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Ergebnis 31 bis 40 von 105
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14.08.2012, 09:04
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
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14.08.2012, 09:37
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Adolf Hitler war überzeugter Vegetarier.
Lässt das generelle Aussagen über Menschen mit dieser Essgewohnheit zu?Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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14.08.2012, 10:08Inaktiver User
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Naja, Vegetarier berufen sich ja nicht auf Hitler, Evangelen auf Luther aber schon, oder nicht? Es gibt doch sogar eine evangelisch-lutherische Kirche. Und die Katholiken auf ihre Päpste, oder nicht? Wenn es nicht so ist, wäre das sowieso was anderes.
Ich finde trotzdem, daß die Zitate hier natürlich keine generellen Aussagen über die Gläubigen herleiten lassen. Für die Gläubigen aber dürfte es schon von Interesse sein, was ihre Gründungsväter (kann man Luther so nennen?) so gesagt haben.Geändert von Inaktiver User (14.08.2012 um 10:26 Uhr)
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14.08.2012, 10:27
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Luther ist für evangelische Christen kein Heiliger. Gültig für sie sind seine Übersetzungen und sein Katechismus.
Seine politische Einstellung während der Bauernkriege ist nicht Gegenstand protestantischen Glaubens.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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14.08.2012, 10:41Inaktiver User
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Sicher gut zu wissen für die Gläubigen. Opelius, weißt Du zufällig auch, warum es evangelisch-lutherische Kirche heißt? Warum hat man denn dann den Namen mitreingenommen?
Was mich auch wundert, wurden in der Nazizeit nicht zumindest zeitweilig auch Pfarrer verfolgt? Warum äußerten sich denn dann Päpste wie zitiert? Das paßt doch überhaupt nicht zusammen. Oder es sagt eben aus, daß die Führungsebene mit der Basis nicht übereinstimmte. Wie Du auch sagst, daß die Gläubigen sich nicht auf Luther als Person bzw. politische Person berufen. Kannst Du das vielleicht aufklären, Opelius?
@nur_so
Kai77 hat deutlich gesagt, er will entlarven. Warum kommt dann trotzdem diese Unterstellung von Dir?
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14.08.2012, 10:49
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Ich denke mal die meisten evangelischen kennen die meisten Aussagen Luthers.
Ja klar, er ist in gewisser Weise der "Gründungsvater" der Evangelischen Kirchen, allerdings nicht alleine. er gab den Anstoß und übersetzte die Bibel.
Ich weiß nicht wie andere evangelische ihn sehen, aber dafür danke ich ihm. Auch dafür das es die Evangelischen Kirchen heute gibt.
Einige seiner Ansichten, wie in den Zitaten, hingegen sind nun wirklich nichts auf das sich moderne evangelische Christen berufen. Zum einen weil es der evangelischen Kirche an Kirchenfürsten, wie z.B. einem Papst fehlt und immer gefehlt hat und weil man deswegen auch keine seiner Worte als Kirchenlehre sieht.
Auch ein Aspekt, Luther lebte vor 500 Jahren. Zu dieser Zeit waren seine Worte nicht nur Salonfähig, sondern auch allgemeine Meinung. Das macht sie nicht besser, aber man muß sie im Kontext der Zeit sehen.
Mit solchen Worten heute gesprochen, wäre er ein sehr einsamer Mann, der Probleme mit dem Staatsanwalt hätte.
Und zwar mit Recht.
Wie gesagt, es liegen ca. 500 Jahre dazwischen und es sind keine Glaubensregeln für Christen der Evangelischen Kirchen (Lutheraner, Reformierte oder Unierte).
Seine Achtung innerhalb der EKD beruht ausschließlich auf sein kirchliches handeln. Sprich, übersetzen der Bibel, wenn man so will Gründung einer neuen Kirche, bzw. Kirchen die sich aus seinem handeln entwickelten.
