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  1. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Wie kommst du darauf, dass die Welt schon jetzt so aussehen müsste, wie im AT nach dem Kommen des Messias beschrieben? Auf die Idee, das anzunehmen, würde ich gar nicht kommen. Mag sein, dass das der heutzutage häufig anzutreffenden Auffassung von Theologen und Christen entspricht, welche eine abgewandelte und verwässerte Lehre von Jesus verbreiten. Doch aus dem NT, so wie ich es verstehe, geht das in keiner Weise hervor. Die Welt wird sich demnach erst mit dem 2.Kommen von J.C. grundlegend ändern.
    Im AT steht es halt so. Um plausibel zu machen, warum auf den Welt nach Eintreffen des christlichen Messias immer noch Mord und Totschlag herrscht, wurde eben im NT die Version von "einmal kommt er in menschlicher Schwäche, das zweite Mal in himmlicher Stärke" niedergelegt.

    Bezogen auf die eigentliche Prophezeihung wirkt das aber schon wie ein Hilfskonstrukt. Zumindest für Nicht-Christen.

    Außerdem, an eine plötzliche Verwandlung der Welt, also die Annahme „jetzt schnipst Gott mal mit dem Finger und siehe da, die neue Welt ist da“ glaube ich ohnehin nicht, genauso wenig wie ich an eine Erschaffung der Welt in buchstäblichen 6 Tagen glaube. Ich glaube an Entwicklung und Evolution, und so versteh ich auch die Lehre Jesu. Ohne die Mitwirkung des Menschen geht mit der neuen Welt gar nichts, und ohne Veränderung des Inneren des Menschen kommt auch keine neue Welt Gottes.
    Das sehe ich genauso.

    Ich glaube von daher garnicht an den Messias, in der Form, daß da mal wer vom Himmel steigt.
    Weder an den "christlichen", noch an den zu erwartenden "jüdischen".
    Ich sehe das mehr als Sinnbild.
    Ich bin der festen Überzeugung, wir haben unseren Verstand bekommen, um die Welt selbst zu verstehen und zu gestalten. Und wir hätten die Möglichkeit, sie zum Paradies zu machen - wenn wir es denn wollten. Leider ist das noch nicht absehbar.

    Deshalb sehe ich übrigens auch beispielsweise in der Shoa keinen Beweis für die Nicht-Existenz Gottes, weil er "sowas doch nicht zugelassen hätte".

    Er greift m.E. weder so noch so ein - sondern läßt uns die Erde selbst gestalten. Und auch zur Hölle machen, wenn wir es wollen.

    Interessant, ist das wirklich jüdischer Glaube heute?
    DEN jüdischen Glauben gibts so wenig wie DEN christlichen.

    Aber die ultra-orthodoxen Juden sehen das schon so, ja.
    Geändert von Inaktiver User (21.11.2011 um 08:54 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Oder anders gefragt: Sollte Jesus das Papsttum, die Himmel- und Höllenlehre der Kirche und all das wirklich gewollt haben? Oder wurde das NT von gewissen Leuten gefälscht/manipuliert, damit es so aussieht als ob? Letzteres, immer wieder behauptet, würde Sinn machen.
    Speziell die katholische Kirche ist für mich schon ein rotes Tuch, bezogen auf die vielen Verbrechen, derer sie sich schuldig gemacht hat.

    Inquisition, Hexen-, Juden-, Ketzerverfolgung.

    In Südamerika wurden Häuptlinge von Stämmen, die sich nicht bekehren lassen wollten, auf Geheiß der Kirche lebendig gehäutet.

    In Afrika laufen zigtausende Aids-Waisen rum, weil die Eltern auf GEheiß der Kirche keine Kondome benutzen durften.

    Das alles hat sowas von NULL mit der Lehren von Jesus zu tun.

    Wobei ich Malina dahin gehend recht geben würde, daß ohne eine gewisse Struktur ein Glaube auch zerbröselt.

