Antworten
Seite 19 von 21 ErsteErste ... 91718192021 LetzteLetzte
Ergebnis 181 bis 190 von 202
  1. Inaktiver User

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Mir kommt es mittlerweile vor, als würde die Religionsfreiheit dazu benutzt, andere Rechtsvorschriften zu umgehen und das eigene Rechtsverständnis auf anderem Terrain zu etablieren. Es kann doch nicht sein, daß Menschenrechte nichts mehr wert sein sollen, nur weil sich eine Religion dagegen stellt!! An Kindern rumschnippeln aus medizinisch nicht notwendigen Gründen ist in meinem Rechtsempfinden ein Unding. Und Traditionen sind auch nicht in Stein gemeiselt und können sich wieder ändern (lassen). Symbolische Handlungen würden es auch tun.

    Verletzungen an den Geschlechtsteilen geht schon mal gar nicht. Und was wäre denn, wenn eine Religion auftauchen würde, die verlangt, den Kindern die Nase abzuschneiden? Weil sich immer Popel drin sammelt und die Kleinen sonst so schlecht Luft kriegen... Da würde doch jeder gleich die Unmöglichkeit erkennen. Aber hier geht's vor Gericht und wird eingeklagt, die Kinder nicht unversehrt zu lassen.

    Mir geht das ganze Etabliert-den-Islam-auch-gegen-das-Grundgesetz-Gedöns tierisch auf den Zeiger. Hätten wir eine gescheite Einwanderungspolitik, wäre schon geklärt, daß die Menschen als erstes Mal die Grundrechte akzeptieren und gleich hinterher, oder besser vorweg, die Sprache lernen müssen. Wenn ich mir Kanada anschaue, was man da alles erst mal bewerkstelligen muss.... Aber bei uns kommt alles an, was in der selbstgewählten Fremde ängstlich an Traditionen klammert, während sie die örtlichen Gegebenheiten nicht kennen (wollen) und sich dann schlecht behandelt fühlt.
    Und ich habe mal gelernt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Bei Hinz und Kunz wird das auch angewendet. Aber der Richter kannte das wohl nicht????
    Geändert von Inaktiver User (06.07.2012 um 10:42 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir kommt es mittlerweile vor, als würde die Religionsfreiheit dazu benutzt, andere Rechtsvorschriften zu umgehen und das eigene Rechtsverständnis auf anderem Terrain zu etablieren. Es kann doch nicht sein, daß Menschenrechte nichts mehr wert sein sollen, nur weil sich eine Religion dagegen stellt!! An Kindern rumschnippeln aus medizinisch nicht notwendigen Gründen ist in meinem Rechtsempfinden ein Unding. Und Traditionen sind auch nicht in Stein gemeiselt und können sich wieder ändern (lassen). Symbolische Handlungen würden es auch tun.

    Verletzungen an den Geschlechtsteilen geht schon mal gar nicht. Und was wäre denn, wenn eine Religion auftauchen würde, die verlangt, den Kindern die Nase abzuschneiden? Weil sich immer Popel drin sammelt und die Kleinen sonst so schlecht Luft kriegen... Da würde doch jeder gleich die Unmöglichkeit erkennen. Aber hier geht's vor Gericht und wird eingeklagt, die Kinder nicht unversehrt zu lassen.
    Ja, stimme dir zu, das ist unfassbar!

  3. Inaktiver User

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Das würde ich auch gerne wissen wollen.
    Vergleichbares gibt es bei Christen doch gar nicht.


    Naja, wie gesagt, den Klerus muß man nicht immer verstehen. Nur im Gegensatz zu den Katholischen Geistlichen, werden die Evangelischen im Endeffekt das machen was die Mitglieder wollen.
    Die Struktur ist eben eine andere.
    Bei den Christen gab es einen Richtungsstreit in der Urchristengemeinde. Die "Fraktion Petrus" war der Meinung, dass Christen beschnitten und getauft sein sollten. Die "Fraktion Paulus" hielt die Taufe als Initiationsritus für ausreichend.
    Die "Fraktion Paulus" hat sich bekanntlich durchgesetzt.

