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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    ich hörte in der letzten halben Stunde Arik Brauer ... schööön (bissig, sarkastisch und immer auch den Finger direkt in den Wunden)
    dachte an Klezmer und jiddische Lieder und an den schon erwähnten David ... sein Vater hatte eine Schokoladenfabrik, wir bekamen Osterhasen und Weihnachtsmänner geschenkt ... er heiratete noch reicher, überwarf sich mit seinem Vater, fuhr das Unternehmen seiner Frau an die Wand und setzte sich ab ... hach ja, wie im richtigen Leben halt.

    Aber Ursalie, ich kann Deine Sympathie durchaus verstehen - man malt sich eben doch die Bilder, die man mit irgendwelchen Erfahrungen verbindet.

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So. Jetzt gibt es ja schon einiges an Informationen hier. Aber was auch immer zu Hitlers Zeiten als "Vorteile" gesehen wurde,seitdem haben die Deutschen nur Nachteile damit. Und meiner Meinung nach kann sich Deutschland gar nicht mehr so verhalten,wie es das vielleicht möchte. Denn wenn wir es auch nur wagen,an das eigene Volk zu denken und zum Beispiel erstmal die arbeitslosen Deutschen zu unterstützen [***]

    Ich würde mal sagen,die Schulden an den Juden (finanziell/"Wiedergutmachung") sind abgetragen. Die andere Schuld (moralisch) kann man sowieso nie und nimmer ausgleichen,das ist mal klar.

    Es wäre schön,wenn die Juden und solche die gegen Juden sind sagen könnten: "So. Das war das. Aber heute ist heute. Wir fangen nochmal bei Null an." Ob es nochmal soweit kommen würde?
    Hi,

    ich wusste es: Ich wusste, dass diese pseudo-kindliche Fragerei letzen Endes auf unreflektierte Äußerungen Deinerseits hinauslaufen würden.

    Darum habe ich auch gleich geäußert, dass ich Deine Beiträge zum Thema unangemessen finde. Dass es aber so schlimm wird, hätte ich nun doch nicht erwartet.

    Ich habe irgendwo gelesen, dass Du Dich gerne als witzig, Scherzkeks, lockere Type siehst. Na, auf solche Art Lockerheit kann ich gerne verzichten.

    Fragt sich, ob Du auch so für Neuanfang etc. plädieren würdest, wenn beispielsweise Deine Großeltern und die Geschwister Deiner Eltern von Menschen infolge einer Staats-Ideologie der "vanilla_cookies-Angehörige-gehören-ausgerottet-Politik" in Gaskammern vernichtet worden wären!

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    hey ... ruuuhig magibo lass dich nicht durch Beiträge provozieren. Ich weiß, es klingt in vielen Ohren nicht gerade aufbauend, wir alle hier (ist jedenfalls mein Eindruck), die wir ehrlich erklären wollen ob wir es nun können oder nur versuchen, haben ein Anliegen - um Verständis und Begreifen ringen immer und immer wieder.
    Wenn wir das tun, müssen wir uns auch klar sein, dass "witzige, lockere Typen" in ihrer laxen Art unsere Grenzen finden. Es liegt an uns, ob wir das zu lassen!

    Was den Neuanfang betrifft denke ich, die ersten Schritte sind getan, sie verlangen gerade den Kindern der Verfolgten sehr viel Größe ab - und ich denke, viele der Betroffenen sind dazu noch nicht bereit, werden es vielleicht nie schaffen. Von den Kindern der Verfolger, Mitläufer und Kopf-In-Den-Sand-Stecker erhoffe ich mir Bewusstsein, Aufmerksamkeit und ein Gegensteuern, um schon die Anfänge neuerlicher Greueltaten zu verhindern. Mit einem einfachen "Strich drunter" dagegen ist es sicher nicht getan.

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Magibo Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich wusste es: Ich wusste, dass diese pseudo-kindliche Fragerei letzen Endes auf unreflektierte Äußerungen Deinerseits hinauslaufen würden.

    Darum habe ich auch gleich geäußert, dass ich Deine Beiträge zum Thema unangemessen finde. Dass es aber so schlimm wird, hätte ich nun doch nicht erwartet.
    bisher klangen alle fragen wie aus einem politischen eck, wie diese neuen sätze nur bekannte wiederholungen.
    es war vielen klar, dass es darauf rauslaufen würde.

    woher kommt die idee, die schuld an den juden sei abgetragen?

    bei uns geht es im augenblick um entschädigung einer küdischen galeristenfamilie.

    ich stand als jugendlicher mensch oft vor einem gemälde, es sei seit dem krieg verschollen, heisst es nun.
    tatsächlich wurde es danach in vielen ausstellungen gezeigt.
    man möchte der familie der besitzer nun eine million dafür geben.

    in wirklichkeit bekäme sie im ausland das hundertfache dafür.
    ich sehe da keine abtragung von schuld, sondern neuerliche verhöhnung.
    Geändert von legrain (13.09.2013 um 21:33 Uhr)
    lg
    legrain

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    keine rhetorische, eine ernsthafte Frage: KANN diese Schuld abgetragen werden? Wie sollte das gehen?

    Für mich ist das Thema des "Schuld-Abtragens" bisher nicht in Erscheinung getreten. Einmal - und das fand ich ziemlich daneben: in den USA - ein amerikanischer Jude, der im deutschen Laden nicht zahlen wollte, weil er meinte, der Besitzer habe hier und jetzt seine Schuld abzutragen....

    Ich bin sicher, DAS kann nicht gemeint sein?!

