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  1. Inaktiver User

    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Ich finde beagles Beiträge sehr respektvoll, nahezu christlich, wirklich.

    Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass manche Menschen nicht religiös sind und dass sie dennoch keinerlei Mangel empfinden? Keinen Mangel an ethischen Ansprüchen, an Nächstenliebe, auch nicht an Möglichkeiten, Trost zu finden.

    Es gibt sehr viele Menschen, die das so sehen.

    Ein Viertel, ein Drittel, vielleicht gar die heimliche Mehrheit der Bevölkerung glaubt einfach nicht(s).
    heißt es z. B. hier.

    Man muss sie nicht verstehen. Aber man darf auch nicht erwarten, von ihnen verstanden zu werden. Warum auch? Die Leistung der Toleranz ist ja, auch Dinge zu akzeptieren, die man nicht versteht, doof oder überflüssig findet.

    Aber finden darf man. Sagen darf man auch.

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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?


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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Hallo beagle,

    nichts für ungut, aber hier hast Du mit Deinen Beiträgen doch teilweise einen etwas anderen Eindruck hinterlassen als Du in Deinem letzten (naja, vorletzten steng genommen) Posting schreibst.

    Wenn es so ist, dann sind wir uns ja einig.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?


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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    @ Splendida:

    Ein interessanter Link, zum Thema hier eventuell passend auch noch der Artikel Atheismus: Diesseits von Gut und Böse | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    " Gläubige und Ungläubige sind füreinander bis heute ein provozierendes Rätsel. Wohl nicht zuletzt deswegen wird dem Atheisten oft vorgehalten, auch er habe einen Glauben: daran eben, dass es Gott nicht gibt. Weil sich aber weder Existenz noch Nichtexistenz Gottes beweisen lasse, stünde es gewissermaßen null zu null, und der Rest sei halt »Glaubenssache".

  6. Inaktiver User

    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Aus beagles Link aus der Zeit:
    Das kann durchaus ein guter Weg sein, schreibt Eberhard Jüngel: Jeder Mensch könne »menschlich sein ohne Gott«. Dazu muss er noch nicht einmal an objektive Werte glauben. Denn mag er auch sämtliche Normen in Interessen und Machtverhältnisse auflösen wollen, selbst das hindert ihn keineswegs daran, gut zu sein. Nehmen wir Michel Houellebecq, der nicht an die Würde des Menschen glaubt: Er stellt empirisch fest, dass er und seinesgleichen Liebe und Mitleid empfinden und den Forderungen der Moral Folge leisten.

    Viel Sicherheit gibt das nicht. Leider ist auch die Philosophie nicht weit gekommen mit ihren Versuchen einer weltlichen Begründung der Ethik. Dem Atheisten bleibt ein schwieriges Konstruktionsproblem aufgegeben. Nicht, dass er moralisch entsichert herumliefe, doch die Sicherung muss er sich selbst zusammenbasteln, ohne Bedienungsanleitung.
    Wenn man als religiöser Mensch gegen die Menschenwürde und Nächstenliebe verstößt, dann verstößt man zu gleich gegen Gott. Ein solches Verhalten hätte zur Folge eine Trennung von Gott.

    Natürlich kann man auch als nichtreligiöser Mensch in der Menschenwürde und Nächstenliebe einen hohen Wert sehen. Was wären hier die Konsequenzen beim Verstoß dagegen?

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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man auch als nichtreligiöser Mensch in der Menschenwürde und Nächstenliebe einen hohen Wert sehen. Was wären hier die Konsequenzen beim Verstoß dagegen?
    Ich würde mal sagen, grundsätzlich Ausstoß aus der menschlichen Gemeinschaft. Zumindest aus dem Teil der Gemeinschaft, der diese Werte hochhält. Aber das muss natürlich nicht immer sofort passieren, manchmal nicht mal zu Lebzeiten (bei Diktatoren z.B.). Das ist dann ähnlich wenig greifbar wie die Trennung von Gott, die ja auch nicht sofort spürbar werden muss. Dieser Trennung muss man sich ja auch als Gläubiger erst mal schmerzlich bewusst sein, damit sie möglicherweise eine Umkehr bewirkt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es ist ja gut, dass es Hilfsmittel gibt, wenn man nicht weiter weiss und weiter kann. Besser beten und getröstet sein, als untröstlich sein und untröstlich bleiben.

    grüsse, barbara

    Ich hab jetzt einfach den letzten Beitrag dazu rausgegriffen - also bitte nicht persönlich nehmen.

    Aber es ist jetzt mehrfach sowas geschrieben worden und für mich stimmt da was mit dem Verständnis von Glauben und beten nicht, wenn man es nur tut, wenn es einem schlecht geht und man Hilfe braucht. Oder wenn man denkt, die Menschen wenden sich nur dann an Gott, wenn es ihnen mies geht.
    .

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  9. Inaktiver User

    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Wie drückt sich Menschenwürde und Nächstenliebe aus? Vielleicht im Umgang mit Minderheiten und Randgruppen. Wenn man in einer rassistisch-affinen Gesellschaft lebt, dann führt es kaum zu einem Ausschluss aus der Gesellschaft.

    Was ist nun wichtiger: dass man nicht rassistisch ist oder warum man nicht rassistisch ist.
    Anscheinend ist das warum? wichtiger, den Glaube als Motivation scheint unzureichend zu sein.

    Mir fehlt gerade auch auf, dass "Trennung von Gott" vielleicht doch keine so klare Konsequenz ist,

  10. Inaktiver User

    AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Natürlich kann man auch als nichtreligiöser Mensch in der Menschenwürde und Nächstenliebe einen hohen Wert sehen. Was wären hier die Konsequenzen beim Verstoß dagegen?
    Schlechtes Gewissen? Das sind doch nicht vollkommen rationale Entscheidungen, die man nach dem Lehrbuch trifft. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich hadere mit mir, wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas Unmoralisches getan habe. Das ist z.B. auch der Grund, weshalb ich fast kein Fleisch mehr esse - der innere Konflikt ist zu groß. Dazu muss ich nicht erst Hindu werden oder in irgendwelchen Büchern lesen, was andere von mir verlangen.

    Soviel ich weiß, sind nur Psychopathen gewissenlos, von daher finde ich so eine Frage seltsam.

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