Missionieren ist nichts schlechtes, weil es der Wunsch bzw. sogar der Auftrag Jesu an seine Jünger war.
Was natürlich einige religiöse Organisationen davon gemacht haben, ist zu verwerfen.
Wer aber so missioniert, wie es Jesus Christus vormachte und wie es die ersten wahren Christen nachahmten, ist auf dem richtigen Weg.
Durch das Sprechen über Gottes Wort werden viele Menschen erreicht.
Sie erhalten Aufschluß darüber, was Gott mit der Erde vorhat. Dass er einmal gegen das Böse in der Welt riguros vorgehen wird, dass gerechtigkeitsliebende Menschen einmal ewig auf diesem Planeten leben dürfen.
Ohne jemals alt und krank zu werden, ohne jemals zu sterben. In Frieden mit Gott und im Einklang mit der Natur.
Natürlich passt es den Feinden Gottes nicht und sie versuchen, das Predigen zu verhindern oder wenigsten zu behindern. Sie überlassen es lieber dem Klerus...
Aber sie können gegen das Missionieren, das Gott durch den Sohn Jesus in Auftrag gab, nichts tun.
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10.06.2012, 08:13
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

Liebe Grüße von Majolika 

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10.06.2012, 09:10
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
... und wie ist es, wenn einem ein Gespräch aufgedrängt wird, Majolika? Über den Glauben sprechen setzt eine gewisse Freiwilligkeit voraus, wenn man sich dem nicht entziehen kann, wird es unangenehm. Ich habe überhaupt nichts dagegen, jemandem meinen Glauben zu erklären, ihm meine Sicht der Dinge zu schildern, aber ich habe sehr wohl etwas dagegen, einen Anderen mit diesen Fragen zu überrennen.
Ich hatte einmal eine gute Bekannte, die bei den ZJ war, ich empfand unsere Treffen als ziemlich anstrengend, da sie aus jedem (!) Thema ein Glaubensbekenntnis machte. Dieses Missionieren- Müssen ist einfach nicht meins. Ich glaube, wer Fragen hat, wird sie stellen, wer auf der Suche nach Antworten ist, wird sie suchen. Und dann ist er allemale offener für ein Gespräch als derjenige, der sich gezwungenermaßen ein solches aufdrängen lassen muss. Es geht also letztlich darum, zu erspüren, ob man mit seinen eigenen Überzeugungen, mit seiner eigenen Religiosität nervt (sorry) oder ob man einem Fragenden weiter hilft.
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10.06.2012, 09:53
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Seh ich auch so.
Man kann ein Gespräch auf den Glauben bringen und wartet die Reaktion ab. Wenn aber abgeblockt wird, dann läßt man es einfach. Das heißt nicht, dass man über das Thema "Glauben" in Zukunft nie mehr sprechen wird.Ich glaube, wer Fragen hat, wird sie stellen, wer auf der Suche nach Antworten ist, wird sie suchen. Und dann ist er allemale offener für ein Gespräch als derjenige, der sich gezwungenermaßen ein solches aufdrängen lassen muss
"Wovon das Herz voll ist, fleißt der Mund über".
Manche züchten Hunde oder Katzen und erwähnen in fast jedem Gespräch irgendwann einmal ihre Hunde und Katzen. Andere lieben ihre süßen Babys und dann ist das natürlich Thema Nr. 1.
Oder der hiesige Fußballverein...
Obwohl der Gesprächspartner damit nicht groß was anfangen kann, weil seine Kinder schon groß sind, er mit Hunden nichts anfangen kann oder kein Fußball spielt...
Trotzdem wird man "rücksichtslos" mit diesen Themen "überfallen".... und man hört höflich zu.
Merkwürdigerweise kommt niemand auf die Idee, dass man zum Hundezüchten, zur Elternschaft oder Fußballspielen überredet oder missioniert werden soll...

