Du kannst es so empfinden, Nathalie, ich habe meinen Seelenfrieden in der mir eigenen Überzeugung. Und damit ist für meinen Teil auch schon genug in diesem strang gesagt.
Nur noch eins: das Thema Einsatz von Eltern bei Problemen ihrer Kinder mit Schule bedarf eines eigenen threads. Das ist hier als solches nicht einfach so schnell verhandelbar.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 85
Thema: Vergebung
-
03.07.2013, 18:12Inaktiver User
AW: Vergebung
-
03.07.2013, 19:16Inaktiver User
AW: Vergebung
Danke Nathalie für Deinen Beitrag
und Danke, dass Du mich verstanden hast und das erläuterst. Gerade das Mobbing-Beispiel ist dazu gut eignet zu erklären, was gemeint ist.
Es geht nicht um Schuld ! Und vor allem nicht um Schuldzuweisung an das Opfer nach der Art "Ätsch, selber Schuld". So einfach ist die Welt leider nicht.
Wer will das letztlich klären, wer angefangen hat? Jeder der Kontrahenten fühlt sich im Recht und angegriffen. Wie im Mobbingbeispiel "Die reißt immer das Fenster auf - obwohl sie weiß, dass ich leicht friere." ./. "Die beharrt auf ihrer miefigen überhitzten Luft, obwohl sie weiß, dass ich darunter leide".
Und so schaukelt sich die Sache hoch, überträgt sich auf andere Dinge, nicht nur aufs Lüften. Der Eigenanteil wird nicht gesehen, denn man ist ja im Recht.
Dann wird zu Hause oder bei der bricom davon berichtet und allen ist klar, wer Täter, wer Opfer ist. Fatal nur, dass das auf beiden Seiten feststeht.
Wahrscheinlich hätte der Lehrer aus dem anderen Beispiel auch eine ganz andere Geschichte erzählt.
Eine, in der er das Opfer ist und nach seiner Meinung, das doch wirklich eindeutig ist, und er sich nur gewehrt hat gegen -wir wissen es nicht und können ihn nicht fragen-.
Beim Ver-Geben geht es eben gerade nicht um naives Nachgeben und alleinige Schuldübernahme, ganz im Gegenteil.
Es geht darum, wieder unbelastet seiner Zukunft entgegen gehen zu können, sich selbst zu befreien oder wie das Zitat aus der Konfliktforschung lautet: "Willst Du Recht behalten oder glücklich sein?".
Ich warte mein ganzes Berufsleben lang schon auf ein Beispiel, indem Täter/Opfer wirklich eindeutig bestimmbar sind. An einem Konflikt haben stets beide ihren Anteil und einer meint vom anderen, der habe aber angefangen und selber habe man sich natürlich wehren müssen.
(Nochmals: ausgenommen Straftäter oder kranke Täter)
Aber vielleicht kommt ja hier noch solch ein Beispiel.Geändert von Inaktiver User (03.07.2013 um 19:19 Uhr)
-
03.07.2013, 20:03Inaktiver User
AW: Vergebung
Was hätte er denn deiner Meinung nach für eine Geschichte erzählen können? Von einem kleinen Mädchen mit Zöpfen, das zu blöd zum Rechnen ist und auch im Sport eine Niete und deshalb beschimpft werden müsse, weil es ihn ärgert, dass es so was gibt? Oder wie sollte deiner Meinung nach die Geschichte von seiner Seite erzählt werden? Und weshalb sollte ein kleines Mädchen diesem großen Mann, der es demütigt und ängstigt und vor dem es doch Respekt haben sollte, weil es das so aus dem Elternhaus mitbekommen hat, vergeben? Wie soll das gehen? Wogegen hat dieser Lehrer sich gewehrt? Gegen seine Schutzbefohlene? Gegen ein Kind, das ihm anvertraut ist, das ihm vertraut hat?
Was ist das für eine Ignoranz, die du da zeigst. Ich bin echt bestürzt.
-
03.07.2013, 20:21
-
03.07.2013, 20:39
AW: Vergebung
Bei einem Konflikt in einer zwischenmenschlichen Beziehung, in der ein deutliches Machtgefälle eine Rolle spielt - und das ist beim Lehrer-Schüler-Verhältnis, jedenfalls dann, wenn es sich um eine/n junge/n Schüler/in handelt, grundsätzlich der Fall - von Eigenanteilen auf beiden Seiten zu sprechen, finde ich auch problematisch.
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
-
03.07.2013, 20:43Inaktiver User
-
03.07.2013, 20:46Inaktiver User
-
03.07.2013, 20:51Inaktiver User
AW: Vergebung
Wir tragen viele Rollen in uns und sicher sind wir mal Täter, mal Opfer, mal Retter, aber auch vieles andere. Wir sind auch Mutter, Kind, Schwester, Liebende, Weise, Sieger, Verlierer....
@ Analuisa, es ging nicht um einen Konflikt in meinem geschilderten Fall. Ein Konflikt besteht nicht, wenn ein Kind etwas nicht kann. Wenn ein Lehrer da einen Konflikt hat, ist er am falschen Platz. So jemand hätte niemals Lehrer werden dürfen. Ich hoffe, dass es heutzutage nicht mehr dazu kommt, dass unfähige Leute auf Kinder losgelassen werden.Geändert von Inaktiver User (03.07.2013 um 20:59 Uhr)
-
03.07.2013, 20:55Inaktiver User
-
03.07.2013, 21:01
AW: Vergebung
Hast Recht, das Wort passt da nicht.

Ich bezog mich, ohne es ausdrücklich dazu zu sagen, auf das hier:
und wollte dir zustimmen - nämlich dahingehend, dass ich mir keine Situation denken kann, in der sich ein Lehrer gegen ein kleines Mädchen wehren müsste. Und in dem von dir angedeuteten Fall schon gar nicht.Geändert von Analuisa (03.07.2013 um 21:06 Uhr)
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs


Zitieren
