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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Subjektive Erlebnisse, Gefühle sind keine Fakten.
    Weiter oben hast du "Durst" als Fakt bezeichnet. Durst ist ein subjektives Gefühl, nicht ein objektiver Fakt.

    Wenn du eine objektivere Variante hättest nennen wollen, wäre "Dehydrationsgrad" möglich gewesen. Doch Dehydrationsgrad muss nicht genau mit Durstgefühl übereinstimmen, und wer misst schon seinen Dehydrationsgrad, wo uns ja das Durstgefühl zuverlässig anzeigt, dass wir trinken sollen?

    Die sichersten Fakten sind allerdings jene, die aus dem Fühlen kommen. "Dieses Getränkt schmeckt mir gut" können wir mit absoluter Sicherheit sagen, während wir über Dinge, die wir nicht fühlen wie "mein Opa vererbt mir seine Uhr" nur (begründete) Vermutungen anstellen können.

    Ein Gotteserlebnis ist für das Individuum, das es erlebt, ein Fakt. Oft ein so starker unmd überzeugender Fakt, dass danach das ganze Leben total umgekrempelt wird. Aber es ist und bleibt natürlich subjektiv.

    grüsse, barbara

  2. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ein Gotteserlebnis ist für das Individuum, das es erlebt, ein Fakt.
    ein Gotteserlebnis, was genau soll das sein?

  3. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Alles was ich hier sehe und alles was an das grenzt, gehört zum Leben, zu meinem Leben.
    Wo, an welchem Ort fängt es an, wo hört es auf? Mir wird bewusst: Es gibt keine Grenze.
    Wann hat Alles begonnen, wann hat der Wind begonnen zu wehen, wann hört er auf zu wehen? Wann hört Alles auf? Mir wird bewusst: Auf beide Fragen lautet die Antwort: Niemals. Denn 'danach' kommt immer etwas. Und davor muss immer etwas gewesen sein, und wenn es nur Nichts war, eine Zeit ohne Zeit vielleicht.

    Fühlen wir, dass wir leben? Mit welchem Sinnesorgan fühlen wir das Leben?
    Wir haben extra Sinnesorgane, um fühlen zu können. Da sollen Gefühle keine Fakten sein?
    Mit welchem Sinnesorgan liebt man?

    Das was Du anschaust, kannst Du fühlen, riechen, sehen, beschreiben was es ist, zuordnen, welchen Sinn es erfüllt. Ist der Sinn eines Dinges (Bsp.: Hammer) subjektiv oder Fakt? Ist das wirklich ein Hammer oder ist es ein Stück Holz und ein Klumpen Eisen?

    Subjektiv - objektiv - Fakt ... je genauer man die Dinge betrachtet, umso unschärfer werden sie, umso mehr wird deutlich, dass tatsächlich - faktisch - Alles mit Allem verwoben ist. Zwischen meiner Haut und der Luft, die sie berührt, ist kein Zwischenraum, keine Lücke. Und zwischen meinem Stück Haut auf meinem Arm und dem Stern, Milliarden Lichtjahre entfernt verbindet uns (den Stern und mich) der Raum, der dazwischen ist. Das ist Fakt! Alles ist mit allem verbunden, zeitlich und räumlich, für immer und ewig. Das ist Fakt.

    Ab da ist nicht die Grenze des Vorstellbaren. Ab da soll man erst anfangen, nachzudenken.
    Ab da soll man sich die Frage stellen: Gibt es Geist? Habe ich einen Geist? Gibt es für mich oder in mir oder um mich herum eine geistige Welt? Woran könnte man Geist erkennen - sodass man sagen kann: Geist ist Fakt?

    Wenn ja, wie entsteht die geistige Welt? Wie entstand sie ursprünglich? Entstand sie überhaupt jemals oder gibt es sie schon immer?

  4. Inaktiver User

    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Weiter oben hast du "Durst" als Fakt bezeichnet. Durst ist ein subjektives Gefühl,
    Und dieses Gefühl Durst ist Fakt.

    Ein Gotteserlebnis ist für das Individuum, das es erlebt, ein Fakt.
    Das Gotteserlebnis eines Individuums ist auch Fakt.

    Angst vor Spinnen ist auch Fakt, wenn sie jemand hat. Angst vor dem Tiger, der einem fauchend und sprungbereit gegenüber steht auch.

    Wie unterscheiden?
    Geändert von Inaktiver User (20.07.2012 um 20:51 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und dieses Gefühl Durst ist Fakt.



    Das Gotteserlebnis eines Individuums ist auch Fakt.

    Angst vor Spinnen ist auch Fakt, wenn sie jemand hat. Angst vor dem Tiger, der einem fauchend und sprungbereit gegenüber steht auch.

    Wie unterscheiden?
    Alles ist Fakt. Alles was wir erleben, erleben wir tatsächlich.
    Auch Sinnestäuschungen sind echte Sinnestäuschungen.
    Es ist nur wichtig, Sinnestäuschungen als solche zu erkennen.