Für die damalige Zeit war sein handeln mutig und revolutionär. Er widersetze sich erfolgreich dem Papst und man kann schon sagen das es ihm gelang, mit Hilfe der Fürsten die evangelisch wurden, die Macht der römischen Kirche deutlich zu brechen, einzuschränken und in einigen Gebieten sogar vollständig verschwinden zu lassen.
Schon damals waren die reformierten Gemeinden ähnlich aufgebaut und strukturiert wie heute. Sehr demokratisch, mit Unterschieden zwar in den einzelnen Gliedkirchen, aber im Grundsatz war es so und ist es bis heute. Von unten nach oben, ohne Oberhaupt und ohne straffe Hirachien und ohne Heilige. Natürlich, auch das muß man sagen, auch immer in dem Rahmen der durch die weltliche Herrschaft gesteckt wurde.
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14.08.2012, 10:59
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14.08.2012, 11:01
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
nicht ganz leicht zu beantworten, aber es gibt im prostestantischen Glauben zwei wichtige Richtungen: die reformierte und die lutherische. Der Unterschied besteht im wesentlichen in der Interpretation des Abendmahls: für reformierte ist das Abendmahl das Gedenken an den Leidenstod Christi, für Lutherische ist Brot und Wein (ähnlich wie im katholischen Glauben) der Leib und das Blut Christi.
Ja, im Krieg gab es eine Verfolgung von Pfarrern. Der nationalsozialischte Reichsbischof (Reibi) Ludwig Müller versuchte die evangelische Kirche zu den Deutschen Christen umzumodeln. Die Bekennende Kirche bekämpfte diese Entwicklung. Bekannte Mitglieder waren:
Friedrich Weißler (1891–1937)
Paul Schneider (1897–1939)
Martin Gauger (1905–1941)
Ernst Berendt (1878–1942)
Paul Richter (1894–1942)
Friedrich Müller (1889–1942)
Werner Sylten (1893–1942)
Erich Sack (1887–1943)
Ernst Kasenzer (1891–1943)
Hildegard Jacoby (1903–1944)
Ludwig Steil (1900–1945)
Hans Buttersack (1880–1945)
Georg Maus (1888–1945)
Dietrich Bonhoeffer (1906–1945)
Ewald Dittmann (1877–1945)
Friedrich Justus Perels (1910–1945)
Hans Koch (1893–1945)
Die meisten starben, wie man an den Todesjahren ablesen kann, im KZ.
Im KZ Dachau gab es eine Pfarrerbaracke. Dort starben Hunderte ev. und kath. Pfarrer.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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14.08.2012, 11:20
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Ich bin zwar nicht Opelius.
Johannes Eck verwendete diese Bezeichnung erstmals um sich in erster Linie von der Reformierten und der Unierten Kirche zu unterscheiden. Er wählte diese Bezeichnung auch weil zuvor die Katholiken die Mitglieder dieser neuen Kirche als Lutheraner, in der Absicht der Herabwürdigung, beschimpften.
Und wie ich auch schon weiter oben schrieb, Luther war zu seiner Zeit mit seinen Aussagen durchaus im Zeitgeist. es gab also keinen Grund sich von ihm damals zu distanzieren.
Und da, wie schon mehrfach geschrieben, Luther nur eine Person war die einer neue Kirche in gewisser Weise das Fundament legte, gibt es auch heute keinen Grund für diese Gliedkirche das zu ändern.
Wie ich schon schrieb, war es seine Privatmeinung, die in der heutigen Zeit nicht mehr akzeptiert würde, aber man kann nicht den Zeitgeist von vor 500 Jahren mit heutigen Maßstäben messen.
Der Vorwurf der Luther trifft, trifft auf jeden bekannten Menschen der damaligen Zeit zu.
Und wichtiger, die Evangelischen Kirchen haben kein Oberhaupt im klassischen Sinne, wie z.B. einen Papst und was ein Mitglied des evang. Klerus äussert gilt nicht als Glaubensgrundsatz und ist eine Privatmeinung, die ggf. je nach Zeit, auch juristische Probleme nach sich ziehen kann.
