ich habe schon so viele Fragen von Dir aus meiner Sicht und Glaubenüberzeugung beantwortet, dass ich auf das Spiel nicht mehr eingehe. Ich würde lieber von Dir erfahren, welche Glaubensüberzeugung Du vertrittst.
Einerseits sagst Du, dass die Bibel Gotter persönliches Wort ist (die Überzeugung kann ich akzeptieren, auch wenn ich sie nicht teile) Andererseits behauptest Du, dass große Teile des Pentateuchs Lügen und Verfälschungen sind und nicht Gottes Willen darstellen. Dem kann ich wiederum nicht folgen.
Einerseits machst Du, seitdem Du hier in der Bricom bist, klar, dass die römisch-katholische Kirche das Böse an sich ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, hälst Du sie für die Hure Babylon. Andererseits entdecke ich keine einzige Aussage, welche Glaubensauffassung Du vertritts.
Ich bin nicht bereit, Dir die Stichworte zu liefern, damit Du hier verbal um Dich schlagen kannst.
Und allen, die hier mitlesen, wünsche ich frohe Ostern. Das freudigste Fest der Christenheit. Christus hat den Tod überwunden und Gott bietet allen Menschen, die an ihn glauben, die Versöhnung an.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 90
Thema: Wer ist die «Hure Babylon»?
-
08.04.2012, 09:47
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
Geändert von Opelius (08.04.2012 um 09:55 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
08.04.2012, 10:46
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
Ist mir leider nicht aufgefallen, Opelius. Aufgefallen ist mir nur, dass du ständig um den heißen Brei herumredest, auf Nebenbaustellen ausweichst, meine Aussagen verdrehst, unterschwellige oder offene Mutmaßungen anstellst und mir Dinge unterstellst, die ich nie gesagt habe.
Falls du meine Konfession meinst, ich bin evangelisch getauft. Meine Glaubensüberzeugung, die übrigens keineswegs in allem der evangelischen Kirche entspricht, in paar Worte zu fassen, dürfte zu weit gehen. Ich wüsste allerdings auch nicht, wozu ich das tun sollte.
Schon wieder eine Falschaussage. Wo soll ich derartiges gesagt haben? Bitte zeige mir die Stelle.
Das habe ich schon bemerkt, Opelius. Und jeder soll das glauben, was er für richtig hält. Für mich ist es nun mal so, dass große Teile des Pentateuchs Lügen oder Verfälschungen sind - damit wirst du dich und andere, denen meine Überzeugungen nicht passen, abfinden müssen.
Auch das stimmt so nicht. Die RKK ist ja nicht eine Gemeinschaft gleichgeschalteter Menschen, sondern es gibt auch dort unterschiedliche Auffassungen, so wie eben in jeder Glaubens- oder sonstigen Gemeinschaft. Ich kenne Katholiken, mit denen ich menschlich sehr gut zurechtkomme. Allerdings liegt das, zugegebener Weise, eher an deren kritischen/abweichenden Haltung gegenüber der offiziellen Lehrverkündigung, als an der offiziellen Lehrmeinung der RKK.
Sage wir so, sie steht unter Verdacht es zu sein. Dazu hatte ich ja den Thread aufgemacht, in der Hoffnung, der Beantwortung der Frage näherzukommen.
Wo schlage ich verbal um mich?
-
08.04.2012, 10:57
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
Gute Prophezeihungen sind nichts Anderes als Analysen der aktuellen Situation und deren Extrapolation auf die Zukunft.
im kleinen Rahmen machen wir das ja alle: "Wenn du im Winter barfuss nach draussen gehst, wirst du krank werden" oder "wenn du nichts lernst, wirst du durch die Prüfung fallen." Das ist nicht Scharlatanerie, das ist genaue Beobachtung und logische Schlussfolgerung.
dies im grossen weltpolitischen Rahmen zu tun, braucht wohl mehr an Wissen und Können (das ist erlernbar), hilfreich ist sicher auch eine verlässliche und feine Intuition (die ist trainierbar) und ein gutes Mass an Mut (weil Prophezeihungen immer dann nötig sind, wenn eine ungute Entwicklung sich entwickelt, aber die Verantwortlichen hören das natürlich nie gern).
grüsse, barbara
-
08.04.2012, 11:12
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
Dann sind also alle in die Zukunft weisenden Prophezeiungen der Bibel, wie etwa diejenigen, die im AT auf Jesus verweisen, Scharlatanerie und die Propheten, die sie ausgesprochen haben Scharlatane.
Damit wäre dann also auch Jesus ein Scharlatan (falls seine in den Evangelien überlieferten und in die Zukunft weisenden Prophezeiungen keine Erfindungen von Menschen sind? Glaubst du das?
-
08.04.2012, 12:59
-
08.04.2012, 13:09
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
-
08.04.2012, 13:14
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
es kam ja ein Einwand von meiner Seite, nämlich dass es unter gewissen Umständen - nämlich erstens der Kenntnis der aktuellen Situation und zweitens gewissen Fähigkeiten wie "logisch denken" und "ausgebildete Intuition" - sehr wohl möglich ist, sinnvoll in die Zukunft zu schauen.
mit den alttestamentarischen Prophezeihungen habe ich mich zuwenig beschäftigt, um sie beurteilen zu können. Mir scheint, oft liessen sie sich auf viele Ereignisse anwenden, da sie wesentlich Verhaltensmuster von Menschen beschreiben, die in ähnlichen Situationen dazu neigen, ähnlich wiederzukommen - zB die Arroganz und Hybris von Königen, die dazu führen kann, dass ihr Reich zerstört oder erobert wird.
grüsse, barbara
-
08.04.2012, 13:20
-
08.04.2012, 13:34
AW: Wer ist die «Hure Babylon»?
Bei der Stimmung, die damals herrschte - warum nicht: ein besetztes Land, eine kriegerische und aggressive Besatzungsmacht die schon mehrere Städte dem Erdboden gleichgemacht hat, ebenso aggressiver Widerstand... Dass es knallen wird, und dass die gegnerischen Parteien versuchen werden, die anderen im Innersten und im Heiligsten zu treffen, das ist das Wesen von allen Kriegen.
Andererseits wissen wir nicht, was Jesus tatsächlich gesagt hat, und vom Matthäusevangelium ist bekannt, dass sich der Evangelist alle Mühe gibt, die Ereignisse aus dem Leben von Jesus an die alten Prophezeihungen anzupassen. Die Evangelien sind ja bekanntlich nicht Echtzeit-Berichte, sondern wurden erst nachher geschrieben. Heute wär's anders, da würden die Jünger wohl ständig via Smartphone über Twitter die aktuelle Lage dokumentieren, damals ging das halt noch nicht.
Ausserdem hat Jesus immer Dinge mit mehreren Schichten gesagt, mit vielen Facetten, mit Tiefe. Irdische Politik interessierte ihn nach der Überlieferung wenig "("Mein Reich ist nicht von dieser Welt" - "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist"), also zweifle ich durchaus daran, dass er auch nur das geringste Interesse daran hatte, den Bestand eines Stücks Architektur auf Jahr und Tag vorauszusagen. Sogar wenn es für die Juden ein wichtiges und symbolbeladenes Stück Architektur ist.
grüsse, barbara
-
08.04.2012, 13:50



Zitieren