    Hier gab es auch mal einen Strang, demzufolge man auch Christ sein darf, ohne an Jesus zu glauben - das finde ich dann auch strange. Schließlich definiert das ja nun den Christen, denke ich mal.
    Geändert von Inaktiver User (20.11.2011 um 14:28 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DEN jüdischen Glauben gibts so wenig wie DEN christlichen.
    Dann bin ich ja beruhigt. So gesehen, verwischen sich die Unterschiede zwischen jüdischen und christlichen Glauben vielleicht dann doch irgendwo und die Unterschiede sind eher hausgemachter Natur.

  4. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Speziell die katholische Kirche ist für mich schon ein rotes Tuch, bezogen auf die vielen Verbrechen, derer sie sich schuldig gemacht hat.

    Inquisition, Hexen-, Juden-, Ketzerverfolgung.

    In Südamerika wurden Häuptlinge von Stämmen, die sich nicht bekehren lassen wollten, auf Geheiß der Kirche lebendig gehäutet.

    In Afrika laufen zigtausende Aids-Waisen rum, weil die Eltern auf GEheiß der Kirche keine Kondome benutzen durften.

    Das alles hat sowas von NULL mit der Lehren von Jesus zu tun.
    Leider muss ich dir recht geben. Insbesondere die katholische Kirche hat den Namen Jesus in Verruf gebracht, das ist einfach so, und sie tut es bis heute.

    Aber anderseits gebe ich auch Malina darin recht, dass sie (die Kirche), trotz alledem, für die Verbreitung des Evangeliums in der Welt gesorgt hat.

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass ein anderer das Recht hat, darüber zu entscheiden, ob ich mich einer Religion zugehörig fühle oder nicht.
    Für einen Christen muss es möglich sein, zu zweifeln oder seinen eigenen Weg zu suchen. Ob und wie ein Mensch zu seiner Religion findet, ist eine persönliche Sache. Die Kirche (Religionsgemeinschaft) kann helfen, den Weg zu finden, eine Beurteilung über deren Wert als Gläubige steht ihr meiner Meinung nach nicht zu.
    Naja, aber als Religionsgemeinschaft sollte ich doch schon das Recht haben, bestimmte Regeln und Glaubenssätze aufzustellen, denen alle, die dieser Gemeinschaft angehören wollen, zumindest weitgehend unterschreiben sollen. Bei mir hat noch nie die katholische Glaubenspolizei geklingelt und mich einem hochnotpeinlichen Verhör unterzogen, ob ich jeden Lehrsatz der katholischen Kirche im Wortlaut unterschreibe. Aber zu den wichtigsten und zentralen Punkten sollte ich schon ja sagen können, finde ich. Sonst könnte ich meine Mitgliedschaft in diesem Verein vor mir selbst nicht mehr rechtfertigen.

    Und es wird ja niemand gezwungen, einer bestimmten oder überhaupt einer christlichen Religionsgemeinschaft anzugehören. Jedem ist es freigestellt, sich auch außerhalb dieser Gemeinschaften als Christ zu bezeichnen und zu glauben, was er will. Auch dafür wird man nicht (mehr) verhaftet. Außerhalb der katholischen Kirche kein Heil, das mag vielleicht noch irgendwo stehen, verkündet wird es jedoch in dieser Form nicht mehr.

