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  1. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Gerade die zweite Aussage ist ja genau der Kern.

    Ein Papst wird immer die Weltkirche im Auge haben. Und weltweit gibt es diese Unzufriedenheit mit der katholischen Kirche überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, sie wächst, besonders in Afrika, täglich. Auch Priestermangel ist für die kath. Kirche kein Thema.

    So gesehen gesehen werden alle die sich einen Papst aus Südamerika oder Afrika wünschen, sich wundern.
    Es mag aus Europäischer, speziell Deutscher oder Österreichischer Sicht modern wirken, aber gerade ein Papst aus diesen Kontinenten wird mit Sicherheit deutlich konservativer und rückwärtsgewandter sein, als es selbst Joh.Paul II und Benedikt zusammen wären.

    Denn gerade das ist ja der Erfolg der kath. Kirche dort.

    Und ein Papst aus einem anderen Kontinent wird sich noch weniger bis gar nicht für die Befindlichkeiten der, gesehen an der Gesamtzahl aller Katholiken, Reformforderer in Deutschland und Österreich interessieren.

    Unterm Strich sollten eigentlich alle Katholiken die eine modernere Kirche wollen, hoffen das es ein Europäer, sprich Italiener, wird. Nur ein solcher Papst wird sich überhaupt damit befassen wollen.
    Naja, Richard David Precht muss mir die katholische Kirche sicher nicht erklären.
    Zu eins: Natürlich ist die katholische Kirche KEIN Männerverein. Wie er darauf kommt, weiß ich auch nicht.
    Es sind mindestens die Hälfte der Mitglieder Frauen, die meisten priesterlichen Ämter sind ihnen verwehrt, da gibt es unterschiedlichste Begründungen, manche Frauen können damit leben, manche nicht, manche wünschen sich Reformen, manche Männer übrigens auch. Es ist äusserst legitim sich in diesem Bereich sowie in anderen Bereichen Reformen zu wünschen.

    Eine Kirche, und vor allem die katholische lebt nicht davon, den Menschen nach dem Mund zu reden, weder den "modernen Gesellschaften" noch den vermeintlich konservativeren.

    Ich glaube dass beide vergangenen Päpste nicht aus Opportunismus konservativ waren, sondern aus Überzeugung. Und auch Reformen dürften meiner Meinung nach nur aus einer inneren Überzeugung geschehen. Dann werden sie auch möglich sein.

  2. User Info Menu

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, Richard David Precht muss mir die katholische Kirche sicher nicht erklären.
    Zu eins: Natürlich ist die katholische Kirche KEIN Männerverein. Wie er darauf kommt, weiß ich auch nicht.
    Es sind mindestens die Hälfte der Mitglieder Frauen, die meisten priesterlichen Ämter sind ihnen verwehrt, da gibt es unterschiedlichste Begründungen, manche Frauen können damit leben, manche nicht, manche wünschen sich Reformen, manche Männer übrigens auch. Es ist äusserst legitim sich in diesem Bereich sowie in anderen Bereichen Reformen zu wünschen.
    Ich habe mich ja auch ausdrücklich auf seinen zweiten Beitrag bezogen.

    Ja, es ist legitim. In Europa wirst du da wohl auch eher auf offene Ohren stossen.

    Aber gerade in Südamerika und Afrika ist z.B. der Wunsch nach Frauen im Priesteramt, ein so abstruser Gedanke das sich ein Papst aus diesen Kontinenten niemals damit beschäftigen wird.


    Eine Kirche, und vor allem die katholische lebt nicht davon, den Menschen nach dem Mund zu reden, weder den "modernen Gesellschaften" noch den vermeintlich konservativeren.
    Nach dem Mund reden nein, aber sich mit der Gesellschaft verändern und anpassen muß sie sich.

    Und da hat die kath. Kirche als eine Weltorganisation eben das Problem. Sie kann einfach keine Rücksicht nehmen auf die paar Reformer in Deutschland. Wie auch in so vielen anderen Dingen, glaubt man in Deutschland wirklich man wäre wichtig.
    Aber die deutschen Katholiken sind innerhalb der 1,2 Mrd. Katholiken eine ganz unbedeutende Minigruppe.

    Es wird den Katholiken hier nichts anderes übrig bleiben als sich in die Realität zu fügen oder auszutreten.

