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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Natürlich ist der Koran für Muslime göttliche Offenbarung. Wissenschaftlich beweisen lässt sich in religiösen Dingen sowieso kaum was wirklich hieb- und stichfest. Die bestätigten Vorhersagen gibt es aber dennoch, z.B. ein Sieg in einer Schlacht in starker Unterzahl, der errungen wurde.

    Eine Religion "Betrug" zu nennen, finde ich im Übrigen beleidigend. Kritik anbringen (keine göttliche Offenbarung, abgeschrieben, uvm.) ist okay, aber nenne nicht die Grundlage einer Religion Betrug. Mohammad war ein äußerst frommer Mann, der einen solchen Betrug nicht getätigt hätte. Wobei man sich fragen kann, ob es überhaupt eine Grundlage ist. Manche Muslime glauben, der Koran sei göttlich inspririert, aber nicht Wort für Wort von Gott...dem kann ich durchaus auch etwas abgewinnen.

    Es ist kein Selbstanspruch des Korans, etwas neues zu schaffen. Hast du das Buch wirklich schon mal ganz (ich empfehle von hinten nach vorne) durchgelesen? Es wird immer wieder betont, der Koran wurde nur offenbart, um die alten Schriften zu bekräftigen und gegebenfalls zu korrigieren.

  2. gesperrt

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Natürlich ist der Koran für Muslime göttliche Offenbarung.
    Natürlich ist das nicht. Was ich unnatürlich finde sind derartige Pauschalisierungen, mit denen du alle Muslime in einen Topf wirfst. Ich bin sicher, nicht alle Muslime sehen das so wie von dir behauptet.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Wissenschaftlich beweisen lässt sich in religiösen Dingen sowieso kaum was wirklich hieb- und stichfest.
    Von Beweisen war keine Rede.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Es ist kein Selbstanspruch des Korans, etwas neues zu schaffen.
    Er hat auf jeden Fall den Anspruch, die Bibel "richtig" auszulegen. Zu was sonst der ganze Aufwand?

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Hast du das Buch wirklich schon mal ganz (ich empfehle von hinten nach vorne) durchgelesen?
    Nein, dazu fehlt mir die Zeit. Aber alles, was ich bisher gelesen habe, sagt mir: keine göttliche Offenbarung, sondern Menschenwerk. Das soll nicht abwertend gemeint sein, lediglich eine Feststellung.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Es wird immer wieder betont, der Koran wurde nur offenbart, um die alten Schriften zu bekräftigen und gegebenfalls zu korrigieren.
    Gewiss, zu bekräftigen die Sichtweise der Initiatoren, welche Menschen waren, nicht Gott.

  3. Moderation

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Hominis,

    du sagst, es sei kein Selbstanspruch des Koran, etwas Neues zu schaffen.

    Widerspricht er denn irgendwelchen Lehren, die im Alten oder Neuen Testament stehen? Oder darf das alles nebeneinander stehen und die gleiche Gültigkeit haben, so wie ja auch Mohammed in eine Reihe mit den alttestamentarischen Propheten und Jesus gestellt wird?

    Wie ist es mir der Ethik? In der Bergpredigt lesen wir "Ihr habt gelesen, dass ..., ich aber sage euch ...". Jesus hat einige überlieferte Regeln aufgehoben, so z.B. das berühmte "Auge um Auge, Zahn um Zahn" oder die strenge Auslegung der Sabbatvorschriften. Wie sieht das der Islam?
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  4. gesperrt

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Eine Religion "Betrug" zu nennen, finde ich im Übrigen beleidigend. Kritik anbringen (keine göttliche Offenbarung, abgeschrieben, uvm.) ist okay, aber nenne nicht die Grundlage einer Religion Betrug.
    Wenn in dem Koran nun mal schwarz auf weiß steht, dass Mohammed den Koran durch einen göttlichen Boten (Erzengel) erhalten habe und dies eine direkte Botschaft von Gott sei, so ist das ein sehr hoher Anspruch. Aber ein so hoher Anspruch muss sich zumindest hinterfragen lassen. Falls mich irgend jemand davon überzeugen kann, dass das stimmt, gehe ich gern von dem Betrugsverdacht ab.

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das nicht. Was ich unnatürlich finde sind derartige Pauschalisierungen, mit denen du alle Muslime in einen Topf wirfst. Ich bin sicher, nicht alle Muslime sehen das so wie von dir behauptet.
    Nein, aber du kannst davon ausgehen, dass der Anteil derer, die das anders sehen, verschwindend gering. Eine andere Möglichkeit habe ich ja auch weiter unten geschildert.
    Von Beweisen war keine Rede.
    Was soll denn ein "Beleg" sonst sein?

    Er hat auf jeden Fall den Anspruch, die Bibel "richtig" auszulegen. Zu was sonst der ganze Aufwand?
    Es dreht sich auf dieser Welt nicht alles um die Bibel, und nein, es geht nicht um die "Auslegung" der Bibel, sondern, wenn wir schon mal korrekt sind, um die Korrektur und grundsätzliche Besätigung aller Propheten vor Mohammad, die laut Koran alle vor allem Mahner waren. Und so ist auch der Koran zu verstehen: Als Mahnung an die Menschen, dazu der Aufwand.

    Gewiss, aus der Sichtweise der Initiatoren, welche Menschen waren, aber nicht Gott.
    Wieso sollte Gott nicht seine eigenen Aussagen bekräftigen und wiederholen, er ändert schließlich seine Meinung höchst selten :D


    Vergleiche Koran-Bibel finde ich immer etwas unzureichend, weil sie ziemlich in verschiedene Richtungen gehen. Von der Göttlichkeit der Bibel auszugehen und damit Beweise gegen den Koran zu finden, ist leicht sinnlos.

  6. gesperrt

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Was soll denn ein "Beleg" sonst sein?
    Etwa eine Prophezeiung, welche sich nachweislich erfüllt hat.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Es dreht sich auf dieser Welt nicht alles um die Bibel, und nein, es geht nicht um die "Auslegung" der Bibel, sondern, wenn wir schon mal korrekt sind, um die Korrektur und grundsätzliche Besätigung aller Propheten vor Mohammad, die laut Koran alle vor allem Mahner waren. Und so ist auch der Koran zu verstehen: Als Mahnung an die Menschen, dazu der Aufwand.
    Was korrigiert denn der Koran zum Beispiel?

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Wieso sollte Gott nicht seine eigenen Aussagen bekräftigen und wiederholen, er ändert schließlich seine Meinung höchst selten :D
    Der "Gott der Bibel" hat seine Meinung immerhin öfters geändert. Jedenfalls falls es stimmt, dass die ganze Bibel "Gottes Wort" ist (was ich bezweifle...).

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Vergleiche Koran-Bibel finde ich immer etwas unzureichend, weil sie ziemlich in verschiedene Richtungen gehen. Von der Göttlichkeit der Bibel auszugehen und damit Beweise gegen den Koran zu finden, ist leicht sinnlos.
    Von der "Göttlichkeit" der Bibel ging ich nicht aus.
    Geändert von tessie_10 (13.03.2012 um 20:19 Uhr)

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    du sagst, es sei kein Selbstanspruch des Koran, etwas Neues zu schaffen.

    Widerspricht er denn irgendwelchen Lehren, die im Alten oder Neuen Testament stehen? Oder darf das alles nebeneinander stehen und die gleiche Gültigkeit haben, so wie ja auch Mohammed in eine Reihe mit den alttestamentarischen Propheten und Jesus gestellt wird?
    Ja. Mit dem alten Testament gibt es viele Übereinstimmung, was die großen Vorgaben betrifft. Die ganzen Regeln des alten Testaments werden jedoch nicht erwähnt, im Koran gibt es kaum Regeln. Zwei von den Grundsätzen vieler Lesarten des neuen Testaments werden jedoch nicht bestätigt: Jesus ist nicht der Sohn Gottes und es gibt keine Dreieinigkeit (aber dennoch Jungfrauengeburt), vollbringt Wunder, aber stirbt nicht am Kreuz für die Menschen. Er ist einer der wichtigsten Propheten, aber ist trotzdem allen anderen Propheten gleich und bringt die gleiche Botschaft. Und es wird davon ausgegangen, dass zu jedem Volk immer wieder Propheten kamen, um zu mahnen.

    Wie ist es mir der Ethik? In der Bergpredigt lesen wir "Ihr habt gelesen, dass ..., ich aber sage euch ...". Jesus hat einige überlieferte Regeln aufgehoben, so z.B. das berühmte "Auge um Auge, Zahn um Zahn" oder die strenge Auslegung der Sabbatvorschriften. Wie sieht das der Islam?
    Im Islam gibt es das "Auge um Auge, Zahn um Zahn", aber keinen festgelegten Ruhetag. Es gibt 5 oder 6 Glaubensgrundsätze (bin mir gerade unsicher), die so ähnlich auch in den anderen Buchreligionen vorhanden sind: Glaube an einen Gott, seine Engel, Bücher, Gesandten, Macht und an das jüngste Gericht. Die bestmögliche Behandlung der Mitmenschen, insbesondere der Familie, ist Pflicht...alles ähnlich der anderen Buchreligionen.

    Die Glaubensgrundsätze gibt die erste Sure des Koran eigentlich ganz gut wieder:

    Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen. Lob sei Gott, dem Schöpfer der Welten, dem Gnädigen, dem Barmherzigen, dem Alleinherrscher am Tag des Jüngsten Gerichts! Dir allein dienen wir, und Dich allein bitten wir um Hilfe und Beistand. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du die Gnade (des wahren Glaubens) erwiesen hast und nicht derer, die sich Deinen Zorn zugezogen haben und in die Irre gegangen sind!


    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Wenn in dem Koran nun mal schwarz auf weiß steht, dass Mohammed den Koran durch einen göttlichen Boten (Erzengel) erhalten habe und dies eine direkte Botschaft von Gott sei, so ist das ein sehr hoher Anspruch. Aber ein so hoher Anspruch muss sich zumindest hinterfragen lassen. Falls mich irgend jemand davon überzeugen kann, dass das stimmt, gehe ich gern von dem Betrugsverdacht ab.
    Ich glaube, im Koran steht diese genaue Beschreibung nicht, nur ,dass es alles von Allah, dem einzigen Gott, kommt. Überzeugen ist bei religiösen Dingen nicht möglich ;)

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Etwa eine Prophezeiung, welche sich nachweislich erfüllt hat.
    Mich interessiert soetwas nicht. Sollte mir die genaue Stelle unterkommen, werde ich sie hier posten.
    Es gab eindeutig eine Schlacht, die historisch bewiesen ist, in der die Muslime in Unterzahl gegen die Mekkaner siegten

    Was korrigiert denn der Koran zum Beispiel?
    Siehe oben, Dreieinigkeit beispielsweise.

    Von der "Göttlichkeit" der Bibel ging ich nicht aus.
    Aber Christen gehen doch von der Göttlichkeit bzw. göttlichen Inspiriertheit der Bibel aus, oder?
    Geändert von Analuisa (13.03.2012 um 21:57 Uhr) Grund: Zitat repariert

  8. gesperrt

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Zwei von den Grundsätzen vieler Lesarten des neuen Testaments werden jedoch nicht bestätigt: Jesus ist nicht der Sohn Gottes und es gibt keine Dreieinigkeit (aber dennoch Jungfrauengeburt), ...
    Und warum sollte man das glauben? Und was soll daran wichtig sein? Ich sehe keinen Grund, deshalb eine neue Religion zu gründen.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Ich glaube, im Koran steht diese genaue Beschreibung nicht, nur ,dass es alles von Allah, dem einzigen Gott, kommt. Überzeugen ist bei religiösen Dingen nicht möglich ;)
    Ich denke doch, es ist möglich. Woher sonst kommen denn sonst die vielen Überzeugungen im religiösen Bereich, wenn nicht durch Überzeugen?

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Aber Christen gehen doch von der Göttlichkeit bzw. göttlichen Inspiriertheit der Bibel aus, oder?
    Das schon, doch nicht alle Christen gehen deshalb zwangläufig von der "Göttlichkeit" der ganzen Bibel aus. Letzteres ist wieder nur eine Auslegung der Kirche bzw. von bestimmten christlichen Glaubensrichtungen.

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Und warum sollte man das glauben? Und was soll daran wichtig sein? Ich sehe keinen Grund, deshalb eine neue Religion zu gründen.
    Ähm, über die Natur Jesu und über die Dreieinigkeit wurde jahrhundertelang gestritten. Es wurden schon für sehr viel geringere Fragen neue Glaubensrichtungen ausgerufen ;)
    Abgesehen davon sieht sich der Islam zu Zeiten Mohammads nicht als neu, schon die ersten Menschen und alle Propheten waren Muslime, eben Menschen, die sich dem einen Gott unterwerfen. Von daher gibt es keine Neugründung.


    Ich denke doch, es ist möglich. Woher sonst kommen denn sonst die vielen Überzeugungen im religiösen Bereich, wenn nicht durch Überzeugen?
    Durch Glauben.

  10. gesperrt

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    AW: Ist der Islam eine "dunkle" Religion ?!

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Ähm, über die Natur Jesu und über die Dreieinigkeit wurde jahrhundertelang gestritten.
    Eben, diese Streitigkeiten konnte ich noch nie nachvollziehen. Viel Wirbel um nichts.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Es wurden schon für sehr viel geringere Fragen neue Glaubensrichtungen ausgerufen ;)
    Auch das mag stimmen, aber darum ging es gerade nicht. Vielleicht wäre es ein Thema für einen anderen Strang.

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon sieht sich der Islam zu Zeiten Mohammads nicht als neu, schon die ersten Menschen und alle Propheten waren Muslime, eben Menschen, die sich dem einen Gott unterwerfen.
    Ob Mulime, Jude oder Heide ist mir egal, ich würde einen Menschen nie nach seiner Herkunft beurteilen. Auch nicht danach, ob er sich einem Gott unterwirft, drei Göttern oder 100 an der Zahl.

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