinerseits in diesem Thread nicht beabsichtigt.
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14.09.2013, 11:50Inaktiver User
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Danke für die Erklärung :-)
Ich bin ein pragmatischer Mensch.
Ja - es stört mich, wenn diese Jugendlichen gerade nach Festen allen möglichen, zum Teil gefährlichen Blödsinn machen.
Es stört mich auch, dass ich nicht mit denen reden kann (weil sie mich - angeblich - nicht verstehen und gleich ziemlich "drauf" sind).
Mit deutschen Jugendlichen kann ich reden...mit denen eben nicht.
Ich würde das gerne abstellen - ganz ohne wegen ihrer Nationalität anzugreifen, und frage mich, wie das gehen könnte....Dazu gehört die Frage, warum diese speziellen Jugendlichen so saufen...hier kommt die Nationalität dann doch ins Spiel. Sie fühlen sich nicht anerkannt, einsam, sind lieber mit anderen ihrer Nationalität zusammen, ect.
Man kann nur eingreifen, helfen, das verhindern, wenn man genau weiß, warum es geschieht...
Eine Bekannte von mir, eine Russin, hat sich angeboten, dem Jugendbeauftragten der Stadt zur Seite zu stehen, was diese Konflikte angeht....das finde ich toll...sie konnte das aber nur, weil sie rausbekommen hat, dass es dieses mal speziell um russische Jugendliche ging...
Aber wir ganz schön ot, sorry..
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14.09.2013, 11:50Inaktiver User
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14.09.2013, 12:05
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Es gibt sicherlich Hintergründe warum vielleicht Jugendliche dieser
Nationalitaet mehr dem Alkohol zugetan sein mögen.
Aber Du als normaler Bürger,Du kannst da kaum was machen.
Hier müssen die Behörden helfen,wie Du schon schreibst.
Ich bin mir auch nicht sicher ob Du mit allen deutschen Jugendlichen
reden könntest,wenn die randalieren irgendwie dann wird das auch
nicht möglich sein,trotz fehlender sprachlicher Barriere.
Was Du als normaler Bürger tun kannst ist versuchen möglichst unvorein-
genommen und sachlich an die Sachen ranzugehen.
Abstellen wirste das nicht können...solche Vorfaelle wird es immer wieder
geben.Ich bin ein Capulcu
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14.09.2013, 12:38
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15.09.2013, 15:39
AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?
Danke für den Hinweis, stimmt da war noch was, weshalb im neuen parlamentarischen Recht gewisse Einschränkungen gibt, wer, wann, welches Parlament und welche "Notverodnung" vorschreiben darf.
Über die Rolle von Hindenburg und Auflösungen des Parlaments:
Am 29. März 1930 berief er (Hindenburg) Heinrich Brüning (Zentrum) zum Reichskanzler eines Minderheitskabinetts, ohne das Parlament zu konsultieren. Damit begann die Zeit der Präsidialkabinette, in denen der jeweilige Kanzler hauptsächlich vom Vertrauen des Präsidenten abhängig sein sollte. Ganz gelang die geplante Ausschaltung des Parlaments indes nicht, da der Reichstag die von der Regierung gemäß Artikel 48 der Reichsverfassung erlassenen Notverordnungen jederzeit aufheben konnte. Als er das im Juni 1930 tat, löste Hindenburg ihn kurzerhand auf – eine folgenschwere Entscheidung, denn dieser Reichstag war der letzte, in dem die demokratischen Parteien die Mehrheit hatten. Durch die beginnende Weltwirtschaftskrise radikalisiert, gaben die Bürgerinnen und Bürger zunehmend den extremen republikfeindlichen Parteien, nämlich der KPD und vor allem der NSDAP ihre Stimme. Damit war die politische Notlage, die nach dem Sinn der Verfassung durch die Anwendung der Artikel 48 und 25 doch eigentlich behoben werden sollte, durch die Politik Hindenburgs erst herbeigeführt worden.
Um weitere Parlamentsauflösungen zu verhindern, beschloss daraufhin die SPD, künftig die Regierung Brüning zu tolerieren, das heißt gegen weitere Anträge der extremistischen Parteien auf Aufhebung der Notverordnungen zu stimmen. Damit war auch der zweite Teil von Hindenburgs Plan gescheitert: Die Regierung blieb weiter abhängig vom Parlament und von den verhassten Sozialdemokraten. Bei der Reichspräsidentenwahl 1932 wurde Hindenburg für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass sich alle demokratischen Parteien, einschließlich der Sozialdemokraten und des Zentrums, hinter den überzeugten Monarchisten stellten, um so Hitler als Reichspräsidenten zu verhindern.



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