Tja - dann haben wir das ganz unterschiedlich wahrgenommen und erlebt...was traumatisierte Menschen angeht.
Psyche, Seele...warum sollte - im Gegensatz zu allen anderen Dingen in der Welt, im Universum, eine Seele unzerstörbar sein? Nichts - gar nichts ist unzerstörbar....nicht mal das Universum selbst...Solange wir glauben, dass in uns und anderen etwas unzerstörbar ist, können wir ja so weitermachen :-(...
Ich habe auch ein paar mehr oder weniger blöde Narben. Die körperlichen melden sich bei Wetterumschwung, die seelischen wann und wie sie wollen, auch mal ohne Grund.
Und der Wecker? Der wurde bei mir früher regelmäßig zum Flugkörper...dennoch glaube ich, dass meine Narben mehr nerven.
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13.04.2015, 14:18Inaktiver User
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
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13.04.2015, 15:01
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Warum, frage ich mich immer wieder bei diesen Themen, warum hast Du Septima, (oder auchda, Ruby, Ernesto) hier nur herausgenommen von vielen anderen, das Bedürfnis, anderen zu sagen, wie sie zu leiden haben und maßt Euch an, zu wissen, was sie fühlen und denken. Wollt ihr die gesamte Welt retten? Reicht es nicht, wenn jeder seine eigene Gefühlswelt in Gleichklang bringt, egal ob man glaubt oder nicht?
Ich z.B. habe immer noch Narben im Gesicht vor 40 Jahren, wo ich durch die Windschutzscheibe flog, natürlich leide ich nicht, wäre ich ja schön blöd.
Mein Mann ist ein Pflegefall, manche Angehörige leiden, wenn sie ihn besuchen, das geht mir ganz schön auf den Geist. Abgesehen davon, dass mein Mann nicht "leidet", außer er hat Schmerzen oder Langeweile, (dagegen kann man ja etwas tun), hat er gar nichts davon, dass diese Menschen "so leiden müssen", wenn sie ihn sehen.
Andererseits braucht der Mensch anscheinend viel, viel "Leid". Ich kann mir keine Tatorte mehr ansehen, meine früher geliebten Krimis leben auch nur von viel Leid und Schmerzen, die Schaulustigen bei einem Unfall nehmen nicht ab ...
Die von bruenette beschriebenen Dinge finde ich alle schrecklich, aber was wäre, wenn die ganze Welt friedlich wäre? Dann würden sich der Natur der Menschen nach, wieder einige finden, die Kriege provozieren.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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13.04.2015, 15:10
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13.04.2015, 15:44
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Ich hoffe, die anderen von dir genannten Mitschreiber nehmen es mir nicht übel, wenn ich versuche, für uns alle vier zu antworten.
Keine/r von uns fühlt sich berufen, die Welt zu retten. Und wir maßen uns auch nicht an, anderen vorzuschreiben, was sie zu denken und zu fühlen haben - ganz im Gegenteil. Wir wollen niemanden beeinflussen und lassen jedem seinen eigenen Glauben und die persönliche Art und Weise, mit dem ganz privaten Leid umzugehen. Andererseits möchten auch wir nicht missioniert werden und wenn wir denken, dass das Leid auf der Erde keine Art von Fegefeuer darstellt, so lassen wir uns natürlich auch nicht nehmen, eine andere Meinung zum Ausdruck zu bringen.
Da gibt es hier ganz andere Schreiberinnen, die eigene Meinung als allgemeingültige Thesen darstellen.Geändert von Septima (14.04.2015 um 09:08 Uhr)
Manches ist durchsichtiger als es scheint.
Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
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If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
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13.04.2015, 15:45
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Hallo bae... ohne Dir zu nahe treten zu wollen.... aber:
Auch wenn sämtliche Gräueltaten aus der Sicht der Seele für Dich nur Episoden sind, sind manche Episoden dennoch unvorstellbar grausam für die Menschen, die diese Episoden in "Echtzeit" durchleiden müssen.
Du klingst irgendwie, als ob Dir o.g. Erklärung ("Episode") reicht, damit Du keine Angst mehr vor Gewalt und Grausamkeit am eigenen Körper fühlst. Ist das so? Hast Du denn gar keine Angst vor eigenem körperlichem Leid?