Noch etwas, nicht jeder Evangelische Christ ist Lutheraner. Die Ek im Rheinland z.B. ist die Evangelisch-Unierte Kirche. Woanders ist es die Evangelisch-Reformierte.
Alle drei arbeiten in der EKD zusammen, unterscheiden sich abe teilweise deutlich in lithurgischen Fragen. Aber das ist nun wirklich zu umfangreich. Kannst du aber auf der Seite der EKD selbst nachlesen.
Ja, es wurden Geistliche aller Kirchen verfolgt. Und andere arrangierten sich super mit dem Naziregime.Was mich auch wundert, wurden in der Nazizeit nicht zumindest zeitweilig auch Pfarrer verfolgt? Warum äußerten sich denn dann Päpste wie zitiert? Das paßt doch überhaupt nicht zusammen. Oder es sagt eben aus, daß die Führungsebene mit der Basis nicht übereinstimmte.
Es gab bei der RK Bischöfe und Priester die mutig für die Juden und gegen das Regime eintraten und das z.T. mit ihrem Leben bezahlten. Der Papst hingegen bewunderte Hitler. Ähnlich wie es ja auch mit einigen Geistlichen in Südamerika später auch war.
Ich will das nicht hier beurteilen, auch wenn ich eine klare Meinung dazu habe. Aber das ist eine andere Sache.
Die Rolle der Evangelischen im Dritten Reich war auch nicht durchgängig heroisch. Es gab auch hier sehr viele Mitläufer und Mitmacher. Es gab sogar den Versuch aus den Evangelischen Kirchen im Reich eine Staatskirche zu machen. An der Spitze der Reibi ( Reichsbischoff ) Müller.
Auf der anderen Seite gab es aber auch eine starke Gegenbewegung, die Bekennende Kirche die sich in Wuppertal-Barmen formierte.
Sehr viele Pfarrer und Gläubige schlossen sich mehr oder weniger offen, je nach Mut, an. Viele bezahlten auch das mit ihrem Leben.
Es ist wie immer Leben. Einige leisten Widerstand und andere gehen den anderen Weg.
In der Zeit, wie zu allen Zeiten, gab es in allen Gesellschaftsbereichen Menschen die zu Tätern, mindestens zu Mittätern wurden und welche die anständig blieben.
Und das gilt und galt auch für Christen beider Konfessionen.
Warum sollten sie denn ? Er hat keine Kirchenregeln und keine Glaubensgrundsätze aufgestellt.Wie Du auch sagst, daß die Gläubigen sich nicht auf Luther als Person bzw. politische Person berufen.
Diesbezüglich gibt es nichts auf das man sich berufen könnte oder sollte.
Ich z.B. bin froh das es ihn gab, das er sich gegen Rom stellte. Aber als Mensch der Neuzeit kann ich seine Meinungen, wie sie Kai hier zitiert, nicht teilen. Und das schöne, ich muß es auch nicht. Aber ich gestehe ihm zu in einer anderen Zeit gelebt zu haben und ich weiß nicht wieviele von uns damals das gleiche gesagt hätten.
Man ist auch immer Kind seiner Zeit.
Übrigens, es gibt auch andere und schöne Zitate von ihm. Wie z.B. meine Signatur.
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14.08.2012, 11:31Inaktiver User
AW: Zitate von "wahren" Christen, die zu denken geben
Nun ja - DAS ist ja auch heute noch die Ausrede für alle Glaubenskriege....ist doch prima wenn wir gar nicht selbst schuld an all dem Leid sind....
Ja und was die Juden angeht - die hatten schon immer die Pappnase auf. War nicht Jesus auch Jude?
Was Hitler so im Laufe seiner Zeit von sich gegeben hat sollte man hier wohl eher nicht diskutieren. Hitler liebte auch Tiere, besonders seine Schäferhündin - den Genuzid der Juden hat er dennoch befohlen....



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