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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich seh das so:
    Viele Dinge wissen wir einfach nicht (Leben nach dem Tod zB). Nun füllen manche Menschen dieses Nicht-wissen mit Glauben auf...und leben deshalb wohl auch leichter, fühlen sich geborgener, können auch in negativen Dingen eine geistige Fügung erkennen und schöpfen Kraft aus ihrem Glauben. Nicht zu vergessen, die Gemeinschaft, die man im Glauben finden kann.
    Glauben kann vieles leichter machen, Schicksalsschläge, Abschiede zum Beispiel, die natürlich immer häufiger vorkommen, je älter man wird. Glaube macht Hoffnung..
    Es ist daher nicht dumm, zu glauben, sondern nervenschonend...Glaube kann Stabilität ins Leben bringen.

    Andere können nicht glauben. Sie hinterfragen - glauben (wissen können sie es genauso wenig), dass nach dem Tod alles vorbei ist... Es kann nicht jeder ein Kind bleiben - aber wer sich eine gewisse Kindlichkeit bewahrt, der ist mir manchmal sogar lieber als ein resignierter, abgeklärter zynischer Mensch. Soll ich versuchen, einer alten gläubigen Verwandten zu erzählen, dass nach dem Tod alles rum ist, man zum Würmerfutter wird und sonst nichts? Dass alles, was sie glaubt, Mythen und Märchen sind und sie ihre Lieben niemals wiedersehen wird? (wobei auch das - bis auf den Teil mit den Würmern - Spekulation ist..) Oder soll ich sie lieber ihr Leben so leben lassen, wie sie das möchte - ohne sie für naiv zu halten? Muss doch jeder selbst wissen.

    Mir ist die Art von Glauben/Unglauben zuwider, die andere missionieren, überzeugen will oder Anders(nicht)gläubige als nicht gleichwertig anerkennt...

    Wenn näher hin sieht, merkt man, dass ganz viele Menschen - auch die rationalsten unter uns, Dinge "glauben" statt sie zu wissen.
    Dann streitet man sich um Dinge, die nie bewiesen werden können...

    Mir wäre es lieber, Religion wäre generell Privatsache..
    Es muss immer bewiesen werden DASS es etwas gibt. Nicht, dass es etwas nicht gibt.
    Insofern unterscheiden sich Gläubige und ungläubige fundamental.
    Zum Nachlesen dazu einfach mal nach Russell's Teekanne googlen.
    (Kurz zusammengefasst: man kann nicht beweisen, dass keine Teekanne in einer Umlaufbahn zwischen Erde und Mars schwebt, also müsste sie nach religiöser Argumentation existieren).
    Nein, die Beweislast liegt nunmal bei den Leuten, die behaupten hinter allem ein Gott steht, der weder gehört, noch gesehen, noch sonstwie wahrgenommen werden kann.
    Kurze Zwischenfrage: warum kann er eigentlich nicht wahrgenommen werden? Die Bibel ist doch voller stellen, wo übernatürliches passiert sein soll. Hat das einfach aufgehört?

    Mir wäre es das allerliebste, wenn religion endlich Privatsache wäre. Leider ist dem aber nicht so.
    Religionsunterricht, Sonderrechte im Arbeitsrecht, Steuergelder für kirchengehälter, Stille Feiertage mit veranstaltungsverboten,
    Bundeskanzler die ihren Eid, sowahr ihnen Gott helfe, schwören. ("So wahr Dumbledore Schulleiter von Hogwarts ist", ist nicht in Ordnung.)
    Kurz, wir werden von Glauben im Alltag bedrängt.

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Glaube ist spekulativ.

    .
    In meinen Augen gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Spekulation.
    Glaube ist eine Überzeugung haben. Spekulation ist auf einen Gewinn hin handeln.

    Wenn ich an den BVB glaube, so halte ich zu ihm, auch wenn er gescheitert ist. Spekulation wäre gewesen, wenn ich auf einen Sieg über Turin gewettet hätte.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    In meinen Augen gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Spekulation.
    Glaube ist eine Überzeugung haben. Spekulation ist auf einen Gewinn hin handeln.
    .
    Im finanzwirtschaftlichen Sinne hast du recht.
    Philosophisch betrachtet hat Spekulation nichts mit einem erhofften bzw. erwarteten Gewinn zu tun. Auch als Synonym für Hypothese ist "Spekulation" vollkommen wertneutral.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Mir wäre es das allerliebste, wenn religion endlich Privatsache wäre. Leider ist dem aber nicht so.
    Religionsunterricht, Sonderrechte im Arbeitsrecht, Steuergelder für kirchengehälter, Stille Feiertage mit veranstaltungsverboten,
    Bundeskanzler die ihren Eid, sowahr ihnen Gott helfe, schwören. ("So wahr Dumbledore Schulleiter von Hogwarts ist", ist nicht in Ordnung.)
    Kurz, wir werden von Glauben im Alltag bedrängt.
    Dann wird es Zeit, dass Du Dich in einer Partei betätigst, die dem Abhilfe verschafft.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Vielleicht verhält es sich mit Gottgläubigen so, dass die Gottesexistenz oder ob Gott wirklich existiere einfach selbstverständlich ist. Sie werden erst gar nicht geplagt von Fragen ob Gott wirklich existiere. Keine Spur von einer Notwenigkeit nach Gott fragen zu müssen.

