Motiv: Die Sixtinische MadonnaBlockausgabe: 500 Jahre Sixtinische Madonna
Die "Sixtinische Madonna" ist ein Meisterwerk von Raffael (1483-1520). Der Künstler galt schon seinen Zeitgenossen als außergewöhnliches Talent.
Dieses Kunstwerk diente vielen nachfolgenden darstellenden Künstlern als Vorlage eigener Werke. Eduard Mandels Kupferstich nach diesem Gemälde ist, kurz vor seinem Tod entstanden, eines seiner bedeutendsten Werke.
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister
(Quelle des Zitats: Philatelie-Shop der Deutschen Post)
Nach meiner Meinung eher eine Erinnerung an einen bedeutenden italienischen Künstler als ein christlicher Missionsversuch.
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Ergebnis 11 bis 20 von 64
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30.12.2012, 09:20
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Geändert von Analuisa (30.12.2012 um 22:34 Uhr) Grund: Kommerziellen Link gelöscht
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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30.12.2012, 09:42
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Dass das Argument "Kunst" kommen würde, darauf hätte ich gewettet. Es sticht nicht, ob eine Diskussion darüber zu weit vom Thema abgeht, muss die TE entscheiden
Als Missiosversuch hab ich es auch nie gesehen. Aber als Zwangs-Konfrontation mit einem Symbol, das bei mir tiefe Ablehnung auslöst. wie auch Springer
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30.12.2012, 09:54
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Dann hoffe ich für Euch beide, dass Ihr nie am Kölner Hauptbahnhof aussteigen müsst. Da prallt Ihr nämlich unmittelbar auf ein gigantisches christliches Symbol: den Kölner Dom.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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30.12.2012, 10:02
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30.12.2012, 10:11Inaktiver User
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Ich finde es zunehmend bemerkenswert, wer sich mit der Zeit alles wodurch in seinen religiösen bzw. nicht-religiösen Gefühlen verletzt sieht und meint, deshalb einen Zwergenaufstand zu veranstalten. In manchen religiösen Kreisen und in manchen Ländern nimmt das inzwischen auch militante Züge an. Genauso wie das in zwanghaft nicht-religiösen Staaten/Gesellschaften geschehen ist/geschehen kann.
Zu dem Kreuz in der Landschaft: wie Opelius sagt, muss es dazu eine Baugenehmigung gegeben haben bzw. erstmal ein Antrag dazu. Der musste öffentlich ausgelegt sein und es gab die Möglichkeit des Widerspruchs. Allerdings steht der Widerspruch sicher nicht jedem Touristen zu, der mal eben grade so dahermarschiert.
Etwas mehr Toleranz vielleicht ? In mehrerlei Hinsicht und von allen Beteiligten ? Toleranz heisst nicht, alles gut zu finden, aber das nur nebenbei.....
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (30.12.2012 um 10:19 Uhr) Grund: Ergänzung
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30.12.2012, 10:32
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Ihr habt da was missverstanden: ich empfinde durchaus nicht jede religiöse, und schon gar nicht jede christliche Manifestation als übergriffig, ja nicht einmal ein Kreuz oder eine Madonna in ihrem "natürlichen" und traditionellen Umfeld (ja, darüber lässt sich auch wieder wunderbar streiten)
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30.12.2012, 10:41Inaktiver User
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Sehe ich das richtig? Du fühlst dich durch das Kreuz gestört, das sich gar nicht in deinem unmittelbaren Lebensumfeld befindet, sondern in einem allgemein zugänglichen Naherholungsgebiet?
Zitat von Nachfragende
Du möchtest also alles "religionsfrei" haben, wo du vielleicht mal hinkommst?
Das wird schwierig werden.... 
@Ila
Sei mir nicht böse, aber ich finde, es hat schon etwas Zwanghaftes, wenn man bei einer Briefmarke mit einem internationalen Kunstwerk drauf ein Mittel der christlichen Missionierung sieht.
Ein bisschen mehr Toleranz und weniger Verbissenheit wäre da schon angebracht.
Weihnachten hat nun mal einen christlichen Ursprung und da ist doch so eine Briefmarke kein Weltuntergang.
Warnung an alle, die ähnlich denken: Geht nie in ein Museum, z. B. die Gemäldesammlung im Dresdner Zwinger, da wimmelt es nur so von "Christianisierungsversuchen".
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30.12.2012, 10:47
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
@ Opelius,
danke für den Tipp mit dem Bürgermeister; dort werde ich auf alle Fälle anfragen. Hab inzwischen ein bischen recherchiert: wie es scheint, wurde das Objekt "im Handstreich" (Zitat Gemeindeblatt) errichtet und erst im Nachhinein in Amtssitzungen darüber diskutiert. Über die Ergebnisse der Diskussion stand dann nichts mehr drin.
@ Elli07,
militant finde ich eher die Errichtung eines solchen Monstrums in einem Naherholungsgebiet, wo es als höchstes, größtes "Bauwerk" in die ansonsten unbebaute Landschaft ragt. Und als mal eben durchziehende Touristin habe ich sicher nicht das Mitbestimmungsrecht wie ein Bürger des entsprechenden Orts, man muß es aber auch nicht ungewöhnlich finden, als Tourist in einem Naherholungsgebiet unterwegs zu sein. Daher suche ich hier ja nach regulären Möglichkeiten, mein Unbehagen zu äußern.
Und noch einmal: Ich dachte bei Strangeröffnung nicht an Diskussion über Religion an sich, sondern störe mich an der Vereinnahmung eines öffentlichen Gebietes (eines Naherholungsgebietes!) durch eine bestimmte Ideologie/ Institution auf eine Art und Weise, die ich aufgrund des Standortes, der Ausführung, der Dimension und der optischen Prominenz des Holzobjektes nur als aggressiv empfinden kann. Und ich möchte gern etwas dagegen unternehmen.
Viele Grüße
Nachfragende
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30.12.2012, 10:55
AW: Religionsfreiheit und Mitbestimmung
Gibt's denn ein Foto von diesem Kreuz?
Dass Kreuze in Berglandschaften an markanten Orten stehen, auf Passhöhen und Gipfeln oder sonst bemerkenswerten Stellen, ist ja keine Seltenheit. Als Orientierungsmarken, als Zeichen "wieder eine Etappe geschafft", aus Dankbarkeit, die Reise wieder einmal unbeschadet überstanden zu haben...
Religionsfreiheit beinhaltet meines Wissens nicht das Recht, nirgends in der Öffentlichkeit religiöse Symbole sehen zu können. Es ist die Freiheit, die eigene Religion ausüben zu können, oder auch die eigene Abwesenheit von Religion.
grüsse, barbara
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30.12.2012, 11:08


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