Das mal als Tatsache angenommen, daß es stets so war, was ich allerdings wegen des Wortes "stets", also immer und ausschließlich, bezweifele, aber mal angenommen.Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
Deshalb meine Frage, wie Libentia es sich erklärt, dass Vegetarismus in der Menschheitsgeschichte stets nur von Minderheiten vertreten wurde.
Möglicherweise gibt es Einflüsse, die den Menschen dazu bringen, nicht normal zu handeln. An und für sich gibt es die sogar ganz sicher, und in diesem Fall eben möglicherweise. Das Christentum würde das wahrscheinlich "den Einfluß des T*eufels" nennen.
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29.07.2012, 15:03Inaktiver User
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
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29.07.2012, 15:13Inaktiver User
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
Es geht darum, daß jeder sein Tun selber verantworten muß - eigentlich. Wer es auf seinen Glauben abschiebt ("wir dürfen das"), der handelt nicht mehr als er selbst, sondern schon als Gläubiger, damit gewinnt auch sein Einfluß (den Einfluß der Kirche wollen wir jetzt hier der Einfachheit halber einfach mal annehmen), und damit auch seine Verantwortung, die dann über sein ganz persönliches Tun hinausgeht.
Das ist so. Dennoch wollte ich darauf gar nicht hinaus. Aber da Du es anschneidest.
Oder erst mal nur bis ins Mittelalter. Warst das Du, die daran mal Interesse hatte, das Mittelalter zu besprechen? Ich weiß gerade nicht mehr genau, wer es war und wo.Wie weit willst Du eigentlich zurückgehen? Bis in die Steinzeit oder weiter in die Ursuppe, wo Leben entstanden ist?
Natürlich ist "sogar" die Ursuppe interessant. Aber ich werde mich hier im Thema eher nicht zur Ursuppe äußern.
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29.07.2012, 15:51
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
Was hat das mit Glauben zu tun? Ich bin gläubig und habe schon als Kind kein Geflügel, keinen Fisch, kein Lamm, kein Kaninchen, kein Wild gegessen. Das hat nichts mit Verantwortung zu tun, ich mag diese Tiere einfach nicht essen.
Nein, ich glaube das war Lady Eala oder Bae.Oder erst mal nur bis ins Mittelalter. Warst das Du, die daran mal Interesse hatte, das Mittelalter zu besprechen?Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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29.07.2012, 20:02
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30.07.2012, 06:12
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
ja, das nennt sich "Kultur"
Wenn Rohnahrung die normale Nahrung sein soll, so müsste der tropische Wald der normale Lebensraum sein und Nacktheit die normale modische Richtung, und das normale Bett wär wohl ein Ast auf einem Baum, und die normale Lebenserwartung dürfte dreissig oder vierzig Jahre kaum übersteigen.
Ich halte allerdings eine Steinzeitsituation für uns moderne Menschen nicht für normal. Weder im Essen noch sonst.
ich habe einmal auf die mittelalterliche Idee hingewiesen, dass sich Gott und damit das richtige Handeln im Schönen, Wahren und Guten manifestiert. Auf das Essen angewendet, würde das heissen: Gott manifestiert sich im Schmackhaften und Verträglichen, also in Nahrung, die Gesundheit und Lebendigkeit spendet. Dies kann durchaus bei massvollem Fleischkonsum der Fall sein.Oder erst mal nur bis ins Mittelalter. Warst das Du, die daran mal Interesse hatte, das Mittelalter zu besprechen?
grüsse, barbara
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30.07.2012, 07:40
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
"normal" ist ein dehnbarer Begriff wie Gummi, mit dem sich so gut wie alles rechtfertigen lässt. folglich für die von dir gezogenen Schlüsse indiskutabel
könntest du mal ein Beispiel nennen, wo ein "Gottesvertreter" aus dem Mittelalter zu massvollem Fleischkonsum aufgerufen hat?
