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11.02.2013, 23:15Inaktiver User
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
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11.02.2013, 23:33Inaktiver User
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Ich tippe auf einen Italiener, der die Verwaltung des Vatikan auf Vordermann bringt und sich in moraltheologischen Fragen bedeckt hält - also farblos bleibt.

Die Entscheidung Ratzingers finde ich in gewisser Weise erstaunlich progressiv. Und ich denke, er ist weit davon entfernt, seinem Nachfolger ins Handwerk pfuschen zu wollen. Ich könnte mir vorstellen, dass er noch ein wenig schreibt, wenn seine Kräfte denn reichen.
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12.02.2013, 09:17
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Ich denke auch, dass Ratzingers Entscheidung ziemlich progressiv ist. Während man jahrhunderlang die Amtsdauer eines Paptes als" solange Gott es will" ansah, setzt er ein Zeichen, dass Begrenzung der Amtszeit eine Lösung ist. Während er in meinen Augen als Theologe einige Maßstäbe gesetzt hat, war er offensichtlich überfordert, die Kurie im Vatikan zu modernisieren. Das Ausplaudern von Interna durch seinen Kammerdiener hat es gezeigt. An den Reformen innerhalb der Kurie ist ja schon Johannes-Paul der I. gescheitert.
Ich denke der Nachfolger wird sich um das Problem in erster Linie kümmern müssen. Er wird mit einiger Sicherheit keine neuen Maßstäbe in der Ökumene und Glaubensregeln setzen. Was er allerdings mitbringen muss, dass er wie Johannes-Paul II. medienwirksam und ein wenig charismatisch seine Gläubigen begeistern muss.
Benedikt XVI. hat das auch getan, aber schien ihm immer schwer zu fallen.
Josef Ratzinger wird sich gerne in die Klausur zurückziehen, er darf auch an dem Konklave nicht teilnehmen. Ich nehme an, das wird ihm auch nicht schwerfallen. Wenn er mal von seinem Nachfolger befragt wird, wird er dem Wunsch gerne nachkommen, aber mit Sicherheit keinen Einfluss mehr ausüben wollen. Ich halte Benedikt XVI. für eine ziemlich ehrliche Haut.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.02.2013, 09:30
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Konklave: Dürfen nur jüngere Kardinäle mitwählen. Die Altersgrenze ist hier 80.
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12.02.2013, 09:31
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Ich tippe auf einen Italiener als Nachfolger.
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12.02.2013, 10:27
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Wer auch immer der nächste Papst werden wird, es wird wieder ein Konservativer sein...

Ich mochte Ratzinger nie und das Papsttum ist mir im tiefsten Grunde meines Herzens suspekt, aber ich habe Achtung vor seiner mutigen Entscheidung.
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12.02.2013, 10:40Inaktiver User
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Egal wie man zur katholischen Kirche steht .....die Entscheidung zeigt von Verantwortung und hat meinen Respekt.
Ich hoffe, das der neue Papst um einiges jünger und nicht so konservativ ist. Könnte mir gut vorstellen, dass es dieses Mal jemand von außerhalb Europas wird.
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12.02.2013, 11:01
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12.02.2013, 11:05Inaktiver User
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Ich bin froh, dass ich einen Deutschen mal als Papst erleben durfte.
Und zwar leibhaftig. Ich hab ihn im Olympiastadion erlebt.
Seine Entscheidung finde ich sehr mutig. Mich hat vor allem berührt wie er nach seiner Rede die Umarmung eines hohen Würdenträgers entgegen nahm. Solche menschlich warmen Gesten sieht man ja sonst nie in den Gefilden.
Was einen Nachfolger betrifft: da lasse ich mich überraschen - wie beim letzten Mal auch.
Ich habe einige seiner Bücher zu hause und werde sie wohl noch mal lesen.
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12.02.2013, 12:37
AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.
Ich will mal als Protestant eine Würdigung des scheidenden Papstes schreiben, so wie ich ihn erlebt habe.
Ich war bei seiner Wahl sehr überrascht, dass nach dem sehr langen Pontifikat von Johannes-Paul II. ein deutscher Kardinal gewählt wurde, konnte mich aber der BILD-Begeisterung „Wir sind Papst“ nicht anschließen.
Sein Besuch auf dem Marienfeld bei Köln – Abschluss und Höhepunkt des 20. Weltjugendtages – mit 1 Million Menschen war schon beeindruckend. Dieses Fest war noch von seinem Vorgänger initiiert worden. Er rief die Jugend der Welt auf den Sonntag wieder mit dem Besuch der Eucharistie zu begehen. "dass in vielen Kulturen heute der Sonntag ein freier Tag ist oder gar mit dem Samstag ein so genanntes freies Wochenende bildet. Aber diese freie Zeit bleibt leer, wenn Gott nicht darin vorkommt",
Er unternahm 24 apostolische Reisen, einige von ihnen waren sehr gewagt: z.B. Großbritannien, Kuba und Libanon. Bei seinen Deutschlandbesuchen hatte er Begegnungen auch mit protestantischen Würdenträgern. Einer offiziellen Ökumene erteilte er keinen Segen. Doch die findet in Deutschland längst statt, zwangsläufig, denn jede Anschuldigung an die katholische Kirche betrifft auch die evangelische, und aus ökonomischen Gründen.
Was ich vor allem in diesem Forum erlebt habe, dass es Unterstellungen gab, die nicht seinen Ausführungen entsprachen. Als er zu Aids in Afrika gefragt wurde, wurde ihm von allen Presseseiten vorgeworfen, er verböte Kondome. Tat er aber nicht. Er meinte Kondome lösen nicht Afrikas Problem, sondern A, B, C: Abstinence, be faithful, condom. In der Reihenfolge.
Da er ein Intellektueller ist, fallen seine Antworten mit Sicherheit nicht einfach aus. Man muss schon genau hinhören.
Er war es, der sich für die Verfehlungen anderer (historisch oder aktuell) öffentlich entschuldigte. Er war es, der die Strafverfolgung von pädophilien Priestern anordnete. Dass einige Bischöfe das nicht umsetzen, ist ihm nicht anzulasten.
Er war es, dass Androhung von Fegefeuer und Höllenpein seiner Glaubensaufassung nicht entspräche.
Andere mögen jetzt weitere Aspekte hinzufügen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel




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