Liebe Grüße von Majolika 

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10.06.2012, 10:04Inaktiver User
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Um ein friedliches Miteinander in der Welt zu erreichen, ist für mich nicht missionieren das Gebot der Stunde, sondern gegenseitiger(!) Respekt vor den Anschauungen des anderen.
Sich austauschen, sich auf Gemeinsamkeiten besinnen, über Unterschiede auch streiten. Unterschiede in gegenseitigem Respekt akzeptieren. Keiner muss sich dabei verleugnen.
Regeln über ein menschliches Miteinander sind allen Religionen und Weltsanschauungen immanent und letztendlich gleich (viele "Missionare" sehen das anders, das ist das Problem). Womit wir nicht zuletzt beim Kategorischen Imperativ von Kant wären. Oder wie die Altvorderen ganz einfach zu sagen pflegen "was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu". Mal als ersten Einstieg.
Hans Küng spricht in dem Zusammenhang von einem "Weltethos". Darauf sollten wir uns besinnen und nicht auf rein missionarische Anstrengungen.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (10.06.2012 um 10:11 Uhr) Grund: Ergänzung
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10.06.2012, 10:13
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Hm, wenn man mich mit einem Thema überfällt, das mir so rein gar nichts sagt (Fußball?
), stelle ich die Ohren auf Durchzug und gut is. Beim Thema Religion ist das ja schon wieder anders, da erwartet mein Gegenüber in der Regel eine andere Reaktion als ein "jaja" "ach was?" 
Neulich unterhielt ich mich mit einer Praktikantin, die Jesidin ist. Über diesen Glauben wusste ich bisher nicht viel, ich habe sie aber explizit danach gefragt. Von sich aus hätte sie mich nicht angesprochen. Andererseits waren ihre Gesprächsbeiträge auch rein informativ und keinesfalls darauf ausgelegt, mich mal eben zu bekehren. Jedenfalls wurde es eine gute Unterhaltung, die mir den jesidischen Glauben zumindest ein kleines Stück weit vermitteln konnte. Darin unterschied es sich übrigens auch eklatant von den Unterhaltungen mit besagter Zeugin Jehovas, die stets "auf dem Sprung" war. Im Falle unserer Praktikantin suchte ich die Information, im Falle meiner Bekannten wurde mir alles aufgedrängt.
In der alten Wohnung kamen übrigens immer wieder ZJ vorbei, die mich mit ihren Broschüren bedachten. Da ich längere Gespräche oder Auseinandersetzungen meist gut vermeiden konnte, war es mir relativ egal, ich habe die Sachen sogar fast immer durchgelesen, dabei aber festgestellt, dass sie meiner Grundhaltung zum Leben und Glauben fundamental widersprechen. Insofern wars wieder völlig in Ordnung, ich bin halt ein harter Knochen
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10.06.2012, 10:14
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10.06.2012, 10:20
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Mit dem Respekt ist das so eine Sache, vor gewissen religiösen Anschauungen - wie etwa Hexenverfolgungen - habe ich, zugegeben, keinen Respekt, nicht mal im entferntesten.
Aber ich gebe dir insofern recht, Respekt verdient ausnahmslos jede religiöse Anschauung, sofern sie nur friedlich ist. Unter dieser voraussetzung könnten manche Religion von anderen Religionen durchaus lernen.
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10.06.2012, 10:38
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
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10.06.2012, 18:07
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Zum Glück gibt es die nicht mehr.
Da hat auch die Katholische Kirche Fehler erkannt, eingestanden und behoben.
Jede (Religions-)Gemeinschaft besteht aus Menschen, die Fehler machen, aus denen sie lernen können.
"Lernen durch Schmerz" setzt Schmerzen voraus. Dabei meine ich natürlich nicht die Schmerzen, die den "Hexen" zugefügt wurden, sondern die, die man empfindet, wenn einem ein Licht aufgeht, was man (z.B. die Kath. Kirche) für Schuld auf sich geladen hat.
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10.06.2012, 18:13
AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?
Wer Interesse daran hat, warum ich glaube, warum manche schlimmen Dinge passieren müssen um zu einem guten Ende zu führen, dem empfehle ich die Geschichte von Joseph, dem Lieblingssohn Jaakobs (Genesis 37 bis 50).


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