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30.07.2012, 07:55
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
noch kleiner Denkanstoß hierzu: der als Normalität getarnte Wahnsinn
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30.07.2012, 08:43Inaktiver User
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
Ein Beispiel, Kai:
Benedikt hat einige Klöster gegründet. Für die Mönche entwickelte er ein Konzept von Zucht und Maß:
- zölibatäres Leben,
- einfache Ernährung (auf das Fleisch vierfüßiger Tiere wird verzichtet, maximal eine gekochte Hauptmahlzeit am Tag, Beschränkung des Weinkonsums)
- feste Zeiten für Gebet, Schriftlesung, Arbeit und Schlaf.
Den Benediktinern gestattete ihre Ordensregel das Fleisch vierfüßiger Tiere nur im Krankheitsfall; Fisch und Geflügel waren ihnen jedoch erlaubt.[88] Viele andere Ordensregeln enthielten ähnliche Fleischverbote und dehnten sie zum Teil auf Geflügel aus, jedoch niemals auf Fisch. Dabei ging es den Mönchen und Nonnen um bescheidene Lebensweise, freiwillige Entbehrung und Abtötung der Begierden.[89] Für einen ethisch motivierten Vegetarismus aus Rücksichtnahme auf die Tiere gibt es im kirchlichen Christentum der Antike und des Mittelalters keine Belege. Mitunter wird der heilige Franziskus wegen der Einbeziehung der Tiere in seine religiöse Gedankenwelt irrtümlich zu den Vegetariern gezählt; er hat aber in Wirklichkeit Vegetarismus weder praktiziert noch propagiert.[90]
(Quelle Wikipedia)
Hier hast du deinen "Gottesvertreter aus dem Mittelalter".
Überflüssig zu erwähnen, dass die gewöhnlichen Leute aus dem Volk nicht zu maßvollem Fleischkonsum angehalten werden mussten - die waren ja froh, wenn sie überhaupt satt wurden.Geändert von Inaktiver User (30.07.2012 um 09:17 Uhr)
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30.07.2012, 09:11Inaktiver User
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
Nun, wir beide haben ja öfter unterschiedliche Definitionen von Begriffen, insofern kann ich das so stehenlassen.
Ich verstehe nicht ganz, was für Dich das eine mit dem anderen zu tun hat, objektiv hat es ja nichts miteinander zu tun.Wenn Rohnahrung die normale Nahrung sein soll, so müsste der tropische Wald der normale Lebensraum sein und Nacktheit die normale modische Richtung, und das normale Bett wär wohl ein Ast auf einem Baum, und die normale Lebenserwartung dürfte dreissig oder vierzig Jahre kaum übersteigen.
Ich halte es insbesondere für nicht besonders bequem, was das "noch sonst" betrifft.Ich halte allerdings eine Steinzeitsituation für uns moderne Menschen nicht für normal. Weder im Essen noch sonst.
Das ist mir schon geläufig, was sich da manifestiert hatte. Und zu den Definitionen siehe oben.ich habe einmal auf die mittelalterliche Idee hingewiesen, dass sich Gott und damit das richtige Handeln im Schönen, Wahren und Guten manifestiert.
Man muß sicher auch mal unterschiedliche Denkweisen einfach so akzeptieren und stehen lassen (hier ich die Deine).
Ich verstehe im Grunde, was Du meinst. Teile das aber nicht.
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30.07.2012, 10:47
AW: Fleisch essen oder nicht, der Vegetarismus-Strang
Essen ist Genuss! Was der Einzelne isst oder nicht ist seine eigene Entscheidung, aber er sollte es immer mit Genuss tun und sich von niemandem reinreden lassen.
Vegetarische, vegane oder fruktarische Ernährung macht weder einen guten Menschen aus noch einen schlechten. Es ist einfach nur eine persönliche Entscheidung.
Ich kann doch meine Vorlieben und Abneigungen nicht zum Maßstab für andere machen. Das ist vermessen und größenwahnsinning.
Ein Haustier wie einen Hund oder eine Katze vegetarisch zu ernähren ist für mich Tierquälerei. Wenn man tatsächlich ein Tierfreund wäre, würde man eher auf ein fleischfressendes Haustier verzichten.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
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