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  1. User Info Menu

    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Vor Schmerz? wenig.

    Wenn mal welcher kommt - zB am ersten Tag der Menstruation - übe ich, mich mit ihm zu befreunden.

    Ansonsten hab ich durchaus ein paar Vorstellungen die so sind, aber falls es mir nicht passieren sollte, mich in einen mittelalterlichen Folterkeller als Opfer zu verirren, sind das alles Dinge, die mir eher nicht passieren werden.

    gruss, barbara
    Du ziehst deine Menstruationsschmerzen als Beispiel für das Aushaltenkönnen von Schmerz her.
    Während es hier u.a. um körperlich zugefügte Schmerzen in Bürgerkriegen oder bei Krebskranken ging.

    Und du kannst dich nicht reinversetzen in die unendlich und unerträglich leidenden Menschen irgendwo anders denn "hier". Hauptsache du kannst dich mit deinem "Schmerz" anfreunden. Er dauert ja eh nur den ersten Tag der Menstruation. Bravo, gut gemacht.

    Das nenne ich mal Empathie.

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Hallo bae, danke für Dein Post #648

    Du gehst sehr pragmatisch mit der Aussicht auf (und dem tatsächlich erlittenen) Schmerz und Leid um. Das hat etwas Erfrischendes für mich.

    Andererseits glaube ich, dass Du diese starke, innere Haltung anderen, die gerade inmitten einer Katastrophe stecken, nur (positiv) nahebringen kannst, wenn Du gleichzeitig vermitteln (oder durchscheinen lassen) kannst, dass Du sie auch emotional verstehst und respektierst, also mit_fühlst. Also, Dich durchaus emotional mit ihnen verbindest. Dich also mit ihnen (emotional) solidarisierst. Ansonsten hat das was von einem kalten Aufruf à la "Nun sei mal nicht so jammerig. Zähne zusammengebissen und durch!"

    Naja, aber ich denke, so meintest Du es auch nicht.

  3. gesperrt

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Da gibt es hier ganz andere Schreiberinnen, die eigene Meinung als allgemeingültige Thesen darstellen.
    Meine Gedanken zu dem Thema sollen keine allgemeingültigen Thesen darstellen.

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nun ja, als zynisch und so weiter bezeichnet zu werden, würde ich nicht grad als "wir schreiben nichts vor" und "wir beeinflussen niemanden" bezeichnen... Das ist doch im Gegenteil eine Aussage, deren Wunsch ist, die andere Person möge doch ihre Meinung ändern.

    gruss, barbara
    Lies doch mal den Zusammenhang nach.
    Nein, es ist nicht meine Intention , die andere Person zu einer Meinungsänderung zu bewegen, aber ich muss ihre Aussagen auch nicht gut finden. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Einstellung darüber hinaus noch komplett egozentrisch.

    Wenn ich beispielsweise wegen des Todes eines geliebten Menschen leide, ist die Person, dem meine Seele "ihre Weiterentwicklung zu verdanken" hat, nämlich tot.
    Genau, das kommt außerdem noch hinzu.
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  6. Inaktiver User

    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Warum, frage ich mich immer wieder bei diesen Themen, warum hast Du Septima, (oder auchda, Ruby, Ernesto) hier nur herausgenommen von vielen anderen, das Bedürfnis, anderen zu sagen, wie sie zu leiden haben und maßt Euch an, zu wissen, was sie fühlen und denken. Wollt ihr die gesamte Welt retten? Reicht es nicht, wenn jeder seine eigene Gefühlswelt in Gleichklang bringt, egal ob man glaubt oder nicht?

    Ich z.B. habe immer noch Narben im Gesicht vor 40 Jahren, wo ich durch die Windschutzscheibe flog, natürlich leide ich nicht, wäre ich ja schön blöd.
    Mein Mann ist ein Pflegefall, manche Angehörige leiden, wenn sie ihn besuchen, das geht mir ganz schön auf den Geist. Abgesehen davon, dass mein Mann nicht "leidet", außer er hat Schmerzen oder Langeweile, (dagegen kann man ja etwas tun), hat er gar nichts davon, dass diese Menschen "so leiden müssen", wenn sie ihn sehen.

