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  1. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Niloufar Beitrag anzeigen
    Israel stellt die einzige Hoffnung in der Region dar. Ich bewundere die Israelis.... man stelle sich vor, eine Gesellschaft, in der es immer wieder Selbstmordattentate, hisbollah-Raketenangriffe, Hassreden palästinensischer und Arabischer Einpeitscher gibt... und dennoch ist die israelische Gesellschaft so offen, es gibt so wenig Hass (bis auf ein paar wenige ultrazionistische Idioten) auf "die" Verursacher des Terrors gegen Israel, sondern im Gegenteil gehen viele Versöhnungsinitiativen, humanistische Aktionen von israelischer Seite aus....
    Palästinenser dagegen laufen eher Gefahr von anderen Palestinensern massakriert zu werden, wenn sie sich für Frieden und Verständigung aussprechen...
    Auch diese Aussage sollte man wirklich etwas differenzierter betrachten. Einseitige Schuldzuweisungen sind selten gut. Auch in diesem Fall nicht.

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    aha

    auf einen solch kurzen Nenner kann man also die Probleme zwischen Israelis und der gesamten arabischen Welt bringen. Genial, ich lerne wirklich immer wieder dazu...

    ich bewundere selten aber immerhin wenn schon dann einzelne Menschen, mit ganzen Nationen hab ich's nicht so....

  3. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Ich glaube auch nicht, dass der Strang Titel über haupt etwas mit dem politischen Staat Israel zu tun hat und noch weniger mit dem dortigen Konflikt.Es gibt viele Juden, deutsche, amerikanische, russische und und. Und die meisten davon haben mit Israel kaum mehr zu tun als ich.

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch diese Aussage sollte man wirklich etwas differenzierter betrachten. Einseitige Schuldzuweisungen sind selten gut. Auch in diesem Fall nicht.
    touche.

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von _Blickwinkel_ Beitrag anzeigen
    hey ... ruuuhig magibo lass dich nicht durch Beiträge provozieren. Ich weiß, es klingt in vielen Ohren nicht gerade aufbauend, wir alle hier (ist jedenfalls mein Eindruck), die wir ehrlich erklären wollen ob wir es nun können oder nur versuchen, haben ein Anliegen - um Verständis und Begreifen ringen immer und immer wieder.
    Wenn wir das tun, müssen wir uns auch klar sein, dass "witzige, lockere Typen" in ihrer laxen Art unsere Grenzen finden. Es liegt an uns, ob wir das zu lassen!

    Was den Neuanfang betrifft denke ich, die ersten Schritte sind getan, sie verlangen gerade den Kindern der Verfolgten sehr viel Größe ab - und ich denke, viele der Betroffenen sind dazu noch nicht bereit, werden es vielleicht nie schaffen. Von den Kindern der Verfolger, Mitläufer und Kopf-In-Den-Sand-Stecker erhoffe ich mir Bewusstsein, Aufmerksamkeit und ein Gegensteuern, um schon die Anfänge neuerlicher Greueltaten zu verhindern. Mit einem einfachen "Strich drunter" dagegen ist es sicher nicht getan.
    Vielen lieben Dank für den moderaten Beitrag, Blickwinkel! Aber meine Haltung bezüglich Relativierung der Schuld am Genozid der europäischen Juden durch Bürger des "Deutschen Reiches" kann ich einfach nicht ertragen.

    Und jeder deutsche Staatsbürger, der dem -demokratischen- Nachfolgestaat des "Tausendjährigen Reiches" eine historische Verantwortung gegenüber jüdischen Menschen widerspricht, und der nicht die gebotene Umsicht gegenüber der Bewertung israelischer Poltik walten lässt, ist für mich einfältig, Revisionist oder auch Schlimmeres.
    Geändert von Magibo (16.09.2013 um 18:33 Uhr)

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mich mit dieser Zeit befasst...und mir bleibt vieles unverständlich:
    ein Volk, dass auf die Frage "wollt ihr den totalen Krieg??" begeistert jubelnd "jaaaa!!" kreischt - als hätten sie nicht einige Jahre zuvor am eigenen Leib erlebt, was Krieg bedeutet..
    Ich kann das genau wenig wie die Judenverfolgung nachvollziehen - egal, wieviel ich drüber lese.

