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    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Hallo...
    ich habe mal so durchgelesen und kann für mich sagen, ohne das ich theologisch tiefgreifende Erörterungen hier führen möchte und könnte.

    Ich gehöre nicht einer Kirche an, die solche angstmachende, schreckliche Dinge verbreitet.
    Beim durchlesen wurde mir fast schlecht.
    Mein GOtt ist großzügig, gütig und verzeihend.Und dafür bin ich sehr dankbar. Menschen brauchen Leitlinien.wie jedes Kind das heran wächst auch.

    Was wäre eine Welt ohne Vorgaben von Werten, Moral und die Lehre der Kirche. Dafür muß ich noch nichtmal streng kirchlich erzogen worden sein.
    Viele wissende in unserer Gesellschaft sehr angesehene Menschen haben ihren Glauben, es ist eine Kraft Gottes die da selig macht , alle die daran glauben.

    Das wäre mein bescheidener Beitrag.

  2. gesperrt

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    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Zitat Zitat von heimat Beitrag anzeigen
    Ich gehöre nicht einer Kirche an, die solche angstmachende, schreckliche Dinge verbreitet.
    Beim durchlesen wurde mir fast schlecht.
    Nicht die Kirche verbreitet solche Dinge, sondern Jesus tat dies vor ca. 2000 Jahren. Durch die Kirche werden diese Dinge im Gegenteil unter den Tisch gekehrt, verschwiegen oder verbogen.

    Was macht dir denn an der Botschaft Jesu Angst? Und was soll daran schrecklich sein? Ich finde das überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.

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    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Die Botschaft Jesu, so wie ich sie kenne, macht mir überhaupt keine Angst. Das wäre ein ganz falscher Ansatz.
    Aber ich denke hier liegen unterschiedliche Erkenntnisse zu Grunde und es ist müßig darüber zu diskutieren.

  4. gesperrt

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    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Zitat Zitat von heimat Beitrag anzeigen
    Die Botschaft Jesu, so wie ich sie kenne, macht mir überhaupt keine Angst. Das wäre ein ganz falscher Ansatz.
    Aber ich denke hier liegen unterschiedliche Erkenntnisse zu Grunde und es ist müßig darüber zu diskutieren.
    Was ich sagte, hat nichts mit unterschiedlichen Erkenntnissen zu tun, sondern das kannst du in jeder Bibel nachlesen. Es bleibt selbstverständlich dir überlassen, wem oder was du Glauben schenkst. Wenn du mit der Lehre der Kirche einverstanden bist, ist ja für dich alles in Ordnung - dann hast du wohl deinen Weg gefunden.

  5. Inaktiver User

    AW: Höhere Mächte - Glauben

    TE: "Hallo!

    Wie haltet ihr das mit dem Glauben an eine höhere Macht?

    Menschen, die das können, geht es irgendwie besser. Sie sind gelassener."

    Meiner Erfahrung nach sind diesen Menschen Rituale wichtig, und nicht das ich das verurteilen wollte, aber dass sie gelassener, ich schreibe mal selbstbewusster sein.., nein, eindeutig gegenteilig.

    Eine Entscheidung, ob ich einen Massenmord in Syrien verhindern will und mich oder gar meine Kinder dafür riskieren will, das alles nimmt mir kein Gott ab. Ich bin. Ich entscheide und es ist wie immer zu billig, solche harten Gewissensfragen auf einen Gott ab zu schieben.

    Und das ein Gott mich 72 fach lobt für meine Taten im Diesseits. Was zum Henker haben wir denn bisher eigentlich erreicht?
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2012 um 01:13 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Das Auseinandersetzen mit "schwierigen" Themen wie Tod, Krankheit, Behinderung, Verlust ist jener, wo Religion gebraucht wird. Weil dort das Gebiet ist, wo menschliche Kraft an die Grenzen stösst, wo etwas Schlimmes oder Schmerzhaftes nicht verändert werden kann, sondern wo damit gelebt werden muss.
    Das finde ich interessant. Da braucht man etwas, woran man sich festhalten kann und wo man Kraft und Hoffnung draus ziehen kann. Und auch etwas, dem man vertrauen kann: Alles wird gut werden. Irgendwie.

    Suchtkranke haben ja dieses 12 Punkte Programm, wo es auch darum geht, dass man nicht alles im Leben mitbestimmen kann und man einen gewissen Anteil in die Hände einer höheren Macht geben sollte. Ich könnte mir vorstellen, abends ein Gebet zu sprechen oder auch öfter von mir aus. Es gibt sogar ein Haus (weiß nicht wo), wo Suchtkranke Jugendliche aufgefangen werden und Gott bzw. das Bibellesen den Platz für das Suchtmittel eingenommen hat. Die Süchtigen haben ja quasi eine Beziehung mit ihrem Suchtmittel. Und diese Beziehung zu Gott oder zu wem auch immer nimmt den Platz ein und ist den Leuten eine sehr gute Hilfe "trocken" zu bleiben und einen neue Perspektive zu finden. Das fand ich sehr interessant.

