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    Re: Sinn des Lebens

    Hallo Elwyn,

    angenommen Du wärest 75 und bekämest unter den medizinischen Bedingungen von heute Alzheimer. Mich beruhigt es sehr, dass ich mein Leben dann beenden kann.

    Ob sich Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit der Sinnfrage beschäftigt haben weiss ich nicht. Intuitiv halte ich das eher für ein Phänomen wohlhabender christlich geprägter Kulturen nach der Säkularisation.

    Gruss Aladin

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    Re: Sinn des Lebens


    angenommen Du wärest 75 und bekämest unter den medizinischen Bedingungen von heute Alzheimer. Mich beruhigt es sehr, dass ich mein Leben dann beenden kann.
    @Aladin, dann musst du dich aber beeilen, sonst kriegste das nicht mehr mit (makabrer Scherz).

    Nee, Spass beiseite, ich war immer noch bei dem anomischen Selbstmord von Durckheim. Ich dachte, darauf bezog sich deine Version von Selbstmord. Ob es in Krankheitsfällen sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden.



    Ob sich Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit der Sinnfrage beschäftigt haben weiss ich nicht. Intuitiv halte ich das eher für ein Phänomen wohlhabender christlich geprägter Kulturen nach der Säkularisation.

    Ich bin der Auffassung, dass die Sinnfrage eine wichtiger Aspekt für alle Religionen und Philosophien ist. Auch der Glaube an Wiedergeburt, ein Leben nach dem Tod ist nichts anders als die Suche nach einem Sinn angesichts des unvermeidlichen Todes.


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    Re: Sinn des Lebens

    viktor frankl schreibt in seinem buch über seine zeit im kz, dass jemand, der keinen lebenswillen mehr hatte, seine zigarettenration selber aufrauchte, anstatt sie zu tauschen gegen brot und somit quasi selbstmord begang, weil man das nur kurze zeit aushielt.

    es waren viele, die nicht länger leben wollten unter diesen umständen und frankls berühmte rede im kz zu seinen mithäftlingen über den sinn des lebens , nämlich einen liebenden menschen zu wissen, dem es ungemein wichtig wäre, ihn lebend wiederzusehen, hat viele bewogen, sich nicht umzubringen.

    die liebe ist es also, die sinn gibt, zum geliebten partner, zu seinem kind, seinen eltern oder einem werk, an dem man sich beteiligt - künstlerisch natürlich, aber das kann auch der nächste frühling im garten sein, den man angelegt hat.

    wenn die fähigkeit, sich auf etwas in der zukunft zu freuen, nicht mehr da ist, dem ist das leben fast unerträglich schwer, denke ich...

    übrigens kenne ich eine ärztin, die noch letztes jahr voll in der praxis stand - eben 67 geworden - die auf einmal eine schnelle form von alzheimer hat und nicht mal ihre kinder erkennt, wenn die ein paar wochen nicht bei ihr waren...die denkt zuletzt an selbstmord ...diese krankheit scheint das unmöglich zu machen, zukunftsgerichtet zu handeln.



  4. Inaktiver User

    Re: Sinn des Lebens

    die liebe ist es also
    Ja.
    Genau.
    Und so schön geschrieben hast du das!

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    Re: Sinn des Lebens

    Guten Morgen Eustachia,

    weil Du das so schön geschrieben hast stelle ich meine blöden Fragen nur ungern: hat das Leben eines Neugeborenen Sinn, eines im Koma liegenden Menschen, eines Glücklichen, der sich die Sinnfrage nie stellt?

    Gruss Aladin

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    Re: Sinn des Lebens

    Ich bin der Auffassung, dass die Sinnfrage eine wichtiger Aspekt für alle Religionen und Philosophien ist. Auch der Glaube an Wiedergeburt, ein Leben nach dem Tod ist nichts anders als die Suche nach einem Sinn angesichts des unvermeidlichen Todes.
    @Elwyn

    das mag wohl so sein, wir sind es aber gewohnt die Frage im Horizont einer monotheistischen Religion zu stellen, die ganz offensichtlich ihre Fähigkeit zur ganz selbstverständlichen Sinnstiftung eingebüsst hat. Wir können uns auch vorstellen wie die gleiche Frage in einem fundamentalistischen Lebenskontext gestellt und beantwortet werden kann (Selbstmordattentat, Massenselbstmord), oder in einer Kultur ohne Schrift, in der es von Göttermythen nur so wimmelt. Die jeweiligen Antworten sind uns so fremd, dass es schwer fällt sie als Antworten auf die gleiche Frage wahrzunehmen.