    Ach verstehe ich nicht, warum Hitler auf viele Menschen so faszinierend wirkte: er redet nicht, er kreischt heiser, giftig, er hetzt auf, polemisiert...ein widerlicher, häßlicher, bösartiger, größenwahnsinniger kleiner Kerl - und trotzdem ist er richtig gut angekommen...und konnte seine abartigen rassistsichen Ideen gut verkaufen. Hat den denn niemand hinterfragt?
    Es gab doch auch in diesen Zeiten denkende, intelligente Menschen in Deutschland - warum haben sie sich nicht gegen diese Kreatur gewehrt?

    Als wären das damals ganz andere Menschen gewesen...Ich habe mit etlichen Leuten aus dieser Zeit gesprochen - mir konnte niemand genau erklären, warum es so weit gekommen ist. Keiner von den Menschen, mit denen ich geredet habe, machte mir den Eindruck eines rassistischen Monsters..ich frage mich immer noch, wie es zur Juden/Sinti/Roma/Behinderten-Vernichtung kommen konnte...kollektive Gehirnwäsche? Wie hätte ich damals als Deutsche reagiert...

    Und dann die bange Frage: wäre sowas noch mal möglich??
    Puuuhhhh da muß ich jetzt weit ausholen.

    Die Kapitulation des 1. Weltkrieges wurde von den Soldaten nicht mit getragen. Sie waren enttäuscht und wütend. Fühlten sich verraten. Hinzu kam der Versailler Vertrag und die miserable wirtschaftliche Lage nach dem 1. Weltkrieg. Hitler erschien vielen als Retter, einer der endlich etwas ändern wollte zugunsten des dt. Volkes.

    Gegner wurden gleich nach der Machtergreifung Mundtod gemacht. Selbst gegen eigene Leute, die seine Macht hätten gefährden können, ging er massiv vor (Röhm-Putsch). In der ersten Welle wurden viele Kommunisten und Demokraten verhaftet. Man schwieg dann lieber.

    50 shades

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ja, das ist wirklich die Frage, ob das überhaupt geht.

    Was heißt "Schuld abtragen"?

    Absolut unverzeihlich finde ich, dass die juristische Aufarbeitung über Jahrzehnte, ja praktisch bis zum heutigen Tage, so schleppend vorangegangen ist. Wie kann es sein, dass heute noch Prozesse gegen KZ-Aufseher geführt werden? Warum sind die nicht allesamt in den 50er Jahren durchgeführt worden? (Rhetorische Frage, die Gründe sind mir schon klar.) Verhält sich ein Volk, dass sich seiner eigenen Schuld bewusst ist, so? Ja, ich weiß, Scham, Verdrängung usw. Das lässt sich vielleicht alles menschlich, psychologisch erklären, aber man kann, man muss es trotzdem kritisieren.


    .
    Na ja es fehlten oft die Beweise gegen den "Einzelnen". am Ende wurden Unterlagen vernichtet. Die Leute gaben sich nicht zu erkennen. Und oft hielten die Seilschaften noch. Wieviele Richter / Polizisten / Wissenschaftler / usw. waren ab 1949 wieder in Amt und Würden? Es waren nicht wenige. Auch in der DDR nicht, sollte man nicht glauben. Da war wenig Intresse da alte Kameraden anzuschmieren. Ist bitter, aber leider Realität.

    viele konnten über die Rattenlinie flüchten und hatten in Argentinien nichts zu befürchten. Viel Geld / Gold war in die Schweiz gebracht wurden. Diese hat bis heute nicht für Klarheit gesorgt und hatte übrigens die Grenzen für jüdische Flüchtlinge dicht gemacht. Darüber versorgten sich nicht wenige mit Geld auch nach Kriegsende.

    Wer finanzierte denn Hitler bzw. die NSDAP in den 20zigern? Wer wollte da nicht doch noch ins falsche Licht gerückt werden?

