Das widerspricht in meinen Augen der Generalaussage des christlichen Glaubens. "Er ist wahrhaftig auferstanden" ist der alte Ostergruß der Christen und wird so auch im Glaubensbekenntnis gebetet.Jesus ist auch nicht im physischen Sinne "auferstanden", sondern seine Gedanken haben weitergelebt, die konnten nämlich nicht vernichtet werden. Das mit der Auferstehung ist eine Metapher, um das Geschehen "bildhaft" zu erzählen.
Diese Gedanken sagen uns etwas für unser Leben heute. Dazu kann man Kinder durchaus anleiten. Mit "Ostern light" hat das garnichts zu tun, im Gegenteil.
Dass viele Menschen, auch Christen, mit der Geschichte ganz große Schwierigkeiten haben, ist allgemein bekannt und jeder Gläubige hat daran zu knabbern.
Aber die Geschichte der Auferstehung und Himmelfahrt Christi nur für eine Metapher zu erklären, halte ich für eine gefährliche Interpretation, damit würde (zumindest sehe ich das so) christlicher Glaube dem heutigen Zeitgeist angepasst beliebig.
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Ergebnis 21 bis 30 von 42
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08.04.2013, 08:50
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.04.2013, 09:13
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08.04.2013, 09:33
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.04.2013, 09:37Inaktiver User
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08.04.2013, 09:55
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Ich denke mal, dass es eben der Unterschied zwischen Glauben und Wissen ist, der die Religion ausmacht. Zum Glauben gehört eben auch eine große Portion Vertrauen und Zuversicht. Wissen ist belegbar und nachweisbar, Glauben eben nicht.
Ich sage nicht: ich weiß, dass es in irgendeiner Form ein Leben nach dem Tode gibt, ich glaube aber und vertraue darauf, dass es so sein wird.
Auch diejenigen, die nicht an ein Leben nach dem Tode glauben, wissen das nicht, sie glauben es aber!
Sowohl das eine als auch das andere ist wissenschaftlich nicht nachweisbar.
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08.04.2013, 10:11
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Ach, daran glaube ich auch nicht wirklich!

Das wasauchimmer hat aber mein Gehirn, meine Persönlichkeit so gemacht, dass ich Manches nicht glauben KANN, das halte ich weder für Schuld noch für Verdienst und schon gar nicht für so etwas wie Wahrheit. Glaube ist Wahrheit, worin auch auch immer dieser Glaube besteht. Sie ist es so lange, wie dieser Glaube besteht und der Glaube an Wissen ist SEHR wandelbar
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08.04.2013, 10:38
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08.04.2013, 11:14
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Ich gestehe: ich habe als Kind bei der Passionsgeschichte immer geweint wie ein Schlosshund und tue das noch heute, wenn ich zufällig über einen dieser Kreuzigungsfilme stolpere - ja, und ich gebe es zu: mir standen bis zu dem Moment, wo es ins Skurrile abgleitete, auch bei "Leben des Brian" die Tränen bei der Kreuzigungsszene in den Augen.
Die Passion ist traurig - da gibts nichts zu rütteln. Mir persönlich tat es aber schon als Kind gut, und es erscheint mir auch heute noch "komplett", das Leiden der Kar-Tage in Verbindung mit der Auferstehensgeschichte des Osterfestes zu sehen. Erst so begreift sich doch das Wundersame dieser Geschichte: Jesus ist nicht heftig in Ohnmacht gefallen und dann zufällig wieder zu sich gekommen und aus einer Höhle gekrabbelt. Nein - man hat ihm richtig übel mitgespielt und ihn schlicht ermordet - er war tot... und doch war es eben nicht das Ende.
Das macht für mich den Zauber des Osterfestes aus.
Damals und heute auch - mehr denn je.
Trau Deinen Kindern das zu - zeige Ihnen den Zusammenhang vom Traurigen hin zum Freudigen.
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08.04.2013, 11:40Inaktiver User
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
@Wiesenblume.
Sehr schön beschreiben.
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08.04.2013, 17:21Inaktiver User
AW: Ostern mit Kindern (Kreuzweg)
Darstellungen des Gekreuzigten gibt es erst ca. seit dem 5. Jahrhundert. Den Römern erschien die Heilsbotschaft eines Gekreuzigten als "Eselsbotschaft", also als wenig Ernst zu nehmen (nachzulesen z.B. bei Hans Küng).
Diese Gesichtspunkte finde ich sehr eindrücklich.
Gruß, Elli


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