    Und andere die auch auf dem feinen Instrument der Gedankenwelt spielen zweifeln eben oder lehnen ganz ab und sagen sich dass Gott wohl eine selbst geschaffene Illusion ist.

    Keine Wissenschaft kann es beweisen. Und dennoch muss ich das Gottesbewusstsein nicht ausschließen. Es ist nun mal ein Thema im irdischen Leben (für mich) sowie ich auch andere Religionen - selbst den Viel-Götter-Glaube den wohl noch einige Naturvölker beherrschen akzeptiere. Und diese Überzeugungen darf man doch haben - es ist doch absolut risikofrei wenn man auch verschiedener Meinung ist. Schön ist es wenn der Glaube Früchte bringt. und ich als Mensch mit meiner Freiheit was anfangen kann.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Vielleicht verhält es sich mit Gottgläubigen so, dass die Gottesexistenz oder ob Gott wirklich existiere einfach selbstverständlich ist. Sie werden erst gar nicht geplagt von Fragen ob Gott wirklich existiere. Keine Spur von einer Notwenigkeit nach Gott fragen zu müssen.

    Und andere die auch auf dem feinen Instrument der Gedankenwelt spielen zweifeln eben oder lehnen ganz ab und sagen sich dass Gott wohl eine selbst geschaffene Illusion ist.

    Keine Wissenschaft kann es beweisen. Und dennoch muss ich das Gottesbewusstsein nicht ausschließen. Es ist nun mal ein Thema im irdischen Leben (für mich) sowie ich auch andere Religionen - selbst den Viel-Götter-Glaube den wohl noch einige Naturvölker beherrschen akzeptiere. Und diese Überzeugungen darf man doch haben - es ist doch absolut risikofrei wenn man auch verschiedener Meinung ist. Schön ist es wenn der Glaube Früchte bringt. und ich als Mensch mit meiner Freiheit was anfangen kann.
    Das hat was ganz harmonisches und natürlich kann jeder glauben was er will. Das ist aber gar nicht die Frage. Die Frage ist, was wahr ist.
    Und wenn man sich die Fakten so anschaut, weißt nichts auf Übernatürliches hin.

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, was wahr ist.
    Und wenn man sich die Fakten so anschaut, weißt nichts auf Übernatürliches hin.
    Wenn du von Wahrheit sprichst denke ich sofort an die verschiedenen Wirklichkeiten die uns umgeben. Und das hat dann für mich doch wieder was außerordentliches auch übersinnliches

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  8. Inaktiver User

    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Es muss immer bewiesen werden DASS es etwas gibt. Nicht, dass es etwas nicht gibt.
    Insofern unterscheiden sich Gläubige und ungläubige fundamental.
    Da schubladisierst du aber alle Ungläubige. Ich gehöre zu den Atheisten, die gut damit leben können, dass etwas nicht erklärt werden kann und die die philosophischen und sozialpsychologischen Gedankengänge innerhalb des religiösen Diskurs spannend finden. Wenn wir die Wissenschaft als Weltversteher nehmen, dann wurden doch im Verlauf der Jahrhunderte eine Vielzahl an Erkenntnissen revidiert.

  9. Inaktiver User

    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    In meinen Augen gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Spekulation.
    Glaube ist eine Überzeugung haben. Spekulation ist auf einen Gewinn hin handeln.

    Wenn ich an den BVB glaube, so halte ich zu ihm, auch wenn er gescheitert ist. Spekulation wäre gewesen, wenn ich auf einen Sieg über Turin gewettet hätte.
    Dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis zum Begriff "Spekulation" bzw. verwenden diesen Begriff in unerschiedlicher Weise. Mir geht es nicht um die umgangssprachliche Spekulation ("auf etwas spekulieren"): auf etwas setzen, was Gewinn verspricht, ohne Ansehen des Inhalts oder Bindungen.

    Mir ging es darum, dass Glaube in dem Sinn spekulativ ist, dass er über Annahmen (nicht Beweise) zu Erkenntnis - oder wie du es für dich nimmst: Überzeugung - gelangt. Eine Denkweise.

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    AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da schubladisierst du aber alle Ungläubige. Ich gehöre zu den Atheisten, die gut damit leben können, dass etwas nicht erklärt werden kann und die die philosophischen und sozialpsychologischen Gedankengänge innerhalb des religiösen Diskurs spannend finden. Wenn wir die Wissenschaft als Weltversteher nehmen, dann wurden doch im Verlauf der Jahrhunderte eine Vielzahl an Erkenntnissen revidiert.
    Wissenschaft ist doch zu revidieren.
    Sobald man neue Erkenntnisse hat, die das bisherige widerlegen, ist es nicht mehr gültig.
    Sobald es auch nur den winzigsten Beweis für übernatürliches gäbe, wäre das ja nicht mehr zu bezweifeln.
    Alles übernatürliche, wurde bisher aber mit natürlichen Effekten erklärt.
    Blitze werden eben nicht von Zeus geschleudert und die rauhe See ist nicht Poseidon im Kampf gegen die Titanen.

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