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    AW: Deutschland und seine Kirchen und Glaubensgemeinschaften

    Zitat Zitat von kai_77 Beitrag anzeigen
    allgemeine Werte wie Zuwendung und Fürsorge wiederum werden Atheisten kaum auf das Christentum beschränken, das würde ihrem Weltbild sicher widersprechen. das ist ja der Irrtum, dem Gläubige unterliegen, indem sie davon ausgehen, positive christliche Werte könnten nur von ihrer Religion hevorgebracht werden. was im Umkehrschluss hieße, der Mensch sei aus sich selbst heraus nicht zu christlichen Werten wie Zuwendung und Fürsorge in der Lage, sondern bedürfe hierzu der Religion
    Das war mit meinen Ausführungen nicht gemeint. Selbstverständlich können Atheisten zutiefst von humanen Werten wie Zuwendung und Fürsorge geprägt sein. Und ich sehe diese auch längst nicht auf die Christen beschränkt.
    Es scheint aber wohl so zu sein, dass Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft das (Aus-)Leben dieser Werte eher zugesprochen wird als staatlichen Tägern, denen im Umkehrschluß eher wirtschaftliche Interessen unterstellt wird, d.h. dass Zuwendung und Fürsorge zugunsten einer schnellen, rein funktionalen Behandlung des Patienten wenig Raum finden.
    Zitat Zitat von kai_77 Beitrag anzeigen
    christliche Werte sind eigentlich was? gibt es dafür eine klare Definition?
    Gute Frage. Darf ich sie erweitern? Christliche Werte sind eigentlich was in Abgrenzung zu anderen Wertesystemen?
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  2. User Info Menu

    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Es gibt evangelische, römisch-katholische und altkatholische staatliche Fakultäten.
    Wo ist die buddhistische staatliche Fakultät, wo die islamische.

    Ich bin gegen die historisch bedingte Bevorzugung von bestimmten Glaubensgemeinschaften.

    Gegen ein staatlich finanziertes Studium der Regligionswissenschaft bin ich nicht.
    Das gehört für mich selbstverständlich zu den GeistenWISSENSCHAFTEN.
    Theologie jedoch nicht.
    Es gibt inzwischen einige Fakultäten, die islamische Religionslehrer ausbilden, z.B. Münster und Osnabrück.
    Aber diese haben bisher weder verbindliche Richtlinien zum Unterricht erarbeitet, noch den Segen der vielen islamischen Verbände in Deutschland. Die islamischen Verbände sind ziemlich stark nach den Herkunftsländern organisiert, stärkste Gruppe sind die Türken. Da aber Niedersachsen und Nordrhein-Wetsfalen den islamischen Religionsunterricht ab dem kommenden Schuljahr anbieten wollen, wurde der Studiengang erst einmal gestartet. Es wird sicher ein Programm werden entsprechend Learning by doing.
    Bisher fand die religiösen Unterweisungen in den Koranschulen statt, zum Teil mit Lehrern aus den Herkunftsländern ohne Deutschkenntnisse. Im schlimmsten Fall haben die Kinder ganz einfach die Koranverse in arabisch auswendig gelernt.

    Andere Glaubensgemeinschaften wie Baptisten, Mennoniten und auch Buddhisten bilden ihre "Lehrer" selbst aus, z.B. in "Bibelschulen" und in buddhistischen Zentren, die es inzwischen in Mengen gibt (man muss nur das Wort bei Google eingeben).

    Ich halte es für sehr wichtig, dass "Religionsunterricht" an staatlichen und Privat-Schulen ausschließlich von ausgebildeten Religionslehrern unterrichtet wird, So erfolgt Kontrolle der Lehrinhalte einmal von den Glaubensausrichtungen und auf der anderen Seite von den Schulbehörden, die ja auch entsprechenden Richtlinien erlassen haben.
    Religionsunterricht beinhaltet auch immer die Informationen über konkurrierende Glaubensausrichtungen. (Kann man in den Richtlinien zum Religionsunterricht aus seinem eigenen Bundesland im Internet nachlesen)
    Geändert von Opelius (23.07.2012 um 09:11 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Religionsunterricht gehört überhaupt nicht an staatliche oder öffentliche Schulen, dafür darf gern die Kirche selber tätig werden.

    Ich versteh es nicht- was hat in einem Staat, in dem es laut verfassungsrecht keine Staatskirche gibt, Religionsunterricht an Schulen zu suchen?

  4. Inaktiver User

    AW: Deutschland und seine Kirchen und Glaubensgemeinschaften

    "Gute Frage. Darf ich sie erweitern? Christliche Werte sind eigentlich was in Abgrenzung zu anderen Wertesystemen? "



    DAS interesseirt mich auch brennend.

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    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Religionsunterricht gehört überhaupt nicht an staatliche oder öffentliche Schulen, dafür darf gern die Kirche selber tätig werden.

    Ich versteh es nicht- was hat in einem Staat, in dem es laut verfassungsrecht keine Staatskirche gibt, Religionsunterricht an Schulen zu suchen?
    weil der Religionsunterricht an staatlichen Schulen ausdrücklich im Grundgesetz garantiert ist. Art 7
    (3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.
    In meinen Augen macht das viel Sinn, weil damit nicht jeder x-beliebige Prediger sein persönliches Süppchen im Unterricht kochen kann, sondern das ganze unter der Schulaufsicht steht.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Auch wenn der Unterricht garantiert wird, ist das für mich ein Widerspruch.

    Das etwas garantiert wird, ist nicht der Beweis der Richtigkeit desselbigen.

    Zu dem 2. Absatz: das könnte die Kirche ja auch garantieren!

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    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Auch wenn es für Dich ein Widerspruch ist, ich halte den Religionsunterricht in den Schulen für absolut sinnvoll, weil er von der Schulaufsicht überprüft wird.
    Ansonsten besteht die Gefahr, dass religiöse Erziehung von Hardlinern der jeweiligen Fraktion in Hinterzimmern gelehrt wird. Siehe Bibelschulen und Koranschulen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Wohin die Eltern die Kinder aber bringen würden.

    damit meine ich, das doch die Eltern die Kinde rzu den religionslehrern bringen- also einfach in die Kirche- so what?

    Hardliner?
    Geändert von Inaktiver User (23.07.2012 um 15:06 Uhr)

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    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Hardliner?

    Natürlich gibt es die in jeder Religiongemeinschaft. Baptisten, die aus Russland stammen, lehnen den Sportunterricht für Mädchen ab, Sexualerziehung soll es nicht geben (das verdirbt die Kinder) und Evolution darf auf keinen Fall gelehrt werden, weils so nicht in der Bibel steht. Und solche Hardliner gibt es auch in der ev. wie in der kath. Kirche. Sie sind ein Graus.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. gesperrt

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    AW: Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft im Kindesalter und Selbstbestimmung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Hardliner?

    Natürlich gibt es die in jeder Religiongemeinschaft. Baptisten, die aus Russland stammen, lehnen den Sportunterricht für Mädchen ab, Sexualerziehung soll es nicht geben (das verdirbt die Kinder) und Evolution darf auf keinen Fall gelehrt werden, weils so nicht in der Bibel steht. Und solche Hardliner gibt es auch in der ev. wie in der kath. Kirche. Sie sind ein Graus.
    wenn das nur Einzelgänger in der Kirche sind, wieso werden dann genau solche Leute als "heilig" verehrt?

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