    Jeder Papst muß die Gesamtkirche im Auge halten. Und da passen die Forderungen nach Reformen aus Deutschland so gar nicht hin.
    Ich glaube dass beide vergangenen Päpste nicht aus Opportunismus konservativ waren, sondern aus Überzeugung. Und auch Reformen dürften meiner Meinung nach nur aus einer inneren Überzeugung geschehen. Dann werden sie auch möglich sein.
    Richtig. Und das wird eben nicht passieren solange es diesen Wunsch nach Reformen eben nur bei einer unbedeutenden Minderheit gibt.

    Ich finde es ja belustigend wenn man in Umfragen hört das sich gerade die Deutschen ein Papst aus Afrika oder Südamerika wünschen.
    Sie versprechen sich gerade von einem solchen Papst die Reformen die sie für gut halten.
    Aber ich wiederhole mich, die römische Kirche ist gerade dort so stark und stetig wachsend, weil sie so hübsch rückständig ist.
    Die Forderung z.B. nach Frauen im Priesteramt sorgt gerade in diesen Gesellschaften für Schenkelklopfer.

    Auch hier kommt eine, speziell Deutsche, romantische Verklärung und Ausblendung der Realitäten zum tragen.

    Nachtrag:

    Eine Weltkirche wie die römische, kann sich heute gar nicht mehr so reformieren wie es die Europäer gerne hätten.
    Auch wenn sie ihren Ursprung hier hat, so liegt der Großteil ihrer Klientel heute allerdings woanders.

    Die Orthodoxen Ostkirchen und insbesondere die ganzen Protestantischen Kirchen, sind da naturgemäß in einer viel besseren Positition.

    Ihr Kundenkreis ist regionaler,
    Geändert von Michael_Collins (13.02.2013 um 10:44 Uhr)

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

  3. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Mir geht der ganze Tumult ziemlich am A... vorbei.
    Damals habe ich schon die tagelange Massenhysterie "Wir sind Papst" over the top gefunden.
    Da hab ich die kreischenden Teenies bei ben Beatles noch besser verstanden.

    Nun, jetzt geht er also und anscheinend lebt er nicht mit seinem Bruder zusammen. Das finde ich das einzig schade an der Situation.

    Ob die Kirche sich ändern wird? Kann gerne jemand einen Würfel werfen.
    Übrigens hat sie sich ja bereits geändert - zum Konservativen hin.

    Nochmal zu Aids: Der Noch-Papst hat zumindest seine Meinung nicht ins Rennen gebracht, als Geistliche in Afrika Ehefrauen von Aids-Infizierten Männern erzählten, dass das heilige Sakrament der Ehe vor der Gesundheit geht.
    Übersetzt: Dass sie eine größere Sünde begehen, wenn sie sich ihren Ehemännern verweigern oder auf ein Kondom bestehen als wenn der Ehegatte herumvögelt oder seine ehelichen Rechte in Anspruch nimmt.

  4. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nochmal zu Aids: Der Noch-Papst hat zumindest seine Meinung nicht ins Rennen gebracht, als Geistliche in Afrika Ehefrauen von Aids-Infizierten Männern erzählten, dass das heilige Sakrament der Ehe vor der Gesundheit geht.
    Übersetzt: Dass sie eine größere Sünde begehen, wenn sie sich ihren Ehemännern verweigern oder auf ein Kondom bestehen als wenn der Ehegatte herumvögelt oder seine ehelichen Rechte in Anspruch nimmt.
    Soweit ich weiß ist das Kondom in der Ehe erlaubt, wenn ein Partner infiziert ist.
    Und Ehebruch ist nach der Lehre der Kirche natürlich nicht legitim, jemanden bewusst mit einer tödlichen Krankheit infizieren sicher auch nicht.

  5. User Info Menu

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir geht der ganze Tumult ziemlich am A... vorbei.
    Damals habe ich schon die tagelange Massenhysterie "Wir sind Papst" over the top gefunden.
    Da hab ich die kreischenden Teenies bei ben Beatles noch besser verstanden.
    Einen Tumult gibt es ja gar nicht.
    Natürlich ist so ein Ereignis wichtig genug um in den Nachrichten zu sein. Immerhin betrifft es selbst hierzulande ca. 30 % der Bevölkerung.

    Diesen unsäglichen Mist der BLÖD seinerzeit fand ich auch vollkommen daneben. "Wir" waren nie Papst und werden es auch nie sein.


    Nun, jetzt geht er also und anscheinend lebt er nicht mit seinem Bruder zusammen. Das finde ich das einzig schade an der Situation.
    Naja, Verwandte sind ja doch zumeist ein Fluch wenn man sie ständig um sich hat.