    Es gibt durchaus Stimmen,die die Kindstaufe für eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Kindes ist und es keine Rolle spielt, ob es noch größere Verletzungen gibt.
    Nur wäre ein Verbot der Kindstaufe in den meisten Christengemeinden dann doch ein Problem, weil dieser Initiationsritus für diese dazugehört.

    Die Evangelischen würden über das Sakrament Taufe abstimmen und dann einfach darauf verzichten, wenn sich eine Mehrheit dagegen ausprechen würde? Nein, irgendwie glaube ich nicht, dass das realistisch ist.
    Philipp Melanchthon (1497-1560), der engste Wegbegleiter Martin Luthers, hat Sakramente als "Riten" bezeichnet, "die ein Gebot Gottes haben und denen eine Verheißung der Gnade beigefügt ist".
    ...
    Ihr Zweck besteht darin, in besonderer Weise die Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott zu betonen. So ist die Taufe der Akt der Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi, das Abendmahl die Feier, für Jesu Tod und Auferweckung zu danken, es als Gemeinschafts- und Versöhnungsmahl in der Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen zu verstehen. Sakramente sind also nichts anderes als Riten, zeichenhafte Handlungen mit deutenden Worten, durch die die Glaubenden ihre Zugehörigkeit zu Jesus Christus verbindlich zum Ausdruck bringen.
    http://www.ekd.de/glauben/abc/sakrament.html
    Bei den Juden ist die Beschneidung der Akt für die Aufnahme in die Gemeinde mit Gott. Es gibt also durchaus Parallelen.
    Geändert von Inaktiver User (06.07.2012 um 12:27 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Warum denn nicht? Ich finde, es spricht auch einiges für die Erwachsenen-Taufe. Wir glauben ja mittlerweile auch nicht mehr, dass ungetaufte Kinder in die Hölle kommen. (Mehrheitlich glauben wir nicht mal, dass es eine Hölle gibt!! )
    Letztendlich ist die Taufe ein Ritual. Sie soll etwas bestätigen, das ohnehin faktisch gelebt werden muss, und nicht erst und nicht ausschließlich durch das Ritual zustande kommt. Wenn z.B. Eltern ihre Kinder taufen lassen, um ihre Aufnahme in die Gemeinde zu demonstrieren, hinterher aber nie wieder selbst am Gemeindeleben teilnehmen und ihre Kinder auch nicht heranführen, dann hat die Taufe schlicht und ergreifend überhaupt keinen Effekt, nicht mal auf die Psyche des Kindes. Niemand kann mir erzählen, dass eine einzige Stunde in der Kirche die Psyche eines Babies verändert. Wenn man als Getaufter später beschließt, dass man nicht gläubig und nicht in der Gemeinde sein will, kann man also völlig unverändert austreten und das ist es.
    Und das ist der Unterschied zwischen Taufe und Beschneidung bzw. allen Ritualen, die in den Körper eingreifen: sie sind niemals rückgängig zu machen, ganz egal, was der Beschnittene als Erwachsener davon hält.
    Mal ganz abgesehen vom Verstümmelungsfaktor und von den Schmerzen, die sich m.E. sowieso verbieten.

  5. Inaktiver User

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Ein Beispiel:

    Es gibt zwei Elternpaare:

    Paar 1 entscheidet, dass ihr kleiner Sohn aus optischen, schönheitsmedizinischen Gründen beschnitten wird
    Paar 2 entscheidet, dass ihr kleiner Sohn aus religiösen Gründen beschnitten wird

    Paar 1 kann bestraft werden, Paar 2 nicht, wenn man den Befürwortern der religiösen Beschneidung folgt

    Sorry, aber das darf es in Deutschland im 21. Jahrhundert nicht geben.