    Ich find's halt komisch zu einem Gott zu beten, wo man doch heute wissenschaftlich so aufgeklärt ist. Habe aber keine Vorstellung zu wem ich sonst beten könnte und in wessen Hände ich das legen könnte, wo mir selbst der Einfluss verwehrt bleibt oder meine Fähigkeiten nicht heranreichen.

    Ich hätte gerne "jemanden", mit dem ich Zwiegespräch führen kann außer mir selbst. Jemand, der irgendwo ist und seine schützenden Hände über mich hält. Der mir meine Angst nimmt und mir Zuversicht geben kann. Mut geben kann, damit ich leichter meinen Horizont erweitern kann und ich mich aus meiner Komfortzone raustraue. Jemand, der mich so annimmt, wie ich bin und mich liebevoll ein Stückchen weiterschubst. Der mir das Gefühl gibt, dass ich alles im Leben schaffen kann und ich keine Angst vor neuen Erfahrungen haben muss.

    Sowas halt... Es fällt mir eben auch schwer an so etwas zu glauben, weil zu viel Furchtbares auf der Welt geschieht.

    LG


    Muffeltuff

  7. gesperrt

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    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da braucht man etwas, woran man sich festhalten kann und wo man Kraft und Hoffnung draus ziehen kann. Und auch etwas, dem man vertrauen kann: Alles wird gut werden. Irgendwie.

    Suchtkranke haben ja dieses 12 Punkte Programm, wo es auch darum geht, dass man nicht alles im Leben mitbestimmen kann und man einen gewissen Anteil in die Hände einer höheren Macht geben sollte.
    ich würde da noch differenzieren, so wie ich es bei Rüdiger Dahlke schon gelesen hatte: Die Sucht (nach Alkohol, nach Anerkennung, nach irgendwas) ist im Grunde eine verdrehte Suche nach der Stabilität im Leben. Sucht sucht allerdings im Aussen, und findet eine Krücke, und schafft somit eine Abhängigkeit, mit den bekannten unschönen Merkmalen: schlägt auf die Gesundheit, verlangt nach Dosissteigerung, will immer mehr, führt zu Gier und Rücksichtslosigkeit...

    Die Suche nach dem, was wirklich stabil ist - ob das nun Gott genannt wird oder etwas Anderes - führt ins Innere. Das Resultat davon ist eine stabile innere Haltung ohne äusseren Zwang - Würde - Aufrichtigkeit/Aufgerichtetheit - nicht weil man sich an etwas festklammern muss, sondern weil man selbst gut und stabil steht. Was auch bedeutet, dass man, wenn nötig, auf vieles verzichten kann, ohne dass man völlig niedergeschlagen wird vom Verlust.

    Ich find's halt komisch zu einem Gott zu beten, wo man doch heute wissenschaftlich so aufgeklärt ist.
    "Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft macht atheistisch, doch auf dessen Grund wartet Gott" - Werner Heisenberg




    grüsse, barbara

  8. User Info Menu

    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich find's halt komisch zu einem Gott zu beten, wo man doch heute wissenschaftlich so aufgeklärt ist. Habe aber keine Vorstellung zu wem ich sonst beten könnte und in wessen Hände ich das legen könnte, wo mir selbst der Einfluss verwehrt bleibt oder meine Fähigkeiten nicht heranreichen.

    Ich hätte gerne "jemanden", mit dem ich Zwiegespräch führen kann außer mir selbst. Jemand, der irgendwo ist und seine schützenden Hände über mich hält. Der mir meine Angst nimmt und mir Zuversicht geben kann. Mut geben kann, damit ich leichter meinen Horizont erweitern kann und ich mich aus meiner Komfortzone raustraue. Jemand, der mich so annimmt, wie ich bin und mich liebevoll ein Stückchen weiterschubst. Der mir das Gefühl gibt, dass ich alles im Leben schaffen kann und ich keine Angst vor neuen Erfahrungen haben muss.

    Sowas halt... Es fällt mir eben auch schwer an so etwas zu glauben, weil zu viel Furchtbares auf der Welt geschieht.