    Ob die Kirche sich ändern wird? Kann gerne jemand einen Würfel werfen.
    Übrigens hat sie sich ja bereits geändert - zum Konservativen hin.
    Sie ging und geht genau den Kurs den die Mehrheit haben will. Und das sind eben nicht die Europäer.

    Nochmal zu Aids: Der Noch-Papst hat zumindest seine Meinung nicht ins Rennen gebracht, als Geistliche in Afrika Ehefrauen von Aids-Infizierten Männern erzählten, dass das heilige Sakrament der Ehe vor der Gesundheit geht.
    Übersetzt: Dass sie eine größere Sünde begehen, wenn sie sich ihren Ehemännern verweigern oder auf ein Kondom bestehen als wenn der Ehegatte herumvögelt oder seine ehelichen Rechte in Anspruch nimmt.
    So ist es. Und wer sich dann ausgerechnet einen Papst von dort wünscht, sollte sich das immer vor Augen halten.

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

  6. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß ist das Kondom in der Ehe erlaubt, wenn ein Partner infiziert ist.
    Und Ehebruch ist nach der Lehre der Kirche natürlich nicht legitim, jemanden bewusst mit einer tödlichen Krankheit infizieren sicher auch nicht.
    es geht um die Abwägung von Sünden, ein ganz beliebtes Hpbby von katholischen Theologen.

    Eunuchen für das Himmelreich

  7. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Ich finde es ja belustigend wenn man in Umfragen hört das sich gerade die Deutschen ein Papst aus Afrika oder Südamerika wünschen.
    Sie versprechen sich gerade von einem solchen Papst die Reformen die sie für gut halten.
    Aber ich wiederhole mich, die römische Kirche ist gerade dort so stark und stetig wachsend, weil sie so hübsch rückständig ist.
    Die Forderung z.B. nach Frauen im Priesteramt sorgt gerade in diesen Gesellschaften für Schenkelklopfer.

    Auch hier kommt eine, speziell Deutsche, romantische Verklärung und Ausblendung der Realitäten zum tragen.
    Gerade angesichts der Tatsache, dass Wojtyla und Ratzinger die Befreiungstheologen systematisch gechasst haben, ist dieser Glaube an den lateinamerikanischen oder gar afrikanischen Reformer wirklich nur naiv. Erinnert ein wenig an die Vorstellung vom edlen Wilden.

    Ich denke tatsächlich, es wird ein Italiener. Gerade wegen der Vatileaks-Affäre wird der Wunsch nach Ordnung im Vatikan erst einmal im Vordergrund stehen - vermute ich zumindest.

    @Feinsinn
    Ein für Leonardo Boff.

  8. User Info Menu

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Ich fand schon vor 8 Jahren die naiv, die sich von Ratze irgendwas versprochen haben, wer sich mit seiner Kirchenkarriere etwas beschäftigt hat, konnte da wohl nichts erwarten.

  9. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade angesichts der Tatsache, dass Wojtyla und Ratzinger die Befreiungstheologen systematisch gechasst haben, ist dieser Glaube an den lateinamerikanischen oder gar afrikanischen Reformer wirklich nur naiv. Erinnert ein wenig an die Vorstellung vom edlen Wilden.
    Was ja positiver Rassismus wäre.

    Ich persönlich erwarte vom nächsten Papst nicht unbedingt große Reformen, das würde ich auch für unrealistisch halten.
    Aber ich glaube es gibt bei den Lateinamerikanern schon Einzelpersönlichkeiten, die für einen moderateren Kurs stehen, wie zum Beispiel Oscar Andres Rodriguez Maradiaga aus Honduras der wohl auch ausgebildeter Psychotherapeut und Musiker ist. Eine ungewöhnliche Mischung.

  10. Inaktiver User

    AW: Benedikt XVI. tritt zum 28. Februar zurück.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ich glaube es gibt bei den Lateinamerikanern schon Einzelpersönlichkeiten, die für einen moderateren Kurs stehen, wie zum Beispiel Oscar Andres Rodriguez Maradiaga aus Honduras der wohl auch ausgebildeter Psychotherapeut und Musiker ist. Eine ungewöhnliche Mischung.
    Wenn man der Wikipedia-Seite über Rodríguez Glauben schenken kann, ist er ein mehr oder weniger verkappter Antisemit, zeigt bei anderen Themen aber durchaus lobenswerten Einsatz.

    Ich denke, er wäre ein Polarisierer. Nee, der wirds nicht.

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