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  1. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Gläubige Menschen sagen ja gerne, dass jeder an irgendwas glaubt.
    Das stimmt aber nicht.
    Im religiösen Sinne glaube ich an nichts.
    Glauben im Sinne von "vertrauen auf" gilt aber durchaus auch für Ungläubige. Jeder Mensch vertraut auf eine Unmenge an Dingen, die alle nie zu 100% gewusst werden können, auf die man aber baut, von Zugfahrplänen bis zu der erwarteten Erbschaft.

    Was den Inhalt dieser Glaubenssätze betrifft, sehe ich wenig Sinn darin, einen Unterschied zwischen religösen und nicht religiösen zu machen. Sinnvoller scheint mir die Unterscheidung, ob sich ein Glaubenssatz auf das praktische Leben auswirkt oder nicht, also ob aufgrund eines bestimmten Glaubens ein bestimmtes Verhalten folgt oder vermieden wird. Verhalten ist immerhin etwas, das man beobachten kann.

    grüsse, barbara

  2. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Gläubige Menschen sagen ja gerne, dass jeder an irgendwas glaubt.
    Das stimmt aber nicht.
    Im religiösen Sinne glaube ich an nichts.

    Ich verwende das Wort "glauben" natürlich auch im Alltag.
    Ich sage ja auch "Mein Gott", weils man es in der Umgangsprache eben so gewohnt ist.
    Sprachformeln eben.

    Aber hier sollten wir uns natürlich um saubere Definitionen bemühen.
    Hier die saubere Definition von 'nicht glauben im religiösen Sinne':

    An nichts glauben im religiösen Sinne heißt, nicht glauben, dass das menschliche Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen geprägt ist von der eigenen Herkunft und dass die eigene Herkunft unsere normative Wert[e]vorstellung beeinflusst.

    Tust Du das?

  3. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Verhalten ist immerhin etwas, das man beobachten kann.

    grüsse, barbara
    Vor allem auch sein eigenes Verhalten kann man beobachten, beurteilen und sogar vergleichen mit einem anderen, alternativen Verhalten (das kann mein eigenes (mögliches) Verhalten sein oder das tatsächliche Verhalten eines Anderen), um daraus Schlüsse zu ziehen und Entscheidungen abzuleiten, wie ich mich verhalten werde - so, als sei man ein Außenstehender, der sich selbst beobachtet und sein eigenes Verhalten gegebenenfalls korrigiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen

    An nichts glauben im religiösen Sinne heißt, nicht glauben, dass das menschliche Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen geprägt ist von der eigenen Herkunft und dass die eigene Herkunft unsere normative Wert[e]vorstellung beeinflusst.
    Deine Definition steht allerdings dem entgegen, daß manche zwar einen religiösen Glauben haben, aber trotzdem glauben, daß man selbst die grundlegendsten Dinge erst erlernen müsse.
    Menschen, die keinen religiösen Glauben haben, müssen übrigens nicht zwangsläufig nicht wissen, wo sie herkommen und wo sie hingehen, und was das für sie und auch ihre Wertvorstellungen bedeutet. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

  5. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Hier die saubere Definition von 'nicht glauben im religiösen Sinne':

    An nichts glauben im religiösen Sinne heißt, nicht glauben, dass das menschliche Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen geprägt ist von der eigenen Herkunft und dass die eigene Herkunft unsere normative Wert[e]vorstellung beeinflusst.

    Tust Du das?
    Ähm. Wie belieben.

    Nö, beim besten Willen. Ich habe mich weiter oben klar ausgedrückt. Wenn Du meine Erklärung oben zum Unterschied von "glauben" in religiösen Sinn, der Benutzung des Wortes "glauben" in der Alltagssprache nicht verstanden hast, lohnt sich kein weiteres Wort.


    Na gut, noch einmal:

    Glauben in der Alltagssprache:
    Glauben im alltäglichen Sprachgebrauch ist also eine Vermutung oder Hypothese, welche die Wahrheit des vermuteten Sachverhalts zwar annimmt, aber zugleich die Möglichkeit einer Widerlegung offen lässt, wenn sich die Vermutung durch Tatsachen oder neue Erkenntnisse als ungerechtfertigt herausstellt.

    Beispiel 1: Morgen regnet es,
    Es gibt Fakten und harte Erkenntniss, die die Hypothese stützen, zum Beispiel, Satelitenbeobachtungen über Wolkenbewegungen, Luftdruckmessungen, etc.


    Beispiel 2: ich glaube mein Kaffee ist fertig.
    Fakten: Die Maschine hat aufgehört zu bubbern (nachweisbar), es durftet nach Kaffee (nachweisbar), der Wassertank ist leer (nachweisbar), entsprechend viel Zeit ist vergangen (nachweisbar), etc.

    Natürlich kann sich herausstellen, dass mein Kaffee noch nicht fertig ist, weil die Maschine aufgehört hat zu blubbern, weil der Strom ausgefallen ist, der Kaffeeduft aus dem Nachbarhaus kommt, der Wassertank leer ist weil er ein Loch hat. Dann werde ich meinen "Glauben", besser: meine Hypothese, dass der Kaffee fertig ist aufgeben völlig problemlos aufgeben.