  7. Inaktiver User

    Re: Sinn des Lebens

    Um eine wirklich sinnvolle Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu erhalten, sollte man da nicht den Erschaffer oder Konstrukteur des Lebens fragen?

    Wenn z.B. jemand einen komplizierten Computer herstellt und mit einem sehr aufwändigen hochspeziellen Programm ausstattet, denkt er sich wahrscheinlich etwas dabei.
    Er will gewiss nicht, dass damit die Wäsche gewaschen oder Fußball gespielt wird.

    Seine "Schöpfung" hatte einen Sinn. Darum lieferte dieser Konstrukteur auch eine Gebrauchsanweisung mit, damit man seinen PC incl. Programm individuell, aber auch vollständig nutzen kann.

    Der Mensch ist doch sehr viel mehr als ein simpler Computer.

    Da es nun mal einen Erschaffer des Menschen gibt, könnte man diesen fragen:
    Warum bin ich hier?
    Wohin steuert die Welt?
    Was geschieht mit mir wenn ich sterbe?
    Was ist der Sinn des Lebens?

    Warum gibt es so viele unterschiedliche Religionen,
    obwohl es nur einen wirklichen allmächtigen Gott, den Schöpfer aller Dinge gibt?

    Warum läßt er diese Uneinigkeit zu?
    Ist er überhaupt noch Herr der Lage
    oder wird er diesem Durcheinander mal ein Ende machen?

    Doch wie sieht es heute aus? Die "Gebrauchsanweisung" steht im Schrank uznd wird wenn überhaupt höchst selten beachtet.
    Man will selbst ausprobieren, man will frei und unabhängig sein.
    Das Ergebnis ist leider erschreckend. Man muß nur heute Abend die Nachrichten schauen, wo nur die "Spitze des Eisberges" erwähnt wird...

    Ist man ohne Gott wirklich frei und unabhängig?

    Ist es Freiheit an Krebs durch Rauchen zu sterben?

    Bedeutet es Freiheit gegen sein Gewissen den Nächsten im Krieg zu ermorden?

    Kann man behaupten frei zu sein, wenn man sein ungeborenes Kind ermordet?
    Das Mädel wollte doch nur frei sein und machen was es wollte....!?

    Ist man frei, wenn man dem Alkohol, den Drogen, der Spielsucht versklavt ist?

    Gruß Majolika :entspannen:

  8. User Info Menu

    Re: Sinn des Lebens

    Um eine wirklich sinnvolle Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu erhalten, sollte man da nicht den Erschaffer oder Konstrukteur des Lebens fragen?

    Wenn z.B. jemand einen komplizierten Computer herstellt und mit einem sehr aufwändigen hochspeziellen Programm ausstattet, denkt er sich wahrscheinlich etwas dabei.
    Er will gewiss nicht, dass damit die Wäsche gewaschen oder Fußball gespielt wird.

    Seine "Schöpfung" hatte einen Sinn. Darum lieferte dieser Konstrukteur auch eine Gebrauchsanweisung mit, damit man seinen PC incl. Programm individuell, aber auch vollständig nutzen kann.

    Der Mensch ist doch sehr viel mehr als ein simpler Computer.

    Da es nun mal einen Erschaffer des Menschen gibt, könnte man diesen fragen:
    Warum bin ich hier?
    Wohin steuert die Welt?
    Was geschieht mit mir wenn ich sterbe?
    Was ist der Sinn des Lebens?

    Warum gibt es so viele unterschiedliche Religionen,
    obwohl es nur einen wirklichen allmächtigen Gott, den Schöpfer aller Dinge gibt?

    Warum läßt er diese Uneinigkeit zu?
    Ist er überhaupt noch Herr der Lage
    oder wird er diesem Durcheinander mal ein Ende machen?

