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19.10.2012, 23:04Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
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19.10.2012, 23:32
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Finde ich auch daneben. Glaube ist Wahrheit, auch wenn sich um Glauben an eine (Wirtschafts-)Theorie handelt, auch der Glaube, es gebe keinen Gott.
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22.10.2012, 11:44Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Die Sendung zeichnete sich vor allem durch all das aus, was nicht gesagt worden ist.
So wurde z.B. nicht darauf hingewiesen, wie absurd es ist, eine Ganzkörperverschleierung zu tragen, weil sie angeblich "frei" mache, und auf Burka/Niqab auch dann nicht verzichten zu wollen, wenn das hieße, nach Einführung eines etwaigen Burkaverbots nicht mehr aus dem Haus gehen zu können oder sogar ins Gefängnis gehen zu müssen.
Für Salafisten gilt wohl: Gefängnis macht frei, und man war in der Sendung zu "kultiviert" dies anzusprechen.
Es wurde auch nicht hinterfragt, weshalb diese außerordentlich hübsche 30-jährige Frau Kuby ihren Glauben "ernst nimmt", d.h. Sexualität als der Ehe vorbehalten erklärt - und immer noch unverheiratet ist. Auch hier war man zu "kultiviert" um zu hinterfragen, was das für ein seltsamer Gottesbegriff ist, der eine solche Lebensform als "konsequent" feiert, selbst wenn das den Verzicht auf Lebensglück bedeutet.
Es wurde auch nicht gefragt, worauf sich die von Norbert Blüm beschworene christliche Nächstenliebe bezieht, wenn Priesterkinder offenbar mit dem Gegenteil von christlicher Nächstenliebe (oder väterlicher Liebe) aufwachsen müssen.
Offenbar reflektierst du dein Selbstbild nicht. Hätte ich von dir behauptet, dass du dich durchs Leben treiben lässt wie ein Stück Holz im Wasser und dass du den Weg des geringsten Widerstands gehst, dann hätte das wohl die Moderation zum Eingreifen veranlasst ("beleidigende Äußerung gelöscht"). Das sollte dir eigentlich zu denken geben.Ach was solls, ich lebe mit Gott und lasse mich durchs Leben treiben wie ein Stück Holz im Wasser
... und geh den Weg des Wassers, den, des geringsten Widerstandes.
Denn das Wasser kommt immer ans Ziel: In den Kreislauf des Lebens.
Solche Kalenderweisheiten bestehen aus salbungsvollen Sätzen, sind häufig banal, selten durchdacht und regelmäßig nervtötend. Sie bedienen sich aus dem Supermarkt der Spiritualitäten - z.B. aus dem Christentum, aus dem Buddhismus ("Kreislauf des Lebens") und manchmal aus Glückskeksen.
.Geändert von Inaktiver User (22.10.2012 um 18:26 Uhr)
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22.10.2012, 12:02Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Elektrische Girlanden sind ein Zugeständnis an Bequemlichkeit und Feuerschutz, und nicht eine Neuinterpretation von Religion.

Übrigens sind Weihnachtsbäume weder im AT noch im NT erwähnt (auch nicht bunte Ostereier, wenn wir schon dabei sind). Vielmehr handelt es sich bei Weihnachtsbäumen um eine Annektierung heidnischer Bräuche. Gleiches gilt für die Fruchtbarkeitssymbole im Frühling. Und auch das Datum des Weihnachtsfests um die Wintersonnwende dürfte nicht wirklich zufällig sein.
Diese Bräuche haben mit dem Christentum absolut nichts zu tun, und doch heißt es beharrlich: "Weihnachtsbäume und Ostereier gehören zum Christentum".
Das ist genauso wie: "Verschleierung und Genitalbeschneidung gehören zum Islam."
Das steht nirgendwo im Koran. Traditionen (Verschleierung persischer Hofdamen; ägyptische Genitalbeschneidung) wurden einfach in die neue Religion eingegliedert, so wie der heilige Baum und die Fruchtbarkeitssymbole animistischer Religionen in das Christentum eingegliedert wurden.Geändert von Inaktiver User (22.10.2012 um 14:45 Uhr)
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22.10.2012, 16:32
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
genau, sag ich ja: Religionen sind lebendig, interpretieren ihre wichtigen Sätze immer wieder neu, entwickeln ihre Bildsprache, ihre Musik, ihre Bräuche immer wieder neu und anders...
es ist nichts dagegen einzuwenden, sich bei anderen Traditionen zu inspirieren.
Sie gehören in der Tat seit Jahrhunderten zur Praxis und Tradition des Christentums, auch wenn in der Bibel nichts von Weihnachtsbäumen und Osterhasen steht.Diese Bräuche haben mit dem Christentum absolut nichts zu tun, und doch heißt es beharrlich: "Weihnachtsbäume und Ostereier gehören zum Christentum".