    Andererseits braucht der Mensch anscheinend viel, viel "Leid". Ich kann mir keine Tatorte mehr ansehen, meine früher geliebten Krimis leben auch nur von viel Leid und Schmerzen, die Schaulustigen bei einem Unfall nehmen nicht ab ...
    Die von bruenette beschriebenen Dinge finde ich alle schrecklich, aber was wäre, wenn die ganze Welt friedlich wäre? Dann würden sich der Natur der Menschen nach, wieder einige finden, die Kriege provozieren.

    Nein, ich sage niemand, wie er/sie zu leiden hat.
    Wie könnte ich...ist Leiden doch individuell - ein jeder leidet seiner Persönlichkeit entsprechend...und freut sich seiner Persönlichkeit entsprechend.
    Ich habe nur gesagt, dass manche Menschen an ihrem Leid zerbrechen und ich sowas als nicht sinnbringend ansehe.
    Kommt jetzt noch der allmächtige Gott als übergeordnete Kraft ins Spiel, der dieses ganze Chaos angeblich lenken/verwalten soll, wird's gänzlich dubios - lässt er doch sein Ebenbild verzweifeln und zerbrechen.
    Als Gott sollte er doch andere Möglichkeiten haben, die Menschen weiter zu bringen...und nicht auf die typischen Spannungselemente eines Tatort (Vergewaltigung, Mord, Folter, seelische Qualen) setzen, um den Menschen Entwicklung zu ermöglichen...es spiegelt rein menschliche Denkweise wieder..

    Nicht jeder Mensch ist tapfer und erträgt wie dein Mann schlimme Situationen. Auch die Schwachen brauchen Verständnis.

    Viele wissen nicht, wie sie mit einem Pflegefall umgehen sollen und benehmen sich..eigenartig...nicht aus Bosheit, sondern aus Verlegenheit. Ging mir früher als junges Mädel genauso...

    Was wäre, wenn Gott dafür sorgen würde, das die Welt friedlich ist?
    Wäre prima...kann er aber nicht, weil es ihn nicht gibt...

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von auchda Beitrag anzeigen
    Du ziehst deine Menstruationsschmerzen als Beispiel für das Aushaltenkönnen von Schmerz her. ....
    Dieser Vergleich macht einfach nur sprachlos und spricht wieder für den von Zazu2 zur Sprache gebrachten egozentrischen Aspekt.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von liebestoll Beitrag anzeigen
    Meine Gedanken zu dem Thema sollen keine allgemeingültigen Thesen darstellen.
    Warum hast du dich angesprochen gefühlt? Ich hatte keinen Namen genannt?
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
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  9. Inaktiver User

    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ja, ist es.




    Vor Schmerz? wenig.

    Wenn mal welcher kommt - zB am ersten Tag der Menstruation - übe ich, mich mit ihm zu befreunden.

    Ansonsten hab ich durchaus ein paar Vorstellungen die so sind, aber falls es mir nicht passieren sollte, mich in einen mittelalterlichen Folterkeller als Opfer zu verirren, sind das alles Dinge, die mir eher nicht passieren werden.

    Falls mir mal ein Unfall passieren sollte - nun, dann werd ich ja sehen, wie ich damit umgehe. Vorschussangst seh ich nicht als vernünftige Strategie an.





    ja sicher.

    Aber ein Körper ist, wie alles andere auch, zum Benutzen da. Es ist keineswegs mein Ziel, makellos zu sterben. Und das Vermeiden von Schmerz ist nicht mein höchstes Lebensziel.




    Ich erkläre es nicht weg. aber ich lebe damit, dass es Schmerz gibt. Gibt es. Ist so. Müssen wir alle damit leben, mit dem Mass an Schmerz, das wir eben haben. Und ja, es tut jedem Menschen sicher früher oder später mal unendlich weh. Körperlich oder geistig. oder beides. Das ist ein Teil des Lebens, und ich akzeptiere, dass das ein Teil des Lebens ist, und das erlaubt mir, nicht darin hängen zu bleiben und wenig Angst davor zu haben.



    naja, ich muss nicht Fernsehn schauen, um die eine Menge Katastrophen erzählen zu können.

