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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    man muss sich über seine Prioritäten klar werden und den Text anhand dieser Prioritäten sortieren. und man darf auch sagen "ich hab keine Ahnung, was das hier nun bedeutet."
    Prioritäten klar werden heißt ja, alles was niedrige Prioritäten hat wird einfach ignoriert, egal der Konsequenzen.
    wobei anzufügen ist: das geozentrische Weltbild funktioniert. Das heisst, es ist durchaus möglich, damit die Position von Planeten in der Zukunft zu berechnen. Und seit Arte mal die Maschine von Antikythera vorstellte, hab ich sogar das Epizykelprinzip begriffen...

    ob man geozentrisch oder heliozentrisch oder noch-sonst-was-zentrisch wählt, hat viel mit praktischen Gründen und auch mit Weltanschauungen zu tun. Rein physikalisch gibt es keine besonders ausgezeichneten Punkte. Es ist genauso möglich, einen Punkt auf der Erde als Bezugspunkt zu wählen (zB den eigenen Bauchnabel), wie auch irgend einen andern Punkt (zB das Zentrum unserer Galaxis), und alles andere in Bezug auf diesen Punkt zu berechnen.
    Was heißt das geozentrische funktioniert? Wenn Du alles ins heliozentrische umrechnest und von da weiter rechnest funktioniert es sicher. Nur warum die Tür nehmen, wenn ich an der Fassade hochklettern kann.

    Folglich funktioniert das geozentrische Weltbild nur scheinbar und nur mit Tricks, durch Einbildung.

  2. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von IULIUS Beitrag anzeigen
    Prioritäten klar werden heißt ja, alles was niedrige Prioritäten hat wird einfach ignoriert, egal der Konsequenzen.
    richtig. Was für mich bedeutet, dass ich gewisse Verse der Bibel schlicht ignoriere, dass ich mit ihnen nicht einverstanden bin oder dass ich sie nicht verstehe.

    Interessanterweise habe ich allerdings die Feststellung gemacht, dass ich trotz dieser Einschränkungen viele Bibelstellen wörtlicher nehme als jene, die behaupten, die ganze Bibel wörtlich zu nehmen.



    Was heißt das geozentrische funktioniert? Wenn Du alles ins heliozentrische umrechnest und von da weiter rechnest funktioniert es sicher.
    nein, auch die antiken Astronomen mit dem geozentrischen Modell haben Planetenpositionen vorausberechnen können. Es mag vom Rechnen her komplizierter gewesen sein als das Newton'sche Modell, aber dennoch waren beide auf dieselben Resultate gekommen.


    Folglich funktioniert das geozentrische Weltbild nur scheinbar und nur mit Tricks, durch Einbildung.
    nein, es funktioniert. Punkt.

    Abgesehen davon kommt es immer auf den Zweck an.

    Wenn dir jemand erklärt, wie du in der Stadt vom Rathaus zum Fussballstadion kommst, ist dein Bauchnabel ein deutlich besserer Ausgangspunkt als die Sonne. Wenn du die Absicht hast, eine Sonde auf Jupiter zu senden, empfiehlt sich das heliozentrische Bild als Referenz. Falls du eine Nachricht in die Andromeda-Galaxie schicken willst, ist das Heliozentrische auch nicht mehr geeignet, da du einen Referenzpunkt brauchst, der relativ zu zwei Galaxien Sinn macht.

    Es hängt eben immer von dem ab, was du tun willst, welches Modell du wählst.

    grüsse, barbara

  3. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von -Majolika Beitrag anzeigen
    Für mich ist die Bibel das Wort Gottes. Sie wurde im Laufe von 1600 Jahren geschrieben. Was mich begeistert, dass diese Schreiber aus den unterschiedlichsten Berufen kamen. Es waren Könige , Bauern, Fischer, Schafhirten und Richter und Propheten. Doch alle Schreiber waren von Gott inspiriert. Das heißt, dass Gott überwachte, was sie schreiben.
    ist ja dein gutes Recht das so zu sehen und es geht mich auch nichts an darüber zu befinden. absolut vermessen finde ich nur, wenn gewisse Gläubige anderen Gläubigen (oder Nichtgläubigen) diesen Schuh anziehen wollen und dabei auch noch von Beweisen faseln, das ist einfach nur lästig.

    apropo deine Sichtweise: was macht dich denn so sicher, dass das alles von Gott inspiriert ist? und nicht verändert, manipuiert, reduziert und/oder an gewisse Denkstrukturen angepasst worden ist?