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen

    in wirklichkeit bekäme sie im ausland das hundertfache dafür.
    ich sehe da keine abtragung von schuld, sondern neuerliche verhöhnung.
    ich weiß nichts darüber, nur dass es solche Fälle immer wieder gab, oftmals mit der großen Schwierigkeit, die Besitzverhältnisse nachweisen zu können. Dies scheint ja in dem Fall bereits geklärt.

    Wer will diese Million bezahlen und warum wird das Bild nicht zurückgegeben?

    Ich sehe da zwar jetzt auch keine Abtragung von Schuld, lediglich den Versuch eindeutige Besitzverhältnisse zu schaffen. Und wenn mir einer für ein Bild, das 100 Mio Wert ist, eine geben will, würde ich sicher nicht darauf einsteigen wollen. Ich würde mich vera***** fühlen aber verhöhnt? Verhöhnt eigentlich nur, wenn der jetzige Besitzer eine Einzelperson ist, die weiß, wie sie an das Bild gekommen ist bzw. es sich genommen hat.
    Ansonsten - nein, die Idee, dass es Verhöhnung ist, käme mir nicht - *grübel* - wieso Dir?

    lg
    bw

    P.S. küdisch? (ich vermute es entspricht dem, was ich jüdisch nennen würde, wo ist der Unterschied bzw. was bedeutet es?)

    sorry, ich hab gerade den Eindruck ich schreibe zu viel....

  7. Moderation

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von _Blickwinkel_ Beitrag anzeigen
    P.S. küdisch? (ich vermute es entspricht dem, was ich jüdisch nennen würde, wo ist der Unterschied bzw. was bedeutet es?)
    Ich halte das für einen schlichten Vertipper, Blickwinkel.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?


    *g* nein, glaub ich nicht - ich fand das wort, aber keine erklärung bei google, falls es doch einer sein sollte, es war von mir nicht als dümmliches hinweisen auf tippfehler gemeint!

  9. Moderation

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von _Blickwinkel_ Beitrag anzeigen
    keine rhetorische, eine ernsthafte Frage: KANN diese Schuld abgetragen werden? Wie sollte das gehen?
    Ja, das ist wirklich die Frage, ob das überhaupt geht.

    Was heißt "Schuld abtragen"?

    Absolut unverzeihlich finde ich, dass die juristische Aufarbeitung über Jahrzehnte, ja praktisch bis zum heutigen Tage, so schleppend vorangegangen ist. Wie kann es sein, dass heute noch Prozesse gegen KZ-Aufseher geführt werden? Warum sind die nicht allesamt in den 50er Jahren durchgeführt worden? (Rhetorische Frage, die Gründe sind mir schon klar.) Verhält sich ein Volk, dass sich seiner eigenen Schuld bewusst ist, so? Ja, ich weiß, Scham, Verdrängung usw. Das lässt sich vielleicht alles menschlich, psychologisch erklären, aber man kann, man muss es trotzdem kritisieren.

    Materielle "Wiedergutmachung": Da fehlen mir die Kenntnisse, ich weiß wirklich nicht, in welcher Höhe die geleistet wurde und ob man dies als angemessen bezeichnen kann. Wenn es denn überhaupt eine Maßeinheit für das "angemessen" gibt. Ich bezweifele auch, dass die TE da genaue Kenntnisse hat.

    Moralische Schuld, im Sinne von Verantwortung: ja, die haben wir, immer noch. Wahrscheinlich auch in 300 Jahren noch. Jeder der sagt: es muss langsam mal genug sein mit dem Erinnern, befördert das Vergessen. Und damit die Gefahr, dass die Geschichte sich wiederholt.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Warum werden Juden gehasst/verfolgt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich bezweifle das! Kein arabischer Staat hat auch ansatzweise Lösungen für seine eigenen innerpolitischen Probleme. Es herrschen in allen arabischen Staaten ausschließlich autokratische Regierungen. Die schwerwiegenden Probleme zwischen Schiiten und Sunniten führen zu in nahezu allen arabischen Staaten zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

    Und alle arabischen Nachbarn sind dankbar, dass sie die Dauerausrede Israel haben. So müssen sie gar nichts tun. Außer UNICEF und UNHCR und die EU erhalten die Palästinenser keinerlei Hilfe, es sei dass Iran die Familien von Suicidbombern mit je 10.000 Dollar unterstützt. Eine Einbürgerung von palästinensischen Flüchtlingen in einem der arabischen Staaten finden nicht statt. Sie leben in der 4 Generation weiterhin in Flüchtlingslagern. Das wäre vergleichbar, wenn die Kinder und Großenkel aus Ostpreußen und Schlesien bis heute in Flüchtlingslagern bei uns leben müssten.

    Nein Israel stellt nicht das Problem dar. Aber diese Behauptung wird in Deutschland phrasenhaft immer wiederholt, als gäbe es ein Sprung in der Schallplatte.
    Israel stellt die einzige Hoffnung in der Region dar. Ich bewundere die Israelis.... man stelle sich vor, eine Gesellschaft, in der es immer wieder Selbstmordattentate, hisbollah-Raketenangriffe, Hassreden palästinensischer und Arabischer Einpeitscher gibt... und dennoch ist die israelische Gesellschaft so offen, es gibt so wenig Hass (bis auf ein paar wenige ultrazionistische Idioten) auf "die" Verursacher des Terrors gegen Israel, sondern im Gegenteil gehen viele Versöhnungsinitiativen, humanistische Aktionen von israelischer Seite aus....
    Palästinenser dagegen laufen eher Gefahr von anderen Palestinensern massakriert zu werden, wenn sie sich für Frieden und Verständigung aussprechen...

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