Religion braucht man nicht so sehr wie man Glauben an einen liebenden Gott braucht. Religion hat zu vielem geführt, was Menschen geschadet hat. Wohingegen Glaube an die Liebe Gottes wie es z.B. im Vers "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." 1. Johannes 4,16b heißt oder" Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen!" 1.Korinther 13,13 dazu führt, dass in Liebe gehandelt wird. Und als Jesus gefragt wird, welches das höchste Gebot sei, da wird es nämlich noch einmal ganz deutlich, antwortet er: „Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“Mk12,29
@Skrabador, Fehler machen wir alle, Fehler haben wir alle; dennoch kann dies kein Argument sein, alles zu vergeben und zu vergessen. Damit spiele ich auf die Verbrechen an, die z.B. in Nazi-Regimen begangen wurden, aber Täter später wieder in führenden Rollen agierten. In diesen Fällen finde ich das Argument, wir machen alle Fehler höhnisch.
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14.10.2012, 14:21Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Geändert von Inaktiver User (14.10.2012 um 14:34 Uhr)
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14.10.2012, 14:33Inaktiver User
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14.10.2012, 14:50
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Was ist "das Böse"? WO ist es? Was ist böse?
Ohne den Menschen, der Böses erkennt, gäbe es nichts Böses.
Böses gibt es erst ab dem Moment, wo ein Mensch Böses tut.
Obwohl... Erst gestern erlebte ich einen Streit (als Zuhörer), wo zwei Menschen sich einig waren. Beide meinten dasselbe, aber sie erkannten es nicht. Es half auch nichts, ihnen das zu sagen. Sie konnten nicht zusammenkommen, und trennten sich im Streit.
Niemand tat etwas Böses; Niemand sagte etwas Böses. Und trotzdem entstand Hass.
Da hätte man schon meinen können, das Böse hatte seine Finger im Spiel.Geändert von Skrabador (14.10.2012 um 14:58 Uhr) Grund: Obwohl...
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14.10.2012, 15:00Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
@ Barbara - Gott hat weder die Nazi-Ideologie noch die Ideologien anderer Verbrecher erschaffen.
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14.10.2012, 15:30
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Diese Fälle hatte ich auch gar nicht angesprochen.
Aber gut, dass DU sie ansprichst.
Als ich schrieb, "Fehler machen wir alle", bezog ich das eigentlich darauf, dass die frühen Christen dieselben Fehler an "Un-" oder Andersgläubigen begangen haben, wie es heute noch Religionen tun oder beabsichtigen. Ich möchte keine Namen nennen.
Aber, wo Du schon auf die Verbrechen von Nazi-Regimen ansprichst - blickt man in der Geschichte weit genug zurück und schaut man sich das ganze Weltgeschehen an, so findet man in jeder Epoche und in nahezu jedem Kontinent solche Ereignisse von Genoziden. Mal waren sie politisch motiviert, mal religiös, mal die Religiosität nur als Vorwand. Das Ergebnis ist immer das gleiche: ...
Niemand hat einen Grund, den ersten Stein zu werfen.
Alle haben wir einen Grund, zu verzeihen. Niemand wird gezwungen (kann gezwungen werden), zu verzeihen.
Da ist es wie mit dem Glauben oder wie mit der Liebe: Auch das Verzeihen kann nur aus Einsicht (dass es für alle das Beste ist) und freiwillig geschehen, und nur, wenn es von Herzen kommt.
Wo gibt es die treffendsten Argumente, zu Verzeihen?
Da wo die größten Fehler begangen wurden. Da, wo man einsehen muss, dass ein Fortbestehen des Nicht-Verzeihens zu nur noch mehr Leid führen würde.
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14.10.2012, 16:02
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
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14.10.2012, 16:08Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
@Skrabador: du verwischst hier. Ich bin keinesfalls der Meinung, dass man die Dinge nicht beim Namen nennen sollte. Das hat gar nichts damit zu tun, den ersten Stein zu werfen, das hat etwas mit Recht und Unrecht zu tun, und das sollte man deutlich benennen. Auch Jesus hat das getan.
Außerdem wäre jegliche Rechtssprechung hinfällig, wenn wir nicht anklagen dürften. Und jedes Opfer wäre dem Verbrechen preisgegeben, wenn es nicht sagen dürfte, was ihm geschehen ist. So pauschal, wie du es hier tust, kann man mit der Aufforderung zur Vergebung nicht umgehen. Das ist viel differenzierter zu diskutieren und zu betrachten. Da wo Völkermorde geschehen, kann man z.B. nicht sagen, ein Nicht-Verzeihen würde zu noch mehr Leid führen. Das kann man vielleicht sagen, wenn du mir auf die Füße trittst und ich würde daraufhin einen Streit entfachen, aber das ist überhaupt nicht vergleichbar.
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14.10.2012, 16:15Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
@Barbara - Gott hat uns einen freien Willen geschenkt. Wir sind es, die entscheiden, ob wir dem Bösen (Nazi-Ideologie beispielsweise) nachjagen oder etwas Gutes tun. Warum er nicht eingreift, das wissen wir nicht. Er hat allerdings eingegriffen, indem er uns Jesus gesandt hat, der uns Gott gezeigt hat. Er hat uns die Gebote gegeben in denen wir lesen können, dass wir z.B. nicht töten sollen oder einem anderen etwas neiden sollen, das z.B. kann nämlich zu kriminellen Handlungen führen.Aber er hat das Böse nicht erschaffen, es ist in der Welt, aber wir können entscheiden.
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14.10.2012, 16:47
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Wie weit hat dich dein Denken gebracht? Offenbar noch nicht bis zur Einsicht, dass man den Sinn des Lebens im Leben selbst sehen und sich damit zufrieden geben kann und deswegen trotzdem nicht gedankenlos in den Tag lebt. Offenbar gibt es ein Leben vor dem Tod, darauf konzentriere ich mich (! ich schreibe nicht nur von meinem Leben).
logisch!
hat wohl schon jeder erfahren
in diesem Fall interessiert es mich nicht mehr
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14.10.2012, 17:12Inaktiver User
AW: Wie viel Religion braucht man zum Leben?
Was willst du mit der Frage?
Braucht man wirklich eine Religion, um zu erkennen, was böse ist? Ich meine: nein.
Im Gegenteil - manchmal ist böse, was im Namen von Religion getan wird.
Wenn also ein US-Südstaatler oder ein südindischer Geldverleiher nicht "erkennt", dass es irgendwie "böse" ist Menschen zu versklaven, dann ist Sklaverei nicht böse?Ohne den Menschen, der Böses erkennt, gäbe es nichts Böses.
Wenn jemand nicht erkennt, dass es böse ist, Mädchen die Finger abzuhacken, weil die Fingernägel lackiert sind - ist das dann nicht böse?
Die Liste ließe sich nach Belieben fortsetzen.
Ja, was denn nun? Ist die Frage nach dem Bösen vom Tun abhängig, oder von der Erkenntnis?Böses gibt es erst ab dem Moment, wo ein Mensch Böses tut.
Und was willst du mit diesem Satz eigentlich konkret ausdrücken?


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