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    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Die meisten der christlichen Gebote sind nicht origiär christlich, sondern kommen in irgendeiner Form in jeder menschlichen Gemeinschaft vor, und zwar schon immer.
    In letzter Zeit habe ich einige Menschen kennengelernt, die leben nach christlichen Werten, und wissen es selber gar nicht.
    Als ich es ihnen sagte, freuten sie sich. Egal wie sich das anhört, es ist so.

    Weil wir einfach schon biologisch (auch) auf Kooperation angelegt sind.
    Wirklich?
    Seit wann?

  2. gesperrt

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    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Das ist doch die Grundfrage, oder eine DER Grundfragen der Menschheit überhaupt: Warum handeln Menschen nicht ganz einfach und simpel "gut", da sie doch "das Gute" instinktiv erkennen?
    Viele Menschen sind doch nicht mal in der Lage, sich selber Gutes zu tun oder zu unterlassen was ihnen schadet.
    Wie viele Dinge tut man alltäglich, die man nicht tun will, obwohl einen niemand dazu zwingt? Dinge, von denen man weiß, dass sie einem schaden.
    Wer oder was mag da wohl dahinter stecken, dass wir nicht immer Herr über unser Handeln sind?
    Biologen werden sagen, 'dafür sind irgendwelche Botenstoffe im Gehirn verantwortlich (z.B. Sucht)'.
    Aber warum hat die Evolution diese Botenstoffe, dieses Verhalten hervorgebracht?
    Egal, wer oder was es ist, es gibt Kräfte (aus der Natur oder woanders her), die manchmal Macht über unseren Willen haben. Sobald einem das aber einmal bewusst ist, kann man versuchen, dagegen anzugehen.
    Üben kann man das, indem man, wenn man sich in einer unangenehmen Situation befindet (z.B. Langeweile), nicht versucht, diese Situation zu ändern, sondern - sozusagen als Mutprobe - solange wie möglich versucht, diese Situation beizubehalten, genau zu beobachten, was Es mit mir macht, zu ertragen und vielleicht noch etwas Gutes daran zu sehen.

    So kann man lernen, sich selbst und das Negative in einem zu bezwingen.

  3. Inaktiver User

    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Viele Menschen sind doch nicht mal in der Lage, sich selber Gutes zu tun oder zu unterlassen was ihnen schadet.
    Wie viele Dinge tut man alltäglich, die man nicht tun will, obwohl einen niemand dazu zwingt? Dinge, von denen man weiß, dass sie einem schaden.
    Wer oder was mag da wohl dahinter stecken, dass wir nicht immer Herr über unser Handeln sind?
    Biologen werden sagen, 'dafür sind irgendwelche Botenstoffe im Gehirn verantwortlich (z.B. Sucht)'.
    Aber warum hat die Evolution diese Botenstoffe, dieses Verhalten hervorgebracht?
    Egal, wer oder was es ist, es gibt Kräfte (aus der Natur oder woanders her), die manchmal Macht über unseren Willen haben. Sobald einem das aber einmal bewusst ist, kann man versuchen, dagegen anzugehen.
    Das finde ich gut beobachtet, was Du da geschrieben hast.

    Üben kann man das, indem man, wenn man sich in einer unangenehmen Situation befindet (z.B. Langeweile), nicht versucht, diese Situation zu ändern, sondern - sozusagen als Mutprobe - solange wie möglich versucht, diese Situation beizubehalten, genau zu beobachten, was Es mit mir macht, zu ertragen und vielleicht noch etwas Gutes daran zu sehen.

    So kann man lernen, sich selbst und das Negative in einem zu bezwingen.
    Ginge es nicht leichter und unschädlicher durch Nachdenken, Einsicht, und dann Unterlassen bzw. Ändern?

  4. gesperrt

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    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ginge es nicht leichter und unschädlicher durch Nachdenken, Einsicht, und dann Unterlassen bzw. Ändern?

    Freilich ginge das auch.
    Es ginge nicht nur, bei manchen geht es sogar.
    Wenn es so einfach geht, umso besser.
    Aber manchmal tut man sich halt schwer, sich zu beherrschen.
    Und das kann man mit solchen (s.oben) Methoden üben, und sich dann allmählich steigern.

  5. Inaktiver User

    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Egal, wer oder was es ist, es gibt Kräfte (aus der Natur oder woanders her), die manchmal Macht über unseren Willen haben. Sobald einem das aber einmal bewusst ist, kann man versuchen, dagegen anzugehen.
    Üben kann man das, indem man, wenn man sich in einer unangenehmen Situation befindet (z.B. Langeweile), nicht versucht, diese Situation zu ändern, sondern - sozusagen als Mutprobe - solange wie möglich versucht, diese Situation beizubehalten, genau zu beobachten, was Es mit mir macht, zu ertragen und vielleicht noch etwas Gutes daran zu sehen.

    So kann man lernen, sich selbst und das Negative in einem zu bezwingen.
    Habe ich das jetzt richtig verstanden? Streuner, du meinst, es ist ein christlicher Wert unangenehme Dinge zu ertragen und das Gute darin zu sehen? Und dann sagst du noch, wenn man unangenehme situationen beibehält und beobachtet, was es mit einem macht, also ganz passiv und erduldend bleibt, dann bezwingt man damit das Negative?

