Opelius spricht genau den Unterschied an, der mir auch wichtig ist.
Wir können hier gerne über Religionen kontrovers diskutieren, es ist klar, dass in einem Forum die unterschiedlichsten Meinungen und Überzeugungen aufeinandertreffen. Bei aller (sicher berechtigten) Kritik an bestimmten Inhalten, die man selbst nicht vertritt, bitte ich trotzdem darum, den Respekt vor Andersgläubigen nicht außer Acht zu lassen. Keiner von uns weiß, welche Inhalte dem anderen in seiner Religion besonders wichtig sind - vielleicht sind es ja ganz andere, als die, die wir im Vordergrund sehen, vielleicht hat der/die andere einen Zugang zu seiner Religion, der uns selbst verschlossen bleibt.
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13.12.2011, 20:30
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Geändert von Analuisa (13.12.2011 um 20:42 Uhr)
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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13.12.2011, 20:56
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Meinst Du, wenn das nur drei rostige Pfennigstücke wären, hätte sich die Botschaft so lange gehalten? Und es finden sich bis heute immer wieder durchaus auch Menschen mit scharfem Intellekt, die sich von dieser Botschaft innerlich anrühren lassen und ihr folgen.
Das Schlichte muss nicht immer das Verkehrte sein. Die Botschaft mag schlicht sein, ihre praktische Umsetzung ist es mitnichten. Und ich finde über die Jahrhunderte immer wieder Menschen, die auf beeindruckende Weise diese Botschaft gelebt haben. Und dann denke ich, so möchte ich auch leben und sterben. Das erscheint mir erstrebenswert. Das bringt mich auf den Weg. Aber letztlich muss sich die Botschaft ganz konkret in meinem Leben im Hier und Jetzt bewähren. Vertröstung aufs Jenseits ist nicht mehr. Und ich merke, dass es mir gut tut, mich auf diesen Weg einzulassen. Selbst wenn er eine Illusion sein sollte, war mein Leben mit Glauben reicher als ohne.
Ich glaube, man kann das Beuruhigende an dieser Botschaft, dass sie nämlich wahr sein könnte, auch wegintellektualisieren.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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13.12.2011, 21:07
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Vielleicht muss ich ja doch noch etwas deutlicher werden: Hast du jemals darüber nachgedacht, wieviel Unheil Religionen schon über die Menschheit gebracht haben? Von der Tierwelt mal ganz zu schweigen. Und da spielen die monotheistenschen Religionen ja zweifellos eine ganz besonders "herausragende" Rolle.
Nö, Analusia, hier geht es nicht um Blumen oder Wandmalereien, hier geht es um Gewalt-Verbrechen! Und jeder, der sowas in Schutz nimmt oder auch nur toleriert, macht sich mitschuldig!
Ich sage dir klar und deutlich meine Meinung dazu: Wer menschenverachtende und gewaltverherrlichende bzw. zu Gewalt aufrufende Religionen praktiziert, macht sich nach unserer Rechtssprechung strafbar, ich danke den Gott, an den ich glaube, für diesen Fortschritt. Und wer derartige Religionen verteidigt, bei vollem Wissen der Inhalte der Religion, macht sich mitschuldig an den durch die Ideologie der Religion verübten Verbrechen.
Und wer das ganze dann noch unter dem Deckmantel von "Liebe" und "Gerechtigkeit" zu verkaufen versucht, entlarft sich selbst als Heuchler.
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13.12.2011, 21:33
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
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13.12.2011, 21:44
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Sind es die Religionen, die Unheil über die Menschen gebracht haben? Oder sind es Menschen, die dies im Namen von Religionen getan haben?
Im Übrigen scheinst du meine Worte nicht richtig gelesen zu haben. Selbstverständlich dürfen Glaubensinhalte diskutiert und hinterfragt werden. Trotzdem erwarte ich hier von allen einen respektvollen Umgang mit Andersgläubigen.
Dies ist eine moderatorische Ansage, und ich bitte darum, diese hier nicht zu diskutieren.
Falls weiterer Diskussionsbedarf dazu besteht, bitte per PN.
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13.12.2011, 21:50Inaktiver User
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Hier ging es doch zunächt nur um eine schlichte Sachfrage: Gibt es im AT Stellen, die die Vergewaltigung von Kindern unter Straf stellen.
Ich habe geschrieben, dass es solche Stellen meiner Kenntnis nach nicht gibt.
Warum Du daraus plötzlich eine Frage nach Erwartungshaltungen machst, verstehe ich offen gestanden nicht.
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13.12.2011, 22:27
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13.12.2011, 22:35
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Exzellenz: Nein, es ging nicht nur um die Sachfrage, es geht doch auch um Wertung. Ich will die schweren Geschütze, die tessie hier auffuhr, nicht auch noch zitieren.
Aus deinem Posting #183 und tessies #191 lese ich eine gewisse Empörung heraus, dass das Rechtsempfinden der alten Israeliten nicht dem heutigen entspricht, ja.
Vorsichtig formuliert.
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13.12.2011, 22:35Inaktiver User
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Bei aller Vorsicht: Dass sich eine Auffassung lange hält, ist ganz sicher keine Gewähr für ihre Richtigkeit.
Die Geschichte ist reich an Gegenbeispielen.
Wobei sich die meisten Menschen nicht einmal diese Mühe machen. Die Glaubensinahlte erodieren nicht deshalb, weil sie wegintellektualisiert werden, sondern weil schlicht und ergreifend keine Auseinandersetzung damit stattfindet.Ich glaube, man kann das Beuruhigende an dieser Botschaft, dass sie nämlich wahr sein könnte, auch wegintellektualisieren.
Darin gleichen sich die Gläubigen und die Ungläubigen in meinem Bekanntenkreis sehr stark. Weder die einen noch die anderen setzen sich besonders intensiv mit Glaubensfragen auseinander.
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13.12.2011, 23:01Inaktiver User
AW: "Wer war Jesus von Nazareth ?"
Du hast Recht. Ursprünglich ging es um die Sachfrage, aber ganz wertneutral sehe ich die Problematik tatsächlich nicht.
Man kommt doch nicht darum herum: Man kann nicht über die zehn Gebote sprechen, ohne den Kontext zu beachten, in den sie eingebettet sind.Aus deinem Posting #183 und tessies #191 lese ich eine gewisse Empörung heraus, dass das Rechtsempfinden der alten Israeliten nicht dem heutigen entspricht, ja.
Vorsichtig formuliert.
Solange es Menschen gibt, die mit einer gewissen Penetranz behaupten, dass sich Humanismus, Aufklärung und Demokratie letztendlich der "jüdisch-christlichen Tradition" verdanken; solange eine Frau Käßmann im Spiegel-Interview darüber mault, dass die Bundesbürger die biblischen Texte nicht mehr kennen (und glänzend daran verdient); solange es einen Gottesbezug in der Verfassung gibt, so lange wird es auch Menschen geben, die mit einer gewissen Vehemenz darauf hinweisen, was da tatsächlich steht.
Man kann jede Weltanschauung schönreden, wenn man nur die paar gefälligen Bruchstücke herausgreift, die einem ins Konzept passen und alles andere als unerheblich abtut.
Es ist diese artifizielle Trennung zwischen der guten Religion und den bösen Menschen, die mir gegen den Strich geht.
Zitat von Analuisa
"Die Religion ist im Kern gut und wird nur von den bösen und unverständigen Menschen missbraucht."
Mitnichten. Womöglich verstehen die heilsgeschichtlichen Amokläufer ihren Glauben sehr viel besser als die idealistischen Interpreten.Geändert von Inaktiver User (13.12.2011 um 23:41 Uhr)



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