Obzwar ich an ein (wie auch immer geartetes) Leben "danach" glaube, finde ich es dennoch unfassbar schrecklich, was der menschlichen (und tierischen) Kreatur so vom Schöpfer jeden Tag zugemutet wird. Der Mensch "hat" nicht nur einen Körper, den er wie ein Koffer mit sich rumträgt und nach Belieben abstellen kann, er IST auch sein Körper. Und dieser Körper kann uns sehr schnell daran erinnern, wie weh manche Dinge tun können (Wie war das nochmal mit den Zahnweh? Ein kleines Zahnweh reicht aus, und die Prioritäten des Menschen verschieben sich schlagartig von einer spirituellen auf eine höchst kreatürliche und reale Ebene.... )Stimmt. Aus diesem Grund gehe ich von einer Seele aus, die auch nach dem Tod des Körpers weiter existiert.Leid ergibt nur einen Sinn, wenn sich der Leidende selbst eines Sinnes bewusst wird.
Unfassbar schrecklich ist das, ws auf der Erde geschieht, nur für jene, die davon ausgehen, dass afu der Erde das Einzige geschieht, was je geschieht. Davon gehe ich aber nicht aus.
Ja, das stimmt. Deshalb wundere ich mich umso mehr, wieso Du anscheinend das persönliche Leid eines einzelnen, konkreten Menschen so locker flockig "wegerklären" kannst. Mir wird jedes Mal schlecht, wenn in den Nachrichten wieder von neuen (humanitären) Katastrophen höre. Kaum denkt man, dass etwas "vorbei", oder am abebben ist, kommt der nächste Hammer. Ausblenden und nicht so sehr an sich ranlassen (oder erst gar nicht mehr hinhören oder lesen) ist da oft meine einzige Strategie, um nachts noch schlafen zu können.Ich bin mir sicher, dass jeder Mensch in seinem Leben schon mit Leid konfrontiert wurde und sich somit auch auf eigene Erfahrungen beziehen kann.Jeder, der aus sicherem Abstand einen Sinn von Leid predigt, predigt m.E. an der falschen Stelle.
(...)Antwort auf Leid kann nur Mit_leid, bzw. Mitgefühl sowie tatkräftige Hilfe (sofern man selbst in der Lage dazu ist)
Ergänzung: Manchmal ist es besser, angesichts von großem Leid einfach mal den Mund zu halten und nichts erklären oder interpretieren zu wollen, sondern einfach mitzu_fühlen. Oder, wie hieß das nochmal "Weint mit den Weinenden und freut euch mit den Fröhlichen" (Römer). Und schon wieder taucht sie auf, die Solidarität.... erstaunlich.Geändert von bruennette_2 (13.04.2015 um 15:54 Uhr)
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13.04.2015, 15:48
Geändert von Septima (13.04.2015 um 16:01 Uhr)
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13.04.2015, 16:03
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Anne_dingsda, ich finde Dein Posting interessant. Aber ich verstehe nicht ganz, was genau Du sagen willst?
Worin besteht für Dich die "Anmaßung" einiger User (auch mich?) ? Ist es, dass ich annehme, dass Menschen, die Leid erfahren haben, in diesen Momenten auch tatsächlich "leiden?" (Und ich nicht mit ihnen tauschen möchte).
Irgendwie verstehe ich Dich so, als ob um das Leid (sowohl eigenes als auch der anderen) kein so großes Aufhebens gemacht werden soll, da jeder mit persönlichem Leid anders umgeht. Die einen können besser, die anderen schlechter damit umgehen. Du scheinst zu der Kategorie zu gehören, die besser damit umgehen kann? Irgendwie "pragmatischer"? Sehe ich das richtig?
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13.04.2015, 16:08
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
ja, ist es.
Vor Schmerz? wenig.Du klingst irgendwie, als ob Dir o.g. Erklärung ("Episode") reicht, damit Du keine Angst mehr vor Gewalt und Grausamkeit am eigenen Körper fühlst. Ist das so? Hast Du denn gar keine Angst vor eigenem körperlichem Leid?
Wenn mal welcher kommt - zB am ersten Tag der Menstruation - übe ich, mich mit ihm zu befreunden.
Ansonsten hab ich durchaus ein paar Vorstellungen die so
sind, aber falls es mir nicht passieren sollte, mich in einen mittelalterlichen Folterkeller als Opfer zu verirren, sind das alles Dinge, die mir eher nicht passieren werden.
Falls mir mal ein Unfall passieren sollte - nun, dann werd ich ja sehen, wie ich damit umgehe. Vorschussangst seh ich nicht als vernünftige Strategie an.
ja sicher.Der Mensch "hat" nicht nur einen Körper, den er wie ein Koffer mit sich rumträgt und nach Belieben abstellen kann, er IST auch sein Körper. Und dieser Körper kann uns sehr schnell daran erinnern, wie weh manche Dinge tun können (Wie war das nochmal mit den Zahnweh? Ein kleines Zahnweh reicht aus, und die Prioritäten des Menschen verschieben sich schlagartig von einer spirituellen auf eine höchst kreatürliche und reale Ebene.... )
Aber ein Körper ist, wie alles andere auch, zum Benutzen da. Es ist keineswegs mein Ziel, makellos zu sterben. Und das Vermeiden von Schmerz ist nicht mein höchstes Lebensziel.
Ich erkläre es nicht weg. aber ich lebe damit, dass es Schmerz gibt. Gibt es. Ist so. Müssen wir alle damit leben, mit dem Mass an Schmerz, das wir eben haben. Und ja, es tut jedem Menschen sicher früher oder später mal unendlich weh. Körperlich oder geistig. oder beides. Das ist ein Teil des Lebens, und ich akzeptiere, dass das ein Teil des Lebens ist, und das erlaubt mir, nicht darin hängen zu bleiben und wenig Angst davor zu haben.Ja, das stimmt. Deshalb wundere ich mich umso mehr, wieso Du anscheinend das persönliche Leid eines einzelnen, konkreten Menschen so locker flockig "wegerklären" kannst.
naja, ich muss nicht Fernsehn schauen, um die eine Menge Katastrophen erzählen zu können.Mir wird jedes Mal schlecht, wenn in den Nachrichten wieder von neuen (humanitären) Katastrophen höre. Kaum denkt man, dass etwas "vorbei", oder am abebben ist, kommt der nächste Hammer. Ausblenden und nicht so sehr an sich ranlassen (oder erst gar nicht mehr hinhören oder lesen) ist da oft meine einzige Strategie, um nachts noch schlafen zu können.
Aber ich hab mich auch darin geübt, mich nicht auf der emotionalen Ebene mit andenr Menschen zu verbinden (sonst könnte ich auch kein Auge zumachen), sondern auf der Ebene der Seele.
Ergänzung: Manchmal ist es besser, angesichts von großem Leid einfach mal den Mund zu halten und nichts erklären oder interpretieren zu wollen, sondern einfach mitzu_fühlen.
sicher. auf alle Fälle.
gruss, barbara
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13.04.2015, 16:12
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
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13.04.2015, 16:14
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Genau das tust du aber auch:
Wenn Angehörige leiden, die deinen Mann als jungen, gesunden Menschen kannten und ihn nun als Pflegefall sehen und dir das auf den Geist geht, willst du ihnen genau auch ihre Gefühlswelt nicht zugestehen.Mein Mann ist ein Pflegefall, manche Angehörige leiden, wenn sie ihn besuchen,
das geht mir ganz schön auf den Geist. Abgesehen davon, dass mein Mann nicht "leidet", außer er hat Schmerzen oder Langeweile, (dagegen kann man ja etwas tun), hat er gar nichts davon, dass diese Menschen "so leiden müssen", wenn sie ihn sehen.
Ich finde diese Einstellung darüber hinaus noch komplett egozentrisch.
Wenn ich beispielsweise wegen des Todes eines geliebten Menschen leide, ist die Person, dem meine Seele "ihre Weiterentwicklung zu verdanken" hat, nämlich tot.



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habe ich nirgens gelesen.