    Ich sag mal so, die evangelische Kirche hat ein Problem, weil sie sich in ihrem Reformeifer allzu schnell dem herrschenden Zeitgeist anpasst und dadurch schnell beliebig erscheint. Die katholische Kirche hat ein Problem, weil oft sehr lange braucht, um sehr gründlich zu prüfen, ob eine neue Strömung nun eine reine Modeerscheinung ist oder tatsächlich doch eine Reform erfordert. Dadurch wirkt sie oft sehr starr und ewig gestrig. Aber diese, ihre größte Schwäche, ist zugleich auch ihre Stärke. Sie bietet nämlich Beständigkeit in einer sehr schnelllebigen Zeit. Wie viele alte Gebäude sind nach dem Krieg abgerissen worden, um Platz für Neues zu schaffen. Und heute, wo das Neue in die Jahre gekommen ist und oft nur noch hässlich wirkt, sehnt man sich nach den alten Gebäuden zurück. Und so kann es mit Lehrgebäuden genauso gehen, wenn man sie allzu forsch abreißt. Dass dabei eine gewisse Spannung besteht, bleibt nicht aus. Und oft genug möchte man der Kirche und auch dem Papst mehr Mut wünschen und die Gabe zu erkennen, was wirklich modernisiert werden muss und was auch gegen allseitigen Protest bewahrt werden muss. Eine leichte Aufgabe ist das mit Sicherheit nicht, und ich möchte nicht dafür verantwortlich sein.

    Letztlich sieht es dann so aus, dass man in der Praxis, sprich in der Gemeinde vor Ort, oft viel progressiver und liberaler ist, als es der noch festgeschriebenen Lehrmeinung entspricht. Und ich denke mal, das ist vielleicht auch eine Art Test, herauszufinden, was sich dauerhaft bewährt und dann so festgeschrieben werden kann. Deswegen erscheint die katholische Kirche demjenigen, der ihr fernsteht und oft nur die Lehrsätze liest, viel starrer und rückständiger als demjenigen, der ihr angehört und den Alltag ganz anders erlebt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  6. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Ich würde Malina da schon zustimmen - und das gilt eigentlich auch für jede Religion: Eine gewisse Konstanz sollte schon da sein, sonst wird es beliebig.

    Unser wacher Geist gibt uns die Möglichkeit, die Religion dann für uns so auszugestalten, wie er will.

    Und wie schon angesprochen wurde: In unseren freien westlichen Gesellschaften in einem großen Maß der individuellen Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit. Da kann man Christ sein und trotzdem einen Zen-Urlaub in einem buddhistischen Kloster verbringen, z.B.

    Oder auch die Relgion wechseln oder ablegen, was früher auch hier mit dem Tod bedroht war.

  7. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Wer war Jesus von Nazareth?

    Jesus???? Das ist nicht einmal ein juedischer Name. Sein Name war Yeshua, es gibt kein "J" im hebraeischem Alphabet. Er war ein Jude, seine Mutter, Miriam war Juedin und sein Vater Yosef war auch ein Jude.
    Er war ein Rabbi und ein Rabbi muss verheiratet sein. Wie Lorelei schon erwaehnt hat, war Magdalena hoechstwarscheinlich seine Frau. Er hat sie auch nie verlassen oder "in Stich gelassen", nein, sie blieb bis zu seinem Tod bei ihm, in anderen Worten, sie folgte ihm auf all seinen Wegen. Es ist ja bekannt, dass ihm nicht nur seine Juenger folgten, sondern auch viele fromme Frauen.

  8. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es gibt kein "J" im hebraeischem Alphabet.
    Das stimmt so nicht, der hebräische Buchstabe Jud kann i, y oder j sein.
    Deshalb gibt es oft "Unschärfen", wenn man hebräische Worte in lateinische Buchstaben überträgt.

    Den Titel des Tröts habe ich nach dem Spiegel-Titel gewählt, den ich als Basis einstellte.

  9. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er war ein Rabbi und ein Rabbi muss verheiratet sein.
    Das waren ja eigentümliche Sitten. Was war denn dann mit Homosexuellen? Mussten diese zwangsweise heterosexuell heiraten?

  10. Moderation

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Das waren ja eigentümliche Sitten. Was war denn dann mit Homosexuellen? Mussten diese zwangsweise heterosexuell heiraten?
    "Dü gübt's hier doch gar nicht" - wuerde ich mal meinen, oder?
    Geändert von Flau (28.11.2011 um 10:47 Uhr)

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