    Aber ich hab mich auch darin geübt, mich nicht auf der emotionalen Ebene mit andenr Menschen zu verbinden (sonst könnte ich auch kein Auge zumachen), sondern auf der Ebene der Seele.





    sicher. auf alle Fälle.

    gruss, barbara


    Periodenschmerz und den Schmerz, den ein schwer Krebskranker zB empfindet, kann man nicht vergleichen...auch nicht mit den Schmerzen, die einen Verbrechensopfer bewusst zugefügt wurden.
    Die Mens geht rum...kann echt weh tun, aber hey, 2 Spalttabletten und Leben geht weiter..damit kann frau leben.
    Aber mit den heftigen Schmerzen, dass ein junger Mensch sinnlos sterben muss (gab es in meiner Familie zB) kann man sich einfach nicht anfreunden.

    Was den Körper angeht: ich sehe den Körper als den Tempel meiner Seele an. Klar nutze ich diesem Tempel, aber ich ehre und achte ihn (auch wenn das jetzt irgendwie blöde klingt). Ich BIN dieser Tempel...was ihm geschieht, geschieht auch mir.
    Also passe ich gut auf ihn auf...
    Was Schmerzen angeht: neenee - ich bin der Typ, der sich beim Zahnarzt gerne eine Spritze verpassen lässt ;-)
    Wenn ich Schmerz egal welcher Art vermeiden kann, dann tu ich das - bei mir und bei anderen auch. Anders gesagt: ich versuche mir anderen und mir gut umzugehen und niemanden leichtfertig zu verletzen.
    Manchmal ist es unumgänglich..


    Ich sehe auch nicht, dass alles, was ist, zum Benutzen da ist. Manches ist zum Ansehen, zum Bestaunen - ich muss mir nicht alles "zunutze" machen..Das ist es ja, was uns von anderen Lebewesen unterscheidet: wir haben ein Bewusstsein, sollten nicht vom Ego getrieben sein und uns "alles" nutzen, was geht. Gier ist nämlich eine...Todsünde ;-)

    Glaubst du wirklich, dass du entscheiden kannst, wie du dich mit Menschen verbindest?
    Man kann professionellen Abstand halten - aber ganz oft sind es die, die anderen (berufsmässig zB) helfen, die irgendwann selbst Hilfe brauchen...wir sind alle nur Menschen..

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Worin besteht für Dich die "Anmaßung" einiger User (auch mich?) ? Ist es, dass ich annehme, dass Menschen, die Leid erfahren haben, in diesen Momenten auch tatsächlich "leiden?" (Und ich nicht mit ihnen tauschen möchte).
    Nein, ich meinte tatsächlich solche Sätze, hier z.B. von auchda:
    Erkläre mal den Opfern von Verbrechen in Indien, in Syrien...den Sinn ihres Leides!
    Ich habe nicht das Bedürfnis, einen Menschen der leidet, ob in Afrika oder in meiner Nachbarschaft, zu erklären, warum das aus meiner Sicht so ist und ob das hilfreich ist oder nicht.

    Zitat Zitat von Zazu2
    Wenn Angehörige leiden, die deinen Mann als jungen, gesunden Menschen kannten und ihn nun als Pflegefall sehen und dir das auf den Geist geht, willst du ihnen genau auch ihre Gefühlswelt nicht zugestehen.
    Du verwechselst nun nicht Mitgefühl mit Jammerei, wie schlimm und wie schrecklich doch alles ist? Ich glaube da steckt mehr die Angst dahinter, es könnte einen selber treffen? Ich weiß es nicht.

    Und trotzdem gestehe ich jedem zu, zu leiden über was und wann er möchte. Sei es der Tod eines Angehörigen oder weil der Mann langweilig geworden ist.
    Mein Motto: alles hat seine Zeit und ich habe selber schon öfter erlebt, wie schön das Leben nach Tiefpunkten ist.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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