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur wäre ein Verbot der Kindstaufe in den meisten Christengemeinden dann doch ein Problem, weil dieser Initiationsritus für diese dazugehört.
    gegen Taufe ist nichts einzuwenden, aber wieso nicht erst im Erwachsenenalter?

  7. User Info Menu

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Mir geht das ganze Etabliert-den-Islam-auch-gegen-das-Grundgesetz-Gedöns tierisch auf den Zeiger. Hätten wir eine gescheite Einwanderungspolitik, wäre schon geklärt, daß die Menschen als erstes Mal die Grundrechte akzeptieren und gleich hinterher, oder besser vorweg, die Sprache lernen müssen.
    Und ich habe mal gelernt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Bei Hinz und Kunz wird das auch angewendet. Aber der Richter kannte das wohl nicht????

    bei Juden werden die Jungs auch beschnitten.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

  8. User Info Menu

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Beispiel:

    Es gibt zwei Elternpaare:

    Paar 1 entscheidet, dass ihr kleiner Sohn aus optischen, schönheitsmedizinischen Gründen beschnitten wird
    Paar 2 entscheidet, dass ihr kleiner Sohn aus religiösen Gründen beschnitten wird

    Paar 1 kann bestraft werden, Paar 2 nicht, wenn man den Befürwortern der religiösen Beschneidung folgt

    Sorry, aber das darf es in Deutschland im 21. Jahrhundert nicht geben.


    es gibt Menschen, die aus optischen Gründen ihr Kind beschneiden lassen?
    das macht mich dann schon fassungslos, auch dass es dann Ärzte gibt, die das auch machen.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn es schon wieder OT wird: Ich würde die Abgrenzungskomponente nicht so negativ sehen. Immerhin korreliert sie mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl der religiösen Gruppierung und wir alle streben danach, irgendwo dazuzugehören. Der "Weltenbürger", der keine Zugehörigkeit als zur Menschheit überhaupt braucht, ist m.E. Illusion.
    Dein Empfinden sei Dir unbenommen, aber bitte keine Sätze basteln, die mit "Wir alle" beginnen.
    Du weißt nicht wonach ich strebe, Du weisst nicht was für mich Illusion oder Realität ist.
    Ich würde sogar sagen, dass sich einige religiöse Menschen durch Deine Behauptung unangenehm berührt fühlen könnten.

    Statistiken die belegen, wonach Menschen im Allgemeinen so streben und warum, wirst Du nicht beibringen wollen, und sie wären so wie so keine Begründung für mein Handeln. Ich muss mich nicht normal fühlen, und ich nehme keine Meinung an, nur um in einer Gruppe zu sein.


    "Abgrenzung" ist immer negativ, positiv ist Zusammengehörigkeitsgefühl.

    Vielleicht haben Menschen ja eine biologisch bedingte "Abgrenzungkomponente". Meiner bescheidenen Erfahrung nach lebt sich dieser Reflex aber gerne und erfolgreich auf Kosten von Gerechtigkeit, Fairness und Objektivität aus. Man sollte ihn also sehr gut beobachten. Der Wunsch nach Abgrenzung und Zugehörigkeit zu einer Gruppe hat schon viele seltsame Rationalisierungblüten getrieben.

    Ich bin dafür ihn spielerisch bei Fussballmeisterschaften auszuleben, und ihn im richtigen Leben auf die Pfoten zu klopfen.

    Ganz sicher möchte ich nicht mein Hirn und mein Gerechtigkeitsempfinden an der Garderobe abgeben, nur um ein paar Streicheleinheiten in einer Gruppe mitzunehmen. Da bliebe ich doch lieber Einzelgänger.

  10. Inaktiver User

    AW: Beschneidung aus religiösem Grund ist eine strafbare Körperverletzung

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    "Abgrenzung" ist immer negativ, positiv ist Zusammengehörigkeitsgefühl.
    Sätze mit "immer" sind genau so gefährlich, wie Sätze mit "wir alle". Obiger Satz jedenfalls trifft nicht immer zu.

Antworten
Seite 19 von 21 ErsteErste ... 91718192021 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •