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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    doch, tessie, darum geht es hier : Jesus von Nazareth

    das ist der Titel dieses strangs und an ihn glauben wir Christen
    O.k. Floralina, du magst keine Auseinandersetzungen, sondern Frieden und Harmonie, das habe ich verstanden. Nur wenn das suchst, bist du vermutlich in so einem gemischten Forum, wo unterschiedlichste Ansichten aufeinanderprallen, falsch. Vielleicht solltest du da mal lieber ein Forum aufsuchen, wo du nur mit Gleichgesinnten zusammen bist.

  2. Moderation

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Tessie, du magst mir manches vorwerfen können, aber ganz sicher nicht, dass ich oberflächlich oder flüchtig gelesen hätte

    Man könnte diese Sätze von dir:
    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Ich sage dir klar und deutlich meine Meinung dazu: Wer menschenverachtende und gewaltverherrlichende bzw. zu Gewalt aufrufende Religionen praktiziert, macht sich nach unserer Rechtssprechung strafbar, ich danke den Gott, an den ich glaube, für diesen Fortschritt. Und wer derartige Religionen verteidigt, bei vollem Wissen der Inhalte der Religion, macht sich mitschuldig an den durch die Ideologie der Religion verübten Verbrechen.
    so verstehen, dass du Einzelne der hier Mitschreibenden damit gemeint hättest. Deshalb fragte ich ja nach. Wenn dem nicht so ist, umso besser.


    Für eine ausführliche Antwort ist es mir jetzt zu spät, kommt evtl. morgen.
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    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  3. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Es ist ein Verdienst der historisch-kritischen Methode, mit der du leider nichts anzufangen weißt, dass solche zeitbedingten Faktoren - wie z.B. die historische Entwicklung des Rechtsverständnisses - beim Versuch, einen biblischen Text zu analysieren und zu verstehen, mit einbezogen werden.
    Auch hier hast du mich völlig missverstanden. Es ist nicht so, dass ich mit der historisch-kritischen Methode nichts anzufangen weiß, nur halte ich das für Flickschusterei.

    Abgesehen davon gibt es eben trotz alledem, wie ja nicht anders zu erwarten, Gläubige, welche das mosaische Gesetz noch heute für gültig halten, wie gesagt. Was ich davon halte, hatte ich gesagt: Nichts
    Geändert von tessie_10 (14.12.2011 um 23:29 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Tessie, du magst mir manches vorwerfen können, aber ganz sicher nicht, dass ich oberflächlich oder flüchtig gelesen hätte
    Dafür, dass du es gründlich gelesen hast, finde ich dich mit deinen Unterstellungen allerdings recht flink. Vorher nachfragen und klären wäre da vielleicht angebrachter als sofort mit Anschuldigungen um sich zu werfen. Aber auch ein Moderartor ist eben nur eine Mensch, aber (hoffentlich) noch lernfähig.

  5. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Das Deuteronomium (das sog. 5. Buch Mose) ist zum überwiegendenden Teil eine Gesetzessammlung, sozusagen das BGB des alten Judentums. Mit meiner Bemerkung
    Ich wundere mich über die Erwartung, dass Details einer Gesetzessammlung, die in ihrer Urschrift auf das 7. vorchristliche Jahrhundert zurückgeht, unserem heutigen Rechtsempfinden entsprechen sollen.
    hatte ich ausdrücken wollen, dass die Vorstellung davon, was als strafwürdiges Verbrechen gilt, sich über die Jahrtausende geändert hat.
    Mit solchen Verallgemeinerungen wäre ich allerdings vorsichtig. Natürlich hat sich das Rechtsverständnis in vielem geändert.

    Aber ob zum Beispiel Homosexuelle in der damaligen Zeit die damalige Rechtssprechung für gut/richtig hielten, wage ich sehr zu bezweifel. Diese Vorstellung kommt mir dann doch eher zynisch vor.

  6. gesperrt

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich über die Erwartung, dass Details einer Gesetzessammlung, die in ihrer Urschrift auf das 7. vorchristliche Jahrhundert zurückgeht, unserem heutigen Rechtsempfinden entsprechen sollen.
    Dass unser heutiges Rechtsempfinden im großen und ganzen wirklich anders ist als damals, denke ich zwar auch, aber beweisen lässt sich das ja nun auch nicht. Befragen kann man die damals lebenden Leute ja leider nicht mehr.

    Insbesondere käme es hier meines Erachtens auf die Ansicht von Minderheiten und Benachteiligten an. Wenn ein hetero veranlagter Mensch nichts gegen die Steinigung von Homosexuellen hat, so spricht das zwar nun nicht gerade für menschliche Größe, wäre aber immerhin noch irgendwie nachvollziehbar. Aber dass ein Homosexueller eine derartige Gesetzgebung begrüßt, halte ich - wie gesagt - für mehr als fragwürdig, sogar für zynisch.

    Ich bleibe dabei, die damalige (jüdische) Rechtssprechung war, auch für damalige Verhältnisse, unmenschlich und abscheulich. Sie diente höchstens dem Zweck des physischen Überlebens in einer sicher schwierigen Zeit, was aber nun nicht unbedingt etwas mit Menschlichkeit und Nächstenliebe zu tun hat. Und dass das in anderen Religionen auch nicht besser war, macht die Sache nicht wirklich besser.

    Mit dem Gott, an den ich glaube, hat das mosaische Gesetz jedenfalls soviel zu tun wie Äpfel mit Bananen. Aber da sind hier wohl zweifellos nicht wenige anderer Ansicht ...
    Geändert von tessie_10 (15.12.2011 um 00:54 Uhr)

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Ich bleibe dabei, die damalige (jüdische) Rechtssprechung war, auch für damalige Verhältnisse, unmenschlich und abscheulich. Sie diente höchstens dem Zweck des physischen Überlebens in einer sicher schwierigen Zeit, was aber nun nicht unbedingt etwas mit Menschlichkeit und Nächstenliebe zu tun hat. Und dass das in anderen Religionen auch nicht besser war, macht die Sache nicht wirklich besser.

    Mit dem Gott, an den ich glaube, hat das mosaische Gesetz jedenfalls soviel zu tun wie Äpfel mit Bananen. Aber da sind hier wohl zweifellos nicht wenige anderer Ansicht ...
    Ich möchte dazu meine Ansicht äußern:
    Die urchristliche Gemeinde zu Jerusalem lebte nach dem damaligen Gesetz. Sie hat keines der Gebote aus der Thora verleugnet - nur für sie war Jesus Christus der erschienene Messias und sie warteten auf seine Rückkehr in Kürze.
    Erst durch Paulus und seine Missionsarbeit in Kleinasien und Griechenland wandelten sich die Glaubensasusagen. Paulus hat nur Erfolg damit gehabt, weil er bis dahin örtliche religiöse Gewohnheiten umdeutete zu christlichen Aussagen. In Ephesos gibt es noch die Fundamente der Johannesbasilika, dort soll Johannes zusammen mit mit der Mutter Maria gelebt und gewirkt haben. Sie soll in der Nähe von Ephesos nahe einem Heiligtum der Kybelä (griech. Aphrodite) bestattet sein. Es ist auch heute noch ein christliches Heiligtum.
    Ohne die Missionsarbeit von Paulus wäre die Urchristengemeinde in Jerusalem mit der Zerstörung der Stadt Jerusalem 70 ebenfalls untergegangen.

    Wir feiern in Kürze Weihnachten, die Geburt Christi. Wir alle wissen, dass das Geburtsdatum völlig unbekannt ist, es ist das alte Sonnenwendefest des Mithraskultes, für Germanen ihre Wintersonnenwende, geschickt eingebunden mit heidnischen Symbolen wie geschmückten Baum.

    Viele der neuen Religionen stammen aus den USA, dorthin sind schließlich die Pilgrimfathers ausgewandert, weil sie von der Anglikanischen Kirche verfolgt wurden. Sie fühlen sich alle nicht in der blutigen Tradition der europäischen Kirchen und halten sich daher auch für rein und geläutert.
    Dennoch hat es auch dort Hexenverfolgung gegeben: Salem Village - das heutige Danvers in Massachusetts/USA - war 1692 Schauplatz einer Hexenverfolgung, in deren Verlauf 200 Personen verhaftet und 30 zum Tode verurteilt wurden. 19 von diesen Verurteilten wurden gehängt, der Rest freigesprochen, begnadigt oder starb im Gefängnis.

    In den mennonitschen und den baptischen Kirchen sind Homosexuelle bis heute ausgeschlossen.
    Und auch bei uns waren homosexuelle Handlungen bis 1974 unter Strafe gestellt (der berüchtigte §175 StGB) und Veruteilte landeten im Zuchthaus.
    Auch die Emanzipation der Frauen ist man gerade 100 Jahre alt, die Gleichstellung vor dem Gsetz erfolgte auch im Zivilleben erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts.

    Das mosaische Gesetz wird selbst in dem zivilen Staat Israel nicht angewendet, das dortige Strafgesetz stellt ähnliche Handlungen wie bei uns unter Strafe, es gibt weder Steinigungen noch Hinrichtungen (die letzte Hinrichtung war die von Adolf Eichmann 1962.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Moderation

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, du verstehst nun, worum es wirklich ging
    Ja, etwas besser.

    Aber hierzu möchte ich noch etwas anmerken:
    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Was mich an der Sache aber wirklich befremdlich finde ist, dass es offenbar Gläubige gibt, welche das mosaische Gesetz noch heute für voll gültig halten. Das meinte ich, als ich sagte, man macht sich mitschuldig an den Verbrechen.
    Das orthodoxe Judentum bezieht sich auf das mosaische Gesetz im Sinne einer moralischen Richtschnur ihres Lebens. Also im religiösen Sinne, nicht mehr im juritischen! Dass ein orthodoxer Jude der heutigen Zeit die in den alten Schriften festgelegten Strafen für bestimmte Vergehen befürworten würde, würde mich doch sehr erstaunen.

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Und dass solche Verbrechen tatsächlich noch heute passieren, wenn auch nicht im jüdischen, doch im muslimischen Bereich (jedenfalls in dem Bereich, in dem das mosaische Gesetz noch heute für gültig gehalten wird...)
    Das war hier allerdings nicht Thema, denn wir sprachen über das Judentum.

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Es ist nicht so, dass ich mit der historisch-kritischen Methode nichts anzufangen weiß, nur halte ich das für Flickschusterei.
    Warum?

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Mit solchen Verallgemeinerungen wäre ich allerdings vorsichtig. Natürlich hat sich das Rechtsverständnis in vielem geändert.

    Aber ob zum Beispiel Homosexuelle in der damaligen Zeit die damalige Rechtssprechung für gut/richtig hielten, wage ich sehr zu bezweifel. Diese Vorstellung kommt mir dann doch eher zynisch vor.
    Das habe ich auch nicht behauptet, dass die Opfer der damaligen Rechtssprechung diese so toll gefunden hätten. Mir ging es nur um die Feststellung, dass damals andere Rechtsnormen galten. Ich verstehe nicht ganz, warum du da eine Bewertung herausliest?

    In Dtn. 22,20f bspw. steht, dass eine Jungverheiratete, die keine Beweise dafür erbringen kann, dass sie jungfräulich in die Ehe gegangen ist, gesteinigt werden soll. Nein, glücklich wird die betroffenen Frau darüber nicht gewesen sein. Das behauptet hier aber auch niemand, und dass die damaligen Gesetze nichts mit den heutigen Begriffen von Menschenrechten und Menschenwürde zu tun hatten, sondern auf sehr archaischen Vorstellungen basieren, darin wird dir hier sicher jeder zustimmen.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    In Dtn. 22,20f bspw. steht, dass eine Jungverheiratete, die keine Beweise dafür erbringen kann, dass sie jungfräulich in die Ehe gegangen ist, gesteinigt werden soll. Nein, glücklich wird die betroffenen Frau darüber nicht gewesen sein. Das behauptet hier aber auch niemand, und dass die damaligen Gesetze nichts mit den heutigen Begriffen von Menschenrechten und Menschenwürde zu tun hatten, sondern auf sehr archaischen Vorstellungen basieren, darin wird dir hier sicher jeder zustimmen.
    Eben, das ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Ich bin davon überzeugt, dass die mosaische Gesetzgebung zu der Zeit, da sie entstanden ist, in vielen Punkten humaner und gerechter war, als die Gesetzgebung anderer Völker im Nahen Osten.

    Es stehen da Dinge drin, die uns heute sehr befremdlich vorkommen, aber auch viele Dinge, denen wir auch heute noch zustimmen können.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich bin davon überzeugt, dass die mosaische Gesetzgebung zu der Zeit, da sie entstanden ist, in vielen Punkten humaner und gerechter war, als die Gesetzgebung anderer Völker im Nahen Osten.
    Was bringt Dich zu dieser Überzeugung?

    Das Problem ist ja nicht ganz uninteressant, weil sich die Fragestellung einigermaßen objektiv angehen lässt. Man mag mit Analuisa einwenden, dass es unfair sei, die damalige Gesetzgebung mit heutigen Augen zu betrachten (Was aber impliziert, dass man die Vorstellung verwerfen muss, diese Texte seien in irgend einer Form "heilig" oder "inspiriert".), aber ein direkte Vergleich mit den Gesetzessammlungen anderer Völker des Orients ist sicher zulässig.

    Ich möchte mich übrigens auch nicht zur gegenteiligen Behauptung versteigen. Ich glaube kaum, dass man bei anderen Völkern ein größeres Maß an Humanität und Gerechtigkeit antreffen wird. Insgesamt dürften die Gemeinsamkeiten größer sein als die Unterschiede.

    Aber die Hoffnung, dass das mosaische Gesetz sich hier positiv abhebt, dürfte vergeblich sein.

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