    50 shades
    Geändert von 50shades (14.09.2013 um 07:35 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich hat bei den Juden immer beeindruckt, dass sie erstens als das von Gott auserwählte Volk bezeichnet wurden und zweitens die starke Zusammengehörigkeit. Immer wenn ich Bücher jüdischer Autoren lese, lacht mein Herz wegen des warmen Schreibstils und der Schilderung von Familienleben in denen die religiösen Riten ganz selbstverständlich ausgeübt werden. Da ist so viel Innigkeit und eben Zusammengehörigkeit spürbar, dass ich beinahe neidisch werden könnte wenn ich mich nicht einfach nur darüber freuen würde. So habe ich mir immer mein Leben vorgestellt, danach strebte ich. Und nun, um euer Thema aufzugreifen, ist mir der Gedanke gekommen, dass gerade das, was ich mit Begeisterung anschaue, andere böse machen kann, weil sie sich ausgegrenzt und fremd fühlen vor diesen Menschen, die so eine schöne Gemeinschaft haben. Was denkt ihr?
    Man sollte niemand idealisieren. Friede-Freude-Eierkuchen ist auch bei denen nicht immer Tagesprogramm...wäre auch schwierig, da man ihnen ein gewisses Temperament nachsagt ;-) Schau dir mal israelische Parlamentssitzungen an - da geht es ganz schön zu Sache...
    Glaub mir - Juden streiten sich in ihren Familien genau wie Christen, sind längst nicht immer innig und einig, können böse werden, schimpfen, fluchen und lästern - wie andere Menschen eben auch.

    Früher war bei uns der Familienzusammenhalt auch angeblich stärker...die und Religionsbezogenheit..

    Was mir in den Sinn kommt, ist allerdings eine schier unglaubliche Leitung, die die Israelis fertiggebracht haben: eine unwirtliche Region zu bewirtschaften...einen Staat zu erschaffen, der trotz aller Widrigkeiten überlebt..das zeugt von Resilienz, Fleiss, Cleverness...

  9. Inaktiver User

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von 50shades Beitrag anzeigen
    Puuuhhhh da muß ich jetzt weit ausholen.

    Die Kapitulation des 1. Weltkrieges wurde von den Soldaten nicht mit getragen. Sie waren enttäuscht und wütend. Fühlten sich verraten. Hinzu kam der Versailler Vertrag und die miserable wirtschaftliche Lage nach dem 1. Weltkrieg. Hitler erschien vielen als Retter, einer der endlich etwas ändern wollte zugunsten des dt. Volkes.

    Gegner wurden gleich nach der Machtergreifung Mundtod gemacht. Selbst gegen eigene Leute, die seine Macht hätten gefährden können, ging er massiv vor (Röhm-Putsch). In der ersten Welle wurden viele Kommunisten und Demokraten verhaftet. Man schwieg dann lieber.

    50 shades
    Vielleicht haben ihn viele Deutsche auch viel zu spät erkannt? Er erschein vielleicht als Retter, entpuppte sich aber schnell als Psychopat. Haben sie zu spät gemerkt, was für ein Monster er war...
    und hatten dann Angst vor diesem Wahnsinnigen und seinen Gefolgsleuten?
    Das erklärt aber nicht die Begeisterung, den Fanatismus, die Massenhysterie, die er teilweise ausgelöst hat...bleibt mir völlig unverständlich...
    "Ein Kind für den Führer..." - "mein Leben geben für den Führer..." - waren die denn alle massiv übergeschnappt???

    Ich habe mit vielen Älteren, die das miterlebt haben, darüber geredet...ganz normale, nette, harmlos erscheinende Leute...mir völlig unverständlich, dass sie so einen unterstützen konnten...

  10. User Info Menu

    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Das erklärt aber nicht die Begeisterung, den Fanatismus, die Massenhysterie, die er teilweise ausgelöst hat...bleibt mir völlig unverständlich...
    "Ein Kind für den Führer..." - "mein Leben geben für den Führer..." - waren die denn alle massiv übergeschnappt???
    Wir haben aus der Zeit nur Radioansprachen und offizielle Filmdokumente der Wochenschau. Das war das Spezialgebiet eines Joseph Goebbels. Und er wusste, wie man das einsetzt. Nichts davon spiegelt das tatsächliche Empfinden der Mehrheit des Deutschen Volkes wieder. Es waren immer Inszenierungen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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