  4. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    äh... nichts? Was sollte er schon "machen"?

    im AT heisst eins der Gebote "mach dir kein Bild von Gott". Man kann umformulieren: sei dir bewusst, dass du Gott nie in seiner Gesamtheit erfassen kannst, dass deine Vorstellung von ihm immer ein unvollständiges Bild bleibt.

    und dann: wichtig ist, was gemeint wird mit dem Opfer oder Gebet. Ob das benutzte Wort nun Allah, Ganesh oder Jupiter sonst wie lautet, ist doch egal. Jesus lobte mal einen römischen Offizier, der bestimmt alles war bloss nicht Jude, er habe mehr Glauben als alle seine jüdischen Landsleute. Sprich: die Form ist egal, der Inhalt zählt.




    auch hier: was sollte er schon "machen"? Theologie ist toll und es ist interessant sich zu fragen, wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben, aber wesentlich für den Glauben und das Leben sind diese Fragen eindeutig nicht.




    wiederum: nichts. er lässt sie leben, wie alle andern auch.




    Das Christ-Sein misst sich an der Liebe, und zwar an der Praxis der Liebe. Ich nehme an, das Gleichnis mit dem Samariter ist allen vertraut? Wer dies tut - in Liebe handeln - handelt im Sinne von Jesus (dem kirchliche-institutionelle Strukturen reichlich egal waren, wie es scheint).

    Es werden auch (Matthäus 25) sechs "Werke der Barmherzigkeit" genannt, also sechs Dinge, die man tun kann, um andern zu helfen: Gib Hungrigen zu essen, gibt Durstigen zu trinken, nimm den Fremdling auf, kleide die Nackten, besuche Gefangene, pflege Kranke. Also: tu das, wonach Bedarf besteht.

    Christ-Sein misst sich nicht an mentalen Übungen, sondern an der Einstellungen zu sich selbst und zu anderen Menschen, und den daraus folgenden Handlungen.

    grüsse, barbara
    Danke
    Deine Antworten sind hilfreich und beruhigend.

    Nur eine Frage noch, "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben", heißt es in einem der Zehn Gebote.
    In Indien und China beispielsweise werden aber viele Götter verehrt, weil die Menschen dort eben in ihre Religion hineingeboren wurden. Verstoßen diese Menschen gegen dieses Gebot, aus Sicht der Christen oder aus der Sicht Gottes?

  5. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Und wenn in der Bibel etwas Widersprüchliches steht, so kriegt bei mir Jesus die höchste Priorität.

    Wenn Jesus sagt "Seht die Vögel, sie arbeiten nicht und sie essen doch" und Paulus sagt "wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", so halte ich mich an Jesus.

    grüsse, barbara
    WoW!
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  6. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Blila3 Beitrag anzeigen
    das hätte ich noch bis vor einer woche. aber seit diese schei***-amseln mir den kirschbaum leer gefressen haben (und das heuer, wo es eh keine gibt!), bin ich doch ein stück weit bei Paulus
    Oooch, lass sie doch.
    Dafür singen sie Dir allmorgendlich ein schönes Liedchen

  7. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Aber nochmal zurück zu den vielen Andersgläubigen: Mal angenommen, das Christentum, mit seinem Kern, den Glauben an die hl. Dreifaltigkeit und die Auferstehung Christi, ist tatsächlich die einzig wahre Religion. Was macht Gott dann mit oben genannten Menschen, die nichts dafür können, dass sie einen anderen Glauben haben und vielleicht an mehrere Götter glauben? Sind die denn alle verloren?
    Das kann ich nicht glauben!


    beruhige dich doch, ich auch nicht. damit sind's mindestens schon zwei (die solchen Käse nicht glauben...)

  8. Inaktiver User

    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Nun sind wir drei : ich glaube es auch nicht.

  9. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Es gibt da noch eine Frage an die Christen, die mich schon lange umtreibt:

    Es heißt immer, "nach dem Tod kommen wir ..." - ja wo hin, in den Himmel, ins Paradies oder ins Ewige Leben?
    Oder ist das alles das selbe? Manche behaupten, das Paradies findet hier auf der Erde statt, manche, es ist im Himmel, wieder andere behaupten, ein Teil der Menschen bleibt auf der Erde und nur soundsoviele Tausend kommen (qualifizieren sich für den ...) in den Himmel (das fände ich ungerecht), wieder andere sagen, erst einmal herrschen auf der Erde tausend Jahre paradiesische Zustände, und dann kommt der Jüngste Tag. Und danach kommen wir (alle?) erst in den Himmel.

    Mir wäre am liebsten, am Ende sind alle glückselig vereint und nicht ein einziger Mensch muss in die Hölle. Gibt es nun die Hölle oder gibt es sie nicht, nach christlichem Glauben?
    Wenn zum Beispiel ein Massenmörder seine Untaten bis über seine letzten Sekunden hinaus nicht bereut, wäre es doch logisch, oder?


    Und dann noch eine Frage:
    Werden wir Gott jemals mit unseren Augen zu sehen bekommen?
    Ich wünsche es mir so sehr. Das ist mein Lebensziel. Ob ich es jemals erreiche?
    Geändert von Streuner (21.06.2012 um 02:02 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: was ich schon immer Christen fragen wollte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun sind wir drei : ich glaube es auch nicht.
    Da schließe ich mich doch gerne an.
    Niemand soll verloren sein

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