    Wir können suchen so viel wir wollen, wir können Gott nur finden, wenn wir an ihn glauben.
    Damit wir das aber nicht blind tun müssen, gibt es die Prophezeiungen und die versprochenen Zeichen, die sich nach und nach erfüllen.

  6. Inaktiver User

    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Alles ist Fakt. Alles was wir erleben, erleben wir tatsächlich.
    Sehe ich auch so. Auch eine Wahnidee ist für denjenigen, der sie hat, Fakt, sie ist seine Wirklichkeit. Von der Angst, vom Teufel verfolgt zu werden bis zur Angst, das eigene Mieder trachte nach seinem Leben (da gab's mal so 'ne Werbung, herrlich!). Es gibt auch das Phänomen der Massenpsychose.

    Wir können suchen so viel wir wollen, wir können Gott nur finden, wenn wir an ihn glauben.
    Das bedeutet also, daß durch die Suche (Nachdenken, Zusammenhänge erkennen, Dinge verstehen usw.) keine Erkenntnis gewonnen werden kann. Der Glaube geht voran, - ungeprüft, denn Verstehenwollen nutzt ohnehin nichts, man wird dadurch ja nichts verstehen, also nichts finden, - und dann bekommt man G*tt. Ist das dann das Gleiche wie Erkenntnis?

    Und was, wenn man dummerweise das Falsche glaubt, dann hat man ja die A*karte gezogen, nach der Theorie. Aber da man den Glauben ja nicht prüft, gar nicht prüfen kann, so verstehe ich diese Theorie, ist es also wie ein Lotteriespiel.

    Auch Sinnestäuschungen sind echte Sinnestäuschungen.
    Es ist nur wichtig, Sinnestäuschungen als solche zu erkennen.
    Wie erkennt man diese, so ganz ohne eigene Erkenntnismöglichkeit?

    Damit wir das aber nicht blind tun müssen, gibt es die Prophezeiungen und die versprochenen Zeichen, die sich nach und nach erfüllen.
    Hier haben wir vermutlich einen Teil der Erklärung. Es wird auf Quellen vertraut. Diese werden als eigene übernommen, bzw. zur Urquelle (damit zur Wahrheit) erklärt, und deshalb geglaubt.

    Wie überprüft man jetzt eine Quelle, wenn man zu keiner eigenen Erkenntnis fähig bist? Diese Frage bleibt gemäß dieser Theorie.

    Das führt zu meiner Eingangsfrage: Wann und warum vertraut man einer Quelle, welche Kriterien machen eine Quelle vertrauenswürdig?
    Geändert von Inaktiver User (20.07.2012 um 23:24 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von kai_77 Beitrag anzeigen
    ein Gotteserlebnis, was genau soll das sein?
    Ich habe leider auch keine Vorstellung, vielleicht klärt uns jemand auf?

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Hallo Libentia

    Dieses Thema finde ich gut. Nur mit dieser Eingrenzung:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Bitte seht von Glaubensbekundungen, Bibelzitaten u.ä. ab, wenn sie nicht direkt zur Klärung der Begriffe beitragen, und dies auch im selben Beitrag gleich dargestellt wird.
    ...


    Wir wollen hier über Themen reden und sie etwas beleuchten, so gut wir das als Laien, die wir meist sind, können, was jeder für sich daraus macht, kann dann jeder für sich entscheiden, solche Aufforderungen, wie ich sie meine, zwischenrein können nämlich enorm bremsend für’s Denken wirken (behaupte ich; Wer’s nicht glaubt, wir können das ja mal in einem eigenen Thema besprechen).
    machst du es manchen (gläubigen) Usern unnötig schwer, die unten aufgeworfenen Fragen wirklich beantworten zu können, bzw. darüber zu schreiben.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich ist auch jede persönliche Sichtweise und Bedeutung dieser Inhalte hier lesenswert.

    ...

    Muß man eine Überzeugung haben? Wenn ja, von was genau muß man überzeugt sein? Und warum? Und was ist das überhaupt, eine Überzeugung? Diese und ähnliche Fragen zu den Worten der Überschrift stelle ich zur Diskussion.

    Man kann Vieles glauben, ich sage, man glaubt etwas, weil man der Quelle, warum auch immer, vertraut, daß sie es weiß. Wann und warum vertraut man einer Quelle, welche Kriterien machen eine Quelle vertrauenswürdig?

    ...

    Wo ist jetzt hier die Überzeugung einzuordnen? Sie ist in gewisser Weise mehr als nur glauben, aber weniger als wirklich wissen. Man könnte es vlt. so formulieren, daß eine Überzeugung der feste Glaube daran ist, daß das, was man glaubt, richtig ist. Sie ist, im Gegensatz zum Glauben, andererseits aber auch etwas Eigenes geworden. Der Glaube geht von der Richtigkeit des Gesagten aus, weil man davon ausgeht, daß die Quelle die Wahrheit kennt. Eine Überzeugung dagegen hat sich die Quelle zu eigen gemacht, es ist nicht die eigene Quelle, wird aber m Moment der Überzeugung wie eine eigene betrachtet.

