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15.08.2012, 11:12
AW: Diskussionsstrang zu den Zitaten einiger Christen
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15.08.2012, 11:14
AW: Diskussionsstrang zu den Zitaten einiger Christen
Hier mal ein Versuch - mein Versuch:
Wo sitzt Gott? Und wozu gibt es ihn?
Überall im kleinsten Atom. Jedenfalls nicht als rauschebärtiger Patriarch auf einer Wolke im Himmel. Er ist ein schöpferisches Prinzip, aber gleichzeitig auch Person, zu der ich in Beziehung treten kann, von der ich gesehen und erkannt bin. Wozu es ihn gibt, weiß ich nicht, aber ohne ihn gäbe es mich auch nicht, so glaube ich.
Jesus als Gottes Sohn? Unbefleckte Empfängnis?
Jesus als Gottes Sohn sehe ich als magische Zeugung eines Halbgotts durch Gott und Maria. Die unbefleckte Empfängnis bezieht sich im übrigen nicht auf Jesus, wie viele glauben, sondern darauf, dass Maria frei von Erbsünde empfangen wurde. Was das genau heißt, darüber könnte man ganze Bücher schreiben, ist mir für meinen Glauben aber nicht so wichtig. Kann ich so akzeptieren, brauch ich aber nicht unbedingt für mich. Für mich heißt Gottessohnschaft, dass Jesus in einer einzigartigen Weise von Gott ergriffen war. Ich glaube, es war Rahner, der von der absoluten Selbstmitteilung Gottes schrieb. In Jesus hat Gott den Menschen sich zu erkennen gegeben. Und ich glaube ihm, dass er in einzigartiger Weise etwas von Gott erfahren und erspürt hat, dass er unbedingt weitergeben musste, bis er mit seinem Leben dafür bezahlte. Er lebte aus einer einzigsartigen Verbundenheit mit Gott, Gottesunmittelbarkeit heraus. Warum gerade er, warum danach und davor anscheinend niemand mehr, das gehört für mich zum Geheimnis Gottes. Es reicht, dass es den einen gegeben hat.
"Ihr kommt nur zum Vater denn durch mich"
Heißt für mich nicht, dass es nur einen einzigen richtigen Weg zum universellen Gott gibt, sondern dass der Weg zu Gott, wie Jesus ihn verkündet hat, nur über ihn führen kann, was mir auch logisch erscheint. Ich denke, es gibt noch andere Weg zu Gott, sonst müsste jeder Buddhist, Muslim, Jude etc. ja spätestens nach dem Tod einsehen, dass er geirrt hat. Das glaube ich nicht. Aber wenn ich Gott so erfahren will, wie Jesus ihn erfahren hat, dann muss ich ihm nachfolgen.
Gott liebe alle? Kaum oder?
Warum nicht? Ich glaube, dass Gott jeden Menschen liebt, dass er zu jedem einzelnen eine Beziehung haben möchte, dass er zugleich aber die menschliche Freiheit, sich gegen ihn zu entscheiden, extrem achtet. Das ändert nichts an seiner Liebe. Die ist in meinen Augen einfach sein Wesen. Ich glaube aber auch, dass diese Liebe nicht immer vordergründig erkennbar ist dadurch, dass er jeden Menschen vor allem Leid bewahrt, sondern dass sie ein Grundprinzip hinter allem ist. Das Leid ist in dem Sinn quasi vordergründig und begrenzt, die Liebe fundamental und grenzenlos. Und wenn ich mich auf diese Liebe einlasse, ihr vertraue, dann kann ich auch hinter das Leid sehen und sie dort wahrnehmen.
Keine Ahnung, ob das nachvollziehbar ist.
Gruß,
Malina
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15.08.2012, 11:15
AW: Diskussionsstrang zu den Zitaten einiger Christen
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15.08.2012, 11:18Inaktiver User
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15.08.2012, 11:21Inaktiver User
AW: Diskussionsstrang zu den Zitaten einiger Christen
Malina das ist ja genau mein Problem - magische Zeugung, Halbgott? Damit genau kann ich nicht.
Du personalisiert Gott - und genau das geht für mich nicht. Ich kann ihn mir nicht vorstellen als etwas Greifbares.
Aber ich bin sicher, es gibt ein Leben nach dem Tod - nur nicht im Himmel oder an der Seite Gottes - so nicht.
Aber du kannst und das ist ja wichtig.
Was Bea geschrieben hat trifft es für mich auf den Punkt und kommt meinen Ideen von diesem ganzen geglaube oder nichtgeglaube ganz nah.
Und auf diese Weise - und geahnt hab ich das ja schon immer - bin ich doch "gläubiger" als ich selbst dachte. Für mich ist das nur völlig getrennt von der Kirche.
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15.08.2012, 11:23Inaktiver User
AW: Diskussionsstrang zu den Zitaten einiger Christen
Nein so in dieser Absolutheit auch nicht.
Ich bin halt nur sehr vorsichtig mit Menschen, die sich die Frömmigkeit auf die Stirn tätowiert haben und das wie ein Mantra vor sich hertragen. Diese sind meist die schlimmsten Intriganten, Mobber und gewaltbereitschaftesten.
Diejenigen, die ihren Glauben leben, die müssen ihr Ego damit nicht aufpolieren und ihre Schattenseiten verdrängen, wie toll sie sind. Die bekehren auch nicht sondern wissen um die Dinge.
Das gilt nach meinen Erfahrungen für jede Gruppierung, nicht nur für Christen.
Das hat schlicht mit den menschlichen Veranlagungen zu tun, in jedem von uns steckt ein Mörder beispielsweise, nur die Frage ist wird diese Anlage aktiviert oder nicht.
Eine Stadt ist mit einem Dorf nicht vergleichbar, selbst die Dörfer untereinander pflegen eine Rivalität, normalerweise eine gesunde, es gibt aber auch Ausnahmen.Es hat ja viel mit den eigenen Erfahrungen zu tun, zum Glück habe ich ganz persönlich solche negativen Erfahrungen nicht gemacht, komme aber auch aus einer Stadt, die zwar stark christlich ist, aber eben doch vielleicht was anderes als ein Dorf.
Die Männer gehen Sonntags nur deswegen in die Kirche weil sie hinterher dann in den Frühschoppen gehen dürfen, beispielsweise.
Jeder Mensch bescheisst sich selbst, redet sich Dinge schön um vor anderen besser dazustehen um dazuzugehören etc. nur ist es ein Unterschied ob ich das weiss und mir meiner Schwächen bewusst bin und anderen damit nicht auf die Pelle rücke oder ob ich mich hinter einem christlichen Wertekanon verstecke, meine ich wäre ja was besseres wie die anderen, und denen das auch ständig vorhalte wie lotterhaft ihr Leben doch wäre.
Da wird dann auch gern das mit dem Balken und dem Splitter gern vernachlässigt wenns um andere geht, für sich wird das Bibelzitat aber grosszügig angewandt.
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15.08.2012, 11:24Inaktiver User
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15.08.2012, 11:25
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15.08.2012, 11:42Inaktiver User
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15.08.2012, 11:46





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, da wärs schnell vorbei mit der christlichen Nächstenliebe...
