Wenn Religiosität so verstanden wird, sollte man darüber nachdenken sie zu ächten.
Einen gesellschaftlichen Nutzen kann ich in der Infragestellung von Grundwerten und Grundrechten jedenfalls nicht einmal annähernd erkennen.
Nachtrag:
Angesichts dessen, was sich aktuell um uns herum abspielt:
... Salafisten, die ihre Frauen in Talkshows schicken um uns vorzuschwärmen wie frei man sich unter einer Ganzkörperverschleierung fühlen würde, Juden und Muslime, die blutige Beschneidungsriten legalisieren lassen wollen, pakistanische Vorbeter, die aus Wut über Karikaturen einer dänischen Provinzzeitung zu Mord aufrufen, eine Berliner Intendantin, die aus Angst vor Islamisten oder aus Gründen der Selbstzensur eine Mozart-Oper vom Programm absetzt, katholische Theologen, die den Hysterikern in islamischen Ländern beipflichten und finden, dass man bei uns den Blasphemie-Paragraphen verschärfen müsse ...
angesichts all dessen und viel mehr (Schächtung trotz Tierschutzgesetz, Verweigerung des Sport- und Biologie-Unterrichts durch muslimische Mädchen oder deren Eltern, Terror zwischen Schiiten und Sunniten, Verfolgung christlicher Minderheiten ...)
angesichts dessen müssen sich jene, die glauben, dass Religion wichtig und schützenswert sei, fragen lassen, ob es für Religiosität nicht auch Grenzen gibt und geben muss, ob es gesellschaftlich, politisch und philosophisch zu rechtfertigen ist humanistische Grundwerte zu relativieren.
Ich bin der Meinung, dass Religion verzichtbar ist, nicht jedoch die humanistischen Grundwerte.
Religion hat ihre Berechtigung nur innerhalb dieser Grundwerte, und nicht daneben oder gar darüberstehend.
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Antworten
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12.10.2012, 11:33Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Geändert von Inaktiver User (12.10.2012 um 13:11 Uhr)
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12.10.2012, 13:11
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Nicht die Grundwerte und Grundrechte sollen (dürfen) infrage gestellt werden, sondern, ob sie in der Praxis - auch jenseits von Religion - eingehalten werden.
Darüberhinaus könnte man alle Religionen prüfen, in wie weit sie mit den Grundrechten überein stimmen.
Da stimme ich Dir voll und ganz zu.Nachtrag:
Angesichts dessen, was sich aktuell um uns herum abspielt:
... Salafisten, die ihre Frauen in Talkshows schicken um uns vorzuschwärmen wie frei man sich unter einer Ganzkörperverschleierung fühlen würde, Juden und Muslime, die blutige Beschneidungsriten legalisieren lassen wollen, pakistanische Vorbeter, die aus Wut über Karikaturen einer dänischen Provinzzeitung zu Mord aufrufen, eine Berliner Intendantin, die aus Angst vor Islamisten oder aus Gründen der Selbstzensur eine Mozart-Oper vom Programm absetzt, katholische Theologen, die den Hysterikern in islamischen Ländern beipflichten und finden, dass man bei uns den Blasphemie-Paragraphen verschärfen müsse ...
angesichts all dessen und viel mehr (Schächtung trotz Tierschutzgesetz, Verweigerung des Sport- und Biologie-Unterrichts durch muslimische Mädchen oder deren Eltern, Terror zwischen Schiiten und Sunniten, Verfolgung christlicher Minderheiten ...)
angesichts dessen müssen sich jene, die glauben, dass Religion wichtig und schützenswert sei, fragen lassen, ob es für Religiosität nicht auch Grenzen gibt und geben muss, ob es gesellschaftlich, politisch und philosophisch zu rechtfertigen ist humanitäre Grundwerte zu relativieren.
Und nun würde ich Dich bitten, mal alle positiven Seiten von Religion aufzuzählen.
Auch da stimme ich Dir teilweise zu.Ich bin der Meinung, dass Religion verzichtbar ist, nicht jedoch die humanitären Grundwerte.
Religion hat ihre Berechtigung nur innerhalb dieser Grundwerte, und nicht daneben oder gar darüberstehend.
Wer unter Religion eine Anleitung nur für das irdische Leben versteht, dem reichen auch die humanitären Grundrechte.
Allerdings steht in diesen Grundrechten nichts von Liebe.
Welche Religion propagiert die Liebe?
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12.10.2012, 13:28Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Keine Ahnung. Sag du es mir.
Sind es Christentum und Islam, die eine Spur der Verwüstung hinter sich her ziehen?