    LG


    Muffeltuff
    Es ist immer eine große Herausforderung, an einen liebenden, bergenden Gott zu glauben, angesichts alles des Leids in der Welt und auch angesichts ganz persönlicher Leiderfahrung. Jeder Gläubige kennt auch die Erfahrung des Zweifels, der Gottesferne. Zweifel gehören zum Glauben dazu, sie sind sogar notwendig, um den Glauben zu vertiefen und uns dazu zu bringen, uns von allzu bequemen Gottesbildern wieder zu lösen und offen zu werden für den ganz anderen, der Gott eben auch ist.

    Auf der anderen Seite stehen eben die positiven Erfahrungen, die man macht, wenn man sich auf den Glauben einlässt. Da gibt es dann auch Momente großer Gottesnähe und Geborgenheit, die über die dunklen Zeiten hinweg tragen.

    Letztlich glaube ich, dass die eigene Sehnsucht entscheidend ist und die Bereitschaft, dieser Sehnsucht Raum zu geben und sich für die Vorstellung zu öffnen, dass dieser Sehnsucht, die zu den tiefsten menschlichen Sehnsüchten gehört, ein Gegenüber entspricht. Die Alternative ist halt, dass dieser Sehnsucht nichts enstpricht, dass sie letztlich keinen Sinn hat, dass auch das Leben als solches keinen tieferen Sinn hat, der über unser kurzes irdisches Dasein hinausreicht. Das kann man auch glauben, aber mir persönlich scheint der Glaube an einen tiefsten Sinn zumindest nicht unvernünftig. Der nächste Schritt ist dann, diesen Sinn in einem persönlichen Gott zu finden, zu dem wir eine Beziehung haben können, mit dem wir in Kontakt treten können. Das ist noch mal ein weiterer Schritt. Manchmal hilft es schon, einfach mal so zu tun als ob und sich diesem Gott zuzuwenden, mit allen Zweifeln und Bedenken, und dann zu schauen, wie es einem dabei geht, was passiert. Glaube ist letztlich ein Weg in eine Beziehung. Und ich glaube, man muss nicht in allen Punkten schon sicher sein, wenn man sich auf diesen Weg begibt, sondern man kann auch einfach mal den ersten Schritt gehen und weitersehen.

    Gruß,

    Malina

  9. Inaktiver User

    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Und was soll dann passieren, wenn man sich einem Gott zuwendet?
    Welchen Vorteil hätte man dann, ein Zimmer im Himmelreich

    Ich denke, man macht sich dann was vor, man bildet sich was ein, es ist ja letztendlich nur in unserer Einbildung vorhanden, ein Wunder passiert jedenfalls mit Sicherheit mal nicht

    Und innere Reife, Liebe usw. findet man in sich selbst auch ohne einen Gott.

    Mein Wort zum nächsten Sonntag

  10. User Info Menu

    AW: Höhere Mächte - Glauben

    Man fühlt sich geliebt. Geborgen. Angenommen - so wie man ist. Mit allen Fehlern. Wie kleine Kinder von ihren Eltern. Zu denen man gerannt ist, wenn man sich das Knie aufgeschlagen hat. Natürlich hat es nix genützt - sie haben einen nicht beschützen können und so ist man eben hingefallen, und jetzt blutet es. Aber man wußte, sie waren da und haben getröstet und verpflastert und man hat sich wieder sicher gefühlt und den Schmerz verwunden.

    Das gibt unglaublich viel innere Stärke. Und wenn dann außenrum alles zusammen bricht, dann kann man das aushalten und dagegen an arbeiten in dem Bewußtsein, dass man zu jemandem gehen kann, der einen liebt, und einem Kraft gibt, weiter zu machen.
    Es gibt einen total netten Song von Maybebop: "Das Leben wischt dir den A* nicht ab, das musst du schon selber machen". Gott tut das auch nicht, und das ist auch nicht sein Job. Aber er KANN dir das Gefühl geben, dass du das auch selbst kannst, und das ist ein GUTES Gefühl.

    Und ja, natürlich gibt es richtig tiefe Lebenskrisen. Wenn jemand stirbt. Wenn Unfälle passieren. Wenn man sich verraten fühlt. Wenn Lebensentwürfe scheitern. Die wird Gott nicht verhindern (und er verursacht sie auch nicht), genauso wenig wie die Eltern die Stürze in der Kinderzeit. Aber er kann dich halten, dich trösten, dich eine Zeitlang verbergen, er kann dir Menschen an die Seite stellen, die dich auffangen und dir ganz allgemein die Kraft zur Verfügung stellen, die du brauchst, damit DU weitermachen kannst.
    Innere Reife und Liebe ist nur zu erlangen, wenn man sich selbst auch geliebt weiß. Menschen sind aber veränderlich. Wer dich heute liebt, tut das morgen vielleicht nicht mehr. Dann ist das schwierig mit der inneren Reife - ist hier auch vielfach zu besichtigen. Aber Gott liebt dich immer.

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