    Doch wie sieht es heute aus? Die "Gebrauchsanweisung" steht im Schrank uznd wird wenn überhaupt höchst selten beachtet.
    Man will selbst ausprobieren, man will frei und unabhängig sein.
    Das Ergebnis ist leider erschreckend. Man muß nur heute Abend die Nachrichten schauen, wo nur die "Spitze des Eisberges" erwähnt wird...

    Ist man ohne Gott wirklich frei und unabhängig?

    Ist es Freiheit an Krebs durch Rauchen zu sterben?

    Bedeutet es Freiheit gegen sein Gewissen den Nächsten im Krieg zu ermorden?

    Kann man behaupten frei zu sein, wenn man sein ungeborenes Kind ermordet?
    Das Mädel wollte doch nur frei sein und machen was es wollte....!?

    Ist man frei, wenn man dem Alkohol, den Drogen, der Spielsucht versklavt ist?

    Gruß Majolika :entspannen:
    Fragen über Fragen
    Mein Rat: Bete und du wirst die Antwort wissen.

    Die, die im Gebet keine Antwort finden, die Gott nicht als eine Art Erfinder des Genial-Computers 'Lebewesen' sehen, suchen eben weiter nach einer Möglichkeit, dem Un-Sinn Leben ihren eigenen Sinn zu geben.
    Das führt dazu, dass das Spektrum schön breit und bunt bleibt.

    N.


  9. User Info Menu

    Re: Sinn des Lebens

    Aladin:

    ich persönlich finde: nichts ist so sinnvoll wie das leben.
    klar ist es schön, zu lieben und sich geliebt zu wissen, aber schlimmer als im koma zu sein finde ich die unfähigkeit, nicht lieben zu dürfen/können ...." jedes leid, nur nicht herzensleid" ( bibel).

    ein neugeborenes, ein behinderter mensch, ein mensch im koma ist deshalb sinnvoll, weil er uns " gesunde" das einzige lehrt, was wir auf dieser erde wirklich lernen müssen, um in den himmel zu kommen: bedingungslos lieben.
    darum sagen alle mitarbeiter der arche( zentren fürs zusammenleben mit behinderten), dass sie von ihnen lernen, dass sie mehr von ihnen haben, als die kranken von den sog. gesunden.




  10. User Info Menu

    Re: Sinn des Lebens

    das mag wohl so sein, wir sind es aber gewohnt die Frage im Horizont einer monotheistischen Religion zu stellen, die ganz offensichtlich ihre Fähigkeit zur ganz selbstverständlichen Sinnstiftung eingebüsst hat.
    @Aladin, das ist klar.

    Diese Frage, wie andere Kulturen damit umgehen, kam mir nur im Zusammenhang damit, dass du geschrieben hast, die Menschen in Pakistan seien glücklicher und würden die Sinnfrage gar nicht stellen.

    Mir ist aufgefallen, dass in Asien generell dieser Eindruck entsteht, auch wenn nicht jeder dort in glücklichen Lebensumständen lebt. Aber ob nun Buddhist oder Hinduist (also nicht-monotheistische Glaubensrichtungen), die Sinnfrage ist dort trotzdem elementar verankert.

    Vor dem Hintergrund des Glaubens an die Wiedergeburt scheinen dort viele Menschen eine etwas bescheidenere und fatalere (!) Haltung gegenüber dem momentanen Leben einzunehmen. Ich habe auch immer den Eindruck, dass viele Asiaten mehr ertragen können, mehr einfach erdulden können, sich mehr gedulden können - gerade auch in Kastensystemen.

    Ich glaube ein Asiat hat auch eine andere Sichtweise auf die Stellung des Individuums in der Gesellschaft und auch eine andere Einstellung zu persönlichen Gefühlen und wie man diese nach aussen vertritt und offen zeigt.

    Schau dir mal die Bilder von den Tsunami-Opfern an. Diese Menschen sind nämlich ganz sicher nicht glücklich in so einer Situation, aber sie zeigen das nicht. Das ist der kultureller Kontext.

    Ein Europäer tickt da einfach anders, dadurch hat er andere Probleme. Die Sinnfrage gibts überall, wird aber anders beantwortet.


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