    Eine Weltanschauung ist die Betrachtung der Dinge auf der Grundlage von allem, was man glaubt, weiß, oder von dem man überzeugt ist.
    ....
    Als bibelgläubige Christin werde ich nicht umhin kommen, meinen Glauben mit der Heiligen Schrift zu begründen.

    Aber ich werde mir einmal Mühe geben ohne die (nicht gewünschten) Bibelzitate auszukommen.

    Was glaube ich? Ich glaube daran, dass Gott das ganze Universum erschaffen hat.
    Ich glaube, dass Gott einen Plan oder einen Vorsatz hatte, als er einen Teil der Erde in ein Paradies gestaltete.
    Ich glaube, dass Gott einmal alles Böse von der Erde beseitigen wird.
    Ich glaube, dass wir Menschen einmal in einem Paradies hier auf der Erde ewig leben werden...

    Muß man diese Überzeugung haben? Muß man das glauben? Nein...
    Kann ich davon überzeugt sein? Ja! Weil es eine vertrauenswürdige Quelle gibt, die diese Verheißungen enthält.
    Warum ist diese Quelle vertrauenswürdig? Weil diese Quelle sich als vertrauenswürdig erwiesen hat.
    Muß man diese Quelle anerkennen? Nein...

    Ein weiser Mann sagte einmal: "Der Glaube ist nicht der Besitz aller Menschen".
    Ein anderer sagte: "Es gibt keinen Gott!"
    Liebe Grüße von Majolika

  9. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und dieses Gefühl Durst ist Fakt.



    Das Gotteserlebnis eines Individuums ist auch Fakt.

    Angst vor Spinnen ist auch Fakt, wenn sie jemand hat. Angst vor dem Tiger, der einem fauchend und sprungbereit gegenüber steht auch.

    Wie unterscheiden?
    Frag die betreffende Person und dann überlege dir, ob du ihre Antwort für glaubwürdig hältst.

    Was einerseits davon abhängen dürfte ob a) die erzählte Erfahrung du auch so ähnlich schon gemacht hast und b) ob sich diese Person in der Vergangenheit für dich als glaubwürdig erwiesen hat oder eher nicht.

    Bei "Durst" ist dies meist kein Problem, das kennen wir alle. Gotteserlebnisse sind da etwas schwerer zu fassen, nicht zuletzt darum, weil wir bei uns keine ausgeprägte Kultur von Meditation und der Suche nach Gotteserlebnissen mehr haben und es uns somit an Erfahrungswissen dazu fehlt. Ausserdem können solche Erlebnisse sehr schwer zu beschreiben sein, unsere Sprache ist da etwas schwerfällig. Typisch sind scheinbare Paradoxe als Beschreibung, zum Beispiel "dann öffnete ich die Augen, die ganze Welt war anders, obwohl sie genau gleich geblieben ist."

    grüsse, barbara

  10. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das bedeutet also, daß durch die Suche (Nachdenken, Zusammenhänge erkennen, Dinge verstehen usw.) keine Erkenntnis gewonnen werden kann. Der Glaube geht voran, - ungeprüft, denn Verstehenwollen nutzt ohnehin nichts, man wird dadurch ja nichts verstehen, also nichts finden, - und dann bekommt man G*tt. Ist das dann das Gleiche wie Erkenntnis?
    Da würde ich dem Streuner widersprechen. Man muss nicht an Gott glauben und man muss nicht religiös sein, um ein Gotteserlebnis haben. klassisches Beispiel aus der Bibel dürfte der Saulus sein, der auf dem Weg nach Damaskus vom Pferd fiel und zum Paulus wurde. In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Person, die etwas Ähnliches erlebte.

    Durch Suche kann durchaus Erkenntnis gewonnen werden. Die Suche nach Gott ist allerdings nicht in erster Linie eine intellektuelle - dieser Weg ist schwierig - sie geht eher durch Erfahrungen. Wenn man dann ein paar (oder viele) Erfahrungen gesammelt hat, DANN ist es sinnvoll, darüber nachzudenken. Und auch, sich mit andern Menschen darüber zu unterhalten. So ganz allein in der einsamen Ecke neigen Menschen dazu, sich in komische Ideen zu versteigen und falsche Einschätzungen zu treffen.


    Aber da man den Glauben ja nicht prüft, gar nicht prüfen kann,
    Doch, man kann. Es gibt massenhaft Methoden, die Gotteserlebnisse erleichtern bzw die Bereitschaft des Menschen dazu erhöhen, dass eins geschehen kann. das ganze Klosterleben ist darauf ausgerichtet, zum Beispiel. Für Leute mit Neigung zum Intellektuellen ist der Buddhismus ganz gut geeignet, weil der für alles, was während solcher Übungen passieren kann, präzise Fachbegriffe kennt. In der spirituellen Ecke deiner nächsten Buchhandlung dürftest du kiloweise Übungen vorgeschlagen finden. Aber machen muss man die Übungen schon selbst.

    Diese Erfahrungen und deren Reflektion erlauben mit der Zeit auch, heilige Texte und Schriften adäquat einzuordnen und kompetent zu kritisieren, denn in der Tat gibt es da sehr Wertvolles und es gibt auch Mist.

    grüsse, barbara

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