Heute Morgen, während ich aufwachte, kam mir folgender Gedanke:
Mutter Erde. Jeder kennt diesen Begriff.
Wenn die Erde unsere Mutter ist, wer ist dann unser Vater?
Wie kann das sein?
Hat nicht Mutter Maria vom Heiligen Geist empfangen, und sie gebar einen Menschensohn?
Woher kommen wir Menschen denn:
Aus der Erde. Also ist der Gedanke, dass die Erde unsere Mutter ist, gar nicht so abwegig,
und muss gar keine Metapher sein; es kann als Tatsache angesehen werden.
Und wo es eine Mutter gibt, gibt es auch einen Vater.
Wir sollen Vater und Mutter ehren, heißt es.
Wenn die Erde unsere Mutter ist, und Gott unser Vater,
dann hat jeder Mensch Vater und Mutter, die ihn aus Liebe gezeugt haben.
(Eine gute Freundin schenkte mir vor gut zwei Jahren eine wunderschöne CD. Diese CD ist eine Kopie. Meine Freundin konnte mir nicht sagen, wie sie heißt. Erst vor wenigen Tagen fand ich durch Zufall heraus, wie sie heißt: "Earth Mama - Labor Companion", heißt sie. Da ich aber keine Seite im Internet finde, wo man probeweise in diese CD hineinhören kann, bin ich nicht 100%ig sicher, ob es diese CD ist. Meine beginnt mit den Worten: "Und wieder einmal nimmst Du Dir etwas Zeit für Dich; Zeit, um Dich auf die Reise zu begeben, eine Reise nach innen, zu Dir selbst...")
Die Erde, mit ihrer schützenden Hülle ringsum; irgendwie erinnert sie mich an eine befruchtete heranwachsende Eizelle. Wenn man einen Moosteppich streichelt, könnte man meinen, die Erde hat ein Fell.
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: Mutter Erde
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11.08.2012, 13:27
Mutter Erde
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11.08.2012, 14:30
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12.08.2012, 01:20
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12.08.2012, 09:52
AW: Mutter Erde
Streuner, da kann ich dir den Pachamama-Kult der Aymara und Quetschua anempfehlen. Im Verlaufe der Eroberung Südamerikas ging dieser eine Verbindung mit der katholischen Marienverehrung ein.
Die Pachamama wird heute noch in vielen Gegenden Perus, Boliviens, Kolumbiens und Ecuadors, aber auch teilweise noch im Nordwesten von Argentinien und im Norden von Chile von der indigenen Bevölkerung verehrt. Für weite Teile der indigenen Bevölkerung vermischt sich die Gestalt der Pachamama mit der Gestalt der Mutter Gottes Maria. Es verbinden sich so „heidnische“ und christliche Vorstellungen (Synkretismus). (Quelle s.o.)
Das ist doch praktisch. So hast du das Christentum gleich mit drin.
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12.08.2012, 13:54Inaktiver User
AW: Mutter Erde
Echt? Habe ich noch nie gehört, wo hast Du das gehört, gelesen?
Jedenfalls ist der Staat zum Schutz, zur Ordnung, Versorgung etc. der Bürger gedacht. Das ist seine eigentlich zugedachte Rolle, natürlich gibt's gute und schlechte Väter. Wie bei Vätern an sich auch.
G*tt schützt ja nicht, er erlöst. Irgendwann, vielleicht. Ein Vater, der seine Kinder "erlöst", hm. Also ich kann das nicht als Erfüllen der Vaterrolle, wie ich sie sehe, erkennen. Da hat tatsächlich eher der Staat diese Rolle inne.
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12.08.2012, 13:58
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12.08.2012, 14:01
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12.08.2012, 14:36Inaktiver User
AW: Mutter Erde
Was ich an einem Staat als Vater auch besser finde, man kann ihn kritisieren. Und je besser er bereits ist, desto eher wird er reflektieren und sich sogar ändern. Der Staat ist natürlich ein selbstgemachtes Gebilde, ein Kunst-Vater sozusagen. Einen rein autoritären, bestimmenden Vater, der sich nicht ändern und auch nicht bessern kann (oder läßt), also einen Willkürherrscher, braucht kein Mensch meiner Meinung nach. Eine bodenbereitende Mutter, auf der alles, auch der Mensch, gedeihen kann, allerdings schon, ohne sie geht es nicht.
Da sind wir eben unterschiedlicher Ansicht, Streuner.
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12.08.2012, 14:51
AW: Mutter Erde
streuner, diese frage ist generell nicht möglich, weil sie immer an der realität vorbeigeht!
sie setzt eine neutrale instanz voraus, die über allem steht und "richtig" oder "falsch" an einer skala einordnet. diese instanz gibt es nicht, diese skala auch nicht.
es gibt immer nur grade der angemessenheit. passt ein verhalten, eine reaktion, auf eine situation oder nicht? es gibt nur unterschiedlich große grade des angemessen-seins.
aber nicht "falsch" oder "richtig". so sehr du dir das auch wünschen magst.
und zu erspüren, wie angemessen ein verhalten ist, setzt das wissen um situationen voraus, die fähigkeit, sie einzuordnen in das gesamtgefüge der eigenen erfahrung und der welt an sich. darum kommst du einfach nicht herum, darum kommt niemand herum.
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12.08.2012, 15:00
AW: Mutter Erde
vielleicht ist aber der Vater-Begriff, den die Christenheit vermittelt aber auch ein Trugbild. erinnere mich mal irgendwo gelesen zu haben, vor dem Zeitalter der jüdischen und später christlichen Religion eine Art Naturreligion vorherrschend war, in welcher der Vater-Begriff das Schöpferische darstellte, der Mutter-Begriff die Erde. das würde dann zu den Gedankengängen von Streuner passen


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