Lebendigkeit heisst glücklicherweise auch, dass schreckliche Bräuche wieder abgeschafft werden können. Ich hoffe, dem Islam wird das auch noch gelingen.Das ist genauso wie: "Verschleierung und Genitalbeschneidung gehören zum Islam."
grüsse, barbara
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22.10.2012, 18:22
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Wer sagt, daß es Verzicht auf Lebensglück bedeuten muss ? Ich lebe zwar selber anders und denke nicht, daß Gott (oder die große Göttin
) etwas gegen Sex außerhalb der Ehe hat, ABER
... jetzt mal ganz ehrlich: diese Frau wirkte auf mich absolut glücklich, in sich ruhend und sehr authentisch.
Auf Dich nicht ?
.
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22.10.2012, 18:32Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Wenn man glaubt, dass eheliche Beziehung und Kinder Lebensglück bedeuten, dann ist das offensichtlich ein Verzicht auf Lebensglück.
Wirken religiöse Fundamentalisten nicht fast immer irgendwie "in sich ruhend und sehr authentisch"? All diese Mormonen, Zeugen Jehovas und in der Fußgängerzone Jesus-Lieder singende Menschen machen keinen unglücklichen Eindruck.... jetzt mal ganz ehrlich: diese Frau wirkte auf mich absolut glücklich, in sich ruhend und sehr authentisch.
Auf Dich nicht ?
Auch diese Frau wirkte auf mich nicht unglücklich. Sehr glatte Oberfläche, wie es darunter aussieht, weiß man nicht.
Es wird jedenfalls seine Gründe haben, dass sie immer noch allein ist. Ich bin ziemlich sicher, dass sie mit ihrem religiösen Fundamentalismus selbst religiös orientierte Männer verschreckt. Und da muss man sich schon fragen, wie lebbar, wie wirklichkeitsorientiert eine so verstandene Religion eigentlich ist.
.Geändert von Inaktiver User (22.10.2012 um 18:41 Uhr)
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22.10.2012, 18:37
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Aber sie schliesst das doch nicht für sich aus, sondern möchte eben mit dem Sex warten, bis sie verheiratet ist.
Wirken religiöse Fundamentalisten nicht fast immer irgendwie "in sich ruhend und sehr authentisch"?
Nein, empfinde ich nicht grundsätzlich so.
Ich fand auch, daß sie eine sehr positive, freundliche Ausstrahlung hat. Und das geht vielen Fundamentalisten imho ab.
Für sie ist es anscheinend gut lebbar. Ob es jetzt schwieriger ist, einen Lebenspartner zu finden in der heutigen Zeit - ja, kann sein. Aber ist ja nun ihr LebenAber es wird seine Gründe haben, dass sie immer noch allein ist. Ich bin ziemlich sicher, dass sie mit ihrem religiösen Fundamentalismus auch religiös orientierte Männer verschreckt. Und da muss man sich schon fragen, wie lebbar, wie wirklichkeitsorientiert ihre Relgion eigentlich ist?
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22.10.2012, 19:01Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Sie ist über 30 Jahre alt. Was glaubst du wohl, wie viele Männer an einer überreifen Jungfrau Interesse haben, die vom Partner Ausdauer in Keuschheit erwartet? Eine Frau, die vor Eheschließung nicht wissen will, ob sie überhaupt miteinander harmonieren? Für die Sexualität zum Kinderkriegen dient, alles andere wäre "Sünde"?
Sie ist Fundamentalistin.
Nein, empfinde ich nicht grundsätzlich so.
Ich fand auch, daß sie eine sehr positive, freundliche Ausstrahlung hat. Und das geht vielen Fundamentalisten imho ab.
Hast du mal einen unglücklich wirkenden Mormonen oder Hare-Krishna-Jünger gesehen? einen unglücklich wirkenden Sanyassin? All diese Leute und jene, die in Fußgängerzonen Jesus-Lieder singen, haben eine betont "positive, freundliche Ausstrahlung", auf die ich aber rein gar nichts gebe. Es gehört zur Fassade und soll vermitteln, wie toll der jeweilige Glaube sei.
Sieht man sich aber ihre Lebenswirklichkeit an, dann ahnt man, dass das nicht stimmen kann.
.Geändert von Inaktiver User (22.10.2012 um 19:06 Uhr)
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23.10.2012, 09:25
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
nein, die wirken auf den ersten Blick aalglatt und auf den zweiten Blick in der Regel verkrampft und ängstlich, bloss das Richtige zu tun. Sie glauben, dass man sich den Himmel kaufen kann durch braves Verhalten.
Aber Fundamentalisten machen ja nur einen kleinen Bruchteil der Religiösen aus, wenn auch einen lauten und auffälligen Bruchteil.
grüsse, barbara




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