    Anders beim Glauben an Gott.
    Es gibt keine Fakten, die die Hypothese rechtfertigen, dass es Gott (in welcher Form müsste noch geklärt werden) gibt.

    Für diesen "Glauben" im religiösen Sinn braucht es auch keinen Nachweis über irgendetwas, ganz im Gegenteil, glauben ohne Nachweis ist besonders "hochwertig" (Gottvertrauen)



    Nein, im religiösen Sinn glaube ich an nichts.
    Der Sinn und Zweck erschliesst sich mir nicht.


    Ich glaube aber, dass ich mir jetzt gleich was zum Trinken hole.
    Denn ich habe Durst (Fakt), die Schorle ist seit 1 Stunde im Kühlschrank, also kalt (begründete Vermutung), und es wird mich wohl keiner davon abhalten (begründete Vermutung).



    Jetzt ist es aber genug.
    Zu einer gewissen Transferleistung solltest Du schon fähig sein, Streuner.

  6. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen

    Jetzt ist es aber genug.
    Zu einer gewissen Transferleistung solltest Du schon fähig sein, Streuner.
    Schon gut

  7. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Anders beim Glauben an Gott.
    Es gibt keine Fakten, die die Hypothese rechtfertigen, dass es Gott (in welcher Form müsste noch geklärt werden) gibt.

    Für diesen "Glauben" im religiösen Sinn braucht es auch keinen Nachweis über irgendetwas, ganz im Gegenteil, glauben ohne Nachweis ist besonders "hochwertig" (Gottvertrauen)
    Es gibt durchaus Erlebnisse, die einen Menschen dazu bringen können, die Existenz Gottes als Fakt anzunehmen. Das lässt sich wohl nicht steuern, so ein Erlebnis zu prodzieren und es ist subjektiv; aber für diesen Menschen ist das Beweis genug. (obwohl, es gibt so Versuche mit Magneten die am Kopf was tun, die kriegen sowas künstlich hin - mystische Erlebnisse)

    Dass du Gott als Hypothese und nicht als Fakt betrachtest, hat lediglich damit zu tun, dass du so etwas bisher noch nicht erlebt hattest. Was dich nicht zu einem schlechteren Menschen macht und nicht minderwertig, überhaupt nicht, es ist einfach eine Erfahrung, die du nicht kennst. vielleicht machst du sie eines Tages noch, vielleicht machst du sie nie, egal, beides ist völlig in Ordnung.

    Doch wenn es FÜR DICH keine Fakten gibt, die die Existenz Gottes belegen, so muss das für andere Menschen längst nicht so sein. Andere Menschen, andere Erfahrungen...

    grüsse, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Glauben im Sinne von "vertrauen auf" gilt aber durchaus auch für Ungläubige. Jeder Mensch vertraut auf eine Unmenge an Dingen, die alle nie zu 100% gewusst werden können, auf die man aber baut, von Zugfahrplänen bis zu der erwarteten Erbschaft.
    Siehe mein Beispiel oben.
    Vertrauen basierend auf begründeten, nachprüfbaren Tatsachen.
    Das hat aber nichts mit dem hochwertigen tatsachenlosen Glauben an Gott zu tun.


    Bsp.: Erbschaft

    Beispiel 1: begründet:
    Opa war reich, Opa ist eben verstorben, Opa mochte mich und hat mir eine Erbschaft versprochen

    Beispiel 2: unbegründet:
    ich habe gar keinen Opa
    ich kenne auch überhaupt keine reichen Leute oder Verwandten.
    Aber ich wünsche es mir so sehr, dass ich viel erbe, also glaube ich daran.


    Ich persönlich bin kein Typ für glauben Nr. 2
    Glauben Nr. 1 ist kein Glauben, sondern eine begründete Vermutung. Nur in der Alltagssprache wird das Wort "glauben" dafür verwendet.


    Für die Zugfahrpläne gilt das natürlich nicht:
    Zugfahrpläne und tatsächliche Ankunfts- und Abfahrzeiten von Zügen haben nicht entfernt miteinander zu tun.
    Auf Zugfahrpläne könnte man getrost verzichten.

    Was mich aber auch nicht zum Glauben bringt.
    Am Bahnhof, verlässt mich einfach alles, Glaube, Hoffung, und Liebe.
    Na ja, manchmal flirte ich ein bisschen. Man hat ja endlos Zeit ....

  9. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Nein, ich betrachte Gott nicht als Hypothese.
    Eine Hypothese beruht auf Fakten (siehe Kaffeemaschine)
    Die Gottesvermutung nicht.

    Subjektive Erlebnisse, Gefühle sind keine Fakten.

    Danke, dass Du mich trotzdem nicht für einen schlechten Menschen hälst.

  10. gesperrt

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    AW: Glaube, Überzeugung und Weltanschauung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Subjektive Erlebnisse, Gefühle sind keine Fakten.
    Hier ist es angenehm warm.
    Ist das ein subjektives Erlebnis oder Fakt?

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