    Nein, da hast du dich verrannt, kann ich nur antworten. Gott will, dass es uns gut geht. Er will nicht, dass wir uns ausliefern und still ertragen, wenn uns Schaden zugefügt wird. Wir sollen handeln, wir sind nicht berufen still auszuhalten, wo wir etwas ändern können. Durch Nichts-Tun wird das Negative nicht bezwungen, es wird ihm im Gegenteil mehr Macht zuteil. Ein christlicher Wert ist es das Gute dagegen zu setzen. Um in deinem Beispiel zu bleiben, wenn ich mich langweile und mich dabei schlecht fühle, könnte es passieren, dass ich in eine Depression hineinrutsche, also werde ich mir eine Aufgabe suchen und aktiv daran arbeiten, dass ich mich nicht mehr langweile und es mir wieder besser geht. Oder ein anderes Beispiel: wenn ich gemobbt werden würde, würde ich es keinesfalls still erdulden und mich dabei beobachten, wie es mir immer schlechter geht, sondern werde aktiv gegen das mobbing vorgehen, mir Hilfen suchen. Denn gleich zur Nächstenliebe hat Gott die Liebe zur eigenen Person gesetzt. Er sagt, dass ich meinen Nächsten lieben soll wie mich selbst. Würde ich Negatives erdulden und mir Schaden zufügen lassen, wäre es weder Gottes Wille noch ein christlicher Wert
    Geändert von Inaktiver User (28.07.2012 um 20:05 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Habe ich das jetzt richtig verstanden? Streuner, du meinst, es ist ein christlicher Wert unangenehme Dinge zu ertragen und das Gute darin zu sehen?
    (...)
    Nein, da hast du dich verrannt, kann ich nur antworten. Gott will, dass es uns gut geht.
    Nun, so steht es halt geschrieben, man soll ertragen, und zwar das Leiden. Mehr als das sogar. Da steht nicht, daß es einem gut gehen sollte.

    19 Denn das ist Gnade, wenn jemand vor Gott um des Gewissens willen das Übel erträgt und leidet das Unrecht.
    20 Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr um schlechter Taten willen geschlagen werdet und es geduldig ertragt? Aber wenn ihr um guter Taten willen leidet und es ertragt, das ist Gnade bei Gott.
    1. Petrusbrief
    Geändert von Inaktiver User (28.07.2012 um 21:15 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, so steht es halt geschrieben. Mehr als das sogar. Da steht nicht, daß es einem gut gehen sollte.
    Danke, Libenita
    Ich kannte diese Bibelstelle nicht.
    Umso mehr freut es mich, dass ich den richtigen Riecher hatte

    Ich bezeichne diesen christlichen Wert als 'Demut'.

    Übrigens hat man eben doch auch selber etwas davon: Weniger Stress. Man selber hat weniger Stress und auch seine Mitmenschen.
    Wenn man nicht bei jeder negativen Situation krampfhaft versucht, sie zu ändern, sondern ganz locker und lässig bleibt und erst mal abwartet, ob es wirklich so schlimm ist, diese Situation zu ertragen.
    Und ab dem Zeitpunkt, wo man meint, 'nun geht es aber wirklich nicht mehr', bleibt man extra standhaft...

    Zum Einen heißt es, "Wenn Dir Einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch die Linke hin."
    Zum Anderen: Glücklich ist, wer vergisst, was nun mal nicht zu ändern ist.

    Man könnte es auch mit dem Weg des Wasser beschreiben, immer den Weg des geringsten Widerstandes.
    Das schafft Frieden. Und vom Frieden hat man immer auch selber was.

  8. Inaktiver User

    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Danke, Libenita
    Ich kannte diese Bibelstelle nicht.
    Umso mehr freut es mich, dass ich den richtigen Riecher hatte
    Meinst Du das ernst? Ich dachte eigentlich, das würde Dich aufwecken, weil Du einen gewissen 'unmäßigen Anspruch' darin erkennst. (Das ist jetzt sehr beschönigend und überaus milde ausgedrückt, um niemanden mit dieser Aussage zu verletzen).
    Geändert von Inaktiver User (28.07.2012 um 22:02 Uhr)

  9. gesperrt

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    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meinst Du das ernst? Ich dachte eigentlich, Dich damit aufwecken, aufrütteln zu können.
    Klar meine ich das ernst.
    Mach einfach mal einen Selbstversuch.
    Wirst sehen, das tut gut.
    Zum Beispiel, wenn Du mal wütend bist - ausatmen, alles locker machen, den Wind beobachten wie er weht,...
    Dein Augenmerk auf etwas Positives Lenken.

  10. Inaktiver User

    AW: Was sind eigentlich? - christliche Werte

    In manchen akuten Situationen mag das eine Strategie sein, aber eine echte Lösung ist es nicht.

    Mach einfach mal einen Selbstversuch.
    Och mönsch, ich brauche das doch nicht.

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