Ist es das Judentum, das sich [...] für auserwählt hält, und in dem jeder gläubige Mann allmorgendlich Gott dankt nicht als Frau geboren worden zu sein? Wo wenige Tage alten Säuglingen ohne Betäubung an den Genitalien herumgeschnitten wird, um Gott zu gefallen?
Ist es der Hinduismus, der den Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz und für den Rest seines Lebens in eine brutale Rangordnung einordnet, mit den als "Unberührbare" und "Unreine" Geborenen am Ende der Hackordnung?
Was ist das für eine Liebe, die in der katholischen Kirche propagiert wird und die dazu führt, dass Priester unter Druck gesetzt werden, die Frau, die sie lieben, und das Kind, das sie gezeugt haben, im Stich zu lassen?
Es bedarf nicht der Religion, um zu lieben,
und oft ist es gerade die Religion, die Hass, Verachtung und Unglück erzeugt.Geändert von Analuisa (12.10.2012 um 19:24 Uhr) Grund: Beleidigung gelöscht
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12.10.2012, 13:46Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Wenn die christlichen Kirchen sich an Jesus orientieren, sein Leben als Vorbild nehmen und das, was er verkündet hat im Zentrum behalten, dann denke ich schon, dass dort Liebe propagiert wird.
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12.10.2012, 16:08Inaktiver User
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12.10.2012, 17:59
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Bevor Du Dich vollends verrennst: Religionsfreiheit ist eines der Grundrechte:Nicht die Grundwerte und Grundrechte sollen (dürfen) infrage gestellt werden, sondern, ob sie in der Praxis - auch jenseits von Religion - eingehalten werden.
Darüberhinaus könnte man alle Religionen prüfen, in wie weit sie mit den Grundrechten überein stimmen.
Art 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.10.2012, 18:34Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Im Beschneidungsstrang des Politikforums wurde das in aller Breite, und längs wie quer diskutiert.
Das Recht auf Religionsausübung darf nicht zu einer Einschränkung der Rechte Dritter missbraucht werden, wie z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit der Kunst, Meinungsfreiheit, u.a.
Frauen mit Verweis auf die Religionsfreiheit ihrer Männer unter Ganzkörperschleier zu stecken, Mädchen mit Verweis auf die Religionsfreiheit ihrer Eltern aus dem Biologieunterricht zu holen, wehrlose Kinder mit Verweis auf die Religionsfreiheit ihrer Eltern einer genitalen Zwangsbeschneidung zu unterziehen, anderen Menschen die bildliche Darstellung Mohammeds verbieten wollen, nur weil man sie selber nicht gut findet - all das ist keine Wahrnehmung der Rechts auf freie Religionsausübung sondern ein Missbrauch dieses Rechts.
Im übrigen muss eine Gesellschaft auch hinterfragen, welchen Schutz über das bloße Gewähren-lassen hinaus Religionen verdienen, die sich so schwer tun humanitäre Grundrechte anzuerkennen. Es gibt keinen Wert der Religion an sich, sonst wäre der Glaube an die Göttin Kali ebenfalls schützenswert.Geändert von Inaktiver User (12.10.2012 um 18:45 Uhr)
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12.10.2012, 18:47
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
dem stimme ich fast vollständig zu. Zumindest in meinem Bundesland können muslimische Eltern ihre Töchter weder von Sport abmelden, noch von Schulausflügen, noch aus dem Bio-Unterricht fernhalten. Die Eltern erhalten dann einen Strafbescheid. (nur das nützt herzlich wenig, wenn die Eltern sich weigern zu zahlen oder nicht zahlen können). Aber das wird zumindest nach meiner Beobachtung nicht von muslimischen Eltern gemacht, sondern vor allem von Baptisten, die aus dem asiatischen Teil der ehemaligen Sowjetunion stammen. Und das Schüler durch die Polizei zur Schule gebracht werden, das gab es nur in meiner Kindheit.
Von meiner Zustimmung nehme ich ausdrücklich die Bescheidung heraus.
Ach, noch eine Anmerkung:
es ist zwar schon lange her, aber es wurde in diesem Forum über den Kirchenglockenterror diskutiert. Es stört sicherlich Langschläfer und Menschen, die sich eine Wohnung zu nahe an einer Kirche gesucht haben. Glockengeläut ist aber eine hinzunehmende Lärmbelästigung, so lauten höchstrichterliche Entscheidungen.Geändert von Opelius (12.10.2012 um 18:53 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.10.2012, 18:50Inaktiver User
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12.10.2012, 18:54Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
find ich nicht witzig, ich weiß nicht, ich hab da meine Grenzen, worüber man Witze machen kann und wo das nicht mehr in Ordnung ist.
Skrabador hat heute Geburtstag. Habt ihr das gesehen?



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